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Es
war mittlerweile der 4.Dezember als ich mich abermals aufmachte
um auf einen Gamsbock zu Waidwerken. Ich war dieses Jahr schon
unzählige Male auf Gamsjagd um einen Bock zu schiessen, doch es
wollte einfach nicht gelingen, entweder war nichts passendes
dabei, oder es ging zu schnell oder ich schoss vorbei, was mir
leider auch passierte. Auch war ich schon einige Male ganz starr
vor Kälte von der Gamsjagd heim gekehrt, ohne auch nur einen
Bock gesehen zu haben. Da ich jetzt nur noch Nachmittags Zeit
hatte, glaste ich vom Talboden eine Seite des Tales ab, wo nur
Erlen mit einzelnen Fichten stehen, in der Hoffnung auf einen
abgebrunfteten Bock. So war es auch am besagten
4.Dezember.
Ein Freund und Gamsbegleiter Lukas begleitete mich an diesem
Tag. Es dauerte auch nicht lange bis wir einen Bock ausmachen
konnten, doch leider war er viel zu weit oben und ausserdem war
er zu jung. So glasten wir weiter den Gegenhang ab in der
Hoffnung doch noch einen passenden Bock ausfindig zu machen. Es
dauerte eine Weile, als plötzlich ein Bock aus dem Fichtenwald
trat und hinter den Erlenstauden zu äsen begann. Mit dem Spektiv
angesprochen zeigte er ein Haupt das auf einen älteren Bock
schliesen lies, auch der Pinsel war deutlich zu erkennen, ja
sogar eine stattliche Krucke schmückte sein Haupt. Kurzum, wir
wollten es auf diesen Bock versuchen. Langsam pirschten wir uns
den Almsteig empor, den Pirschstock locker in den tiefen Schnee
wohl wissend, dass ein Schuss nur über diesen möglich sein wird.
Als wir uns langsam der Stelle näherten, glaubte ich den Bock
zwischen zwei Erlenstämmen zu erkennen. Der Blick durchs
Fernglas bestätigte meine Vermutung. Da stand er! Langsam hob
ich das Gewehr, den Pirschstock zu Hilfe nehmend und versuchte
ihn ins Absehen zu bringen. Doch leider war an einen Schuss
nicht zu denken, da er spitz von uns weg stand. Nach einigen
bangen Minuten, oder waren es Sekunden?, drehte er sich! Nun
endsicherte ich die Waffe, stach ein, und strich abermals
vorsichtig am Bergstock an. Als ich den Gamsbock im Absehen
hatte, krümmte ich langsam den Finger und schon hallte ein
Schuss übers Tal hinaus. Der Bock zeichnete kurz, flüchtete noch
einige Schritte bergwärts und einen kurzen Augenblick später hob
es ihn von den Läufen und er stürzte den Steilen Hang herunter
uns entgegen. Sofort machten wir uns auf, den Bock zu bergen.
Bei diesem angelangt, war die Freude gross: da lag ein Gamsbock
mit ca.8 Jahren und wie sich später herausstellte mit 97,5
Punkten ( im Jagdportal bewertet). Er wog nur noch 19kg, was auf
eine rege Brunftbeteiligung hindeutet. Hiermit möchte ich noch
dem Luki fürs begleiten danken- DONKSCHION!!!
Waidmannsheil
Bericht und Fotos:
Peter Taferner |