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Abrichten

ABRICHTEN – Erziehen und Führen.

Einen Jagdgebrauchshund vom Welpen bis zum fertigen Jagdgehilfen zu erziehen und auszubilden, erfordert viel Wissen und Einfühlungsvermögen in die Wesensart des Hundes, unerschütterliche Geduld und folgerichtig systematisches Vorgehen. Vom Abrichten eines Hundes wird viel gesprochen und manche Meinungen gehen weit auseinander.  Jede Hunderasse hat andere Eigenschaften, darum sollte man sich schon beim anschaffen eines Hundes bewusst sein, für was der Hund hauptsächlich abgerichtet werden soll.  Persönliche Eitelkeiten können in kürzester Zeit aus einem wesensfesten Jagdgebrauchshund ein recht verhätscheltes, aber trauriges Geschöpf machen. Und wenn aus dem süßen Welpen erst ein großer, arbeitsloser Jagdhund geworden ist, dann ist auch der Besitzer oft nicht mehr glücklich, dafür aber vielleicht das Tierheim um einen Insassen reicher.

Foto: Fabian Trojer

Wer ein Jagdhund anschafft, dem soll bewusst sein, dass der Hund keine Spielgewährte ist, sondern in erster Linie auf Gehorsam, Disziplin und auf die Arbeit trainiert werden muss.  

Der Hund ist das wahrscheinlich am leichtesten und am vielseitigsten zu dressierende Tier überhaupt. Dressur bedeutet nicht, dass der Hund brutal gezwungen wird, irgendetwas zu tun. Dressur bedeutet vielmehr, dass aus den natürlichen Trieben des Hundes für ihn neue Handlungen und Handlungsabläufe abgeleitet werden. Dies sollte möglichst spielerisch geschehen. Wie sicher diese andressierten Handlungen dann wiederholbar sind, hängt von den Belohnungen bei Erfüllen und den Strafen bei Nicht-Erfüllen der gewünschten Handlung ab. Letztere kommen erst hinzu, wenn klar ist, dass der Hund verstanden hat, was er tun soll. Im Prinzip überflüssige Dressurleistungen wie das Pfotegeben sollten allein auf Freiwilligkeit und ausreichender Belohnung basieren. Die an anderer Stelle beschriebene Dressur zum straßensicheren Hund muss dagegen mit sehr viel mehr Ernst und Strenge trainiert werden, denn sie ist lebenswichtig. Es ist ein Riesenunterschied, ob ein Hund etwas hinterläuft, (auch Spielverhalten), etwas trägt (z.B. einen Ball oder ein Jungtier) oder ob er etwas packt und die Beute – Endhaltung Schütteln ausführt. Ein Hund schüttelt nicht das Bringsel, und nicht beim Apportieren.
Beim Jagdhund ist das Schütteln beim Apport (“Beute ludern”) eine Todsünde. Eine Hündin, die ein Junges trägt, schüttelt es nicht. Das Schütteln der Beute ist die End- und Tötungshaltung, die nicht an Sozialpartnern vorgenommen wird. Deshalb soll man (nach neueren Erkenntnissen) einen Hund auch nicht strafen, indem man ihn im Nacken packt und schüttelt (sondern durch Griff über die Schnauze). Im Nacken packen und schütteln ist eine Morddrohung und im höchsten Maße unsoziales Verhalten. Zusätzlich wird der “Griff”, also die Stärke und Energik des Zubeißens, trainiert. Wer einmal gesehen hat, wie vorsichtig und zart ein Hund ein Lebewesen tragen kann in seinem Maul, dem wird spätestens jetzt klar, dass hier ernstgemeintes Beuteverhalten am Menschen trainiert wird. Der Hund muß, wie das Pferd, von klein auf den Eindruck vermittelt bekommen, der Mensch sei Gott.

Denn Hunde und Pferde, die uns an Körperkraft überlegen sind, beherrschen wir nur aufgrund einer sozialen Überlegenheit und weil sie nicht wissen, dass sie stärker sind. Deshalb dürfen sie nie die Erfahrung machen, dass sie stärker sind. Zeigen sie niemals die Angst vor dem Hund.  

Auch in der Phase von der achten bis 13./14. Lebenswoche ist das Spielen mit Artgenossen und dem Menschen sehr wichtig. Der Welpe wird möglichst neuen Sinnesreizen und Eindrücken ausgesetzt, darf aber nicht überbelastet werden. Empfehlenswert ist die Teilnahme an einem Welpen- und Junghundekurs für Jagdhunde. Zucht- und Jagdgebrauchshundvereine bieten solche Kurse entsprechend auf die Altersabschnitte der Welpen und Junghunde abgestimmt an, wobei auch die Rasse und deren Verwendungszweck berücksichtigt werden. Mit der Übernahme des Welpen zu seinem neuen Besitzer beginnt nicht nur die Beziehungs- sondern auch die artgerechte Erziehungsarbeit. Eine artgerechte Disziplinierung, Autoritätsaufbau und strikte Einhaltung von Regeln und Tabus sind zu beachten. Vermieden werden sollte das sture Drillen auf Einzelhandlungen. Der Welpe wird nun auch schrittweise mit dem Jagdbetrieb konfrontiert, zum Beispiel mittels Beutefangspielen an der Reizangel, Futterschleppen oder Übungen an einem Rohrstück für Erdhunde. Wird die Sozialisierungsphase vom Hundeführer nicht richtig genutzt, sind Unsicherheit, ein übersteigertes Aggressionsverhalten, Verlassenheitsangst, Hemmungen des Lern- und Spielverhaltens und mangelnde Führigkeit programmiert.

Rangordnungsphase: Ab der 14. bis 20. Lebenswoche wird die Rangordnung festgelegt. Der Begriff Rangordnung besagt zunächst, dass es innerhalb einer Gruppe rangmäßig höher und niedriger stehende Individuen gibt, wobei sich aus der jeweiligen Ranghöhe des Einzelnen eine gewisse Ordnung ergibt. Das erzieherische Spiel mit einer gewissen Konsequenz bleibt natürlich auch in dieser Phase das elementare Erziehungselement. Hier werden die Voraussetzungen zur Akzeptanz des Hundeführers als Rudelchef und zur Gefolgschaftstreue geschaffen. Die Führigkeit zeigt sich ausschließlich in der Zusammenarbeit mit dem Hundeführer. Der Hund ist bereit, dem von ihm anerkannten Meuteführer „Mensch“ ohne Zwangseinwirkung zu dienen.

Rudelordnungsphase: Ist der Welpe 20 bis 28 Wochen alt, ist die Zeit des Lernens in der Praxis, die über das simulierte Spiel hinausgeht, gekommen. Gerade jetzt ist streng darauf zu achten, dass der Hund Gefolgschaftstreue und Unterordnung als normalen Lebenszuschnitt begreift.

Pubertätsphase: Von der 28. bis 36. Lebenswoche beginnt ein neuer Lebensabschnitt.  In dieser Phase wird die Geduld des Hundeführers auf eine harte Probe gestellt. Alles bisher erlernte scheint der Hund auf einmal vergessen zu haben. Werden die Regeln, wie Konsequenz, artgerechte Disziplinierung und Tabuisierung, eingehalten, so wird diese Phase – genau wie bei menschlichen Jugendlichen – schnell ohne Schaden für ein späteres friedfertiges Miteinander überstanden. Nach 10 Monaten sollte die Erziehung abgeschlossen sein und die eigentliche Abrichtung des Jagdhundes intensiviert werden. Mit spätestens 30 Monaten ist diese abgeschlossen. Der Hund sollte nun zuverlässig und belastbar sein.

