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Hund Paarung

Triebhaftigkeit oder Läufigkeit: Ein Hündin wird mit 5 bis 11 Monaten zum ersten Mal läufig. Eine Läufigkeit dauert im Normalfall 18 bis 21 Tage, obwohl für die Paarung und Befruchtung nur wenige Tage etwa in der Mitte dieser Zeit in Frage kommen. Die erste Phase erkennt man an der Schwellung der Schamlippen. Kurz danach setzt die Blutung ein (die nicht identisch ist mit der Menstruation bei Frauen). Während der Blutung, die vier bis vierzehn Tage (im Schnitt etwa zehn Tage) dauert, ist die Hündin höchst interessant für Rüden, wird jedoch entsprechende Annäherungsversuche abwehren.
Auch am Blut kann man erkennen, wie weit die Hündin ist. Bisher war das Blut dunkelrot. Je mehr es zur Paarungsbereitschaft geht, desto heller wird das Blut (wäßrig, hellrosa). Nach Ablauf dieser Phase nimmt die Blutung ab oder hört völlig auf, die Vulva erreicht ihre maximale Größe, und die Hündin ist nun bereit für den Rüden. Jetzt folgen fünf bis zwölf Tage der Paarungsbereitschaft, die ihren Höhepunkt allerdings schon in den ersten zwei bis drei Tagen erreicht. Wenn Sie wünschen, daß Ihre Hündin Nachwuchs bekommt, ist es an der Zeit, für die Paarung zu sorgen. Zwei Tage später sollte die Paarung noch einmal wiederholt werden, um die Chance einer erfolgreichen Befruchtung zu verbessern. Falls die Hündin aufgenommen hat, klingt die Läufigkeit meist rasch ab.

Beim Haushund tritt die Läufigkeit normalerweise zweimal jährlich auf, ausgenommen beim Basenji, der wie Wildhund, Wolf und Fuchs nur einen Fortpflanzungszyklus pro Jahr kennt. Die meisten Hündinnen werden im Frühjahr zwischen Januar und März und noch einmal im August-September läufig. Ausnahmen sind jedoch nicht selten. Bei manchen Hündinnen sind die Intervalle zwischen den Läufigkeiten länger oder auch kürzer. Man kann oral oder als Injektion Hormone geben, die die Läufigkeit abbrechen, zeitlich verschieben oder den Fortpflanzungszyklus völlig unterdrücken. Lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt beraten, wenn Sie die Absicht haben, Hormone in dieser Weise bei Ihrer Hündin einzusetzen. Wer mit seiner Hündin nie Welpen aufziehen will, kann sie beim Tierarzt kastrieren lassen, d. h. die Eierstöcke entfernen lassen, damit sie nicht mehr heiß wird (siehe Text unten). Dann wird sie mit Sicherheit auch nicht scheinschwanger, was ebenfalls lästig ist und gesundheitliche Risiken birgt. Die Kastration von aus Gründen ihres Hormonhaushalts übermäßig triebhaften Rüden, die kein anderes Interesse haben, als auf andere Hunde oder was sich sonst anbietet hinaufzuspringen, wird auch immer öfter durchgeführt. Die Operation stellt zwar einen Eingriff in den Hormonhaushalt dar, ist aber bei solchen Tieren sinnvoll, denn die Hunde leiden unter ihren nicht erfüllten Wünschen. Allerdings muss man sich oft fragen, ob der Grund wirklich der Hormonhaushalt des Tieres war oder nicht vielmehr Unterbeschäftigung und Langeweile. Ob sie danach fett und faul werden, hängt dann von ihren Besitzern ab. Sparsam genug füttern ist noch wichtiger als bisher. Bei einem richtig ernährten Hund ist es immer möglich, mit einem Griff ins Fell über der Rippenpartie ohne aufzudrücken die einzelnen Rippen zu fühlen. Wird er dicker, reduzieren Sie seine Mahlzeiten. Soll ein Hund seine Hormone und sein Triebleben behalten, aber zeugungsunfähig werden, kann er sterilisiert werden. Bei diesem Eingriff behält das Tier die Keimdrüsen, also die Eierstöcke bzw. Hoden, deren Verbindung nach außen lediglich gekappt wird. Meiner Beobachtung nach sind die übermäßig triebhaften Hunde einfach nur unterbeschäftigte, zu wenig belastete Hunde, die keinerlei Anregung zu sinnvoller Beschäftigung erfahren und sich deshalb mit ihrem Körper alleingelassen fühlen und auch so benehmen. Es sind dann nicht im Übermaß vorhandene Hormone, die das triebhafte Verhalten auslösen, sondern psychische Probleme des Hundes, die durch die Kastration nicht behoben werden! Meine Hunde treiben genug Sport, um ruhig schlafen zu können. Sie sind sehr wenig triebhaft. Die alte Gladess hat zudem den jungen Aron, als er seine Potenz entdeckte, durch Wegbeißen gleich streng erzogen. Es ist aber auch für mich kein Problem, ihn frei bei Fuß an einer heißen Hündin vorbeizuführen. Collies sind in der Regel ohnehin wenig triebhafte Hunde. Die Hündin erlangt die Geschlechtsreife etwa mit acht bis zwölf Monaten. Die erste Läufigkeit kann in Einzelfällen auch schon mit sechs Monaten auftreten oder bis zum 18. Monat auf sich warten lassen. Wenn die erste Läufigkeit bis zum 20. Monat nicht erfolgt ist, sollte man besser einen Tierarzt aufsuchen.

