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Populationsökologie des Schwarzwildes
Mathematische Modelle helfen, zielführende Maßnahmen der
Schwarzwildbewirtschaftung zu entwickeln.
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Dr.
Claudia Bieber, Univ.Prof. Dr. Thomas Ruf |
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Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie
der Veterinärmedizinischen Universität Wien |
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| Bekannte Fakten
– offene Fragen |
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Problem ist längst bekannt: Das Schwarzwild ist in vielen Teilen
Europas seit geraumer Zeit auf dem Vormarsch und es häufen sich
landwirtschaftliche Schäden. Verursacht wird dieses enorme Wachstum
durch die hohe Fortpflanzungsleistung dieser Art. Unter günstigen
Bedingungen, d.h. bei gutem Futterangebot, frischen beim Schwarzwild
bereits die Frischlinge zu einem hohen Anteil, zusätzlich
verringert sich ihre Sterblichkeit über die Wintermonate, und auch
die Fruchtbarkeit der reifen Bachen steigt. An diesem Punkt kommt
der Mensch ins Spiel:
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Vor allem durch die Landwirtschaft,
aber auch durch falsche Fütterung, werden ungewollt Nahrungsquellen für
das Schwarzwild verfügbar gemacht. Damit kommt es zwangsläufig zu einem dramatischen Anwachsen der
Bestände. Auch die generelle
Schlussfolgerung liegt auf der Hand: Nur durch intensive Bejagung
und Entnahme des gesamten jährlichen Zuwachses wäre das Wachstum von
Schwarzwild-Populationen zu stoppen.
Diese allgemeine Feststellung lässt
allerdings entscheidende Fragen bezüglich konkreter Maßnahmen offen.
Kann Schwarzwild in der modernen Kulturlandschaft – mit zahlreichen
Futterquellen - überhaupt noch effektiv kontrolliert werden? Wenn
ja, wie? Welche Rolle spielen die einzelnen Altersklassen für die
Populationsdynamik? Welche Gruppe hat eigentlich den stärksten
Einfluss auf die Bestandsentwicklung? Lassen sich fixe Richtwerte
für die Bejagung bestimmter Altersklassen angeben? Diese und weitere
Fragen wollen wir hier beantworten. |
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Foto: Stefan Beling |
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| Analyse
der Populationsdynamik |
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Der erste, unabdingbare Schritt zur
Entwicklung solider Management-Empfehlungen muss die gründliche Analyse
der Populationsdynamik einer Wildart sein. Dazu haben wir einen Typ von
mathematischen Modellen verwendet, der in den letzten Jahren international
eine große Rolle im Wildtiermanagement erlangt hat, sog. Leslie-Matrix
Modelle. Diese Methode, benannt nach dem amerikanischen Mathematiker
Leslie, nutzt die Matrizenrechnung um die Entwicklung von Populationen
unter verschiedenen Umweltbedingungen vorherzusagen.
Gerechnet wird mit Fruchtbarkeitsraten und
jährlichen Überlebensraten (Überlebende nach einem Jahr nach allen
Abgängen durch natürliche Sterblichkeit, Fallwild und Bejagung) in den
einzelnen Altersklassen. Es werden also fortlaufend Wechselwirkungen
zwischen demografischer Zusammensetzung des Bestands (Altersstruktur,
Geschlechterverhältnis) und sog. vitalen Raten (Geburten- und Sterberaten)
mit eingerechnet. Weiterhin können wir mit Hilfe dieser Modelle
herausfinden, wo die „Achillesferse“ einer Population liegt, welcher
Faktor also den stärksten Einfluss auf die Bestandsentwicklung hat. Auf
der Grundlage sehr gut dokumentierter Daten1 über
Fortpflanzungsleistung und natürliche Sterblichkeit des Schwarzwilds unter
verschiedensten ökologischen Bedingungen, haben wir solche Berechnungen
durchgeführt. Die Modelle konzentrieren sich in diesem Fall ganz auf
weibliche Tiere, da nur sie für das Populationswachstum entscheidend sind.
Wir gehen von normalen Altersstrukturen und einem ausgewogenen
Geschlechterverhältnis bei der Geburt aus1.
