DAS EICHHÖRNCHEN

Wissenschaftlicher Name: Sciurus vulgaris
Klasse: Säugetiere
Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Familie: Hörnchen (Sciuridae)
Gattung: Eichhörnchen (Sciurus)
Lebensdauer: im allgemeinen 10, manchmal bis zu 12 Jahre
Länge: zwischen 20 und 25 cm ohne Schwanz, Schwanz 17 bis 20 cm
Gewicht: 300 bis 500 g

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Biotop: Europa und Asien; jede Art von Wald, vor allem trockene, schattige Waldgebiete; mit Vorliebe Nadelwälder; suchen sehr hohe Bäume, mit hochgewachsenen Stämmen; kommen auch in Gärten, unter der Bedingung, daß sie durch eine Baum- oder Strauchreihe, die ihnen Deckung bietet, mit dem Wald verbunden sind.

Farbe: meist rötlich, an Kopf und den Seiten vor allem im Winter teilweise gräulich; einige schwärzliche Exemplare vorwiegend in Berggegenden und in Sibirien: oft rötliche und schwärzliche Junge in einem einzigen Wurf; weißlicher Bauch

Beschreibung: im Süden größer als im Norden; Ohrpinsel im Winter gut entwickelt; Schwanz buschig, dicht, außer gegen Ende des Winters; Schwanzhaare ungefähr 10 cm lang, in der Mitte gescheitelt; Hinterpfoten länger und kräftiger als die Vorderpfoten; schmale, lange Finger mit gekrümmten Krallen

Fortpflanzung: ein bis zwei Würfe pro Jahr, im Februar und August; meist drei bis fünf, bis zu acht Junge pro Wurf, im Sommer oft weniger als im Winter; das Weibchen baut oft mehrere Nester im Geäst, die denen der Vögel ähneln; bei Gefahr zieht sie mit ihren Jungen in ein anderes Nest um. Bei den Eichhörnchen geht es zu Beginn der Paarungszeit recht neckisch zu. Man jagt sich – und zwar immer schön durch die Bäume. Bei der wilden Toberei sind gleich mehrere Männchen am Start.

Foto Frank Rinnelt

Das Liebesspiel findet bis in den Februar hinein statt und wird dann im Spätsommer noch einmal wiederholt. Nach der Paarung ist Schluss mit lustig: während der Tragezeit von 38 Tagen reagiert sie sehr agressiv, vor allem auf die Gegenwart des Männchens. Die Männchen werden verjagt, die Aufzucht der Jungen ist reine Frauensache.

Junge: nackt, blind und taub bei der Geburt; werden intensiv von der Mutter umsorgt, die sehr auf ihre Sauberkeit achtet; werden 40 Tage lang gesäugt danach fangen sie an, der Mutter ihre Nahrung zu "stibitzen"; verlassen das Nest nach etwa 45 Tagen, bleiben aber bis zum nächsten Wurf bei der Mutter; selbständig nach etwa acht Wochen; geschlechtsreif nach neun bis zehn Monaten

Ernährung: Jede Art von Nüssen, am liebsten Haselnüsse; Baumsamen, vor allem von Nadelbäumen; Pilze, Waldfrüchte, junge Triebe, Rinde, der Saft der Bäume; selten auch Eier, Insekten, vorwiegend Heuschrecken und Käferlarven; im Gegensatz zu anderen Mitgliedern ihrer Familie können sie ohne Wasser nicht überleben

Verhalten: leben ausschließlich auf den Bäumen; hervorragende Kletterer, mit den Mardern die besten der Welt fähig, von einem Baum zum anderen zu springen sowie sich vom Baumwipfel auf die Erde fallen zu lassen; klettern die Baumstämme herab mit dem Kopf nach unten; gute Schwimmer; ihre Hauptfeinde sind Marder  und Habicht; Greifvögel im allgemeinen, denen sie entkommen, indem sie auf einen Baum klettern und dabei ständig um den Stamm herumkreisen; manchmal fallen sie auch Füchsen und Hermelinen zum Opfer; vergraben ihreNahrung, um sie im Winter herauszuholen; machen keinen Winterschlaf, aber zur kältesten Zeit des Jahres verkriechen sie sich oft tagelang in ihren Nestern

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