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WOLF: Ab 1 August 2022 startet in Südtirol eine Wolfs Vergrämung

Als ich am Dienstag, 12. Juli in der Tageszeitung Dolomiten das Interview mit dem Landesrat Arnold Schuler über die Vergrämung des Wolfes gelesen habe, “beginne ich langsam an die Intelligenz mancher Leute zu zweifeln“.
Nur ein wenig Hausverstand würde reichen um zu verstehen, daß eine Wolfsvergrämung in dieser Form nie funktionieren wird, solange die Menschen für den Wolf keine Gefahr sind.
Wie stellen sich die Herren eine Vergrämung vor? Der Wolf darf durch das Gummigeschoss auch nicht verletzt werden. Glauben diese Herren wirklich ein Knall und ein Pips vergrämt einen Wolf der auf Futtersuche ist? Außerdem muss ein Schuß auf sehr kurzer Distanz abgegeben werden. Probieren sie einmal einen hungrigen Hund mit einem leichtem „Stockschlag“ zu vergrämen, garantiert ist der Hund in den nächsten Stunden/ Tagen wieder vor Ort wenn er weiß daß er etwas zu fressen bekommt.
Außerdem was kostet dem Steuerzahler der ganze Spaß? Mehrere hauptberufliche Jagdaufseher müssen  Tage, Wochen ja sogar Monate nachts mit Lichtquellen oder Nachtsichtgeräte ansitzen oder umherfahren bis sie überhaupt einen Wolf zu Gesicht bekommen, wenn überhaupt und dann soll ein einzelner Wolf mit einem Gummigeschoss vergrämt werden. Zwei oder mehrere Wölfe zugleich beschießen geht schon ja gar nicht, denn die Wölfe werden durch den Knall sicherlich nicht stehenbleiben.
Mit einer Vergrämung werden die Wölfe nicht weniger, vielleicht aggressiver. Das Problem der ganzen Risse der Weidetiere wird dadurch nur verlagert. Heute wird der Wolf durch das Gummigeschoss verjagt und morgen ist er bei Nachbars Schafe oder umgekehrt. Der Wolf wird das Territorium nie verlassen, solange er bei gedecktem Tisch wohnen darf.
“Die Vergrämung sei völlig nutzlos”, sagt etwa Wilhelm Innerhofer von der Organisation Zukunft Landwirtschaft. “Da müsste man ja nachts auf Wölfe lauern.” Innerhofer, der eine Alm in Ahornach im Pustertal betreibt, sagt weiter: “Wölfe sind sehr intelligent, die lernen schnell, ich denke die lernen sogar schneller als Politiker.”
Auch wenn vom Land bezahlte Tierärzte behaupten: „In Südtirol verenden jährlich etwa 2.000 Schafe durch Blitze, Absturz oder Krankheiten.  Solche Vergleiche sind einfach lächerlich. Durch den Blitz oder auch Abstürze von Schafen bedeutet einen schnellen Tod und nicht bei lebendem Leibe gefressen zu werden, außerdem warum wird von diesen Herren nicht noch erwähnt wieviel Schafte im Jahr geschlachtet werden, wenn auch noch Krankheiten als Todesursache zitiert werden??

Ausserdem das Problem mit den Wölfen ist nicht das Problem der Jäger sondern von Personen die die Wölfe ausgesetzt haben, aber anscheinend sind diese Herren auch hilflos.

 

Bericht: Walter Prader – Südtiroler  Jagdportal 

SOLLTE  JEMAND  DAZU EINE MEINUNG HABEN, FRUE ICH MICH AUF DIE MITTEILUNG UND KANN AUCH HIER VERÖFFENTLICHT WERDEN! info@jagd.it 

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Knoll Ignaz schreibt: 
Der Direktor vom Amt für Jagd und Fischerei Herr Luigi Spagnolli ruft zum Herdenschutz auf!  Meine Frage;” wie soll ich mit 2 Hektar Grund und mit meinen 20 Schafen und 5 Ziegen ein Herdenschutz betreiben? Soll ich all meinen Grund einzäunen einen Hirten anstellen und vielleicht noch einen Herdenschutzhund kaufen?  Wie stellt sich Herr Spagnolli ein Herdenschutz für unsere Klein Schafzüchter vor, oder sollen wir einfach unsere Liebe zu den Tieren aufgeben, nur dass der Wolf in Südtirol leben kann??

