Bericht 106: Alttier erlegt

Am 06.10 fuhren ich und ein anderer Jäger mit " Gruimat" um zwei Rehwildfutterstände für den Winter aufzufüllen. Da der andere mit dem Traktor fuhr, entschloss ich mich doch noch das Gewehr ins Auto zu legen, da ich mich ja nicht beeilen musste. Als wir nach ca.1.5Std die Futterstände aufgefüllt hatten ,begaben wir uns wieder Richtung Talsohle. Da der Traktor voraus fuhr, hatte ich genügend Zeit auf dem sogenannten "Bruch" zu halten und die gegenüberliegende Seite abzuglasen. Schon nach kurzer Zeit konnte ich ein Stück Rotwild ausmachen. Sofort den Rucksack aus den Kofferraum und direkt auf den Boden, um das Stück mit dem "langen" anzusprechen. Eindeutig, es war ein Tier! Ein Kalb war weit und breit keines zu sehen. So nahm ich den Entfernungsmesser (360 Meter) und so richtete ich eine Auflage für das Gewehr zurecht. Als das Fadenkreuz ruhig auf dem Blatt stand ,überkamen mich plötzlich Zweifel! Und wenn das Tier doch führend ist??? Also alles wieder zusammengepackt, hinein ins Auto und wie die Feuerwehr Richtung andere Talseite, dort angekommen schulterte ich schnell den Rucksack und lief den Wald hinunter bis ich an eine Stelle kam, wo ich das Tier vermutetet. Doch es war nichts logisch!!! Doch plötzlich trat das Tier doch noch aus und äste hangaufwärts, so konnte ich gut erkennen das kein Gesäuge vorhanden war! Neuerlich richtete ich mich für den Schuss, stach ein und als es Blatt stand krümmte ich den Finger und der Schuss brach. Auf den Schuss drehte sich das Tier um 180° und ging hochflüchtig ab! Währenddessen repetierte ich, und als es verhoffte, schickte ich die zweite Kugel hinterher, worauf es die "Steinlommer" hinunterstürzte. Jetzt erst merkte ich wie mir die Augen verklebten- bravo, schon wieder eine Blatzwunde. Als ich diese einigermaßen versorgt hatte, begab ich mich erneut auf den Bruch, wo auch schon von einem Jagdkollege, dem "Toni" das Auto stand. Als er kurz darauf kam, erzählte er mir, das, als er ausgestiegen ist zwei Schüsse gehört hat und darauf ein Tier die Seite runterstürzen sah. Somit machten wir uns gemeinsam auf den Weg um das Stück zu suchen, was auch nicht lange dauerte. Zum Glück half mir der Toni bei der Bergung, was ein ziemlich kräfteraubendes unterfangen war, da das Tier 85kg wog und einige Gewässerverbauungen zu überwinden waren.

 

Danke, Toni für die große Hilfe!!!

 

Waidmannsheil



                                                                                                                           Bericht und Foto: Peter Taferner

 

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