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Murmeltierkochkurs an der Forstschule Latemar am 16. September 2022

Der Murmeltierkochkurs an der Forstschule Latemar erfreute sich heuer schon zum zweiten Mal großer Beliebtheit und die Kursteilnehmer erfuhren neben interessanten Fakten zur Biologie und Lebensweise des Murmeltieres wie das vorzügliche Wildbret der Nager auf verschiedene Weisen zubereitet werden kann.
Das Murmeltier ist in Italien nicht jagdbar, nur in Südtirol können durch die Sonderautonomie und ein Gutachten des ISPRA Abschüsse getätigt werden. Diese werden dann vorzugsweise auf sogenannten „Schadflächen“ genehmigt.

 

Um das Murmeltier nun nicht nur als Schädling, sondern als edle Wildart und wertvollen Rohstoffspender in den Fokus zu rücken, fand heuer schon zum zweiten Mal der Murmeltierkochkurs in der Forstschule Latemar statt. Dabei konnten Jäger und Jägerinnen die ganzheitliche  Nutzung der erlegten Murmeltiere erlernen.
Nicht nur das Wildbret der Murmeltiere, auch Fett, Zähne oder Balg können verwendet werden. Gemeinsam wurde beim Kurs ein Murmeltier zerwirkt und Küchenfertig gemacht, das Fett wurde ausgelassen um eine Salbe herzustellen und die Möglichkeiten der Präparation der verschiedenen Trophäen wurde aufgezeigt.

Murmeltiersalbe

Ein gemeinsames Mittagessen mit den zuvor vorbereiteten Murmeltiergerichten durfte natürlich nicht fehlen. Zum Abschluss konnten alle Teilnehmer noch eine Dose ihrer selbst gemachten Murmeltiersalbe mit nach Hause nehmen.

Bericht und Fotos: Forstschule Latemar – Florian Reichegger

Gesundheitszustand unserer Hasen

Mit der WebAPP den Gesundheitszustand unserer Hasen im Blick

Immer häufiger werden die Meldungen über kranke oder verendende Feldhasen im Süden Südtirols Die Fälle sind oft auf eine Infektion mit Zystizerkose, eine parasitäre Erkrankung, die die inneren Organe befällt zurückzuführen. Um die Verbreitung der Erkrankung zu erfassen und bei Bedarf handeln zu können hat die Forstschule Latemar in Zusammenarbeit mit dem Tierseucheninstitut nun eine App zur Meldung von Verdachtsfällen zu Verfügung gestellt……..

Rundschreiben – App Hasen Zystizerkose –

QR-Code der zur App hinführt. (Registrierung)

Die APP kann auch über den LINK aufgerufen werden 

 

Eine Mitteilung der Forstschule Latemar – 

Bezirksschiessen im Jagdbezirk Brixen 2022

Von links: Larcher Paul, Schießreferent Ritsch Franz, Bezirksjägermeister Insam Rino, Stampfl Walter, Revierleiter Brunner Andreas, Wieser Günther, Senn Helmut, Weissteiner Oswald, Neumeier Alois.

Am 21. Mai fand im Revier Feldthurns das Bezirksschießen statt, welches durch eine sehr gute Organisation, zum dritten Mal in Folge, reibungslos über die Bühne ging. Am Hofer Boden haben die Jäger vom Bezirk Brixen auf insgesamt 8 mobilen Schießständen ihr Können unter Beweis gestellt. Das Wetter war optimal und die Feldthurner Jägerschaft hat die Gäste bestens versorgt. Die Jagdaufseher behielten den Überblick an den Schießständen und in Zusammenarbeit mit dem Bezirksschießreferenten Ritsch Franz wurde die Auswertung gemacht. Fast alle Reviere vom Bezirk waren vertreten, jedoch waren mit knapp 80 Jäger/innen weniger Anwärter als in den Vorjahren.

In der Kategorie Repetierer siegte Weissteiner Oswald (Pfunders) vor Larcher Paul (St.Andrä/Afers) und Senn Helmut (Klausen); bei Kipplauf behauptete sich Stampfl Walter (Mühlbach) vor Wieser Günther (Lajen) und Larcher Paul (St.Andrä/Afers). Auch die Revierleiter wurden einer eigenen Kategorie zugeteilt. Dort siegte Krapf Ivan (Lajen), vor Neumeier Karl (Pfunders) und Rino Insam (St. Christina). Die vom Bezirk gestiftete Wandertrophäe ging heuer mit knappem Ergebnis vom Revier St. Andrä/Afers (2.Platz) an das Revier Pfunders über.