Ein Hund sollte nach Möglichkeit niemals die Erfahrung machen, einen Menschen zu beißen. Denn diese Erfahrung kann niemals wieder “ausradiert” werden, und bleibt danach im Erfahrungsrepertoire des Hundes bestehen.
Ängstliche Hunde dürfen nicht gedrängt werden, bis sie von selbst Kontakt aufnehmen.
Hunde, die aus unterschiedlichen Gründen beißen KÖNNTEN, bekommen eine Maulkorb aufgezogen.
Dadurch wird verhindert, dass der Hund lernt, sich durch Beißen oder andere aggressive Handlungen gegen Menschen wehren zu können und/oder wehren zu müssen.
Stattdessen soll er lernen, dass ihm, obwohl er hilflos ist, kein Leid zugefügt wird und er Vertrauen aufbauen kann.
Hat ein Hund erst mal einen Menschen gebissen, so kann diese Erfahrung nie wieder rückgängig gemacht werden

Verein – Club

LINKS ZU DIE VEREINE ODER HUNDECLUBS

  

Alpenländische Dachsbracke

Brackenverein – Österreichischer

Brackenverein Deutschland

Bayerische Gebirgsschweißhund

Brandlbracke

Chesapeake Bay Retriver

Cocker Spaniel Club Österreich 

Curly Coated Retriver

Deutsche Dachsbracke

Deutsch Drahthaar

Deutsch Drahthaar (Italia)

Deutscher Jagdteckel

Deutscher Jagdterrier

Deutscher Jagdterrier in ITALIEN

Deutscher Jagdterrier in Österreich

Deutsche Jagdterrier Schweizerischer Club

Deutsch Kurzhaar

Deutsch Langhaar

Deutscher Teckel

Deutsche Wachtelhunde

English Setter

Foxterrier

Golden Retriver

Griffon

Gordon Setter

Hannoversche Schweisshunde

Irish Setter

Jagd Beagle

Jagd Spaniel

Jagd Terrier Club Slowakei

Jagdterrier Schweizerischer Club für Deutsche

Klub Dachsbracke

Kurzhaarklub Österreich

Labrador Retriver

Laufhundeclub Schweiz

Münsterländer Groß

Münsterländer Klein

Österreichischer Klub für drahthaarige Ungarische Vorstehhunde

Parson Jack-Russel Terrier

Pointer

Pudel Pointer

Retriverclubs Österreich

Schwarzwälder Schweißhunde e.V – Verein

Schweisshundeverein Österreich

Segugio Italiano – Italienischer Laufhund

Springer-Spaniel

Tiroler Bracke – Klub

Ungarische Vorstehhunde (Magyar Vizsla) Verein in Deutschland

Weimaraner

Zwergteckel – Glatthaariger Teckel, Rauhaariger Teckel, Langhaariger Teckel

Hunderassen

Jagdgebrauchshunderassen

Vorstehhunde: Deutsch-Drahthaar,- Griffon,- Deutsch-Stichelhaar, Pudelpointer,- Deutsch-Kurzhaar,- Deutsch-Langhaar,- Großer Münsterländer,- Kleiner Münsterländer,- Pudelpointer, – Kurzhaariger und langhaariger Weimaraner, – English Setter,- Irish Setter, – Gordon Setter, – Epagneul Breton, – Magyar usw.

Ihre Aufgabe besteht vornehmlich darin, mit hoher Nase und in flotter Quersuche Niederwild zu suchen, vorzustehen (anzuzeigen) und nach dem Schuß mit tiefer Nase eventuelle krank geschossenes Wild zu suchen und zu apportieren. Aus den feinen Unterschieden im Verhalten seines Hundes kann der gut beobachtende Jäger oftmals schon erkennen, welches Wild sich vor seinem vorstehenden oder markierenden Hund drückt. Vom Deutschen Vorstehhund wird nach dem Schuß sicheres Nachsuchen und Bringen von Feder- und Harrwild auf Befehl verlangt, während die englischen Vorstehhunde als Spezialisten in ihrem Heimatland nur zum Vorstehen verwendet werden Es gibt deutsche, englische, französische und ungarische Vorstehhunde mit kurzem, rauhen und langem Haar und unterschiedlicher Größe. Die meisten deutschen Vorstehhunde wurde im Laufe der Zeit erfolgreich von ursprünglich reinen Feldhunden zu vielseitig einsetzbaren sogenannten Vollgebrauchshunden weiterentwickelt. Das heißt, sie werden sowohl vor als auch nach dem Schuss eingesetzt und erfüllen bei guter Ausbildung und sachgemäßer Führung die gesamte Leistungspalette im Jagdbetrieb von der Suche über Vorstehen, Buschieren, Stöbern, Arbeit am Raubwild über der Erde, Apportieren und Wasserarbeit bis zur Nachsuchenarbeit auch auf Schweiß.

Erdhunde: Kurzhaarteckel, – Rauhhaarteckel, – Langhaarteckel, – Deutscher Jagdterrier, –
Glatthaarige und rauhhaarige Foxterrier.

Zu den Erdhunden zählen alle rauh-, kurz- und langhaarigen Teckel (Dachshunde) und alle Terrier, die durch ihren Körperbau mit ihren Schneid in der Lage sind, wahrhaftem Raubwild wie dem Fuchs unter der Erde zu folgen, ihn zu bedrängen und zum Verlassen den Baues zu bewegen (zu sprengen). In Deutschland bevorzugt man Teckel aus Gebrauchszucht (keine Sofa-Kissen-Dackel) und Deutsche Jagdterrier, aber auch rauh- und kurzhaarige Fox- und Jack Russel-Terrier. Baujagd hat bei den gestiegenen Fuchsbesätzen heute einen hohen Stellenwert und ist nur mit dosiert scharfen, wesensfesten und robusten Hunden zu machen.

Jagende Hunde oder Laufhunde:

Jagende Hunde oder Laufhunde: Italienischer Laufhund („Segugio Italiano“), Tiroler Bracke (siehe Bericht), Deutsche Bracke , – Brandlbracke – Beagle, Die Steirische Rauhaarbracke, Die Bezeichnung ”Jagende Hunde” stammt aus der Zeit, in der auch bei uns noch mit der Meute gejagt wurde. Er umfasst den Begriff mit tiefer Nase lautgebender, einer Fährte oder Spur folgender Laufhunde bis zum ebenfalls lauten Stellen des Wildes, dass der Jäger dann abfing. Es gab eine ganze Reihe von dreifarbigen Brackenrassen, von denen es gelungen ist, bei und die Deutsche Bracke, und die Sauerländer Dachsbracke zu erhalten. Ferner gibt es die rote oder schwarz-rote Alpenländische Dachsbracke, die schwarz-rote Brandlbracke und den dreifarbigen Beagle. Heute werden Bracken auf Bewegungs-Drückjagden auf Schalenwild und gelegentlich zur Hasen- oder Fuchs-Brackade eingesetzt. Bei Nachsuchen auf Schalenwild stehen Bracken ihren Mann.

Stöberhunde: Deutscher Wachtelhund, – Cocker-Spaniel – Springer Spaniel. Der Stöberhund sucht Niederwild, vor allem Hasen, in ihren Tagesverstecken auf, stößt sie heraus und folgt ihrer warmen Spur anfangs “sichtlaut” später “spurlaut”, um sie auf diese Weise vor den oder die vorstehenden Schützen zu bringen. Auch bei der Wasserarbeit und bei Nachsuchen werden Stöberhunde erfolgreich eingesetzt. Der einzige deutsche Stöberhund ist der Deutsche Wachtelhund, ein typischer ”Waldgebrauchshund” als langhaariger Brauner oder als Braunschimmel. Aber auch die Spaniels zählen dazu.

Stöberhunde:Schweißhunde: Hannoverscher Schweißhund, – Bayrischer Gebirgsschweißhund, Die Alpenländische Dachsbracke. Zu den vom Deutschen Jagdgebrauchshundverband anerkannten Schweißhundrassen zählen lediglich die drei ”ganz großen Spezialisten”, Hannoverscher-, Bayerischer- Gebirgsschweißhund und die Alpenländische Dachsbracke. Sie sind prädestiniert für die schwierige Aufgabe auf der roten Fährte von meistens Hochwild. Alle anderen Jagdgebrauchshunde – vom Teckel über die Vorstehhunde bis hin zum Retriever – suchen ebenfalls oft mit Erfolg Schalenwild, vor allem Rehwild auf der Schweißfährte nach. Die Domäne der schwierigen Nachsuchen auf Hochsuchen bleibt – von Ausnahmen abgesehen – den Schweißhunden vorbehalten.

Hunde Krankheiten

KRANKHEITEN: Die richtige,  artgerechte Ernährung ist eine wesentliche Voraussetzung zur Gesunderhaltung unseres Hundes .Und gerade dies stellt besondere Anforderungen an den Hundebesitzer, denn der ansonsten so instinktreiche Hund kann nicht erkennen, welche  Nahrungsbestandteile für ihn wichtig sind, welches Futter wertvoll und ausgewogen ist und welche Menge an  Futter er verträgt.

Kurz gesagt : Der Hund frisst das, was Herrchen ihm vorsetzt.

Jeder Hundebesitzer sollte sich  deshalb ein wenig mit den Grundlagen einer gesunden und ausgewogenen Ernährung befassen . Sie werden sehen ,es ist eine interessante und zugleich lohnende Beschäftigung . Haut – und Fellprobleme, Fettleibigkeit, Unterernährung, Mattigkeit, Allergien und viele andere Probleme lösen sich plötzlich wie von selbst oder treten erst gar nicht in Erscheinung.

Häufig ist es gar nicht so schwer , dem Hund durch wenige, gezielte Veränderungen in seiner in besseres und gesünderes Leben zu ermöglichen . Wir  ten Ihnen deshalb auf den folgenden Seiten kurze Ratschläge zu drei häufig vorkommenden Gesundheitsproblemen geben, deren Ursachen auf Ernährungsmangel oder auf Fütterungsfehler zurückzuführen sind .

