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Tollwut
ist eine lebensbedrohliche Infektionskrankheit, die von Tieren auf
Menschen übertragen werden kann. In Deutschland ist die Tollwut bei
Wild- und Haustieren allerdings durch systematische Bekämpfungsmaßnahmen
nahezu vollständig ausgerottet. Dieser Rückgang konnte durch eine
intensive Impfung der Füchse mit Impfködern erreicht werden. Auch die
Schweiz, Finnland, die Niederlande, Italien, Luxemburg, Frankreich,
Belgien sowie die Tschechische Republik gelten offiziell als
tollwutfrei. Eine Ansteckungsgefahr besteht hingegen bei Reisen in
tollwutgefährdete Länder wie zum Beispiel Indien. 20 bis 50 Prozent der
Menschen, die von einem Tier mit Tollwut gebissen werden, erkranken an
Tollwut. Ist die Erkrankung ausgebrochen, verläuft sie tödlich. Weltweit
versterben nach Angaben der WHO jährlich etwa 50.000 Menschen an
Tollwut.
Tollwut ist eine von Säugetieren und
Vögeln auf den Menschen übertragene lebensbedrohliche Infektionskrankheit.
Jährlich wird die Zahl der Todesfälle durch Tollwut auf weltweit 40 000
bis 70 000 geschätzt. Annähernd zehn Millionen Menschen müssen nach dem
Kontakt mit tollwutverdächtigen Tieren vorsorglich behandelt werden.
Tollwut kommt weltweit vor. Nur wenige Länder sind frei von Tollwut, z. B.
England, Japan, Australien und Neuseeland. Der letzten beiden gemeldeten
Tollwutfälle, die tödlich endeten, traten in Deutschland 1996 und 2004
auf. Ein Mann wurde damals von einem Hund in Sri Lanka gebissen. Zu einer
weiteren Tollwuterkrankung mit tödlichem Ausgang kam es bei einem Mann
nach einem Indienaufenthalt, bei dem er Kontakt mit streunenden Hunden
gehabt hatte.
Wie wird Tollwut
übertragen?
Der Erreger der Tollwut ist das
Tollwut-Virus (Lyssavirus oder
(Rhabdo-Virus)). In den industrialisierten Ländern findet sich
der Tollwuterreger hauptsächlich bei Waldtieren, von denen die Übertragung
auf Haustiere und Menschen ausgeht. Im Gegensatz dazu sind in Afrika,
Asien und Lateinamerika weiterhin Hunde die Hauptüberträger der Tollwut
und damit weltweit für die meisten Todesfälle durch Tollwut
verantwortlich.
Die häufigste Übertragungsart auf den Menschen ist der Biss von
infizierten Hunden, Katzen, Füchsen, Waschbären, Skunks, Schakalen und
Wölfen, außerdem von Insektenfressern (z.B. Igeln) und Vampirfledermäusen.
Rinder, Pferde, Niederwild und andere Vegetarier können zwar infiziert
werden, treten jedoch nur selten als Überträger der Tollwut auf den
Menschen auf.
Das Eindringen des Erregers durch die intakte Haut ist so gut wie
unmöglich. Daher ist die Infektionsgefahr beim einfachen Kontakt (z.B.
Streicheln) sehr gering. Auch der Kontakt mit dem Speichel des infektiösen
Tieres stellt nur eine geringe Gefahr dar. Eine Infektion kann aber
erfolgen, wenn man sich nach dem Kontakt zum infizierten Tier mit den
ungewaschenen Händen die Augen reibt. Ein sehr großes Infektionsrisiko
besteht durch Bisse oder Kratzverletzungen, auch wenn diese nicht bluten
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Welche Symptome
treten bei Tollwut auf?
Die Erkrankung verläuft in drei Stadien.
Im ersten Stadium kommt es zunächst zu unspezifischen Symptomen:
Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen,
Durchfall
und eventuell
Husten.