Ergebnisse Bezirksschiessen Jagdbezirk Brixen 2022

 

Das Revier Feldthurns bedankt sich bei ihren Mitgliedern, den Aufsehern und dem Schießreferenten für ihre wertvolle Mithilfe.

Weidmanns` Heil und immer gut Schuss!

Revier Feldthurns

Schweinepest: Keine Fälle in Südtirol

 Mithilfe zur Vorsorge gefragt

 03.08.2022, 09:20

Bisher gibt es in Südtirol keine Fälle Afrikanischer Schweinepest. Für Menschen gilt die Seuche als ungefährlich. Der Landestierärztliche Dienst gibt Verhaltenshinweise.

Mehrere Maßnahmen sind wichtig, um die Übertragung der Afrikanischen Schweinepest von Wildschweinen auf die Schweinezucht zu vermeiden. (Foto: LPA/Landesamt für Jagd und Fischerei)

Mehrere Maßnahmen sind wichtig, um die Übertragung der Afrikanischen Schweinepest von Wildschweinen auf die Schweinezucht zu vermeiden. (Foto: LPA/Landesamt für Jagd und Fischerei)

In einigen Regionen Italiens wurden gehäuft Infektionsfälle von Afrikanischer Schweinepest bei Wildschweinen nachgewiesen. Immer öfter erkranken auch Hausschweine. Infizierte Tiere entwickeln schwere, unspezifische Krankheitssymptome und sterben meistens. Das Fleisch toter oder erkrankter Tiere und weitere Produkte dürfen nicht verkauft werden.

Für Menschen nicht ansteckend, Wildschweine in Südtirol unter Aufsicht
Südtirol ist bis dato nicht von der Afrikanischen Schweinepest betroffen, teilt der Landestierärztliche Dienst mit. Und noch wichtiger: Die Krankheit sei für Menschen nicht gefährlich und auch für andere Tierarten nicht ansteckend. Der Dienst informiert über diese hochansteckende virusbedingte anzeigepflichtige Tierseuche und gibt Verhaltenshinweise. Eine Verbreitungsmöglichkeit ist der direkte Kontakt mit erkrankten Schweinen oder deren Kadavern. Derzeit gibt es in Südtirol keine dauerhaft ansässige Wildschweinpopulation. Die wenigen Exemplare, die sich zeitweise in Südtirol aufhalten, stehen unter direkter Aufsicht der Landesforstbehörde. Ein weiterer Ansteckungsweg geht über den Zugang der Wild- beziehungsweise Hausschweine zu Lebensmitteln oder verunreinigten, kontaminierten Gegenständen (Fahrzeuge, Kleidung, Arbeitsgegenstände, Ausrüstungsgegenstände).
Drei Regeln gegen die Verbreitung der Schweinepest 
Da es gegen die Afrikanische Schweinepest weder Impfung noch Behandlung gibt, ruft der Landestierärztliche Dienst die Bevölkerung zur Aufmerksamkeit auf: Es sei die Mithilfe aller im Alltag gefragt.
Insbesondere drei Regeln sind laut Landestierärtzlichem Dienst wichtig:
Erstens dürfen Lebensmittelreste nicht im Freien hinterlassen werden. Sie müssen in geschlossenen Müllbehältern “wildtiersicher” entsorgt werden.
Zweitens sollten aus Gebieten mit Infektionsgeschehen nur zertifizierte Wildschwein- beziehungsweise Schweinefleischprodukte ausgeführt werden.
Drittens: Wer ein totes Wildschwein findet (auch wenn es bei einem Verkehrsunfall verendet ist), ist aufgefordert, dies sofort bei der Telefonzentrale des Gesundheitsbezirkes Bozen des Südtiroler Sanitätsbetriebes (Tel. 0471 908 111) oder beim Landesforstkorps (Tel. 366 664 3887) zu melden.
Südtirols Landwirtinnen und Landwirte stehen in ständigem Kontakt mit den lokalen Veterinärbehörden und verschärfen für ihre Betriebe kontinuierlich die Maßnahmen zur Vorbeugung und vermindern somit die Gefahr der Einschleppung von Tierseuchen bedeutend (sogenannte Biosicherheitsmaßnahmen). Die zuständigen Landesbehörden legen bei den Almen mit Schanktätigkeit ein besonderes Augenmerk auf die richtige Handhabung des Abfalls.