Die häufigsten Hundekrankheiten: 
Allergien Beispiele einer Allergie sind: Erweiterung der Blutgefäße.
Folge: Rötung, austritt von Flüssigkeit aus den Gefäßen in das Gewebe (Pusteln, Ödeme, Schwellungen).
Aktivierung der Schleimdrüsen. Folge: Heuschnupfen Reizung sensorischer Nervenenden.
Abmagerung Ein Abmagern von Hunden ist in erster Linie durch den Verlust an Fett- und Muskelgewebe erklärbar. Der daraus folgende Kräftemangel führt oft zu einem struppigen und glanzlosen Fell.

Ursachen für eine Abmagerung können an mangelnden oder an den nicht ausreichenden Futtergaben liegen.

Abort Eine Trächtigkeit einer Hündin kann durch verschiedene Ursachen unterbrochen werden. Diesen Vorgang nennen wir Abort. Begleiterscheinungen beim Abort sind oft schwere Allgemeinerkrankungen der Hündin.

Es gibt viele Gründe für einen Abort, häufig ist jedoch der bakterielle Abort, bei dem sich Bakterien in die Gebährmutter einnisten und die Föten zum Absterben bringen. Reaktion der Hündin darauf, kann eine Blutvergiftung sein, welche sich durch offensichtliches Unwohlsein und Fieber äußert.

Afterdrüsenentzündung Unterhalb des Afters befinden sich in Analbeuteln die Analbeuteldrüsen. Um den After herum, befinden sich die Anal- oder Afterdrüsen.
Diese Drüsen können sich bei Darmerkrankungen oder Verletzungen entzünden. Anzeichen sind sehr häufig das so genannte “schlittenfahren” der Hunde, bei welcher sie auf ihrem Hinterteil sitzend über den Boden rutschen. Aber auch Lecken, Beißen oder Kratzen in der Aftergegend können Anzeichen für eine Afterdrüsenentzündung sein.
Akuter Kehlkopfkatarrh
Diese Krankheit tritt häufig im Frühjahr durch eine bakterielle Infektion auf. Erscheinungen sind Husten, der anfangs kurz, heiser, trocken, später gedehnt, locker, rasselnd, mit Auswurf verbunden ist. Der Hund hat bei schwerer Erkrankung Fieber mit Appetitmangel und Atembeschwerden.
Bei nicht sachgemäßer Behandlung kann es zu den chronischen Katarrh kommen
Aufblähung Bei Welpen und jungen Hunden kann man manchmal aufgeblähte Hinterleiber sehen.  Dieses Krankheitsbild wird sehr häufig durch einen Spulwurmbefall verursacht.

Eine andere Ursache kann in einer übermäßigen  Futteraufnahme liegen, dessen Gärung und Gasbildung im Darm und Magen gefunden werden.

Ausschlag Bei verschiedenen Krankheiten wie der Staupe oder Toxoplasmose treten Ausschläge auf. Diese äußern sich durch kleine Eiterherde in den Innenflächen der Hinterschenkel und vermehrt am Bauch.

Milben in Form der Räude oder der Herbstgrasmilbe oder Pilze wie etwa bei Mikrosporie oder Glatzflechte können ebenfalls zu Ausschlägen führen.

Zusammenfassend kann gesagt werden, unter dem Begriff Ausschlag werden die verschiedensten Erkrankungen der oberflächlichen Haut verstanden. Dazu gehören auch die Ekzeme!

Babesiose Die Parvovirose kann in zwei verschiedenen Formen verlaufen, der myokarditischen (Herzmuskelentzündung), deren Prognose i.d.R. infaust ist, und der enteritischen (Entzündung der Darmwand), deren Verlauf ab einem Gewichtsverlust von über 12% ebenfalls oft tödlich ist.

Die Herzmuskelentzündung kommt nur bei jungen Hunden bis zu einem Alter von drei bis vier Monaten vor und ist heutzutage durch hohe maternale Antikörpertiter ausgesprochen selten. Im Gegensatz dazu ist trotz umfangreicher Impfungen eine Eindämmung der enteritischen Form nicht festzustellen.

Bandwurm Bandwürmer kommen häufiger im Hundedarm vor als man denkt.
Sie können in den unterschiedlichesten Größen vorkommen. Der auf den Menschen übertragbare Echinokokkenbandwurm zum Beispiel, ist nur einen halben Zentimeter groß. Der Fischbandwurm erreicht eine stolze Länge von ca. 9 m, und andere Bandwurmarten liegen so dazwischen – also von 50 cm bis 1 m.
Den Namen – Bandwurm – haben diese Darmparasiten von ihrem abgeplatteten bandartigen Körper. Dieser besteht aus verschiedenen Gliedern, bei denen die vorderen ständig nachwachsen und somit die hinteren Glieder laufend abgestoßen werden.
Bauchfellentzündung Durch Bakterien, welche von außen oder auch vom körperinneren in die Bauchhöhle gelangen, wird die Bauchfellentzündung hervorgerufen. Die Bauchhöhle wird durch eine sehr dünne Haut ausgekleidet, dem Bauchfell. Die Bakterien können in unterschiedlicher Dichte in die Bauchhöhle gelangen:

Vermehrte Bakterien sind vorhanden durch: Darmrisse, Zerreißen der Gebärmutter bei Geburten, Platzen der Harnblasen oder schweren Verletzungen durch außen durch Fremdeinwirkung (Unfälle, Hundebisse). In diesen Fällen verläuft die Bauchfellentzündung explosionsartig und führt innerhalb von wenigen Stunden zum Tod des Tieres.

Bauchwassersucht Diese Erkrankung wird durch eine Ansammlung von Flüssigkeit in der Bauchhöle hervorgerufen.

Im Gegensatz zur Bauchfellentzündung geht dieses Krankheitsbild nicht mit einer Entzündung einher, wodurch auch das für die Bauchfellentzündung typische Fieber fehlt.
Die Ansammlung von Flüssigkeit vollzieht sich oft innerhalb von Wochen und Monaten.

Ursachen können Herzschwäche, Erkrankung von Niere und Leber – sowie Störungen in der Ernährung oder Geschwülste in der Bauchhöhle sein.

Blasenentzündung Eine Entzündung der Harnblase bezeichnet man als Blasenentzündung.

Meist wird eine Blasenentzündung durch bakterielle Krankheitserreger hervorgerufen, aber auch Erkältungen sind eine häufige Krankheitsursache.
Der Blasenkatarrh ist die leichteste Form der Erkrankung – schwere Formen sind die blutige oder eitrige Entzündung der Blase. Anzeichen für eine Blasenentzündung können Fressunlust, häufiges Harnablassen – mit manchmal schmerzhaften Folgen -, Aufwölbung des Rückens und zu erkennender schlechter Allgemeinzustand sein.

Der Harn enthält oft Blut oder Eiter und entwickelt einen üblen Geruch.

Blasensteine In der Harnblase können sich teilweise recht kleine Steine (Blasengrieß), aber auch große Steine bilden, welche aus den im Harn befindlichen Salzen entstehen.

Diese Steine führen durch Reizung der Blasenschleimhäute zu einer Blasenentzündung oder durch ihre Bewegung in der Harnblase zu Blutungen durch Verletzung der Blasenwand. Können diese Steine nicht aufgelöst oder entfernt werden, können sie zu einem Verstopfen des Harnleiters führen.

Eine Harnvergiftung oder Harnverhaltung wäre die Folge.

Blue -dog-Syndrom Diese durch ein dominantes Gen verursachte blaugraue Farbaufhellung des Haarkleides zeigt Neigung zu Alopezie (Haarausfall). Die Tiere sehen aus wie von Motten zerfressen.
Aufgrund von Pigmentmangel kommt es zu vielfältigen Hautentzündungen.
Coccidien In der Darmschleimhaut von vor allem jungen Hunden siedeln sich gerne kleine einzellige Parasiten – die Coccidien an.

Eine Infizierung der Hunde erfolgt durch die Aufnahme von Nahrung, welche mit dem Kot der befallenen Tiere in Berührung gekommen ist.

Die Dauerformen der Coccidien (Oocysten) verursachen bei Welpen häufig schweren Durchfall, Blutarmut und Abmagerung, leider sind Sterbefälle bei schweren Infektionen innerhalb weniger Wochen nicht selten.

Nur eine mikroskopische Untersuchung des Kotes gibt Aufschluss über einen Coccidienbefall.