 

Nein zur Bedrohung von Wald, Wild und Jagd

Foto: Margareth Morandell

Raus in die Natur! Das wünschen wir uns doch alle für unsere Kinder. Weg von den elektronischen Geräten! Warum um Himmels Willen wollen wir dann unseren naturverbundenen Kindern gerade diese Natur verbieten indem wir ihnen verbieten, ihre Väter und Mütter auf die Jagd zu begleiten?
Des Bündners schönste Zeit sei die Jagd. Jagd bedeutet nicht, wie viele Nichtjäger meinen, einfach Tiere abzuschiessen. Jagd bedeutet Natur, Vogelgezwitscher, Ruhe, Freiheit, Wildheit, Unberührtheit. Und diese wilde Unberührtheit, dieses Magische in der Natur, möchte man mit einer Initiative ausgerechnet unseren Kindern vorenthalten, dies in der Zeit der Elektronik, in der unsere Kinder ohne ihre Geräte kaum mehr wissen, was mit sich selbst anzufangen.
Ich bin Nichtjägerin und würde mich selbst als «Vegetarierin, ausser Wildfleisch» bezeichnen. Ich kann es nicht verantworten, wegen ein bisschen Geschmack unsägliches Tierleid in Kauf zu nehmen. Darum esse ich nur das von meinem Mann geschossenes, einheimisches Wildfleisch. Eine Initiative: «Kinder, Fleisch kann man im Laden kaufen, warum sollen Tiere in unseren Wäldern dafür getötet werden? Tiere, die in Freiheit leben durften?» kann ich definitiv nicht nachvollziehen. Irgendwie verstehe ich die Welt nicht, wenn man mit so einer Initiative Kinder vor dem Abschuss eines Hirsches verschonen will, jedoch das Leiden der Massentierhaltung, Massentransporte und Massenschlachtung unterstützt? Wenn man Kinder vor dem unsäglich schönen Freiheitsgefühl der Natur fernhalten möchte, dem Erlebnis, durch einen unberührten Wald zu pirschen, den Vögeln zuzuhören, über Bäche und Wurzeln zu klettern, Tiere zu beobachten, einem Eichhörnchen zuzuschauen? Ein humaner Jäger knallt nicht einfach auf Tiere, sondern beobachtet sie, spricht sie an und schiesst erst, wenn er sicher ist, es auch mit einem sauberen Schuss zu erlegen. Mit Ehrfurcht bedankt er sich bei dem Tier und bei Mutter Natur. Zurück zu den Wurzeln? Zurück zur Natur? Liebe Leserinnen und Leser, gebt diese Chance euren Kindern auch in der Zukunft.

@ Sabine D. von OÖ

 

Probleme der gesellschaftlichen Funktion

In unserer urbanisierten Gesellschaft hat die Entfremdung von der Natur ein erschreckendes Ausmaß angenommen. Mit eigener Erfahrung musste ich bei Oberschülern feststellen, dass sie zwar eine “Integrale Funktion” berechnen können oder jede Funktion beim Hightech Smartphones kennen, aber nicht eine Fichte von einer Tanne, oder eine Föhre von einer Lerche  unterscheiden können, geschweige unsere heimischen Wildtiere und Vogelarten kennen. Nach Umfragen glauben viele Schüler, dass Kühe – wie in der Werbung – tatsächlich lila seien, sich immer mehr von unserer schönen Natur mit den Ereignissen entfernen. Dazu kommt noch eine um sich greifende Bambimentalität, die die Notwendigkeit des Tötens von Wildtieren verkennt und den Schutz von Lebewesen über alles stellt.