Im weiteren Verlauf kommt es zu Reizbarkeit und Empfindlichkeit gegen
Licht, Geräusche und Luftzug. Das Fieber steigt weiter kontinuierlich an.
Die Inkubationszeit (Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der
Erkrankung) beträgt bei den Tieren 3 Wochen, beim Menschen 1-3
Monate, manchmal noch länger
Im darauf folgenden Akutstadium (Exzitationsstadium) treten Zeichen von
Hyperaktivität mit Muskelzuckungen und Krämpfen auf. Desweiteren kommen
Angstgefühle, Unruhe, abwechselnd aggresiver und depressiver Gemütszustand
und Wasserscheu dazu. Die optische oder akustische Wahrnehmung von Wasser
führt zu Unruhe und Krämpfen, die sich auf die gesamte Muskulatur
erstrecken können.
Im letzten Stadium (Paralyse) treten fortschreitende Lähmungen auf.
Der Patient fällt anschließend ins Koma und stirbt durch die Lähmung
der Atmung.
Eine Tollwutinfektion endet so gut wie immer tödlich, sobald die
ersten Symptome aufgetreten sind. Etwa 20 bis 50 Prozent der gebissenen Personen erkrankt an Tollwut.
Die Inkubationszeit beträgt in den meisten Fällen drei bis zehn
Wochen.
Je näher sich die Eintrittspforte am Gehirn befindet, desto kürzer
ist die Inkubationszeit. |
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Foto: ÖJV - Typisch
bei Rehen ist ein extremer Juckreiz am Kopf in der Endphase der
Tollwut. Bei Füchsen kommt das nicht regelmäßig vor |
Wie stellt der Arzt
die Diagnose?
Die Diagnose ist mittels Erregernachweis
aus
Speichel, Nasensekret, Urin, und Hirnflüssigkeit möglich
Wie wird die
Therapie bei Tollwut durchgeführt?
Schon der Verdacht, mit einem tollwütigen
Tier in Kontakt gekommen zu sein, genügt, um eine Tollwutprophylaxe
durchführen zu müssen. Wirkungsvollster Schutz gegen eine Tollwutinfektion
ist die sorgfältige Säuberung und Spülung von Bisswunden oder
Kontaktstellen mit klarem Wasser, Seifen- bzw. Spülmittellösungen.
Anschließend wird mit Alkohol oder Jodlösungen desinfiziert. Schon bei
leichten Kratzern oder nachdem ein Tier an der Haut genagt hat, muss so
schnell wie möglich die
IMPFUNG nach dem WHO-Schema erfolgen. Bei blutigen Bissen oder
Kratzern kann ein Antiserum (Gegengift) gegen das Tollwutvirus verabreicht
werden.
Treten bereits die ersten Symptome auf, so ist eine Impfung oder die Gabe
des Antiserums nicht mehr wirksam. Die Therapie erfolgt nun rein
symptomatisch. Aber auch unter intensivmedizinischen Bemühungen versterben
fast alle Patienten. Zwischen dem Auftreten der ersten Symptome und dem
tödlichen Ausgang liegen maximal sieben Tage
Was können Sie
selbst tun?
Nach dem Kontakt mit einem
tollwutverdächtigen Tier müssen Sie die betroffenen Hautstellen
ausführlich mit Wasser und Seife waschen und am besten desinfizieren. Wenn
Sie den Kadaver eines tollwutverdächtigen Tieres berührt haben, dann
lassen Sie diesen von einem erfahrenen Jäger oder Förster sicherstellen.
Wie können Sie der
Tollwut vorbeugen?
Eine Impfprophylaxe ist nur für Personen
erforderlich, die gehäuft mit Wildtieren in Kontakt kommen. Für die
Urlaubsreise ist der Expositionsschutz vollkommen ausreichend. Sie sollten
nach Möglichkeit auf den Kontakt mit scheinbar zahmen Tieren, auch Hunden
und Katzen die sie nicht kennen vermeiden. Das gilt ganz besonders für Straßenhunde.
Gerade Ihren Jagdhund, sollen Sie auf jeden
Fall gegen Tollwut impfen lassen.