Coronavirus Hierbei handelt es sich um eine erst seit kurzem bekannte, hochansteckende Darminfektion.
Die Krankheit kann Hunde jeden Alters befallen.
Die Infektion ist in Europa, Nordamerika und Australien bekannt, dürfte jedoch weltweit verbreitet sein. Das Virus verursacht bei Hunden Fressunlust, wässrigen Durchfall mit Blutbeimengung und Erbrechen.
Die Krankheit ist deshalb nur schwer von der Parvovirose zu unterscheiden, die jedoch in der Regel weitaus schwerer verläuft.
Die Ansteckung mit dem Coronavirus erfolgt durch Kontakt mit Kot, der von infizierten Hunden ausgeschieden wird.
Darmblutung Wird im Kot des Hundes Blut nachgewiesen, so deutet dieses auf eine Darmblutung hin.

Da jeder Abschnitt des Darmes betroffen sein kann, ist die Suche nach der Ursache oft nicht einfach. Fester Kot mit Blutspuren deutet auf eine Blutung im Enddarm oder auch auf eine Afterdrüsenentzündung hin. Weicher oder wässriger Kot, durchsetzt mit schwarzem Blut, kann ein Zeichen für eine Blutung im Dünndarm, vorderer Dickdarm oder Magen sein. Ursachen für diese Blutungen sind in den verschiedensten Krankheitsbildern zu finden, darunter zum Beispiel: Fremdkörper, Coccidiose, Darmgeschwüre, Darmeinschiebung, aber auch Vergiftungen.

Schwere Infektionskrankheiten (Leptospirose, Toxoplasmose) können oftmals zu einem Darmgeschwür, und somit zu Darmblutungen führen.

Darmparasiten Parasiten, vor allem Darmparasiten wie Spulwürmer, Bandwürmer, Hakenwürmer, Peitschenwürmer oder Coccidien entziehen dem Hund die lebensnotwendige Nahrung.

Weitere Schädigungen der Wirtstiere können durch Blutsaugen (Anämie), Durchfall, Befall der Gallengänge mit anschließender Gelbsucht, Darmschleimhautreizung und sogar in extrem schlimmen Fällen zu einem durchstoßen der Darmwand (welche durchaus zu Bauchfellentzündung führen), entstehen.

Durchfall Magendarmerkrankungen führen in vielen Fällen zum Durchfall.

Als Durchfall bezeichnet man erst eine mehrmalige Entleerung des Darmes mit wässrigen und dünnbreiigen Kot, oft durch Schleim oder mit Blutspuren durchsetzt. Ursachen eines Durchfalles sind in der Aufnahme vom verdorbenen Futter, Vergiftungen, Darmparasiten oder auch durch Erkältungen zu finden. Ebenso ziehen viele Allgemeinerkrankungen und die Schwächung des erkrankten Tieres Durchfälle mit sich. In erster Linie sollte der Hund Diätreiche Ernährung bekommen, empfehlenswert ist hier weiches breiiges Futter.

Hört der Durchfall nicht innerhalb kurzer Zeit auf, sollte dringend ein Tierarzt konsultiert werden!

Hepatitis Bei der ansteckenden Leberentzündung handelt es sich um eine Virusallgemeinerkrankung.   Gefährdet sind allerdings nur Hunde und andere Fleischfresser. Eine Infektion des Menschen durch den Hund ist ausgeschlossen.

Im Gegensatz zum Staupevirus wird das CAV1-Virus nicht auf dem Luftwege übertragen. Hier ist der direkte Kontakt, die orale Aufnahme von Urin, Kot oder Speichel infizierter Tiere notwendig.  Kranke, aber auch gesund erscheinende Hunde, sind die Hauptüberträger der Erkrankung.

Hunde, welche die Erkrankung überstanden haben, können noch monatelang Hepatitisviren ausscheiden und verbreiten. Die Inkubationszeit beträgt 6 bis 9 Tage. Das erste Symptom ist Fieber, oft über 40 °C, welches 1 bis 2 Tage anhält. Manche Hunde erholen sich danach und haben keine weiteren Erscheinungen. Bei denjenigen jedoch, wo kurz nach dem ersten ein zweiter Temperaturanstieg folgt, kommt es zu ernsten Erkrankungssymptomen. In den schwersten Fällen sieht man, wie ein augenscheinlich gesunder Hund plötzlich kollabiert und innerhalb von 24 Stunden stirbt.

Ehrlichlose Rhipicephalus sanguineus,  besser bekannt unter dem  Namen Braune Hundezecke, kommt in erster Linie im Mittelmeerraum vor. Inzwischen hat sie sich auf allen Kontinenten verbreitet. Die Braune Hundezecke parasitiert in allen drei Entwicklungsstadien (Larve, Nymphe, Adulti) nahezu ausschließich am Hund, während der Mensch nur sehr selten befallen wird.

Mit Zunahme des Reiseverkehrs wird die Braune Hundezecke durch den Hund in den Wohnbereich des Menschen hierzulande verschleppt. Eine durch das Institut für Parasitologie der Tierärztlichen Hochschule Hannover vor Jahren durchgeführte Erhebung ergab, dass 14 (fast 1 Prozent) von 1624 mit Zecken befallene Hunde die Braune Hundezecke aufwiesen.

Ekzeme Äußere Reize wie Nässe, Schmutz, falsches Trimmen oder ungeeignete Seite beim baden können zu einer Ekzembildung führen.

Erkennbar sind Ekzeme durch kleine Knötchen, Blässchen oder Pusteln auf der Haut, aber auch durch Nässen der befallenen Bereiche welche dann zu Krusten oder eine Abschuppung der Haut führen können. Fast allen Ekzemen gleich ist eine entzündete Haut, erkennbar durch ihre Rötung. Am meisten bilden sich Ekzeme auf den Rückenpartien der erkrankten Tiere, eine Heilung kann eine durchaus langwierige und nicht leichte Angelegenheit werden. Vorraussetzung ist jedoch, die Beseitigung der äußeren Reize, welche zur Bildung des Ekzem führten. Neben diesen Äußeren Einflüssen gibt es auch nicht erkennbare, welche durch Stoffwechselstörungen oder Erkrankungen der Nieren ausgelöst werden.

Epilepsi Immer wieder auftretende Krampfanfälle mit gleichzeitigem Bewusstseinsverlust deuten auf das leider unheilbare Gehirnleiden Epilepsie hin.  Eine Medikamentengabe bringt zwar keine Heilung, kann aber die auftretenden Anfälle so beeinflussen, dass sie ausbleiben.

Da eine Vererbung eine mögliche Ursache für ihr Auftreten ist, sollten solche Tiere aus der Zucht ausgeschlossen werden.

Erbrechen Fremdkörper in Schlund, Rachen oder Magen, aber auch einfache Magenüberladung, Magendarmerkrankungen sowie Vergiftungen können beim Hund zu erbrechen und würgen führen.  Handelt es sich hier um einmaliges erbrechen ist eine Diät ratsam, wobei mit dem herausbringen (z.B. Fremdkörper) meistens auch die Ursache behoben ist. Wird jedoch  vermehrtes erbrechen beobachtet, sollte umgehend ein Tierarzt zu Rate gezogen werden
Erkrankung von Haut und Haar Erkrankungen von Haut und Fell des Hundes treten in mannigfaltiger Form auf . Die Entstehung dieser Krankheiten liegt an mangelhafter Pflege, durch falsche Ernährung, Bakterien und Pilze sowie Parasiten.
Es kommt dann zum Haarausfall, zum vermehrten Haaren und Abbrechen des Haares im schlimmsten Fall zu Ekzemen. Vorbeugen kann man durch tägliche Pflege des Haarkleides, wie Bürsten und Kämmen, und falls erforderlich durch Baden des Hundes.Flöhe und Läuse behandelt man mit geeigneten Pudern oder Präparaten die vom Tierarzt empfohlen werden.Beachten Sie die Vergiftungsgefahr.
Erkrankungen der Augen Eine oft auftretende Erkrankung der Sehorgane ist die Bindehautenzündung. Als Ursache sind oft kleine, scharfe Fremdkörper wie Sand oder Pflanzenteile anzusehen, die eine Reizung herbeiführen. Zur Entzündung kommt es dann durch Bakterien.
Die Augen sind mit Schleim und Sekret verschmiert.
Euterenzündung Bei trächtigen oder säugenden Hündinnen kann es oft zu einer Euterentzündung (Mastritis) kommen. Diese ist sehr schmerzhaft und geht mit einer Hautrötung oder heißen Schwellung des Euters einher. Ursachen für eine Euterentzündung sind häufig in einer Infektion zu finden.

Da die Hündinnen auch in ihrem Allgemeinbefinden gestört sind, oft durch die Schmerzhaftigkeit der Entzündung ihre Welpen nicht säugen lassen, sollte dringend ein Tierarzt zu Rate gezogen werden, um die Aufzucht nicht zu gefährden.