Angesichts einer immer geringeren Kenntnis von natürlichen Vorgängen sinkt natürlich auch die Akzeptanz der Jagd, und das nicht nur in Ballungsräumen, sondern auch in ländlichen Regionen. Naturschützer und Landwirte fordern einen verstärkten Abschuss von Schalenwild, Tierschützer eine Abschaffung der Jagd. Ein kleiner Kern militanter Tierschützer setzt Jäger sogar mit Mördern gleich und geht aktiv gegen Jäger vor, z.B. durch Störung von Gesellschaftsjagden oder Ansägen von Hochsitzen, durch unwahre Behauptungen in sämtlichen Internetportalen… udgl., dazu kommt, dass in unserer Mediengesellschaft Fernsehsender beim Wettlauf um Einschaltquoten oftmals schlecht recherchierte, sachlich falsche Beiträge liefern, z.B. über den Abschuss wildernder Hunde und Katzen oder über die Gatterjagden, Tierquälereien  oder ähnliches . Eine negative Einstellung zur Jagd wird allerdings auch durch Fehlverhalten einzelner Jäger geprägt. Hinzu kommen noch Hassberichte und Intrigen im Internet,  vor allen Berichte mit haarsträubenden Fotos in bekannten Portalen  die gegen die Jagd ausgerichtet sind.
Welche Konsequenzen die völlige Abschaffung der Jagd hätte, ist am Beispiel der Schweiz zu erkennen. Im Kanton Genf wurde die Jagd per Verfassungsänderung und Volksentscheid in den siebziger Jahren gänzlich abgeschafft. In der Zwischenzeit hat sich dort das Schalenwild, insbesondere das Schwarzwild, so stark vermehrt, dass – auch im Interesse der Landwirtschaft – eine Wildbestandsregulierung unerlässlich wurde. Nun werden nachts im Scheinwerferlicht sogenannte “Polizeijagden” mit nicht dafür ausgebildeten Polizeibeamten durchgeführt, was jedem Tierschutzgedanken zuwiderläuft. Trotz dieses untragbaren Zustandes findet sich bisher keine gesellschaftliche Mehrheit für eine Änderung der Situation.
Vielfach wird vom Naturschutz auch gefordert, sogenannte Rote-Liste-Arten, wie einige Säugetiere und Rauhfusshühner vom Jagdrecht ins Naturschutzrecht zu überführen, um sie besser schützen zu können. Dabei ist anzumerken, dass die seltenen Arten, auch nach Jagdrecht ganzjährig geschützt sind, also mindestens den gleichen Schutzstatus genießen. Darüber hinaus besteht für die dem Jagdrecht unterliegenden Arten eine Meldung bzw. Hegeverpflichtung.
Es wird darüber diskutiert, ob die sogenannten “Roten Listen” das zuverlässige Vorwarnsystem des Artenschutzes als Entscheidungsgrundlage für die Politik darstellen. In der Tat, auch wenn die Populationsstärke nicht das alleinige Kriterium für die Eingruppierung darstellt, erscheint schwer nachvollziehbar.
Tatsache ist jedoch auch, dass der Rückgang der Niederwild- und Vogelarten seit Jahren Anlass zur Sorge gibt. Für diesen Rückgang ist offensichtlich ein ganzes Bündel von Ursachen verantwortlich, z.B. veränderte Landnutzung, starker zunehmender Winter- und Sommertourismus, Beutegreifer wie auch Bär und Wolf, Wetter, Verkehr und sonstige Faktoren der Beunruhigung. Nicht auf alle freilebenden Wildarten wirken sich Lebensraumveränderungen negativ aus, einige Wildarten (vor allem Rotwild) haben eine deutlich nach oben gerichtete Bestandsentwicklung zu verzeichnen.  Nachdem es für das Rotwild kaum noch Ruhezonen gibt und sich diese Wildart an die Störungen gewöhnt,  wandern oder flüchten sie immer mehr in die Tallagen und in die Nähe der Wohngebiete.
Schäden durch Schalenwild (Reh-, Rotwild etc.) entstehen durch Verbiss von Knospen und Trieben sowie durch Schälen (Fressen) von Baumrinde. Besondere Probleme ergeben sich im empfindlichen Alpenraum sowie in Gebieten mit geringer Bewaldung oder mit starkem Erholungsdruck. Untersuchungen belegen, dass die Verbissprozente in Gebieten mit starkem Besucherverkehr bei gleichen Wildbeständen bis zu dreimal höher sein können als in ruhigen Regionen. Die Wald-Wild-Problematik ist noch nicht überall zufriedenstellend gelöst. Die stark gestiegenen Abschüsse der letzten Jahre beim Reh- und Rotwild zeigen jedoch, dass die Jäger sich ihrer Verantwortung für das Ökosystem Wald und Fauna stetig bewusster werden.
Angesichts der schwierigen Finanzlage öffentlicher Haushalte ist allerdings fraglich, wie lange und in welcher Höhe ein Schutz noch möglich ist, während der Schalenwildabschuss vom Naturschutz toleriert bzw. gar verstärkt gefordert wird,.

