Edelmarder oder Baummarder (Martes martes)
Gehört zur Familie der Marderartigen (Mustelidae).


Länge  40-50 cm
Schulterhöhe bis 15 cm
Gewicht bis zu 2 kg

Er ist etwas kleiner als der Steinmarder.

Geschlechtsreif mit 18-24 Monaten.

Mit Ausnahme der Ranzzeit im Juli/August leben der Rüde und die Fähe getrennt.

Die Fähe geht einschließlich der Eiruhe ca. 9 Monate dich und bringt zwischen März/April 2-4 fast nackte ca. 30 g schwere Jungen zur Welt. Diese öffnen ihre Augen nach 34-38 Tagen. Säugezeit ca. 8 Wochen.

Der Marder besitzt 38 Zähne.
Er bewohnt häufig hohle Bäume, alte Vogelnester, Eichhörnchenkobel oder Spechthöhlen. Baummarder ernähren sich von kleinen Säugetieren (Mäuse- bis Hasengröße), Vögeln und Insekten; daneben frisst er pflanzliche Kost wie Obst, Nüsse und Beeren. Er ist bei Dämmerung und Nacht aktiv. Seine Beute tötet er durch einen Biss in den Nacken. Junge Baummarder sind bei der Geburt etwa 10 cm lang. Meistens befinden sich drei Junge im Wurf. Sie bleiben acht Wochen lang im Nest, das sich in verlassenen Eichhörnchenkobeln oder Vogelnestern befinden kann, bevor sie umherzuklettern beginnen. Im zweiten Lebensjahr sind sie geschlechtsreif. Baummarder können bis sechzehn Jahre alt werden, sterben aber in freier Wildbahn meistens vor dem zehnten Lebensjahr.

Der Baummarder wird auch "Edelmarder" genannt, weil sein Pelz früher sehr begehrt war. Durch diesen Umstand ist der Baummarder selten geworden.

Der Edelmarder ist von ähnlicher Gestalt und Grösse wie der Steinmarder. Ausgewachsene Individuen weisen bei einer Schulterhöhe von etwa 15 Zentimetern eine Kopfrumpflänge von im allgemeinen 40 bis 50 Zentimetern, eine Schwanzlänge um 25 Zentimeter und ein Gewicht von gewöhnlich zwischen 1,1 und 1,4 Kilogramm auf, wobei die Männchen durchschnittlich etwas grösser sind als die Weibchen.

Vom Steinmarder lässt sich der Edelmarder äusserlich hauptsächlich durch drei Merkmale unterscheiden: Erstens ist sein Kehlfleck hellgelb bis gelb, während er beim Steinmarder stets weiss ist. Zweitens ist sein Fell prächtig rotbraun gefärbt, während es beim Steinmarder ein «neutrales» Braun aufweist. Drittens ist seine Schnauze dunkler gefärbt als das restliche Fell, während sie beim Steinmarder eher etwas heller ist. Im übrigen ist der Edelmarder schlanker und hochbeiniger gebaut als der Steinmarder und weist stärker behaarte Fusssohlen sowie längere und grössere Ohren auf. Neben diesen Körpermerkmalen unterscheidet sich der Edelmarder sehr deutlich durch seine Lebensraumvorliebe von seinem Vetter: Er ist ein typischer Bewohner geschlossener Waldungen und wird deshalb auch «Baummarder» genannt. Der Steinmarder bevorzugt dagegen, wie sein Name sagt, Felsgegenden mit lockerem Gehölz. Zudem hält sich letzterer gerne im Umfeld menschlicher Siedlungen auf und verbringt dort den Tag häufig auf Dachböden und in Scheunen, was ihm den Zweitnamen «Hausmarder» eingetragen hat.

Foto Südtiroler Jagdportal Walter P.
(Er ist es auch, der sich in einigen europäischen Städten gelegentlich als «Automarder» unbeliebt macht, weil er im Motorenraum von Kraftfahrzeugen an Kabeln und Schläuchen herumbeisst.) Der Edelmarder ist im Gegensatz zum Steinmarder sehr menschenscheu und meidet die Nähe von Städten und Dörfern nach Möglichkeit.

ZUM STEINMARDER