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Jedes Gewehr besteht aus dem Lauf mit dem
Patronenlager, der Zielvorrichtung, aus dem Verschluss mit dem Schloss, der
Sicherung (nicht bei Hahngewehren und sonstigen Handspannern), der Abzug- und
gegebenenfalls Stechervorrichtung sowie dem Schaft mit der Garnitur
Im GEWEHRLAUF spielt sich die
Schussentwicklung der Patrone ab. Er hat den Gasdruck aufzufangen und muss der
Pulvervorlage (Einzelgeschoß oder Schrote) die Führung geben. Der Lauf muss so
lang sein, dass das Pulver zur restlosen Ausnutzung ganz verbrennen kann, ehe das
Geschoß den Lauf verlässt. Die gebräuchlichen Lauflängen liegen zwischen 60 und
72 cm.
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| Die Läufe
mehrläufiger Gewehre werden
miteinander verbunden (wobei die Läufe auf ganzer Länge miteinander sowie mit
der Laufschiene verlötet werden) gibt es auch Doppelflinten. Doppelbüchsen,
Büchsflinten und Drillinge mit >freiliegenden Läufen<, das heißt die Läufe (bei
Drillingen der Kugellauf) sind nur im Bereich des Patronenlagers sowie an der
Mündung miteinander verbunden. Dadurch soll erreicht werden, dass sich
Ausdehnung und Schwingung der Läufe (Infolge Druck und Erwärmung bei
der Schussentwicklung) weniger nachteilig
auf die Treffgenauigkeit auswirken, als das bei fester Verbindung der Fall
ist, vor allem bei einer Folge von mehreren Schüssen. |
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Das hintere Ende des Laufes enthält das Patronenlager, ihm
folgt der Übergangskegel, der in Laufbohrung (glatt oder gezogen) übergeht. Das
Innere der Laufbohrung heißt man Laufseele, die durch ihre Mitte verlaufend
gedachte Achse Seelenachse. Die innere Weite des Laufes nennt man Kaliber. Eine
Laufschiene, auf der die Visiereinrichtung angebracht ist, haben alle
mehrläufige Gewehre; bei den einläufigen fehlt sie oft. Unter
WECHSELLÄUFEN
versteht man Laufpaare /Z.B. Doppelflintenläufe - Büchsenflintenläufe), die man
austauschbar in den gleichen Verschlusskasten einklinken kann.
Nur amtlich geprüfte d.h. beschossene
Gewehre dürfen feilgehalten oder anderen überlassen werden. Das Prüfzeichen muss
an sichtbarer oder leicht zugänglichen Stelle auf Lauf und Verschluss angebracht
sein. Die Beschussstempel der Bundesrepublik zeigen Bundesadler und darunter die
Buchstaben M =Vorbeschuss mit Schwarzpulver, N = Endbeschuss mit Nitronpulver, SP=
Endbeschuss mit Schwarzpulver, I = Instandsetzungsbeschuss, daneben das Zeichen
des Beschußamtes und Monats- und Jahreszahl des Beschusses. Auch wird das
Kaliber (Z.B. 16/70 oder 7X57) eingeschlagen. auf Gewehren, die nicht amtlich
beschossen sind, darf nicht geschossen werden.
Die Laufdichte ist von der Belastung
abhängig. Büchsenläufe müssen wegen sehr hohen Gasdrucks (bis etwa 4000kp(cm2
oder 4000 bar) dickere Wände haben als Schrotläufe, die nur einen Gasdruck bis
etwa 800kp/cm2 auszuhalten haben.
Aus dem
FLINTENLAUF wird die
Schrotladung verschossen. Die Laufwand ist innen glatt, manchmal sogar
verchromt. die Läufe haben heute meist eine Würgebohrung (Choke9, d.h. der Lauf
ist nicht in einer ganzen Länge gleich weit (Zylinderbohrung), sondern verengt
sich kurz vor der Mündung um wenige Zentelmillimeter. die Schrote werden
hierdurch besser zusammengehalten und ein Schuss auf etwa größere Entfernung
ermöglicht. Am gebräuchlichsten sind Kaliber 12, 16 und
manchmal auch 20. Die Kaliberzahl bedeutet ursprünglich die Zahl der Rundkugeln
des betreffenden Durchmessern, die auf ein englisches Pfund (453g) gingen. Die
lichte Weite beträgt im Mittel bei Kaliber 12: 18,4 mm, bei Kaliber 16: 17,0 mm
usw. Kaliber 12 ist also das größte, Kaliber 20 das kleinste der heute
gebräuchlichen Schrotkaliber- dementsprechend schwankt auch die Menge der
möglichen Schrotladung.