Fieber Hunde haben je nach Rasse und Alter eine normale Körpertemperatur von 38-39 Grad.

Fieber beim Hund beginnt somit erst ab etwa 39 Grad und wird bei einer Temperatur von 42 Grad sehr bedenklich.
Wie bei allen Fiebererkrankungen, wird durch die Erhöhung der Körpertemperatur versucht, sich gegen mögliche eingedrungene Krankheitserreger zu schützen.

Häufig stellt sich hohes Fieber ein bei: Toxoplasmose, Blutvergiftungen oder bei der Staupe.

Furunkulose Furunkelbildungen in der Haut stellen eine Allgemeinerkrankung bei den Hunden dar, welche man Furunkulose nennt. Bei dieser flächendeckenden Erkrankung der Haut, sind jede einzelne Furunkel rund um die Haarbälge sehr eitrige und tiefe Entzündungen.
Fremdkörper Leider ist es nicht selten, dass sich bei Hunden Fremdkörper im Schlund befinden. Dies können unter anderem Steine, Knochenstückchen, Fischgräten oder Holzstückchen sein. Anzeichen dafür sind eine sonst nicht vorhandene Überängstlichkeit sowie Unruhe. Die ersten Anzeichen für einen Fremdkörper im Hals sind Würgen und Brechen oder Brechversuche beim Hund

Gelangen diese Fremdkörper vom Schlund weiter in den Darm- oder Magenbereich, so kann dieses zu Entzündungen, Darmblutungen, schmerzhaften Koliken bis hin zu einem völligen Darmverschluss führen. Selten sind diese Fremdkörper durch die Bauchdecke des Tieres ertastbar, so dass nur ein Röntgenbild Klarheit über die Ursache bringen kann.

Futtervergiftung Vergiftungserscheinungen beim Hund, können viele Ursachen haben. Selten handelt es sich hier um vom Tierhalter selbst verarbreichtest Futter (schimmeliges Futter, stark salzige oder gewürzte Speisereste) sondern eher vom Hund beim freilaufen aufgenommene verdorbene oder zersetzte Nahrungsabfälle oder Tierkadaver. Bedenklich ist auch die Futtergabe in Gefäßen aus Schwermetallen wie Blei, Zink oder Kupfer, welche sich bei längerem stehen in dem Futter ablagern können.

Bei vergifteten Hunden können je nach Schwere und Ursache der Vergiftung folgende Symptome auftreten: Fieber, Würgen oder sogar erbrechen, blutiger Durchfall, starker Durst, aufgeblähter Bauch und eine auffälligen Störung des Allgemeinbefindens (Unruhe, Ängstlichkeit).
Folgen aus einer nicht umgehenden Behandlung können Bewußtlosigkeit, Herzschwäche, Lähmungen oder im schlimmsten Fall den Tod des Tieres sein.

Gebärmutterentzündung Bakterielle Infektionen können zu einer Gebärmutterentzündung führen, welche recht häufig zum Zeitpunkt der Geburt der Welpen oder bei der Läufigkeit der Hündin auftreten können. Da das Allgemeinbefinden der Hündinnen meist nicht beeinträchtigt wird, läuft diese Entzündung oft mit einen chronischen Verlauf und ohne stärkere Störungen ab. Seltene Fälle von Gebärmutterentzündungen zeigen jedoch genau das Gegenteil mit starken Störungen des Allgemeinbefindens, hohem Fieber oder einher gehendem eitrigen oder klebrigem Ausfluss aus der Scheide. Hier ist schnelle Hilfe eines Tierarztes von nöten, denn auch eine weiter gehende Entzündung des Bauchfelles ist durchaus möglich. In diesem Falle ist eine total Operation (Entfernung der gesamten Gebärmutter) die einzige Rettung der Hündin.
Gelbsucht Eine Gelbsucht entsteht, wenn der Abfluss der Gallenflüssigkeit durch den Gallengang durch Gallensteine, Geschwüre, Spulwürmer oder andere Entzündungen verhindert wird. Die Bindehäute des Hundes verfärben sich gelblich, da der Gallenfarbstoff nun in den Blutkreislauf gelangt. Weitere Gründe für eine Gelbsucht können in Lebererkrankungen, Infektionen mit Schädigung der roten Blutkörperchen sowie bei einer Vergiftung zu finden sein.
Meist ist der Kot der Tiere ein deutliches Anzeichen für eine Gelbsucht, denn er ist hellbraun bis grau und scheint fetthaltig zu sein. Wird die Gelbsucht nicht behandelt, führt sie mit der Zeit zu Lähmungen, Schwächeanfällen, Teilnahmslosigkeit und kann sogar zum Tod des Tieres führen.
Hepatitis
Die ansteckende Leberentzündung tritt nur noch selten auf, weil die meisten Hunde regelmäßig durch eine Impfung geschützt werden.
Das Virus wird nicht nur von Hund zu Hund durch Speichel, Harn oder Kot übertragen, sondern auch indirekt durch Kontakt mit infizierten Gegenständen.Die Hunde können manchmal innerhalb weniger Stunden sterben, ohne daß der Tierhalter vorher etwas bemerkt hat.
Hüftgelenksdysplasie Hierbei handelt es sich um eine ebenfalls vererbbare mangelhafte Artikulation des Hüftgelenks.
Diese sehr schmerzhafte Krankheit kann ein- und beidseitig auftreten und geht oft einher mit schmerzhaften Veränderungen im Knie und/oder Schultergelenk. Die starken Schmerzen gehen bei dieser Krankheit von den Muskeln aus, die sich, im Bemühen, das kranke Gelenk zu stabilisieren, verdicken. Eine Operation, die nicht immer Aussicht auf Erfolg verspricht, ist unerlässlich.
Krebs Nicht immer ist eine Geschwulst an den verschiedensten Körperteilen und inneren Organen des Hundes bösartig.
Häufig sind z.B. Geschwülste des Gesäuges, die oft gutartig sind. Sie können durch die sogenannte Scheinschwangerschaft bei Hündinnen entstehen. Meist sind diese Erkrankungen durch eine Operation heilbar.
Leptospirose Wir unterscheiden bei der Leptospirose eine Magen- und Darmform sowie Leber- und Nierenstörungen.
Die beste Vorbeugung ist auch hier eine Schutzimpfung. Meist zeigt der Hund zuerst blutige Durchfälle, Erbrechen, später Anzeichen einer Leber- und Nierenerkrankung.
Im Anfangsstadium ist diese Krankheit durch mehrere Injektionen heilbar, sollte aber unbedingt behandelt werden, da eine Übertragung auf den Menschen möglich ist.
 Leishmaniose In den fünfziger Jahren wurden durch den Einsatz von Insektiziden, hauptsächlich DDT, gegen Malaria-übertragende Anopheles-Mücken auch die Überträger der Leishmaniosen, die Sandmücken (Phlebotomen) stark dezimiert. Heute haben sich die Sandmückenpopulationen jedoch wieder auf das Vorkriegsniveau vermehrt, mit der Folge, daß im Mittelmeerraum auch die Leishmaniosen wieder bei Mensch und Tier zunehmen.
Luftröhren – und Bronchialkatarrh Lungenkatarrh kommt in der Regel nur bei schwächlichen, verzärtelten, jungen Hunden außerordentlich häufig vor. Dieser wird im allgemeinen durch die selben Ursachen wie der Kehlkopfkatarrh hervorgerufen. Der akute Lungenkatarrh beginnt, bei halbwegs stärkere Erkrankung mit wiederholten Anfällen von frösteln und Abgeschlagenheit, weitere auffällige Symptome sind Mattigkeit, Appetitmangel und Fieber.
Magen und Darm Erkrankungen des Magens und des Darms werden beim zivilisierten Hund immer häufiger beobachtet. Der Hund zeigt Erbrechen, Durchfall oder beides zusammen sowie Appetitlosigkeit.
Merle-Syndrom Dieses Depigmentierungssyndrom, das sich durch eine Fleckung des Fells (Tigerung) äußert, wird von einem dominanten Gen verursacht. Diese Fellfärbung geht oft einher mit Sinnesorgandefekten wie ein – oder beidseitige Taubheit und/oder Blindheit. Durch Taubheit leiden die Tiere häufig an Gleichgewichtsstörungen.
Ohrenzwang Es kommt öfter mal vor, dass Hunde an dem sogenannten Ohrenzwang leiden, auch Ohrenwurm genannt, obwohl es gar nichts mit einen Wurm zu tun hat.
Das Leiden befällt meist langhaarige Rassen und ist meist eine Ansammlung von Schmutz oder Ohrenschmalz.
Wird ein Hund sauber gehalten tritt dies nicht auf es sei denn ein Fremdkörper dringt von außen ein.Der erkrankte Hund hält den Kopf schief, schüttelt diesen öfters, spürt Juckreiz und hat beim Berühren des sich sehr warm anfühlendes Ohr ersichtlich Schmerzen.
Panostitis Die Panostitis ist eine Erkrankung der langen Röhrenknochen bei jungen großwüchsigen Hunden. Die Ätiologie wurde noch nicht vollständig geklärt. Da der Deutsche Schäferhund am häufigsten betroffen ist, gilt eine genetische Disposition als gesichert. Dämmrich (1979) vermutet ein chronisches Stauungsödem im Markraum des Knochens während der Wachstumsphase infolge Diaphysenkrümmung und venöser Abflußstörung. Schawalder und Mitarbeiter (1994) sehen die Krankheitsursache in einer Durchblutungsstörung des Knochenmarks; vermehrte Eiweißfütterung kommt es im Knochenkompartiment zur Ablagerung von osmotisch aktivem Eiweiß und die Folge ist ein Ödem, das zur Erhöhung des intraossären Drucks und zur Kompression der Blutgefaße im Markraum führt. An weiteren Ursachen werden Stoffwechselstörungen, Allergien, Parasitosen, Autoimmunreaktionen nach Virusunfektionen sowie Hyperöstrogenismus diskutiert. Männliche Tiere sind offenbar häufiger betroffen als Hündinnen
Parvovirose Die Parvovirose des Hundes wurde im Jahr 1978 fast gleichzeitig in Europa, Nordamerika und Australien entdeckt.