Lösungswege

Die Jagd ist die älteste Form der Nutzung natürlicher Ressourcen. Jagdausübung auf wildbiologischer Grundlage stellt eine nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen dar und leistet einen Beitrag für eine nachhaltige ländliche Entwicklung. In der heutigen Zeit wird zur Lösung von Problemen immer öfter der Ruf nach dem Staat laut, während gleichzeitig der Unmut über die staatliche Regelungswut wächst. Mit Ordnungsrecht allein ist nicht alles zu regeln; Konzepte der Freiwilligkeit, der Hilfe zur Selbsthilfe sollten verstärkt genutzt werden.

Foto: Margareth Morandell

Da die Jagd heutzutage im Blickpunkt einer für die Belange von Natur- und Tierschutz stark sensibilisierten Gesellschaft steht, ist aktive Öffentlichkeitsarbeit besonders geboten. So ist es unerlässlich, die Wissensvermittlung über Natur und Jagd, z.B. in den  Kindergärten, Schulen, bei  Wander- und Revierführungen oder Hegeschauen mit geschulten und fachlich wissenden Fachkräften zu intensivieren. Dabei ist auch das Bewusstsein der Jäger zu schärfen für die sensiblen Fragen des Tier- und Artenschutzes.  Dafür sollte eine grenzüberschreitende ARBEITSGRUPPE  oder auch mehrere kostenlose Fortbildungskurse angeboten werden. Die Idee für eine solche Arbeitsgruppe wurde in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Jagdverband vor einigen Jahren ins Leben gerufen aber musste wegen mangelnder Beteiligung und fehlender Unterstützung wieder aufgelöst werden.   

Auch in Südtirol  wäre es sicherlich wünschenswert, wie in der Schweiz den “Roten Listen” der gefährdeten Arten eine “Blaue Liste” gegenüberzustellen, in der Tier- und Pflanzenarten dokumentiert werden, die in den letzten Jahrzehnten ab- und zugenommen haben.
Unter den vielen Faktoren, die die Entwicklung der Niederwildpopulationen beeinflussen, kommt der Lebensraumqualität und dem Beutegreiferdruck eine zentrale Bedeutung zu; beides Faktoren, die im Gegensatz etwa zu klimatischen Einflüssen beeinflussbar sind.
Zur Lösung der Wald-Wild-Problematik gibt es keine einfachen Lösungen (“Abschuss erhöhen”). Integrierte Konzepte müssen wissenschaftlich fundiert entwickelt, erprobt und umgesetzt werden. Dabei müssen dem Lebensraum angepasste Wildbestände, wildökologische Raumplanung sowie Biotopverbesserungen mit Maßnahmen der Besucherlenkung einhergehen. Gleichzeitig sollte der Jagddruck minimiert werden, z.B. durch Einführung von sogenannten Intervall- bzw. Schwerpunktjagden. Nur so wird es für unser Schalenwild in einem hochindustrialisierten und dichtbevölkerten Land eine Zukunft geben. Zum Schutz des Wildes sollten unbedingt Ruhezonen ausgewiesen werden. Es wurde zwar darüber vieles besprochen und diskutiert, aber es fehlt immer noch an die Umsetzung. Es ist künftig ein aktives Management gefordert, das den Interessen wie: “Tourismus, der Landwirtschaft und des Naturschutzes”  gleichermaßen gerecht wird. Dabei sollten ein intensives Monitoring, das Ausweisen von Ruhezonen und die Anlage von Ablenkungsflächen ebenso einbezogen werden wie eine gezielte, nachhaltige jagdliche Nutzung.
Um die notwendige großflächige Nieder- und Schalenwildbewirtschaftung gewährleisten zu können, kommt der Bildung von Hegegemeinschaften eine besondere Bedeutung zu. Dabei sollte die Aufmerksamkeit nicht nur auf das Schalenwild gelegt werden, sondern verstärkt auch Hegegemeinschaften für seltene Arten, gegründet werden, wie dies bereits in einigen Bundesländern erfolgreich der Fall ist. Es ist zu prüfen, wie die Rechte und Pflichten der Hegegemeinschaften gestärkt werden können.

