TANNENHÄHER
Vorkommen und Verhalten:
Tannenhäher gehören, wie alle Rabenvögel, zu den Singvögeln, auch wenn ihre krächzende Stimme nicht unbedingt darauf hinweist. Sie sind dunkelbraun mit weiss gesprenkeltem Gefieder und besitzen einen scharfen, bis zu 5 cm langen Schnabel.  In Mitteleuropa brüten Tannenhäher in den Nadel- und Mischwäldern der Mittelgebirge in Höhen über 300m, in den Alpen zwischen 700 und 2000m.
Grundsätzlich sind Tannenhäher wie alle Rabenvögel Allesfresser. In den Herbst- und Wintermonaten überwiegt der pflanzliche Anteil der Nahrung, in den Sommermonaten werden außer Insekten und Eiern auch Wirbeltiere bis zu der Größe einer Hausmaus erbeutet. In den Alpen zeigt der Tannenhäher eine starke Bindung an das Vorkommen der Zirbelkiefer, deren Nüsschen er mit Vorliebe verzehrt. Daneben nimmt er auch Samen anderer Nadelbäume, Bucheckern, Eicheln, Beeren und Obst. Mit seinem kräftigen Schnabel meißelt er sogar Haselnüsse und Walnüsse auf. Zur Brutzeit ernährt er sich hauptsächlich von großen Insekten, Würmern, Schnecken, Vogeleiern und jungen Kleinvögeln. Tannenhäher
Zwischen August und Oktober halten sich Tannenhäher zur Nahrungssuche oft in tieferen Lagen und in  Gärten auf, sitzt oft auf Baumspitzen oder hüpft auf dem Boden hin und her.
In regelrechtem Pendelverkehr tragen sie Haselnüsse in den Bergwald, die sie dort als Wintervorrat vergraben. Sie legen aber auch Vorratslager von Zirbelnüssen und anderen Baumsamen an. In den Alpen überwintern sie in geringer Zahl im Bergwald.
Kennzeichen: So groß wie Eichelhäher mit kräftigem, langem, schwarzem Schnabel; Körper dunkel schokoladenbraun, an Kopfseiten, Rücken und Unterseite auffällig weiß gestrichelt oder getropft; Unterschwanzdecken leuchtend weiß; Flügel schwarzbraun, im Flug breit und abgerundet; Schwanz schwarzbraun mit weißer Endbinde. Männchen wie Weibchen. Jungvögel etwas heller gefärbt als Altvögel. Der Tannehäher wiegt ca. 200g 
Stimme: Schwatzendes Geplauder.Hat eine Menge von verschiedenen Stimmen, ruft schnarrend "gärr-gärr", "krräh-krräh". Stimme anhören (mp3)
Brut:
März - Mai, 3-4 Eier, Brutzeit 16-21 Tage, Nestlingzeit 21-25 Tage. Männchen und Weibchen bauen gemeinsam - drei bis zehn Meter hoch in einem Nadelbaum  ein Nest aus Reisern, Gras, Flechten und Moos und verkleistern es mit feuchter Erde. Die Partner wechseln sich beim Brüten ab und füttern die Jungen gemeinsam.