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Nach den Läufen
unterscheidet man EINLÄUFIGE und MEHRLÄUFIGE
Gewehre, wie Doppelflinte, Doppelbüchse, Büchsflinte,
Drilling, Doppelbüchsdrilling, Vierling; ist das Laufpaar
nicht nebeneinander, sondern übereinander angeordnet, so
spricht man von Bockdoppelflinte usw. (siehe Skizze) |
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Blankwaffen:
Pfeil und Bogen, Messer, Säbel, Degen, Dolche,
Schwerter.........
Mit der Verbreitung der Jagd, die an vielen europäischen
Adelshöfen gepflegt wurde, kamen am Ende des 15.
Jahrhunderts spezielle, für die Jagd hergestellte Blanwaffen
in Gebrauch. Der nun einsetzende Differenzierungsprozeß
führte zur Herstellung von speziellen Waffen für den
jeweiligen Jagdzweck. Ein deutlich gestiegener Aufwand bei
der Jagd und das spezialisierte Handwerk förderten sowohl
die Herstellung als auch den Absatz der Waffen. Das betraf
die Blank- und die Feuerwaffen gleichermaßen. Blankwaffen
wurden zum Töten und Zerlegen des Wildes, zum Abhauen von
Ästen, oder für die Herrichtung eines Jagdstandes benötigt.
Die Stangenwaffen dienten der Jagd auf Bären und
Wildschweine. Die Einführung der Feuerwaffen am Anfang des
16. Jahrhunderts brachte einen tiefen Einschnitt in die
Geschichte der Jagd und zog grundlegende Veränderungen der
Jagdmethoden nach sich.
Obwohl die Feuerwaffen auf die Ausübung der Jagd
wesentlichen Einfluß hatten, überwog im 16. und 17.
Jahrhundert die Verwendung der Blankwaffen. Die ab der
zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts produzierten
Jagdschwerter waren in erster Linie Stichwaffen, denn einem
Wildschwein oder Bären konnte man mit Schwerthieben wenig
anhaben. Vielmehr wurde das von den Hunden gestellte oder
schon verwundete Wild mit einem gezielten Stich getötet.
Einen angreifenden Eber mit einem Schwert zu töten,
erforderte viel Mut und Geschicklichkeit. Gewöhnlich stieg
der Reiter vom Pferd, umfaßte das Schwert mit zwei Händen
und stützte sich auf das rechte Knie. In dieser Stellung
erwartete er das herausstürmende Tier, das zwischen Hals und
Schulter direkt ins Herz getroffen werden mußte, so daß es
sofort tot zusammenbrach.
Für die geschilderten Zwecke hatte das Jagdschwert eine
breite Rückenklinge, die oft erst im unteren Viertel
zweischneidig zugeschliffen wurde. Damit die Waffe mit
beiden Händen umfaßt werden konnte, findet man an den
Jagdschwertern oft einen Griff "zur anderthalben Hand". Aus
diesen Jagdschwertern entstanden vermutlich am Ende des 15.
Jahrhunderts Blankwaffen, die nur für die Schweinsjagd
geeignet waren. Man nimmt an, daß es sich hierbei um eine
Erfindung Kaiser Maximilians I. handelt. Die Waffen sind
überwiegend mit einem konventionellen Kreuzgefäß
ausgestattet, das für die mittelalterlichen Schwerter üblich
war. Lediglich die Klinge hatte eine besondere Form: die
verbreiterten Vorderenden waren zweischneidig angeschliffen,
während Dreiviertel der Klinge häufig aus einem stählernen
Vierkant oder Rundstab bestanden. Hinter der Schneide saß
ein kurzer Knebel, der das zu tiefe Eindringen des
lanzettenförmigen Blattes verhindern sollte. Da das Schwert
beim Reiten in einer Lederscheide getragen wurde, machte man
die Querknebel beweglich, so daß sie sich erst beim Ziehen
aus der Scheide aufrichteten. Nur wenige dieser speziellen
Jagdwaffen sind erhalten geblieben
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