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Wintersporttag 2026 und Lotterie

Landesskirennen der Jäger 2026 – Revier Sterzing

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Am Samstag, dem 24. Jänner 2026, fand im Skigebiet Rosskopf oberhalb Sterzing der traditionelle Wintersporttag der “,”Südtiroler Jäger und Jägerinnen statt. Bei winterlichen Bedingungen versammelten sich zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Landesteilen, um gemeinsam einen sportlichen und kameradschaftlichen Tag zu verbringen.

Das Skigebiet”,”Rosskopf”,” mit seinen bestens präparierten Pisten und der eindrucksvollen Bergkulisse ideale Voraussetzungen für die Veranstaltung. Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur sportliche Aktivitäten wie Skifahren, Rodel, und “Aufstieg’ (Ski Tourengehen) sondern vor allem der Austausch und die Pflege der Gemeinschaft unter den Jägerinnen und Jägern Südtirols.

Der Wintersporttag diente auch dazu, die Verbundenheit zur Natur und zur Bergwelt zu unterstreichen – Werte, die in der Jagd eine zentrale Rolle spielen. In geselliger Atmosphäre wurden Erfahrungen ausgetauscht, Kontakte gepflegt.

Die Organisatoren zeigten sich sehr zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung und der regen Teilnahme. Der Wintersporttag am Rosskopf bestätigte einmal mehr seinen Stellenwert als fixer Treffpunkt im Jahreskalender der Südtiroler Jägerschaft und als gelungene Verbindung von Sport, Natur und Kameradschaft.

 

 

              Ergebnisse

Ergebnisliste Aufstieg
Ergebnisliste Rodeln
Ergebnisliste Ski
Ergebnisliste Mannschaft

Ergebnisse der  Verlosung 

 

 

Verlosung – Jägerball Mölten 2026

Anbei die Ergebnisse der Verlosung vom JÄGERBALL IN MÖLTEN 2026

Verlosung Jägerball Mölten 2026

Einen herzlichen Glückwunsch den Gewinnern.
Das Jagdrevier Mölten möchte sich bei allen Sponsoren und Spendern für die
Unterstützung aufrichtig bedanken.
Die Preise sind innerhalb 28.02.2026 abzuholen

Infos: 349-1290780 oder jagdrevier.moelten@rolmail.net

Schneemangel stellt den Schneehasen vor große Herausforderungen

Am 22. Januar 2026 berichteten sowohl schon „ ORF – Südtirol Heute“ als auch “Rai Südtirol”, dass schneearme Winter wie in diesem Jahr eine Bedrohung für die Rauhfusshühner und insbesondere für den Schneehasen darstellen.

 

Schneearme Winter bedrohen Schneehasen und auch Rauhfusshühner

 

Der heurige Winter ist in vielen Regionen von einem außergewöhnlichen Schneemangel geprägt. Was für Tourismus und Wintersport bereits spürbare Auswirkungen hat, bedeutet für die heimische Tierwelt – insbesondere für den Schneehasen – eine zunehmend kritische Situation.

Der Schneehase ist hervorragend an schneereiche Winter angepasst. Sein weißes Winterfell dient ihm nicht nur als Kälteschutz, sondern vor allem als Tarnung vor natürlichen Feinden. Bleibt der Schnee jedoch aus oder ist nur kurzzeitig vorhanden, wird diese Anpassung zum Nachteil: Die Tiere heben sich deutlich von der schneefreien Landschaft ab und sind für Fressfeinde leichter sichtbar.
Hinzu kommt, dass der Schneemangel häufig mit milderen Temperaturen einhergeht. Diese können den jahreszeitlich gesteuerten Fellwechsel nicht aufhalten, da dieser primär durch die Tageslänge ausgelöst wird. Der Schneehase bleibt somit weiß, auch wenn seine Umgebung längst braun oder grün ist. Gleichzeitig verändert sich das Nahrungsangebot, was zusätzlichen Stress für die Tiere bedeutet.