Quelle: Landespresseamt – red/san

WOLF: Ab 1 August 2022 startet in Südtirol eine Wolfs Vergrämung

Als ich am Dienstag, 12. Juli in der Tageszeitung Dolomiten das Interview mit dem Landesrat Arnold Schuler über die Vergrämung des Wolfes gelesen habe, “beginne ich langsam an die Intelligenz mancher Leute zu zweifeln“.
Nur ein wenig Hausverstand würde reichen um zu verstehen, daß eine Wolfsvergrämung in dieser Form nie funktionieren wird, solange die Menschen für den Wolf keine Gefahr sind.
Wie stellen sich die Herren eine Vergrämung vor? Der Wolf darf durch das Gummigeschoss auch nicht verletzt werden. Glauben diese Herren wirklich ein Knall und ein Pips vergrämt einen Wolf der auf Futtersuche ist? Außerdem muss ein Schuß auf sehr kurzer Distanz abgegeben werden. Probieren sie einmal einen hungrigen Hund mit einem leichtem „Stockschlag“ zu vergrämen, garantiert ist der Hund in den nächsten Stunden/ Tagen wieder vor Ort wenn er weiß daß er etwas zu fressen bekommt.
Außerdem was kostet dem Steuerzahler der ganze Spaß? Mehrere hauptberufliche Jagdaufseher müssen  Tage, Wochen ja sogar Monate nachts mit Lichtquellen oder Nachtsichtgeräte ansitzen oder umherfahren bis sie überhaupt einen Wolf zu Gesicht bekommen, wenn überhaupt und dann soll ein einzelner Wolf mit einem Gummigeschoss vergrämt werden. Zwei oder mehrere Wölfe zugleich beschießen geht schon ja gar nicht, denn die Wölfe werden durch den Knall sicherlich nicht stehenbleiben.
Mit einer Vergrämung werden die Wölfe nicht weniger, vielleicht aggressiver. Das Problem der ganzen Risse der Weidetiere wird dadurch nur verlagert. Heute wird der Wolf durch das Gummigeschoss verjagt und morgen ist er bei Nachbars Schafe oder umgekehrt. Der Wolf wird das Territorium nie verlassen, solange er bei gedecktem Tisch wohnen darf.
“Die Vergrämung sei völlig nutzlos”, sagt etwa Wilhelm Innerhofer von der Organisation Zukunft Landwirtschaft. “Da müsste man ja nachts auf Wölfe lauern.” Innerhofer, der eine Alm in Ahornach im Pustertal betreibt, sagt weiter: “Wölfe sind sehr intelligent, die lernen schnell, ich denke die lernen sogar schneller als Politiker.”
Auch wenn vom Land bezahlte Tierärzte behaupten: „In Südtirol verenden jährlich etwa 2.000 Schafe durch Blitze, Absturz oder Krankheiten.  Solche Vergleiche sind einfach lächerlich. Durch den Blitz oder auch Abstürze von Schafen bedeutet einen schnellen Tod und nicht bei lebendem Leibe gefressen zu werden, außerdem warum wird von diesen Herren nicht noch erwähnt wieviel Schafte im Jahr geschlachtet werden, wenn auch noch Krankheiten als Todesursache zitiert werden??

Ausserdem das Problem mit den Wölfen ist nicht das Problem der Jäger sondern von Personen die die Wölfe ausgesetzt haben, aber anscheinend sind diese Herren auch hilflos.

 

Bericht: Walter Prader – Südtiroler  Jagdportal 

SOLLTE  JEMAND  DAZU EINE MEINUNG HABEN, FRUE ICH MICH AUF DIE MITTEILUNG UND KANN AUCH HIER VERÖFFENTLICHT WERDEN! info@jagd.it 

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Knoll Ignaz schreibt: 
Der Direktor vom Amt für Jagd und Fischerei Herr Luigi Spagnolli ruft zum Herdenschutz auf!  Meine Frage;” wie soll ich mit 2 Hektar Grund und mit meinen 20 Schafen und 5 Ziegen ein Herdenschutz betreiben? Soll ich all meinen Grund einzäunen einen Hirten anstellen und vielleicht noch einen Herdenschutzhund kaufen?  Wie stellt sich Herr Spagnolli ein Herdenschutz für unsere Klein Schafzüchter vor, oder sollen wir einfach unsere Liebe zu den Tieren aufgeben, nur dass der Wolf in Südtirol leben kann??