Der Erreger, das Parvo-Virus, wird von erkrankten Tieren massenhaft mit dem Kot ausgeschieden und ist in der Außenwelt sehr lange lebensfähig.
Typische Ansteckungsquellen sind mit Kot beschmutztes Futter, Gegenstände und Kleider.
Das Parvo-Virus wird über den Mund aufgenommen und siedelt sich in der Dünndarmschleimhaut an.

Scheinträchtigkeit Diese durch Hormone gesteuerte Eigenschaft haben Hündinnen bis heute noch teilweise beibehalten.
Manche Hündinnen tragen einige Wochen nach der Läufigkeit alle möglichen Gegenstände zusammen, zeigen Nestbauverhalten, bewachen und behüten besonderes Spielzeug, als sei es ein Junges. Die Milchdrüsen schwellen an und oft tropft sogar Milch aus den Zitzen, die häufig beleckt werden.
Schnupfen Schnupfen, d. h. Katarrh der Nasenschleimhaut, ist zumeist auf Erkältung zurückzuführen, manchmal auch auf bestimmte Pflanzenteile wie Grannen oder Spelzen oder auf winzige Insekten oder deren Larven.
Staupe Wichtig ist das ein Hund grundimunisiert und später regelmäßig nachgeimpft wird. Kranke Hunde und solche mit starken Parasitenbefall, dürfen nicht geimpft werden. Ihr Imunsystem ist zu stark geschwächt, so das sie die Impfung nicht umsetzen können. Auch sollte ein Welpe nicht zu früh geimpft werden.
Tollwut Eine Ansteckung erfolgt meistens durch den Biss eines tollwütigen Tieres (Fuchs).
Durch den Speichel, der in die Wunde gelangt, dauert es zwischen 3 und 6 Wochen bis die Krankheit ausbricht. An Tollwut erkrankte Hunde müssen getötet werden. Die Tollwutschutzimpfung ist der beste Schutz. Welpen sollten mit der zweiten Impfung (12. Woche) gegen Staupe, Hepatitis und Leptospirose auch erstmals gegen Tollwut geimpft werden. Danach ist jährlich eine Wiederholungs-Impfung vorzunehmen.
Zähne und Zahnfleisch Der Hund hat normalerweise bis zu seinem Lebensende ein gesundes Gebiss. Bei schlechten Zähnen, beginnt oft alles mit Zahnstein.
Leichter Zahnstein kann durch Reinigen der Zähne mit Schlemmkreide erfolgen.  Starker Zahnstein führt zur Erkrankung der Zähne, des Zahnfleisches und der Kieferhöhlen und sollte deshalb vom Tierarzt entfernt werden.
Bei Junghunden sollten die Milchzähne die nicht von selbst ausgefallen sind gezogen werden. Dieses geschieht um ein gesundes nachwachsen der zweiten Zähne zu gewährleisten.
Zeckenbefall Zeckenbefall bei Hunden ist ein alljährlich auftretendes Problem. Die Tiere treten in Deutschland zwischen März und Oktober auf. In der Natur halten sie sich vornehmlich in Gräsern, Büschen und auf Sträuchern auf, von wo aus sie auf Ihre Opfer krabbeln und deren Blut saugen. Unsere Hunde sind in der Regel vom „Holzbock“ oder der aus Südeuropa eingewanderten „Braunen Hundezecke“ befallen. Bis zu 20 % dieser Parasiten sind mit dem Erreger der so genannten Lyme-Borreliose infiziert, den sie beim Saugakt mit abgesondertem Speichel auf ihren Wirt übertragen. An der Lyme-Borreliose, einer bakteriellen Infektion, können Mensch und Hund erkranken. Gelenkentzündungen mit schmerzenden Gliedmaßen und Bewegungsstörungen sowie zeitweiliges Fieber mit gestörtem Allgemeinbefinden kennzeichnen das Krankheitsbild
Zwingerhusten Der Zwingerhusten ist eine ansteckende Entzündung der oberen Atemwege (Luftröhre und Bronchien) durch Bakterien, die aber nicht auf den Menschen übertragbar sind.
Zeichen von Zwingerhusten sind:
Trockener Dauerhusten wie wir ihn vom Keuchhusten her kennen. Es kann eine Schädigung des Lungengewebes, die sich in einer chronischen Bronchitis äußert eintreten.

Hunde Haltung

Hundehaltung und Hunde-Erziehung bedeutet mehr als Füttern und Gassi – Gehen. Wie sieht die Praxis aus? Hunde-Erziehung und Ausbildung ist ein ernstes Thema! Habe ich genügend Zeit für mein Hund, Kann ich meinen Hund trainieren? Mit ihm Sport machen und genügend auslauf geben.?

Probleme durch die Hundehaltung: Gerade in Siedlungen – kann es zu Streitigkeiten mit den Nachbarn führen, weil die Vierbeiner nun einmal bellen. Manchmal liegt es sicherlich am fehlenden Verständnis für den Hund, in einigen Fällen sind die Beschwerden aber berechtigt. Vor Gericht ist dann meist der Mensch das Maß der Dinge. Unsere Hunde können sich nur durch Gestik, Mimik und Bellen äußern. Insoweit handelt es sich beim „Laut geben“ um eine notwendige Ausdrucksform. Oft ist das Anschlagen ja erwünscht, wenn ein wachsamer Hund für Haus und Hof gehalten wird. Hundehaltung ist demnach nie ganz geräuschfrei. Hunde gehen Nicht-Hunde-Besitzern auf die Nerven. Das gilt zwar nicht für alle Nicht-Hunde-Besitzer, da sich unter ihnen noch so mancher zukünftige Hunde-Besitzer befindet, der nur umständehalber z. Z. keinen Hund hält, aber doch für schätzungsweise die Hälfte der Bevölkerung. In Großstädten ist die Hundefeindschaft sicher noch ausgeprägter als auf dem Lande. Viele Hunde, die ich kenne, sind schlecht erzogen und geben immer wieder Anlass für Streit. Zurecht Anstoß genommen wird an Kläffern, an verschmutzten Gehwegen, Rasen und Straßen, am Anspringen, Anbellen oder gar Beißen von Mitmenschen oder Hunden sowie an Verkehrs- gefährdenden Streuern. Auch hygienische Gründe werden oft angeführt. Natürlich ist die Bakterien- und Virenkonzentration in Gebüschstreifen von Parkanlagen, die regelmäßig und häufig als Hundeklo verwendet werden, höher als normal. Immer noch ist es der Entscheidung des Hundebesitzers überlassen, ob er seinen Hund regelmäßig impfen lässt oder nicht. Immer noch fürchten manche Menschen Tollwut und Würmer, wenn sie einem Hund begegnen. Andererseits wird von manchen Hunden erwartet, dass sie sich wie “Lassie”, oder andere bekannte Hunde vom Fernsehen verhalten und von jedem fremden Kind mit Begeisterung streicheln oder spielen lassen. Ein Hund, der das nicht akzeptiert, gilt dann sofort als falsch, böse oder hinterhältig. Letztendlich sind Sie als Halter des Hundes immer schuldig, wenn es zu einem Unfall kommt.