Fachleute weisen darauf hin, dass sich solche Winter in den vergangenen Jahren häufen. Der “Klimawandel” verstärkt diese Entwicklung und verschärft die ohnehin schwierige Lage für hochalpine und kälteangepasste Arten. Der Schneehase gilt daher zunehmend als Indikatorart für die Auswirkungen veränderter Klimabedingungen im Alpenraum.
Naturschutzorganisationen appellieren an Politik und Gesellschaft, dem Schutz sensibler Lebensräume größere Bedeutung beizumessen. Ruhegebiete, eine angepasste Freizeitnutzung im Winter sowie langfristige Maßnahmen sind entscheidend, um dem Schneehasen auch in Zukunft ein Überleben zu ermöglichen.
Der heurige Schneemangel macht deutlich: Was als schneearmer Winter beginnt, kann für spezialisierte Wildtiere zu einer existenziellen Bedrohung werden.
Das weiße Fell des Schneehasen spielt eine entscheidende Rolle für sein Überleben. Hier sind einige Aspekte, die die Bedeutung des Fells verdeutlichen:

*Tarnung*: In schneereichen Umgebungen hilft das weiße Fell dem Schneehasen, sich vor Fressfeinden wie Füchsen und Greifvögeln zu verstecken. Durch die Anpassung seiner Fellfarbe an die Umgebung kann er sich effektiv tarnen. Die Tarnung ist entscheidend für das Überleben des Schneehasen. Raubtiere wie Füchse und Greifvögel haben Schwierigkeiten, das weiße Fell auf dem weißen Schnee zu erkennen. Diese Fähigkeit zur Tarnung erhöht die Überlebenschancen des Hasen erheblich.
Insgesamt ist das weiße Fell des Schneehasen ein wesentlicher Faktor für seine Überlebensfähigkeit in einer rauen Umgebung und beeinflusst seine Tarnung in der Natur auf verschiedene Weisen: Die Tarnung kann auch die Wahrnehmung der Raubtiere beeinflussen. Wenn ein Raubtier den Schneehasen nicht sofort als Beute erkennt, hat der Hase mehr Zeit, um zu fliehen.

*Anpassung an die Umgebung*: Im Winter, wenn Schnee den Boden bedeckt, ist das weiße Fell des Schneehasen perfekt an die Umgebung angepasst. Diese Farbgebung ermöglicht es ihm, sich gut in der schneebedeckten Landschaft zu verstecken, wodurch er weniger sichtbar für Raubtiere ist. Im Frühling und Sommer verändert der Schneehasen sein Fell in einen braunen oder grauen Farbton. Diese Anpassung hilft ihm, sich in der Erde und unter Pflanzen zu tarnen, wenn der Schnee schmilzt. Diese saisonale Farbänderung ist wichtig, um auch in wärmeren Monaten vor Fressfeinden geschützt zu sein.

*Temperaturregulation*: Das Fell bietet auch einen gewissen Schutz vor Kälte. Es isoliert den Körper und hilft, die Körpertemperatur aufrechtzuerhalten, was in kalten Klimazonen lebenswichtig ist.

*Wohlbefinden*: Ein gesundes, weißes Fell zeigt auch den allgemeinen Gesundheitszustand des Tieres an. Ein geschwächtes Fell kann auf schlechte Ernährung oder Krankheiten hindeuten.

*Fortpflanzungszeitpunkt*: Schneehasen nutzen Schneedecken als Indikator für den Fortpflanzungszeitpunkt. Ein schneearmer Winter kann dazu führen, dass sie ihre Fortpflanzung verzögern oder ganz aussetzen, was die Reproduktionsraten senkt. Im Frühling, wenn der Schnee schmilzt, verändert der Schneehasen sein Fell in einen braunen Farbton. Diese Farbänderung kann ein Signal für potenzielle Partner sein u*Jungtierüberleben*: Weniger Schnee bedeutet möglicherweise weniger Schutz für die Jungtiere. Wenn die Überlebensrate der Jungtiere sinkt, wirkt sich das negativ auf die Gesamtpopulation aus. Die erhöhte Anfälligkeit für Raubtiere kann zusätzlichen Stress verursachen, der sich ebenfalls negativ auf die Fortpflanzungsfähigkeit auswirkt.

Bei schneearmen Winter,  ziehen auch immer mehr Feldhasen in höhere Lagen. Schon mehrmals wurden Feldhasen über 2.500 M.H. beobachtet,  die sich dort immer mehr ansiedeln, gemeinsam mit Schneehasen das Territorium teilen und sich auch paaren. Nur so ist es zu erklären, dass auch Mitte November Hasen erlegt werden, die nicht eindeutig zugeteilt werden können. 

