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Zu
Hause auf der Couch fühlte ich mich irgendwie an diesem Tag
nicht so Richtig wohl - es lag wohl dran, dass der Mond voll war
und meine Gedanken zu sehr dem Raubwildjagern gewidmet waren.
Somit bereitete ich mich auf den Ansitz vor und packte meine
Bockbüchsflinte sowie mein 8x56 Fernglas ein und machte mich auf
den Weg ins Revier.
Bereits einige Tage zuvor, kundschaftete ich jene Bereiche auf
den Wiesen aus, auf welchen der Dachs in den letzten Jahren
zuvor immer nach Nahrung gestochen hatte. Schon auf der ersten
Wiese - dort hatte ich auch am ehesten mit Pirschzeichen
gerechnet - konnte ich den Dachs bestätigen.
Ich machte mich also auf den Weg zu jenem Hochstand, welcher
unmittelbar auf der besagten Wiese aufgestellt war. Der
Hochstand ist vom Bauernhaus aus leicht über einen Forstweg zu
erreichen.
Es war bereits dunkel, als ich die Kabine betrat und mich
einrichtete. Der Mond leuchtete bereits den gesamten Graben aus.
Beim ersten abglasen des Hanges, traute ich meinen Augen nicht.
Es war bereits ein Dachs auf der
Wiese
und suchte nach Nahrung. Dieser konnte mich nicht den Hochstand
beziehen sehen, da ihn eine starke Geländekante von mir trennte.
Die Distanz betrug annähernd 170m, worum an einen weidgerechten
Schuss nicht zu denken war. Die Schwarte des Meister Grimbart
glänzte im Mondschein komplett hell. Anfangs machte der Dachs
nicht den Eindruck, als würde er näher kommen. Nach annähernd
1,5 Stunden bewegte sich der Dachs jedoch in
meine Richtung, woraufhin ich begann, mir eine passendes Auflage
zu richten.
Als ich mich mit meiner Bockbüchsflinte eingerichtet hatte und
durch das Zielfernrohr blickte, konnte ich den Dachs bereits in
150m Entfernung auf der Wiese sehen. Jedesmal wenn sich der
Dachs breit drehte, konnte ich ihn sehr gut im Zielfernrohr
sehen - als er spitz zu mir stand, verschwanden die Konturen
leicht. Es schien als hätte sich der Dachs entfernungsmäßig
wiederum auf einem für ihn besonders ertragreichen Wiesenstück
eingependelt, worum ich mich entschloss, einen Schuss
anzubringen.
Als sich der Dachs zum nächsten Mal breit drehte, ließ ich meine
.243 fliegen. Durch das Mündungsfeuer geblendet, konnte ich
momentan nicht erkennen, ob das Geschoß sein Ziel erreicht
hatte. Einige Zeit später versuchte ich einen Blick durch mein
Fernglas. Voller Freude konnte ich den hell glänzenden Fleck im
Hang liegen sehen. Ich baumte sofort ab und begab mich in
Richtung des erlegten Dachses. Bevor ich den Dachs über den
Forstweg zum Auto verbrachte, läutete ich noch beim Bauern und
zeigte ihm den auf seiner Wiese erlegten Grimbart.
Die Dächsin wog 11,5kg.
Bericht und Foto: Manuel Blöchl |