Die Trächtigkeit: Im Durchschnitt dauert die Tragzeit 63 Tage. Von der fünften Woche an erkennt man schon eine Umfangsvermehrung des Abdomens, obwohl dieser Hinweis auf kommende Mutterfreuden oft gar nicht so leicht auszumachen ist, wenn die Hündin nur ein oder zwei Junge trägt oder von Natur aus etwas rundlicher gebaut ist. Um den 35. Tag der Trächtigkeit werden die Milchdrüse und die Zitzen größer und nehmen eine rosige Farbe an. Drei bis vier Tage vor dem Geburtstermin sondern die Zitzen auf Druck ein wäßriges Sekret ab. Bei Hündinnen, die schon mehrere Würfe ausgetragen haben, schwillt die Milchdrüse oft erst in der letzten Woche an, und schon fünf bis sechs Tage vor den Geburtswehen wird vollwertige Milch produziert. In der Tragzeit muß die Hündin besonders hochwertiges Futter erhalten, mit zusätzlichen Multivitamin- und Kalziumgaben. Sie können bis zum Schluß behutsam mit ihr spazieren gehen. Zu Beginn der Trächtigkeit und jeweils zehn Tage vor und nach der Geburt sollte die Hündin Tabletten gegen Spulwurmbefall erhalten. Breiten Sie alles für die Geburt der Welpen vor. Die werfende und säugende Mutter braucht einen ruhigen, sauberen Ort der Zuflucht, eine Kiste etwa, einen Korb oder eine Hütte mit viel altem Zeitungspapier ausgelegt als wegwerfbare Unterlage. Wenn Sie zum ersten Mal vor dieser Situation stehen, sollten Sie sich vielleicht vorher einmal mit einem zuverlässigen Züchter oder mit dem Tierarzt über den großen Tag unterhalten.Es kann vorkommen, daß ein Welpe zu schwach ist oder eine Hündin nicht genug Milch produziert, dann müssen Sie den Welpen von Hand aufziehen. Sind die Welpen (oder der Welpe) gesund und liegt die Schwierigkeit in der Milchversorgung, so ist es manchmal möglich, die kleinen Tiere einer anderen säugenden Hündin unterzuschieben. Wenn Sie Welpen von Hand aufziehen möchten, dann können Sie sich nicht damit begnügen, eine Flasche und Sauger zu kaufen und regelmäßig Ersatzmilch anzurühren.
Sie müssen auch eine Reihe anderer Versorgungsaufgaben übernehmen, selbst wenn Sie die Welpen zwischen den Mahlzeiten der Hundemutter zurückgeben.Allerdings lehnen manche empfindliche Hündinnen ihre Jungen ab, wenn diese vom Menschen gefüttert wurden. Andere wiederum versuchen ihre Jungen durch übermäßiges Lecken vom menschlichen Fremdgeruch zu befreien, so daß sie die Welpen dabei verletzen. Aber die meisten Hündinnen haben nichts dagegen, daß sich ihre menschlichen “Bezugspersonen” in die Aufzucht der Jungen einmischen, und es macht ihnen gar nichts aus, wenn ihnen die Aufgabe des Säugens entzogen wird. Wie sich die Hündin auch verhalten mag, Welpen, die bei ihrer Mutter bleiben, sollten so wenig wie möglich angefaßt werden. Auf jeden Fall müssen Sie sich vorher die Hände mit unparfümierter Seife waschen und dann die Hündin mehrmals mit beiden Händen streicheln, damit der Eigengeruch des Tieres den Ihren ein wenig überdeckt. Zu früh geborene Welpen und Welpen von Hündinnen, die wenig Milch produzieren, sollten am besten ganz bei der Mutter bleiben und nur zum Säugen herausgenommen werden, denn die Gegenwart der Kleinen regt die Milchproduktion an.

Möglichkeiten nach unerwünschtem Decken:

– Kastration nach dem Abklingen der Läufigkeit.

– Nidationsverhütung mit einer Oestrogen-Therapie. Es besteht allerdings in ein erhebliches – Risiko für eine Gebärmuttervereiterung.

Eine Kastration: ist heutzutage sehr umstritten- sowohl bei Tierschützern, Tierärzten, Züchtern und Hundehaltern . Kastration kommt aus dem Lateinischen (castratus) und heißt “Entmannung”, also das operative Entfernen der Keimdrüsen (Hoden, Eierstöcke sowie Gebärmutter). Im Unterschied dazu wird bei der Sterilisation (Unfruchtbarmachung) die Ausführung der Geschlechtsdrüsen unterbunden.