Siehe auch: Ein Zeichen der Hilflosigkeit

Bericht WP-Jagdportal

 

Zeichen der Hilflosigkeit?

Über konstruktive Kritiken und Anregungen für die Gestaltung des Südtiroler Jagdportales freue ich mich immer wieder, umso wertvoller betrachte ich sie, von Jägern mit Erfahrung kommen. Es ist mir schon klar, auch ich verspüre, dass die Jägerschaft vermehrten Gegenwind von Jagdgegnern zu verspüren bekommt. Nur- und das ist der springende Punkt: Können wir diesem Umstand entgegentreten, wenn wir uns verstecken, unser jagdliches Tun verheimlichen, dieselben Fehler weiter praktizieren, wie sie schon in der Vergangenheit ständig begangen wurden?  Alles vertuschen, nichts an die große Glocke hängen? Muss auch nicht sein, sofern die Berichterstattung transparent und jagdlich in der heutigen Zeit sehr wohl vertretbar ist.
Auf der einen Seite werden wir von unseren Behörden Vertretern im Rahmen von den Hegeschauen landauf – landab immer wieder dazu ermutigt, zu dem zu stehen, was wir als Jäger/Innen tun, uns  nicht zu verstecken brauchen, „ von der Wichtigkeit der Jagd sprechen und eine Jagd soll vorzeigbar sein…“
Nachdem in letzter Zeit häufig auch das Südtiroler Jagdportal mit den enthaltenen Berichten über Jagderlebnissen, Fotos usw.  mit dem Argument: „Fotos von Jagderlebnissen gehören nicht ins Internet“ – bei jeglicher Gelegenheit zitiert wird,   bleibt die Frage, ob wir im heutigen medialen Zeitalter überhaupt noch imstande sind – unser jagdliches Tun zu verheimlichen und tot zu schweigen? Und warum auch? Jäger/innen wollen immer wieder schöne Fotos sehen, über Jagderlebnisse lesen aber die wenigsten stehen hinter dem was sie tun. Das Südtiroler Jagdportal ist auf dieser Ebene wohl nur als ein Tropfen in einem unendlichen Meer zu betrachten. Um nur zwei Kommunikationskanäle zu nennen, – „You tube, Facebook, Tik Tok oder Instegram“ mit ca. 1 Mrd. Nutzer monatlich.
Ich gehe mit der Meinung sehr wohl konform, dass so manche Jagdfotos/Erlebnisse nicht ins Internet gehören, Portale, wie man sie tausendfach im Internet findet, auch Portale welche mir persönlich beim Betrachten auch als aktiver Jäger so manchmal eine Gänsehaut verursachen, aber anscheinend sind solche Fotos von Wildabschüssen bei den oben erwähnten Portalen kein Problem, auch wenn diese manchmal mehr als abstoßend sind. Wie in den diversen Andeutungen – sowohl auch beauftragten Schreiben zitiert, – auch Kinder und Jagdgegner haben Zugang zu diesen Seiten. Was für uns als normal empfunden wird, kommt eben bei so manchen Leuten sehr schlecht an. Um diesem mir sehr wohl bewussten Umstand entgegenzuwirken, werden von mir sämtliche Fotos bearbeitet oder retuschiert, bevor sie ins Netz gestellt werden. Dahingehend werden Sie auch im Südtiroler Jagdportal absolut keine Abbildungen von unsachgemäß aufgebrochenem Wild, Schweiß oder dergleichen finden. Man bedenke, wenn ich Fotos mit abgeschossenen Läufen, halb zerfetzten Haupt krank geschossenes Wild, welches sich beim Fotografieren noch einmal aufrichtet usw. – einstellen würde, dann wären die geäußerten Anschuldigungen gerechtfertigt.