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Die Rolle der
Nahrungsgrundlage |
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Die wirklichkeitsgetreue Modellierung der
Populationsdynamik von Schwarzwild erlaubt uns die Rolle veränderter
ökologischer Bedingungen – insbesondere der Nahrungsgrundlage – im
Detail zu verstehen. Eine der wichtigsten Nahrungsquellen für
Schwarzwild ist die Mast von Buchen und Eichen. Es gibt Hinweise,
dass Buchen und Eichen in den letzten Jahrzehnten immer häufiger
fruchten. Dass diese Zunahme aber für das Schwarzwild nur eine
untergeordnete Rolle spielt, können wir durch die Anwendung von
kombinierten Leslie-Matrix-Modellen verdeutlichen. Dabei werden
Bestandsentwicklungen bei natürlichen Abfolgen der Vollmast,
Halbmast und Fehlmastjahre berechnet, basierend auf den
Fruchtbarkeits- und Sterblichkeitsdaten für günstige, mittlere und
ungünstige Nahrungsbedingungen. |
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Es entsteht so eine natürliche
Populationsdynamik, die die wechselnden Umweltbedingungen berücksichtigt
(Abb. 1).
Es
zeigt sich, dass eine Population von ausgangs 100 Stück Schwarzwild nur
geringfügig schwankt und sich langfristig bei etwa 200 Stück einpendelt.
Im modellierten Zeitraum von insgesamt 22 Jahren gab es 6 Ausfalljahre, 13
mittlere Jahre und 3 Vollmastjahre.
Auch diese hohe Zahl von Mastjahren führt aber noch nicht zu einer
Explosion des Bestandes. Durch die moderne Landwirtschaft -
mancherorts auch durch falsche Fütterungspraktiken - haben
Wildschweine heute jedoch die Möglichkeit auch in schlechten
Mastjahren der Buche und Eiche auf andere Futterquellen
auszuweichen. Wirklich schlechte Jahre kommen für das Schwarzwild in
unserer Kulturlandschaft praktisch nicht mehr vor. Simuliert man nun
einen Wegfall der ungünstigen Jahre, und ersetzt sie durch
mittlere Jahre, so sehen wir ein extremes Anwachsen der Population.
Nach 22 Jahren sind aus 100 Stück 1631 Stück Schwarzwild geworden –
Tendenz steigend.
Hier wird klar, wie entscheidend für
das Schwarzwild die
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Möglichkeit des Ausweichens auf durch
den Menschen erzeugte Futterquellen ist. Fehlen die schlechten Jahre und
damit die wiederholten, natürlichen Dezimierungen des Bestandes auf Grund
von Futtermangel, so ist, selbst nach vorsichtigen Berechnungen, ein sehr
starkes Anwachsen der Schwarzwildpopulation unvermeidlich. Welche Rolle
spielen nun aber Fruchtbarkeit und Sterblichkeit der einzelnen
Altersklassen bei diesem Bestandsanstieg? |
Gut
genährte Frischlinge: der Motor des Populationswachstums
Ein wesentliches Ergebnis unserer Analysen
ist, dass in wachsenden Beständen die jährliche Überlebensrate der
Frischlinge den größten Einfluss auf die Wachstumsrate der Population hat.
Hier liegt also eindeutig der Motor der Zunahme, aber auch die
Achillesferse des Schwarzwilds. Steigt die Zahl jährlich überlebender
Frischlinge etwa um 10%, dann wächst die Population viel schneller, als
würde z.B. die Überlebensrate reifer Bachen, oder deren Fruchtbarkeit um
den gleichen Prozentsatz steigen. Wie viele Frischlinge überleben können,
ohne dass der Bestand langfristig wächst, ist wiederum abhängig von den
Nahrungsbedingungen. Bei dauerhaft sehr gutem Nahrungsangebot dürfen
höchstens 20% der Frischlinge überleben, um den gleichen Bestand zu
halten, vorausgesetzt, dass die Abgangsrate bei Überläuferbachen bei 60%
und bei reifen Bachen bei 40% liegt. Sind die Nahrungsbedingungen dagegen
andauernd ungünstig – ein heute zunehmend unrealistischeres Szenario -
kommt es erst zu einem weiteren Anwachsen der Population, wenn mehr als
ca. 40% der Frischlinge überleben (Abb. 2).
