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Das Haselhuhn
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Das Haselhuhn gehört zur Gruppe der
RAUHFUßHÜHNER und ist die kleinste Art der drei Waldhühner. Der
in Einehe lebende „heimliche Zwerg“ ist durch sein
Federkleid optimal getarnt und schwer in der reich strukturierten,
unübersichtlichen Vegetation seines Lebensraumes zu entdecken. Sein
Verbreitungsgebiet deckt sich weitgehend mit dem des Auerhuhns. Es
bewohnt unterholzreiche Nadel- und Laubmischwälder, die mit einer
reichen horizontalen und vertikalen Gliederung der Kraut-
Hochstauden- und Zwergstrauchschicht ausgestattet sind. Eine
wichtige Struktur im Haselhuhn-Biotop sind Nadelbaumgruppen
(tiefbeastet im Dickungs- oder Stangenholzalter), die als
Schlafplätze und Verstecke genutzt werden. Der Nistplatz befindet
sich am Boden in ausreichender Deckung. Es bewohnt
Tannen-Buchen-Mischwälder, die in der Baum- und
Strauchartenzusammensetzung und in den Altersklassen reich
strukturiert sind. Es bevorzugt
Waldtypen der Pionierwaldphase auf Windwürfen sowie ehemaligen Wald-Weide- und
Rodungsflächen. Wichtig sind dabei Bestände im Dickungs- und Stangenholzalter.
Aussehen: Außer der
typischen Rauhfußgestalt fallen die kleine Kopfhaube und der längliche
Schwanz auf. Der Balzgesang des Hahnes ist ein zischendes pfeifen. Geschlechter
sind sich sehr ähnlich und sind fast gleich groß. |
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Der Hahn zeichnet sich
durch einen schwarzen, weißgesäumten Kehlfleck aus. Henne mit weißlicher
Kehle; kleine Kopfhaube. |
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Nahrung:
Haselhühner ernähren sich im Winter hauptsächlich von Kätzchen und
Knospen von Weichlaubhölzern, im Frühjahr von austreibenden
Laubbaumknospen, im Sommer von grünen Teilen und Sämereien aus der
Bodenvegetation und im Herbst v.a. von Beeren (Holunder, Himbeere, Eberesche, Heidelbeere). Während
sich die Jungvögel in den ersten Wochen hauptsächlich von Insekten
(Ameisen) ernähren, spielt tierische Nahrung bei den erwachsenen
Vögeln nur noch eine untergeordnete Rolle.
Das Haselhuhn nimmt keine
Nadelholzäsung, wie bei Auerhuhn oder Birkhuhn. Es stellt sehr hohe
Ansprüche an die Nahrungsqualität.
Balz und Brut:
Monogam und
territorial. Erste Abgrenzungen von Territorien und Paarbildung ab
Spätherbst. Bei der Herbstpalz (im September/Oktober) wird das
Einstandsrevier (Territorium) besetzt und vom Hahn gegen Nebenbuhler
verteidigt. Die Frühjahrsbalz (März) ist das Vorspiel zur Begattung. "Spissen", nennt man den Balzlaut
(tsi, tsi, tsi)
- (klick)-.
Der
Hahn schreitet dabei mit gesträubtem Kopf- und Halsgefieder einher. Die
Henne lockt. Fremde zustreichende Hähne oder Hennen werden vom stärkeren
Hahn vertrieben. Nach der
Balzzeit und mit Beginn des Brütens wird die Paarbildung aufgelöst. In das
gut versteckte Bodennest werden acht braune, dunkelpunktierte Eier gelegt, die von der Henne in 21 bis 25
Tagen ausgebrütet werden. Die Jungen sind Nestflüchter und "baumen"
(fliegen auf Bäume) bereits etwa in 3 Wochen auf. Auch der Hahn gesellt sich zum Gesperr.
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Verbreitung:
Das Haselhuhn ist auch in den Mittelgebirgslagen des
Etschtales (Südtirol) nicht gerade selten. Die Verbreitung des Haselhuhns ist
fast ausschließlich auf die Alpen in fast ganz Europa beschränkt.
Bestand: Es existieren
keine genauen Bestandszahlen, da Haselhühner sehr schwierig zu erfassen
sind. Jedenfalls haben die Bestände des Haselhuhns in den
letzten Jahren überall in Mitteleuropa abgenommen und sind vielerorts
verschwunden. Damit verbunden ist eine Isolierung der Restvorkommen. Für
diese Entwicklung wird in erster Linie die Veränderung des Lebensraumes
verantwortlich gemacht, d.h. der Rückgang von lichten, struktur- und
strauchreichen Wäldern.
Gefährdung und Schutz:
Das Haselhuhn ist sehr stark abhängig von den Strukturen seines Biotops.
Vermehrte Windwurf- und Durchforstungsflächen, die nicht systematisch
bepflanzt werden, fördern diese Art. Eine zu starke „Pflege“ und die
geschlossene Aufforstung solcher Pionier- und Jungwaldflächen hemmen die
Entwicklung von Haselhuhnbeständen. Die kontrollierte Waldweide durch Grossvieh ist in der Regel förderlich für Hasel- und Auerhühner, weil
damit die endgültige Schliessung der Altbestände verhindert und dauernd
neue Pionierflächen geschaffen werden. Überhöhte Huftier-Wildbestände verhindern das genügende Aufkommen der
natürlichen Waldverjüngung und wirken sich deshalb negativ auf Hasel- und
Auerhühner aus.
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