Zurück zum Thema aber: Wenn das Südtiroler Jagdportal keine Berichte und Fotos von Jagderlebnissen mehr veröffentlichen würde, würde das am eigentlichen Jagdgeschehen sehr wenig ändern, gleichfalls der Anti Jagd Bewegung, welche sich im Land zunehmend stark macht, den Wind aus den Segeln nehmen. Werden doch unzählige Jagd Videos und Live Szenen auch von noch so grausamen Fehlabschlüssen auf den Markt gebracht, in beinahe jedem Medium veröffentlicht. Anscheinend wird das als ganz einfach hingenommene Normalität betrachtet. Weil man dieser Maschinerie niemals Herr der Lage sein könnte?

Vielleicht hinterfragen sich meine Kritiker auch, ob die Fehler nicht auch anderswo zu suchen sind? Fehler, die die Jagdgegner offensichtlich provozieren? Ein Beispiel: In den Südtiroler Revieren wird die Jägerschaft mittels Verordnung aufgefordert, in den Talsohlen und Kulturgebieten auch in den Monaten Mai, Juni, Juli Rehgeißen zu erlegen, unabhängig davon ob sie trächtig oder gar führend sind. Da habe sogar ich als Jäger nur mehr ein Kopfschütteln übrig, abgesehen von der Reaktion von Nichtjägern, Landwirten, Laien – welche derlei Szenen auch beobachten können. Wie rechtfertige ich diese Tatsache einem Jagd Gegner, einem Kind gegenüber, unseren Mitmenschen usw. Viele andere solche Beispiele könnten an dieser Stelle genannt werden. wundern wir uns also nicht, dass viele Leute mit erhobener Hand auf die Jägerschaft zeigen.
Wenn ein Jäger folglich in meinem Südtiroler Jagdportal ein schönes Jagderlebnis Online stellt, wird er sogar von Jagd Funktionären aufgefordert dies zu unterlassen bzw. nicht zu veröffentlichen. 
Warum darf ich mich als Jäger über einen schönen Jagdtag und eventuell über einem gelungenen Abschuss nicht freuen??  Wenn wir als Jägerschaft uns mit unserem TUN verstecken müssen, uns über unsere Ernte für all die Hege und Pflege Bemühungen nicht mehr erfreuen dürfen, dann müssen die Verantwortlichen sofort die gesamten Trophäenschauen im ganzen Land abschaffen. Hunderte – sogar tausende Trophäen werden dort feierlich zur Schau – zugänglich für jedermann/frau – gestellt, wo auch ich mich als Jäger manchmal schwer tue die ganzen Abschüsse zu verstehen.
Jäger sind immerhin noch Personen die nie mit dem Gesetz in Konflikt gekommen sind, denn schon beim kleinsten Vergehen wird der Waffenpass entzogen, darum frage ich mich, warum müssen wir uns auch immer wieder von Tierschützern und Jagdgegnern als Mörder, blutrüstige Personen, Impotenz… usw. . bezeichnen lassen, anscheinend werden solche Handlungen problemlos hingenommen?

Sollten auch sie dazu eine Meinung haben, so scheiben Sie mir eine Mail an info@jagd.it  

Wolf und Hund haben Gemeinsamkeiten

Wölfe sind die Vorfahren der Haushunde und können noch immer mit ihnen kommunizieren. Gerade die Tatsache, dass Wölfe Hunde unter Umständen als Artgenossen ansehen, kann jedoch problematisch sein.

 