DIE RICHTIGE WAHL: Zunächst sollten Sie gut überlegen, welche Rasse Sie bevorzugen oder zumindest, wie groß der Hund ungefähr werden soll, ob es ein temperamentvoller oder ein ruhiger Hund sein soll und ob Sie langes oder kurzes Haar pflegen möchten. Die etwa 400 Hunderassen, die es weltweit gibt, unterscheiden sich nicht nur äußerlich voneinander. Einen Welpen bekommt man in der Regel über den Tiermarkt in der Fachpresse, in der Tageszeitung oder über spezielle Internetseiten. Erschrecken Sie nicht, wenn er über 600 Euro kosten soll. Bekommen Sie dafür einen gut gepflegten, gesunden Welpen, ist er es wert. Erkundigen Sie sich vor dem Kauf eines Welpen nach den Bedingungen, die in dem Verein gelten, der ihm sein “Papier”, also seinen Abstammungsnachweis (=Stammbaum, =Ahnentafel) ausstellt. Darf eine Zuchthündin nach Vereinssatzung öfter als einmal pro Jahr werfen oder werden keine tierärztlichen Untersuchungen vor der Zulassung zur Zucht verlangt, ist es kein guter Verein. Lassen Sie sich vom Züchter erzählen, wann die Mutter der Welpen das letzte Mal geworfen hat (wenn es nicht der erste Wurf ist), ob sie jemals krank war und ob es bei der Geburt oder in der Aufzucht der Jungen Probleme gab. Eine entsprechende Vorgeschichte wäre ein schlechtes Vorzeichen. Versuchen Sie, ein längeres Gespräch mit ihm zu führen. Wenn er in Ordnung ist, wird er spontan und ehrlich antworten. Zuchttiere – auch Hündinnen! – sollten meiner Meinung nach immer absolut HD-frei sein. Es gibt auch andere Erbkrankheiten, von denen Zuchttiere frei sein sollten (s. u.). Die Welpen sollten auf jeden Fall geimpft und mit einer eindeutigen Nummer tätowiert oder geimpft sein, die in der Ahnentafel aufgeführt ist. Die Kennzeichnung mit implantiertem Mikrochip ist in Italien Pflicht und setzt sich immer mehr auch im Ausland durch, weil sie als fälschungssicher gilt.

Soviel Neues zu entdecken! Bei Rassehunden “ohne Papiere” ist jedoch wahrscheinlich, dass keine Untersuchung an den Elterntieren vorgenommen wurde. Vielleicht sind aber die Elterntiere aus unterschiedlichen Vereinen und die Welpen wie viele Mischlinge durch weniger Inzucht gesünder als anerkannte Rassevertreter. Bei Mischlingen setzen sich oft die gesünderen Gene durch. Fragen Sie, was die Elterntiere können und gelernt haben, wie mit ihnen gespielt oder gearbeitet wird. Haben die Tiere eine Ausbildung, ist das für ihr Wesen und ihre Gesundheit ein gutes Zeichen. Elterntiere, die die Türen selbst öffnen gelernt haben, haben wahrscheinlich auch intelligenten Nachwuchs. Wägen Sie selbst ab. Der Welpe muss einen gesunden Eindruck machen. Dazu gehört nicht nur, dass sein Fell weich und sauber und frei von Ungeziefer ist, sondern auch, dass die Zahnstellung stimmt und dass kleine Rüden zwei Hoden ertasten lassen. Sonst können Probleme und beachtliche Tierarzt-Rechnungen auf Sie zukommen. Nehmen Sie sich auf jeden Fall genug Zeit, bevor Sie sich für den Kauf eines Hundes entscheiden. Sie verbringen möglicherweise die nächsten 15 Jahre mit ihm! Sehen Sie in der Rubrik “Tiermarkt” wochenlang zur von Ihnen gewählten Rasse keine Anzeige von seriösen Züchtern, können Sie versuchen, anders an Züchteradressenheranzukommen, z. B. über Ausstellungen oder, indem Sie Besitzer schöner Rassevertreter auf der Straße fragen, woher sie ihren Hund haben. Wenn Sie Glück haben, lernen Sie so einen Züchter kennen, der bereits schöne Welpen hat, aber in einer anderen Stadt bzw. Zeitschrift inseriert. Gute Erfolgsaussichten bietet neuerdings auch eine Suche im Internet. Für einen guten Hund sollte man keine Wege und Kosten scheuen. Vielleicht gefallen Ihnen die Zuchttiere eines bestimmten Züchters schließlich so gut, dass Sie gerne bereit sind, für einen solchen Hund noch eine Weile auf der Warteliste zu stehen. Dass ein Welpe “süß” ist, reicht nicht für eine Kaufentscheidung. Bleiben Sie sachlich! Üben Sie also schon jetzt etwas, was Sie ohnehin noch brauchen werden, wenn Sie Ihren neuen Liebling erst zu Hause haben: Geduld!

Voraussetzungen zur Zucht: Bevor Rassehunde zur Zucht zugelassen werden, müssen sie – je nach Züchter-Verein – mehr oder weniger strenge Voraussetzungen erfüllen. Es kommt nicht nur darauf an, dass die Hunde dem gewünschten Bild ihrer Rasse entsprechen, sondern auch darauf, dass sie keine Erbkrankheiten weitergeben. Während ersteres auf einer Zuchtschau durch die Note festgelegt wird, die der Zuchrichter dem Tier gibt, muss letzteres von einem Tierarzt am narkotisierten Hund untersucht werden. Sehr moderne Zuchtvereine verfolgen zudem die Entwicklung des Nachwuchses über Jahre hinweg, so dass Vererber von Krankheiten gefunden und aus der Zucht genommen werden können. Viele dieser Vererber zeigen selbst keinerlei Symptome, wäre sonst also höchstens anhand genetischer Tests zu erkennen. In manchen, rein kommerziellen Vereinen werden keine Untersuchungen gemacht. Sind die Welpen dann noch schlecht gepflegt, ist es unwahrscheinlich, dass man dort ein gesundes Tier erwirbt. Auch wenn das Tier einen geringeren Preis hat, als ein Welpe aus einem verantwortungsvolleren Verein, sollten Sie sich die Anschaffung gut überlegen. Die Tierarztkosten übersteigen schnell ein Mehrfaches des Anschaffungspreises und wenn Sie Pech haben, wird ihr “Sorgenkind” dann trotzdem nicht alt. Andererseits sind die Rassehunde der “guten”, international erfolgreichen Vereine sehr viel höher gezüchtet, als die Hunde der kleinen Vereine. In überzüchteten Linien treten Erbkrankheiten besonders oft auf, da die Elterntiere meist schon recht stark miteinander verwandt sind (hoher Inzuchtkoeffizient). In der sogenannten Linienzucht ist die Verpaarung verwandter Tiere das Mittel, um gewünschte Merkmale zu verstärken. Für erblich bedingte Krankheiten gilt jedoch dasselbe Vererbungsschema! Viele Züchter arbeiten überhaupt nicht mit ihren Tieren und merken gar nicht, wie wenig belastbar ihre Schätzchen sind. Andererseits birgt das Züchten mit jungen Eltern die Gefahr, dass erbliche Krankheiten bei diesen Tieren noch nicht erkennbar sind. Weiter vererbt werden sie trotzdem. Dagegen hilft auch die beste Welpenpflege nicht. Dafür entspricht der Hund in besonderem Maße den für die Rasse geltenden Schönheits-Idealen.

Ein Teil dieses Berichtes aus http://www.hunde.com

Gebrauchshund

WAS IST EIN „GEBRAUCHSHUND“?

Der Ausdruck „Gebrauchshund“ klingt für den des Hundesport Unkundigen in gewissem Sinne negativ. Man gebraucht eine Sache, aber kein Lebewesen. Der Ausdruck ist jedenfalls sehr alt und … ja, gebräuchlich. Daß es beim „Gebrauchs- hund“ in Wirklichkeit um einen Partner seines Menschen geht, was auch eine enge Beziehung zueinander voraussetzt ebenso wie ethischen Tierschutz, klärt folgende grundlegende Darstellung dieses Begriffes. Die Verfasser dieser „Charta des Gebrauchshundes“ sind Hans-Heinrich Lohmann, Johanna Murawski, Dr. Helmut Raiser, Reinhard Wißmann, Ursula Zabel und Werner Zabel.

Der Gebrauchshund ist ein leistungsfähiger Arbeitshund. Ein Hund, der nicht arbeiten darf, stumpft ab, verkümmert seelisch und ist eine bedauernswerte Kreatur ” Der Gebrauchshund kann auf Grund seiner Triebqualitäten und seiner Konstitution vom Menschen für verschiedene Aufgaben ausgebildet und genutzt werden. Der Arbeitshund, als solcher wird er mit seinen angeborenen Verhaltensweisen und Fähigkeiten vom Menschen zur Unterstützung seiner eigenen Arbeit benutzt. Damit nimmt der Mensch sich das Recht, über den Hund zu verfügen. Von Anbeginn der Domestikation war dies wesentlicher Beweggrund des Menschen, die Symbiose mit dem Hund einzugehen. Dieser anthropozentrische Ansatz kommt dem Tier in der Weise zu Gute, dass es die Möglichkeit bekommt, seine trieblichen und kognitiven Fähigkeiten auszuleben.