Dieser “Schneehase” wurde am 10. November erlegt

 

Hybriden bei Schneehasen sind möglich

Hybriden bei Schneehasen sind ein zunehmend relevantes Thema in der Wildtierforschung. Unter Hybridisierung versteht man die Kreuzung zweier nahe verwandter Arten, wobei es zu Nachkommen mit genetischen Anteilen beider Elternarten kommt. Beim Schneehasen betrifft dies vor allem Überschneidungen mit anderen Hasenarten, etwa dem Feldhasen, in denen sich ihre Lebensräume zunehmend annähern.
Der Schneehase ist eine hochspezialisierte Art des alpinen und borealen Raumes. Seine Anpassungen – insbesondere der saisonale Fellwechsel von braun zu weiß – sind das Ergebnis einer langen evolutionären Entwicklung. Durch den Rückzug des Schnees geraten diese klar abgegrenzten Lebensräume jedoch unter Druck. Im Gebiet des Schneehasen und Übergangszonen kommt es vermehrt zu Kontaktzonen zwischen Schneehasen und dem Feldhasen.
In solchen Kontaktzonen können Hybriden entstehen. Diese Mischformen weisen oftmals äußere Merkmale beider Elternarten auf, etwa ein unvollständiges Weißwerden des Winterfells oder Unterschiede in Körperbau und Ohrenlänge. Genetische Untersuchungen zeigen, dass solche Kreuzungen möglich sind. Zudem ist die Fortpflanzungsfähigkeit der Hybriden nicht immer gesichert, was ihre langfristige Etablierung begrenzt.
Aus ökologischer Sicht sind Hybridisierungen ambivalent zu bewerten. Einerseits können sie als Zeichen eines gestörten Ökosystems gelten, in dem natürliche Barrieren zwischen Arten verloren gehen. Andererseits können genetische Durchmischungen kurzfristig zu einer höheren Anpassungsfähigkeit führen. Für den Schneehasen überwiegen jedoch die Risiken: Die Vermischung mit weniger kälteangepassten Arten kann langfristig zu einem Verlust seiner spezialisierten Eigenschaften führen.
Naturschutzfachlich werden Hybriden bei Schneehasen daher aufmerksam beobachtet. Sie gelten als möglicher Indikator für den fortschreitenden Klimawandel und die zunehmende Fragmentierung alpiner Lebensräume. Der Erhalt klar strukturierter, schneereicher Rückzugsgebiete ist entscheidend, um die genetische Eigenständigkeit des Schneehasen zu bewahren.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass Hybriden bei Schneehasen ernstzunehmende Warnsignale sind. Sie verdeutlichen, wie stark Umweltveränderungen in natürliche Prozesse eingreifen und welche Herausforderungen sich daraus für den langfristigen Artenschutz ergeben.

Bericht und Fotos. WP-Südtiroler Jagdportal

 

Hl. Diana

Diana: Die Göttin der Jagd, der Wildnis, des Mondes und der Natur

 

Diana (römisch; griechisch: Artemis) war die Göttin der Jagd, der Wälder, der Tiere und des Mondes. In der Antike wurde sie als junge, kräftige Frau dargestellt: athletisch, selbstbestimmt, bewaffnet mit Bogen und Pfeilen. Nacktheit oder freizügige Kleidung diente dabei nicht der Sexualisierung, sondern der Idealisierung des Körpers und der Nähe zur Natur. Diana verkörpert Jungfräulichkeit und Unabhängigkeit. Erotik entsteht hier nicht aus Verfügbarkeit, sondern aus Distanz, Stärke und Souveränität.

Die antike römische Göttin Diana ist eine faszinierende Figur der Mythologie. Sie wird oft mit der Jagd, dem Mond und der Natur in Verbindung gebracht. Diana entspricht der griechischen Göttin Artemis und spielt eine wichtige Rolle in der römischen Kultur. Ihre Bedeutung und die vielen Facetten ihrer Persönlichkeit machen sie zu einer interessanten Figur.
Diana wird häufig als Beschützerin der Tiere und der Natur dargestellt. Als Göttin der Jagd ist sie eine Meisterin im Umgang mit Pfeil und Bogen. Jägerinnen und Jäger in der Antike baten sie um ihren Segen, bevor sie auf die Jagd gingen. Dies zeigt, wie wichtig die Beziehung zwischen Mensch und Natur war. Die Menschen respektierten die Wildtiere und suchten die Unterstützung von Diana, um eine gute Jagd zu gewährleisten. Diese Verbindung zur Natur spiegelt sich auch in den vielen Mythen und Geschichten wider, die sich um sie ranken.

