| Bericht 56: Rehbockabschuss |
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Eigentlich sollte der Ansitz heute am letzten Juliabend der Beobachtung auf einen Bock für den ersten August gelten, meistens kommt es dann anders als man es sich vorstellt. Ich bin heute schon kurz nach 17 Uhr am Ansitz weil das Wetter etwas kühler war es leicht zu nieseln begann und meine Erfahrung mir zeigte das zumindest meine Rehe dann etwas früher auszogen. Und das bestätigte sich auch nach gut einer Stunde als ein Bockkitz ohne der dazugehörigen Gais auszog und dort zu äsen begann wo ich im Herbst und Winter den Füchsen und Mardern nachstellte. Die Hasen waren auch heute wieder die ersten die ausgezogen waren und im Laufe meines Ansitzes immer mehr wurden, manchmal kann ich von dieser Kanzel aus 6-8 Hasen bei der abendlichen Äsung und ihren Spielchen die sie so treiben beobachten. Während das Bockkitz wieder im Begriff war in der Dickung Unterschlupf zu suchen konnte ich auf einer lang gezogenen Wiese zwei Rehe erkennen die anfangs langsam in meine Richtung zogen. Ansprechen konnte ich sie noch nicht weil mein Glas auf die Weite von etwa 600m nicht reicht und mein Spektiv im Auto geblieben war. Jetzt war auch ein Spektiv überflüssig weil die beiden urplötzlich und hochflüchtig in meine Richtung unterwegs waren. Erst jetzt konnte ich zwei Böcke erkennen als sie beinahe auf hundert Meter an der Kanzel waren. Das Ansprechen des Jagenden und der Griff nach meiner Büchse geschah im selben Augenblick den viel Zeit ließ mir Bock nicht, denn der wollte es wieder mit seinem Gegner aufnehmen. Jetzt musste alles schnell gehen bevor die Hatz wieder weiter ging, ich aber dem ungeraden schwachen Sechser keine Zeit mehr dazu ließ. Meine 7x64 hat den 13kg schweren etwa 4 Jährigen Ungeraden am Anschuss verenden lassen, was für mich persönlich einem Hegeabschuss gleichkommt.
Waidmann´s Heil
Bericht und Foto: Hermann Großalber OÖ |