Umgekehrt
lässt sich leicht zeigen, welche Folgen eine fehlende Regulation der
Frischlingssterblichkeit bei günstigen Bedingungen hat: Überleben 60% der
Frischlinge bei guter Nahrungsgrundlage, dann erreichen Frischlings- und
Überläuferbachen bereits so hohe Fortpflanzungsraten, dass die
ausgewachsenen Bachen für die Bestandszunahme praktisch keine Rolle mehr
spielen. Selbst bei der theoretischen Annahme einer Abgangsrate von 100%
für ausgewachsene Bachen ist ein weiteres Anwachsen der Population nicht
aufzuhalten (Abb.3).
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Konkretes
Management |
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Unsere Analyse zeigt klar, dass eine starke
Bejagung speziell der Frischlinge nicht nur eine Voraussetzung für
effektive Bestandskontrolle ist, sondern auch das geeignete
Instrument, um das Wachstum empfindlich zu reduzieren.
Allerdings muss die Abschussrate der Frischlinge möglichst genau
festgelegt werden, entsprechend der von Jahr zu Jahr verschiedenen
Futtersituation. Ein genereller Richtwert (z.b.75%), kann für manche
Jahre und Gebiete zutreffen, für andere aber durchaus den
gewünschten Effekt verfehlen. Bleibt die Überlebensrate der
Frischlinge in günstigen Jahren nur wenige Prozent über dem
anzustrebenden Wert, kommt es trotz allen jagdlichen Aufwands zu einem starken Anwachsen
der Population. |
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In der Praxis
sind natürlich nicht nur prozentuale Anteile bei den Entnahmen,
sondern auch die absolute Populationsdichte ein wesentlicher Faktor.
Geht man davon aus, dass ein Jäger durchschnittlich rund 20 Stunden
aufwenden muss, um ein einziges Stück zu erlegen, dann wird
klar, dass bei einer bereits stark angewachsenen Population mit sehr hoher
Dichte die Überlebensrate von Frischlingen kaum auf das erforderliche Maß
abgesenkt werden kann. Die Entnahme eines bestimmten Anteils der
Frischlinge ist zwar am wirkungsvollsten im Hinblick auf die Eindämmung
des Bestandswachstums, bei den erforderlichen hohen Stückzahlen in
Populationen mit normaler Altersstruktur aber natürlich wesentlich
aufwändiger als die Entnahme des gleichen Prozentsatzes ausgewachsener
Tiere. Darüber hinaus ist abzusehen, dass eine übertriebene Schonung
der reifen Bachen bei starkem Jagddruck auf Frischlinge zu einer
Verhaltensanpassung der Altbachen führt, die nicht nur sie selbst, sondern
auch ihren Nachwuchs der weiteren Entnahme entzieht.
Aus diesen Gründen ist nur eine
Bejagung aller Alterklassen zielführend. Das Ausmaß der notwendigen
Entnahme von Überläufer- und reifen Bachen hängt in erster Linie vom
Erfolg der Frischlingsabschüsse ab, aber natürlich auch von der
Nahrungssituation (z.B. Mastjahr) und damit der tatsächlichen
Wachstumsrate des Bestandes. In Abb. 4 haben wir die Grenzwerte der
Überlebensraten von stabilen, nicht anwachsenden Beständen unter
verschiedenen Bedingungen zusammengefasst. Diese Grafik macht deutlich,
dass die Entnahme eines möglichst hohen Frischlingsanteils
Grundvoraussetzung einer erfolgreichen Kontrolle ist. Die Stabilisierung
einer Population kann dann durch verschiedene Kombinationen der
zusätzlichen Entnahme von Überläufer- und reifen Bachen erreicht werden;
die in Abb. 4 gezeigten blauen Linien stellen jeweils nur eine
Beispielkombination dar. Soll die Population nicht nur eingedämmt, sondern
tatsächlich dezimiert werden, dann müssen die Überlebensraten unter die in
Abb. 4 gezeigten Grenzwerte gesenkt werden. |
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Foto:
Klaus Schneider |
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Foto:
Stefan Beling |
| Dennoch,
die Bejagung kann nur eines der Standbeine eines effektiven
Schwarzwild-Managements sein. Will man die rapide Vermehrung wirksam
eindämmen, so muss möglichst ausgeschlossen werden, dass sich das
Schwarzwild zusätzliche Nahrungsquellen erschließen kann oder dass es
durch falsch bestückte Ablenkfütterungen oder Kirrungen sogar noch zu
einem zusätzlichen Futterangebot kommt. Gelingt es nicht, die „Dauermast“
des Schwarzwildes zu beenden, dann werden mancherorts - wenn die intensive
Bejagung zu spät einsetzt – Wildschweine mit jagdlichen Mitteln bald schon
nicht mehr ausreichend zu kontrollieren sein. |
1: z.B. Briedermann L., Schwarzwild,
VEB Deutscher Landwirtschaftsverlag, Berlin, 1990.