Ein weiterer wichtiger Aspekt von Dianas Charakter ist ihre Verbindung zum Mond. Sie wird oft als Mondgöttin verehrt und symbolisiert die Ruhe und die Geheimnisse der Nacht. Der Mond hat in vielen Kulturen eine besondere Bedeutung, und Diana ist ein Beispiel dafür, wie die Römer diese Symbolik in ihre Religion integriert haben. Die Mondphasen wurden als Zeichen für verschiedene Aktivitäten angesehen, und Diana war dafür verantwortlich, das Gleichgewicht zwischen Licht und Dunkelheit zu bewahren.
Zusätzlich zu ihren schützenden Eigenschaften wird Diana auch als eine starke und unabhängige Göttin dargestellt. Sie wählt ihre Begleiter selbst aus und lebt oft in Abgeschiedenheit, fern von den Menschen. Diese Unabhängigkeit macht sie zu einem Symbol für Frauenpower. In vielen Mythen wird sie als mutig und entschlossen beschrieben, was sie zu einer Vorbildfigur für viele Frauen der Antike machte.

Die heilige Diana war eine bedeutende Göttin in der römischen Mythologie. Ihre Rollen als Göttin der Jagd, des Mondes und der Natur verdeutlichen die enge Verbindung zwischen Mensch und Natur in der antiken Welt. Ihre Stärke und Unabhängigkeit machen sie zu einer inspirierenden Figur, die bis heute in der Kunst und Literatur verehrt wird. Diana bleibt ein Symbol für den Respekt vor der Natur und die Kraft der Frauen.

In jagdlichen Kontexten steht Diana sinnbildlich für:

  • Respekt vor dem Wild
  • Verantwortung des Jägers
  • Balance zwischen Töten und Bewahren

Die erotische Darstellung verstärkt diese Symbolik, indem sie die Anziehungskraft der Natur betont – eine Kraft, die Menschen seit jeher fasziniert, aber auch Demut verlangt.  Die erotische Darstellung der Diana ist kein Ausdruck bloßer Sexualisierung, sondern ein historisch gewachsenes Symbol für:

  • weibliche Autonomie
  • Naturverbundenheit
  • Macht ohne Unterwerfung

Sie zeigt, dass Erotik in der Kunst oft Sprache für Freiheit, Stärke und Transzendenz ist – besonders dort, wo Jagd, Wildnis und Mythos aufeinandertreffen.

 

HEILIGE DIANA: siehe auch einen weiteren Bericht im Südtiroler Jagdportal

Bericht: WP-Südtiroler Jagdportal

Wildunfälle sind meldepflichtig

“Ein Wildunfall kann für alle Beteiligten eine traumatische Erfahrung sein.”
 Laut Presseaussendung des Südtiroler Jagdverbandes, wurden in den vergangenen Jahren, etwa 600 bis 900 Wildunfälle gemeldet, wobei die Dunkelziffer weitaus höher ist!

 

Viele Autofahrer stehen nach einem solchen Vorfall unter Schock und zögern, die Notrufnummer 112 zu wählen. Diese Entscheidung hat gravierende Folgen, sowohl für die verletzten Tiere als auch für die Menschen, die möglicherweise Hilfe benötigen. Es ist von großer Bedeutung, die Gründe für dieses Verhalten zu verstehen und Lösungen zu finden, um die Notfallreaktion zu verbessern.

Die rückläufige Meldung von Wildunfällen und das Zurücklassen verletzter Tiere lassen sich nicht auf eine einzelne Ursache reduzieren. Vielmehr handelt es sich um ein Zusammenspiel gesellschaftlicher, rechtlicher und individueller Faktoren. Ein wichtiger Grund, warum viele Autofahrer nach einem Wildunfall nicht anrufen, ist die Unsicherheit über die Situation. Manche Lenker sind schlicht überfordert: Sie wissen nicht, wen sie anrufen sollen, dürfen das Tier nicht erlösen und verlassen aus Unsicherheit den Unfallort.