Ist trotzdem eine Kratz- oder Bissverletzung von Tollwutverdächtigen
Tieren aufgetreten, müssen Sie umgehend einen Arzt aufsuchen.
Übertragung: Die Tollwutviren werden hauptsächlich durch Tierbisse (v.a. Hunde, Katzen,
Fledermäuse) auf den Menschen übertragen, aber auch über Hautverletzungen
oder direkten Kontakt des infektiösen Tierspeichels mit der menschlichen
Schleimhaut.
Schutz: Tollwut Schutzimpfung -
Tollwut ist eine tödliche
Infektionskrankheit, die durch Tollwut-Viren übertragen wird. Die
Krankheit ist weltweit verbreitet und wird meist durch einen
Tierbiss auf den Menschen übertragen. Zwar führt nur etwa jede 5.
Infektion auch zur Krankheit, allerdings verläuft diese dann
tödlich.
Die Krankheit beginnt mit Kopfschmerzen
und Fieber, dann bekommt der Infizierte panische Angst vor Wasser,
selbst vorm eigenen Speichel. Dann kommen Krämpfe und Lähmungen hinzu.
Der Patient fällt ins Koma und nach ca. 7 Tagen tritt der Tod durch
Atemlähmung ein.
Alle Personen, die mit Tieren zu tun haben
(Tierärzte, Tierpfleger, Förster, Schlachter, Laborpersonal etc.)
sollten geimpft sein. In den Tropen und Subtropen gelten alle Tiere als
tollwutverdächtig. Daher gilt für solche Urlaubsländer: Finger weg von
Katzen und Hunden.
Impfpflicht besteht, sobald jemand von
einem tollwutverdächtigen Tier verletzt wurde, auch wenn es nur ein
minimaler Kratzer ist, der nicht blutet.
Der Impfstoff (Spritze) besteht aus
abgetöteten Tollwut-Viren. Nach der Impfung bildet der Körper
Abwehrstoffe (Antikörper). Infiziert man sich mit echten Tollwut-Viren,
bekämpfen die Antikörper die echten Erreger. Nach einem Biss/einer
Verletzung durch ein tollwutverdächtiges Tier wird zusätzlich zu der
Schutzimpfung ein passiver Impfstoff gespritzt. Er enthält fertige
Antikörper, welche die Erreger sofort abfangen.
Für einen vollständigen Impfschutz sind 3
Impfungen notwendig. Zwei Wochen nach der 3. Impfung besteht bereits ein
ordentlicher Schutz gegen die Viren. Nach einer akuten Infizierung
(Biss, Verletzung) wird 6 Mal geimpft und einmal der passive Impfstoff.
Meist wird gleichzeitig auch Tetanus gespritzt, wenn nicht
sichergestellt ist, dass der Schutz ausreichend ist
Durch auslegen von mit Impfstoff speziell präparierten Ködern kann eine
Impfung zum Beispiel bei Füchsen durchgeführt werden. Auch für Haustiere
gibt es eine Tollwutimpfung. Eine aktive Schutzimpfung kann gegen eine Tollwuterkrankung vorbeugen. Zu
dem Personenkreis mit erhöhtem Tollwutrisiko gehören "Rucksackreisende",
Jäger, Waldarbeiter, Tierpfleger, Tierärzte und Personen mit häufigen
Tierkontakt.
Für Reisende gilt: Grundsätzlich sollten, insbesondere in den Tropen und
Subtropen, freilaufende Tiere (v.a. Hunde und Katzen) nie gestreichelt
oder berührt werden.
Bericht von:
Andreas Ploch, Arzt
Quellen: Robert Koch-Institut (www.rki.de)
Redaktion: Dr.
med. Katharina Larisch
Dieses Bericht wurde mir
freundlicherweise von Frau
Ingrid Müller -
Chefredakteurin NetDoktor.de GmbH
Thalkirchner Straße 1 80337 München
www.netdoktor.de zur Verfügung gestellt!
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