Wölfe haben dieselben Sinnesorgane wie Hunde aber verhalten sich in der Regel nicht wie Hunde, was zu “Missverständnissen” führen kann. Generell sollten Hunde im Wolfsgebiet angeleint bzw. nahe bei ihrem Besitzer geführt werden. Es kann durchaus vorkommen, dass Wölfe sich für diese Artgenossen interessieren, die aus Wolfssicht “dreist” in ihrem Territorium markieren. Die Nähe seines Besitzers ist der beste Schutz für den Hund. Ich glaube nicht, dass Wölfe einen Hund als Gefahr wahrnehmen, vorausgesetzt, ein Hund ist angriffslustig oder versucht den Wölfen bellend entgegen zu laufen dann wird sich der Wolf den Hund stellen oder sogar folgen. Es gibt jede Menge Paarungen zwischen Hund und Wolf (Wolfshybriden). Sollte dies so sein, wären alle Herdenhunde als Wachhunde umsonst, denn ein Wolf/Wolfsrudel hätte auch kein Problem einen solchen Hund zu töten. Wölfe haben gelernt mit der Natur umzugehen, Beute zu schlagen und Gefahren zu erkennen. Wird der Mensch nicht mehr als Gefahr erkannt wird es problematisch.
Hunde oder Wölfe sind sehr sensible Tiere, aber auch sehr angriffslustig, gerade wenn es um Beute oder Verteidigung geht!
Ein Kuschelhund kann auch zur Bestie werden, die Tags mit Kindern spielen aber nachts wann sie unbeaufsichtigt sind herumstreunen und auch auf bestialischer Art Wildtiere hetzen und in Stücke reißen und morgens wieder seelenruhig vor der Haustür liegen.
Ich habe zwar noch nie einen Angriff mit Wölfen miterlebt aber wohl einen Angriff mit zwei Hunde die anschließend mit aufgerissenem Fell und zerfleischter Schnauze zum Tierarzt gebracht werden mussten. Ein Hund ist später an den Folgen der Verletzungen verstorben. Kein Stockschlag und auch kein schreien konnte die Hunde mehr abhalten.  Wenn Hunde in ihrem Wahn sind und auch eine Beute verteidigen, sind sie kaum noch zu bändigen. Viele Hundeführer können sicherlich davon ein Lied singen.

Prof. Sven Herzog, Inhaber der Lehrschule für Wildökologie und Jagdwirtschaft spricht im Interview mit der Tageszeitung Dolomiten über den Schutz vor einem Wolfsangriff

Wenn Wölfe zum Angriff starten, dann wird der Mensch auch keine Gelegenheit mehr haben dem Wolf mit einem Stock auf die Schnauze zu schlagen, geschweige wenn es sich um mehrere Wölfe handle. Wenn Wölfe Beute machen wollen, erfolgt der Angriff meistens unerwartet. Ich glaube auch nicht, dass Menschen mit schlagen/Gewalt Wölfe vor einem Angriff abhalten können.
Probieren sie einmal einem bissigen Hund oder auch einem Wolf mit einem Stock oder einem Gegenstand welchen sie als Gefahr erkennen in die Enge zu treiben? Das Tier wird nicht flüchten, sondern zum Angriff starten.  Teamarbeit, bezeichne ich die Jagd der Wölfe, jeder Wolf hat seine Aufgabe. Im Rudel gibt es einen Führer und alle weiteren folgen ihm und haben gelernt gemeinsam Beute zu schlagen.
Der Wolf reagiert auf den Anblick des Menschen vorsichtig, aber er ergreift nicht immer sofort die Flucht. Oft zieht sich das Tier langsam und gelassen zurück. Vor allem bei jungen und unerfahrenen Wölfen kann es auch vorkommen, dass die Neugier stärker ist als die Furcht. Sollte es zu einem Aufeinandertreffen kommen, ist es wichtig, Ruhe zu bewahren und Abstand zu halten.  auf keinen Fall davonlaufen, sondern versuchen mit nicht alltäglichen Geräuschen wie lautes Reden, laute helle Schreie, klatschen in die Hände oder das beste Hilfsmittel wäre mit einer Luft- oder Gasdruckfanfaren Lärm zu machen, denn Töne mit hohen Frequenzen mögen die Wölfe überhaupt nicht, aber wer hat das schon im Rucksack? .
Nachdem Wölfe ja keine Kletterer sind, wäre ein Baum der größte Schutz vor einem Angriff, schon 2 Meter einen Baum hinaufklettern würde genügen, die Wölfe abzuwehren.
Sollten sie einen Hund an der Leine führen während sich die Wölfe nähern, sofort den Hund laufenlassen, dadurch besteht die Möglichkeit, dass die Wölfe dem Hund folgen und sie sich inzwischen in Sicherheit bringen können.

Sollten auch sie dazu eine Meinung haben, so scheiben Sie mir eine Mail an info@jagd.it