Oft wird angenommen, dass noch angefahrene und flüchtige Tiere unverletzt sind und keine Hilfe benötigen. Studien zeigen jedoch, dass viele Tiere nach einem Zusammenstoß schwer verletzt sind. Das Ignorieren eines Wildunfalls kann dazu führen, dass leidende Tiere unnötig lange im Schmerz bleiben und bei den meisten Fällen zum Tod führen.

Ein weiterer Grund, warum Autofahrer zögern, die Notrufnummer 112 zu wählen, ist die Angst vor rechtlichen Konsequenzen. Einige Menschen befürchten, für den Unfall verantwortlich gemacht zu werden, selbst wenn es sich um einen unglücklichen Vorfall handelt. Diese Angst kann lähmend sein und dazu führen, dass Hilfe nicht in Anspruch genommen wird.

Unkenntnis über den richtigen Umgang mit Wildunfällen spielt eine wesentliche Rolle. Viele Autofahrer wissen nicht, wie sie sich verhalten sollen, wenn sie ein Tier überfahren. Aufklärung und Informationen könnten hier Abhilfe schaffen. Bildungseinrichtungen und Verkehrssicherheitskampagnen könnten dazu beitragen, das Bewusstsein zu schärfen und den Menschen zu zeigen, welche Schritte im Falle eines Wildunfalls zu unternehmen sind. Konkrete Informationen darüber, wie man sich verhält und wem man helfen kann, sind unerlässlich für eine schnelle und angemessene Reaktion.

Angst vor Alkoholkontrollen mit polizeilichen Konsequenzen spielen eine wesentliche Rolle:
Aus dieser Angst heraus wird der Unfall verschwiegen, selbst wenn ein Tier verletzt zurückbleibt. Ein Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit zeigt, dass ein Autofahrer, der ein Reh überfahren hat, beim Eintreffen der Polizei einen langen bürokratischen Weg ergehen mußte, von der Alkoholkontrolle bis zur Begutachtung des Fahrzeuges, Autoreifen………  Gerade solche Situationen schrecken Autofahrer/innen ab, Hilfe zu holen, auch wenn solche Situationen NUR Einzelfälle sind.

Zeitdruck und Bequemlichkeit:  Insbesondere auf dem Arbeitsweg oder nachts scheuen viele den Zeitaufwand, Polizei, Forstdienst oder Jagdausübungsberechtigte zu verständigen. Der kurzfristige Eigennutzen wird über das Tierwohl gestellt.

Unwissen über Meldepflichten:  Ein erheblicher Teil der Autofahrer weiß nicht, dass Tierunfälle in Italien meldepflichtig sind. In Italien besteht eine Meldepflicht bei Wildunfällen, auch wenn das Tier flüchtet, insbesondere in Regionen wie Südtirol, wo Sie die Notrufnummer 112 wählen müssen, um die örtliche Forstbehörde oder Jagdaufseher zu informieren; das Unterlassen kann rechtliche Konsequenzen haben, da dies Tierschutz und Verkehrssicherheit betrifft, und bei angefahrenen Haustieren ist ebenfalls eine Meldung bei Polizei ratsam, um Tierquälerei zu vermeiden und Hilfe zu organisieren.  Eine rasche Meldung erspart dem Tier unnötiges Leiden! 

Zusammenfassung: Die Entscheidung vieler Autofahrer, die Notrufnummer 112 nach einem Wildunfall nicht zu wählen, wird aus Unsicherheit, Angst vor rechtlichen Konsequenzen und mangelndem Wissen resultiert. Um die Situation zu verbessern, ist es entscheidend, sowohl über rechtliche Schutzmaßnahmen als auch über den richtigen Umgang mit solchen Unfällen aufzuklären. Es ist an der Zeit, die Gesellschaft dazu zu bewegen, Verantwortung zu übernehmen und im Notfall zu handeln. Nur so kann sichergestellt werden, dass verletzte Tiere die Hilfe erhalten, die sie dringend benötigen.

Mit zunehmender Urbanisierung und gesellschaftlicher Distanz zur Land- und Forstwirtschaft geht oft auch das Verantwortungsgefühl gegenüber Wildtieren zurück. Das Tier wird nicht mehr als Teil eines Ökosystems wahrgenommen, sondern als „Sachschaden am Fahrzeug“.

 

Siehe auch unsen Bericht: Bei Wildunfällen- Notrufnummer 112 wählen

Bericht: WP-Südtroler Jagdportal