Leistungsfähig.- Das Herausstellen der Leistungsfähigkeit des Gebrauchshundes fordert eine besondere Qualität der Arbeit. Diese wird determiniert durch physische und psychische Komponenten. Eine Forderung nach Leistungsfähigkeit impliziert Entwicklung und Prüfung dieser Fähigkeiten. Die Grenze findet dieses Bestreben durch den Gedanken des ethischen Tierschutzes. Kann – nicht muss. Der Gebrauchshund besitzt die erforderlichen Voraussetzungen zur Ausbildung. Diese müssen nicht zwingend ausgeschöpft werden. Bei einer Funktion als reiner Gesellschafts- und Begleithund muss ihm neben der notwendigen Erziehung Gelegenheit gegeben werden, sich ausreichend auszuleben. Triebqualitäten beschreiben die psychischen Komponenten der Konstitution. Sie bestimmen Art und Ablauf der Funktionen und Reaktionen. Die unterschiedlichen Verwendungszwecke des Gebrauchshundes erfordern verschiedene Triebqualitäten. Die trieblichen Verhaltensdeterminanten ergeben sich aus den Grundlagen der Arterhaltung: Hunger, Sexualtrieb, Flucht, Aggression. Zusammensetzung und Ausprägungsgrad bestimmen den Verwendungszweck. Konstitution. Sie wird bestimmt durch Komponenten wie Triebqualitäten, anatomischen Gesamtaufbau, Vitalität, Langlebigkeit, Beweglichkeit, Kraft und Ausdauer. Sie alle müssen den jeweiligen Verwendungszwecken entsprechen. Vom Menschen. Mit dem Recht, über den Hund zu verfügen, hat der Mensch Verantwortung übernommen. Er muss ihn so züchten, halten und ausbilden, dass der Hund die jeweiligen Aufgaben im Sinne des ethischen Tierschutzes erfüllen kann. Auf den Erhalt genetischer Ressourcen ist besonderer Wert zu legen. Verschiedene Aufgaben. Die Varianzbreite der Triebqualitäten und der Konstitution bewirken eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten, die der Mensch seinem jeweiligen Bedarf entsprechend nutzt. Ausgebildet: Die Nutzung des Gebrauchshundes verlangt seine Ausbildung. Ausbildung kanalisiert die natürlichen Triebmäßigkeiten des Hundes in gewünschte Verhaltensweisen. Dieser Prozeß orientiert sich an ethologischen Erkenntnissen und kynologisch – empirischem Wissen. Das Recht des Menschen, auf das natürliche Verhalten des Hundes einzuwirken, um es zweckentsprechend zu formen und kontrollierbar zu machen, impliziert auch Zwangsmaßnahmen.
Foto Nachsuche auf Gams: Aus CD “Jägerschulde” Landesbetrieb für Forst und Domänenverwaltung Bozen
Dabei muss die Verhältnismäßigkeit der Mittel gewahrt bleiben. Die Konfliktbewältigung in der Ausbildung formt die Persönlichkeit des Hundes. Die Ausbildung der Gebrauchshunde hat außerdem züchterische Relevanz. Sie dient dazu, geeignete Individuen durch definierte Prüfungen herauszustellen und diese der Zucht zuzuführen.

Für die Ausbildung und den Einsatz von Gebrauchshunden sind folgende Erkenntnisse von grundlegender Bedeutung: Der Hund darf nicht vermenschlicht werden und man muss stets die Eigenarten seines Wesens berücksichtigen. Ein Hund ist weder in der Lage, den begrifflichen Inhalt menschlicher Sprache zu verstehen, noch kann er die Hintergründe und Zusammenhänge menschlichen Handels erfassen. Sein Gehirn befähigt ihn aber über Gedächtnisleistungen, angenehme und unangenehme Erfahrungen im Zusammenhang mit Umweltreizen zu sammeln und zu speichern, z.B.: durch menschliche Laute, durch menschliche Bewegungen, durch einprägsame Situationen und Vorkommnisse. — Aus diesen gespeicherten Erfahrungen heraus, d.h. aus der Erinnerung, können Hunde im Wiederholungsfalle dem entsprechenden Umweltreiz ein spezifisches Verhalten zuordnen. Seinen Herrn riecht der Hund selbst im dichtesten Menschengewühl. Wir könnten eine bestimmte Person auf diese Weise nicht erkennen. Der Hund besitzt einen viel besseren Geruchssinn als der Mensch. Beim Schnüffeln nimmt er mit der eingesogenen Luft Duftstoffe auf, nach denen er sich orientiert. Diese Witterung führt ihn zum Beispiel bei der Fährtensuche zum Ziel. Der Hund kann auch viel besser hören als wir. Schon von weitem erkennt er den Schritt seines Herrn, ohne ihn zu sehen. Sogar das Motorgeräusch vom Auto seines Herrn kann er von anderen Motorgeräuschen unterscheiden. Er reagiert außerdem auf sehr hohe Töne, die wir nicht mehr wahrnehmen können. Das Gefühlsleben des Hundes , d.h. das Erleben von Lust und Unlust, Schmerz und Freude im Zusammenhang mit bestimmten Umweltreizen, ist stark ausgeprägt. Bisweilen führen nicht verarbeitete Erlebnisse zu Reaktionen außerhalb des Wachbewusstseins, z.B. zu Träumen.

Menschliche Moralauffassungen wie GUT und BÖSE, Schuldgefühle oder gar Skrupel und Reue, kennt der Hund nicht.

Der Gebrauchshund wird zu vielseitiger Verwendung eingesetzt. Er besitzt Schutztrieb, Selbstsicherheit und Belastbarkeit, mittleres bis lebhaftes Temperament und eine sehr gute Nasenveranlagung. Für einen Gebrauchshund harmonisch abgestimmte körperliche Verhältnisse und eine besondere Bindung an seine Familie machen ihn insbesondere zu einem hervorragenden Begleit-, Wach-, Schutz- und Fährtenhund. Der Gebrauchshund, der eine Aufgabe hat, lernt immer neue Anforderungen zu bewältigen, ist ein angenehmer Begleiter, mit sich und der Welt in Einklang. Wenn er nur neben her leben darf, wird er entweder dumm oder unerträglich. Viele Verhaltensprobleme könnten vermieden werden, wenn man dem Hund die Gelegenheit gibt, seine Triebe und Bedürfnisse auszuleben. An dieser Stelle sei auf jeden Fall der Besuch eines guten Übungsplatzes jeden ans Herz gelegt. Abgesehen davon, dass man hier Gleichgesinnte trifft, Erfahrungen austauschen kann und die Hunde auch Sozialkontakte knüpfen können. Der Gebrauchshund gehört zu den sogenannten Hunderassen. Führigkeit und Intelligenz einerseits, Belastbarkeit, Mut und Verteidigungsbereitschaft andererseits sollen diese Rassen auszeichnen. In der Ausbildung die Fähigkeiten unter Beweis stellen. Der seriöse moderne Schutzhundesport hat nichts mehr mit dem alten „Training auf dem Mann“ zu tun, bei dem der Hund tatsächlich darauf dressiert wurde, Menschen anzugreifen und zu beißen. Der Unterschied besteht vor allem darin, dass der moderne Schutzhund nicht den Helfer angreift, sondern mit dem Helfer um die Beute streitet. Diese Arbeit mit dem Hund hat nicht zu unterschätzende Vorteile: einmal kann der Hund hier Triebe und Instinktverhalten ausleben wie sonst kaum mehr, selbst in höchster Triebhaftigkeit, also während des „Beutemachen“ auf das Hörzeichen seines Menschen zu reagieren und zu gehorchen. Neben der Schutzarbeit gehören auch Unterordnung und Fährtenarbeit als eigenständige Disziplin zur Schutzhundprüfung. Die Fährtenarbeit ist aber auch eine eigenständige Disziplin. Die Fährtenhundprüfung ist deutlich anspruchsvoller als der Fährtenteil bei der Schutzhundeprüfung. Dies ist eine wundervolle Beschäftigung für den Hundund fast alle Jagdhunde sind gute bis sehr gute Fährtenhunde. Ihre Nasenveranlagung ist ausgezeichnet. Der Vorteil dieser Betätigung mit dem Hund ist, dass sie ihm Spaß macht, einen wichtigen Trieb befriedigt und dass der Jagdhund sich dabei so richtig ausarbeiten kann, weil er all seine Sinne für diesen Arbeit braucht.