| Bericht 82: Erfolgreiche Hirschjagd |
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Für
Sonntag, 19. September war ich mit meinem Jagdkollegen Herbert
zur gemeinsamen Hirschjagd verabredet. Es wird zwar etwas
komisch sein, zu zweit zur Hirschjagd aufzubrechen, wenn beide
eine Trophäenhirsch zum Abschuss frei haben, aber da ich noch
wenig Erfahrung habe bei der Hirschjagd und Herbert jedes Jahr
bei einigen Hirschabschüssen dabei ist, wollte ich auf seine
Erfahrung nur ungern verzichten. Um Punkt 4 Uhr morgens holte
Herbert mich ab und wir fuhren ins „Gadriatal“ bis zu seiner
Hütte. Vor uns lag ein 2 ½ Stunden langer Aufstieg ins
Hirschrevier. Gegen halb 7 Uhr morgens hatten wir die Waldgrenze
erreicht und suchten das umliegende Gebiet nach Rotwild ab.
Vereinzelt war auch schon das „röhren“ der Hirsch zu hören. Ein
Hirsch musste ganz in unserer Nähe sein und so pirschten wir
langsam weiter, als plötzlich ein Rotwildtier samt Kalb und
einem Schmaltier knapp 70 Meter vor uns aus dem Dickicht
auszogen. Wir rührten uns keinen Millimeter mehr, denn uns war
durchaus bewusst, dass der Hirsch möglicherweise folgen könnte.
Das Kahlwild zog unbeirrt weiter und gerade als wir weitergehen
wollten trat ein weiteres Stück Rotwild aus. Schnell das
Fernglas zur Hand und wir hatten den König der Wälder im
Anblick. Ein starker, reifer Augensprossengabler zog dem
Kahlwild hinterher. Jetzt hieß es schnell handeln. Herbert
deutete mir an, dass ich schießen könnte, allerdings hatten wir
keine Zeit bzw. Möglichkeit eine Auflage für mein Gewehr zu
richten. Dies hätte der reife Hirsch sicherlich nicht mehr
geduldet. Wie auf einem Gemälde stand er auf einem kleinen
Felsvorsprung, im Hintergrund zwei kleine Zirben und sicherte in
unsere Richtung. Es war ein atemberaubender Anblick, als der
Hirsch sein Haupt aufwarf und laut in unsere Richtung röhrte.
Herbert hatte dank seiner jahrelangen Erfahrung und durch seine
hervorragende Schiessfertigkeit sein
Weidmannsheil |