Danksagung:
Wir danken dem
Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, der Stadt Wien und
der Zentralstelle der österreichischen LJV für die finanzielle Förderung
des Forschungsinstitutes für Wildtierkunde und Ökologie. Für die
Überlassung der Buchendaten danken wir sehr herzlich Dipl. Ing. Rudolf
Litschauer und Dr. Siegfried Jäger.
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Abb. 1.: Unter natürlichen Mastzyklen der Futterbäume bleibt der Bestand an
Schwarzwild langfristig relativ unverändert. Fehlen die schlechten
Jahre, z.B. durch zusätzliche Futterquellen (Landwirtschaft) kommt
es zu einem enormen Anwachsen der Population. Für die Mastzyklen
wurden Daten der Buche aus dem Wienerwald (1980-2001) zu Grunde
gelegt. |
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Abb. 2.: Ein realistisches Szenario: Populationsentwicklung des Schwarzwildes
unter langfristig sehr guten Nahrungsbedingungen (z.B. im
Buchen-Eichen Mischwald mit Anbau energiereicher Pflanzen in der
angrenzenden Landwirtschaft) bei unterschiedlicher Sterblichkeit der
Frischlinge. Für Überläuferbachen wurde eine jährliche
Überlebensrate von 40%, für reife Bachen von 60 % vorausgesetzt.
Erst wenn nur ca. 20% oder weniger der Frischlinge überleben kommt
es zu einem Rückgang der Populationsgröße. |
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Abb 3.: Ein Schreckensszenario: Nimmt man einmal an, dass bei guter
Nahrungslage die Frischlinge nur der natürlichen Sterblichkeit
unterlägen (60% überleben), dann hat die Sterblichkeit reifer Bachen
wenig Einfluss auf den Bestand. Selbst, wenn alle ausgewachsenen
Bachen sterben (0% überleben), wächst die Population auf Grund der
frühen Fortpflanzung der Frischlingsbachen weiter an. Die
Wachstumsrate ist aber deutlich niedriger als bei höheren
Überlebensraten reifer Bachen. |
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Abb. 4.:
Grenzwerte der Überlebensraten bei durchschnittlicher sowie bei
dauerhaft guter Nahrungslage im Überblick. Die Linien zeigen die
jährlichen Überlebensraten von reifen und Überläuferbachen, die
nicht überschritten werden dürfen, soll die Population konstant
bleiben. Es sind drei Beispiele für Überlebensraten der Frischlinge
von 10, 20 und 30 % pro Jahr gezeigt. Liegt z.B. unter
durchschnittlichen Nahrungsbedingungen die jährliche Überlebensrate
der Frischlinge bei 20 % (also 80 % natürlicher Abgang und
Abschuss), und die Überlebensrate reifer Bachen bei 70 %, dann
dürfen höchstens knapp 50 % der Überläuferbachen überleben,
andernfalls steigt der Bestand weiter (blaue Linien). Bei sehr guter
Nahrungslage und sonst gleichen Voraussetzungen dürfen nur weniger
als 40% der Überläuferbachen überleben, soll das Wachstum des
Bestandes verhindert werden. |
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Dieser Bericht wurde uns freundlicherweise von
Dr.
Claudia Bieber
und
Univ.Prof. Dr. Thomas Ruf
-
Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie
der Veterinärmedizinischen Universität Wien
zur Verfügung gestellt. |
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