Der
BÜCHSENLAUF ist aus bestem,
oftmals rostträgem Stahl gebohrt. Im Gegensatz zum glatten Schrotlauf ist der
Büchsenlauf gezogen, d.h. in ihn sind Rillen (Züge (eingearbeitet, zwischen
denen erhabene Balken (Felder) stehen. KALIBER, ist die
Bezeichnung des Laufinnendurchmessers, der Laufweite, aber auch des
Geschossdurchmessers.
Bei gezogenen Läufen differenziert man das
Bohrungs- - Felder- und das Zug-Kaliber. Neben dem ursprünglichen Sinn
des Kalibers (Laufinnen-Maß) hat sich eine andere Bedeutung ergeben: Man
spricht vom „Kaliber“ 7x64, wenn man eigentlich die Patrone 7x64 meint.
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| Die
tatsächlichen Kaliber-Maße wie Zug, Feld-
und Geschossdurchmesser müssen
nicht der nominellen Kaliber-Bezeichnung entsprechen. So misst das
Geschoss beim 6,5x57-Kaliber zum Beispiel 6,71Millimeter. Das zweite Maß
steht für die Hülsenlänge in Millimetern, wobei auch diese Angabe nicht
immer exakt ist. Auch die amerikanischen und englischen
Kaliber-Bezeichnungen sind nicht genau. Im Kaliber (Geschossdurchmesser)
.308 (=0,308 Zoll) gibt es zum Beispiel mehr als vier
Kaliber-Bezeichnungen.
Züge und Felder verlaufen in
schraubenartiger, Drall genannter Windung (siehe Skizze unten) .
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BÜCHSENSCHUSS mit Schussablauf: Der Drall soll dem Geschoß
die nötige
Drehung um seine Längsachse geben, damit es auf seiner Flugbahn eine stabile
Lange einnimmt. Die hierfür erforderliche Umdrehungszahl (je Sekunde bis zu
3800) des Geschosses wird bestimmt durch seine Länge im Verhältnis zu seinem
Durchmesser (Kaliber) und durch seine Fluggeschwindigkeit (siehe
Skizze).
PATRONENLAGER: Es hat die Aufgabe, die Patronen
aufzunehmen und muss, da es den Gasdruck voll aushalten muss, besonders stark und
genau kalibriert sein. Ist es zu weit, so zerreißen beim Schuss die
Patronenhülsen; ist es zu eng, so entstehen Ladehemmungen oder auch
Gasdrucksteigerungen. |
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VERSCHLUSS:
Der
Verschluss hat die Aufgabe, den Lauf
nach hinten abzuschießen und den Gasdruck aufzufangen. Es gibt verschiedene
Systeme: Kipplauf-,Block-,Kammerverschluss (Zylinderverschluss). |
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Kipplaufverschlüsse:
Die Läufe drehen sich um ein Scharnier des
Verschlusskastens. Sie werden durch - meist mehrfach - Riegel in ihrer
Verschlusslage gehalten. Je nach Konstruktion greifen die Riegel in Haken oder
Zapfen der Läufe ein, oder auch in Ausnehmungen, die in die hinteren Enden der
Läufe selbst eingearbeitet sind. Kipplaufverschlüsse sind bei allen mehrläufigen
Kipplaufbüchsen -und Flinten. Kammer- oder Zylinderverschlüsse:
Hier ist an das hintere Laufende ein
Verschlussgehäuse (Verschlusßhülse)angeschnauft,
in dem ein Verschlussstück |
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in
Zylinderform (Kammer) vor und zurück bewegt werden kann, das bei geschlossenem
Zustand mit dem Lauf fest verriegelt ist. Dieser Verschluss hält stärkerer
Beanspruchung stand. Er kommt nur bei feststehenden Laufsystemen in Betracht,
also vor allem bei Repertierbüchsen (siehe Skizze R 93 )
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Blockverschlüsse:
Ein beweglicher Metall-Block verriegelt den
Lauf nach hinten, wobei der Block je nach System anders angeordnet ist. Die
berühmtesten und auch heute noch angewandten Systeme sind der Fallblock- und der
Vertikalblockverschluß. Der Fallblockverschluß wird bei Kipplaufwaffen
verwendet. Diese Verschlußbauweise ermöglicht besonders kurze Waffen.
Nur das Laden dauert länger als bei Repetierwaffen. Der
Vertikalblockverschluß eignet sich besonders für schwere Büchsen-Kaliber.
Solche Verschlüsse finden besonders bei einläufigen
Einzelladebüchsen
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