Dabei werden viele Gründe für und gegen eine Kastration ins Feld geführt- wobei sie auf beiden Seiten häufig pauschalisiert werden. Auch ist es auffällig, dass vor allem Frauen sich für eine Kastration aussprechen, wohingegen eher Männer sich gegen eine Kastration wenden.
Da wir uns mit einem Hund sehr viel mehr als mit jedem anderen Haustier identifizieren, reagieren wir in erster Linie emotional- und erst danach rational. Für eine Kastration gibt es viele Gründe- einige Hundebesitzer erhoffen sich Änderungen des Hundeverhaltens, wieder andere wollen die Fortpflanzung des Hundes unterbinden und wieder andere Hundebesitzer wollen die Folgen der Fortpflanzungsfähigkeit erfolgreich bekämpfen. Grundsätzlich ist eine Kastration kein Allheilmittel für Verhaltensweisen des Hundes. Auch lässt sich mit ihr keine “Reparatur” von unangenehmen Angewohnheiten des Hundes vornehmen- wer aus diesen Gründen eine Kastration durchführen lässt, handelt nicht richtig. Zudem müssen Tierärzte die Notwendigkeit der Kastration vor jeder Operation feststellen- eine mögliche Veränderung eines Verhaltensmusters zählt nicht dazu. Gegner der Kastration sind häufig immer noch der Meinung, dass die kastrierten Hunde durch die Entfernung der Keimdrüsen fett, faul und charakterschwach werden. Man unterscheidet zwischen der Kastration des Rüden und der der Hündin. Die Kastration des Rüden: Rüden werden mit ca. 9 Monaten geschlechtsreif, wobei kleine Hunde meist schon früher dieses Stadium erreichen, und sind dann das ganze Jahr über paarungsbereit. Ein Rüde, der eine heiße Hündin riecht, will unbedingt zu dieser und wird unruhig, wimmert, heult, läuft weg und verweigert manchmal sogar die Nahrung. Der beste Zeitpunkt für eine Kastration liegt, nachheutigen Erkenntnissen, bei etwa einem Jahr. Sinnvoll ist die Kastration, wenn der Rüde seinen Sexualtrieb nicht ausleben kann und darunter leidet.
Die Kastration des Rüden verringert zugleich das Risiko einer Prostataerkrankung, da diese zusammenschrumpft. Ferner werden der Vorhautentzündung und dem Hodenkrebs erfolgreich vorgebeugt. Mit der Kastration vermindert sich meist auch der Sexualtrieb des Rüden. So kastrieren Schäfer ihre Hütehunde, damit diese bei der Herde bleiben und einer läufigen Hündin nicht hinterhersteigen. Die Kastration der Hündin: Eine Hündin wird in der Regel zwei Mal im Jahr läufig- es gibt jedoch auch Hündinnen, die nur ein Mal oder sogar mehrere Male im Jahr paarungsbereit sind. Bei Hündinnen wird eine Kastration meist aus gesundheitlichen und weniger aus verhaltensspezifischen Gründen vollzogen. Die Kastration wird zur Verhinderung von Tumoren in der Milchleiste (Mammatumoren) eingesetzt- wobei dies nur dann sinnvoll ist, wenn die Kastration recht früh geschieht. Je früher die Kastration vollzogen wird, desto geringer ist das Risiko der Erkrankung an Mammatumoren. Die Gefahr besteht aber dabei, daß Hündin zu früh kastriert werden und nie die typischen Körperausprägungen der erwachsenen Tiere dieser Rasse zeigen- auch wirkt sich eine zu frühe Kastration negativ auf die Lernfähigkeit des Tieres aus. Man sagt heutzutage, dass eine Kastration nach der 2. Läufigkeit am Besten ist.

Auch beugt man der Gefahr einer Gebärmuttervereiterung vor, wenn die Hündin kastriert wird. Zudem wirkt sich meist die Kastration positiv auf das Verhalten der Hündin aus, da diese den starken Hormonschwankungen während der Läufigkeit nicht mehr ausgesetzt ist. Leider hält sich immer noch hartnäckig das Gerücht, dass Hündinnen mindestens ein Mal geworfen haben sollten, bevor man sie kastriert. Dies ist wissenschaftlich nicht fundiert und entbehrt jeglicher medizinischer Grundlage.

Nebenwirkungen der Kastration: Es gibt zahlreiche Nebenwirkungen, die auftreten können- aber nicht müssen. Ähnlich wie bei einem Beipackzettel eines Medikamentes kann der eigene Hund von den Risiken vollkommen verschont bleiben. Allerdings gibt es keine 100%ige Gewähr. Die meisten kastrierten Hunde, egal ob Rüde oder Hündin, verwerten nach der Operation ihr Futter besser als vorher und legen daher an Gewicht zu. Hier hilft nur das verantwortungsbewußte Füttern des Halters oder der Umstieg auf ein Diätfuttermittel. Auch kann es zu einer Blasenschwäche kommen. Der Hund verliert nach der Operation Harntröpfchen, er läuft also förmlich aus. Dieses Problem lässt sich meist nur hormonell in den Griff kriegen. Generell sind jedoch Hunde großer Rassen von dieser Nebenwirkung stärker betroffen als kleine Hunde. Veränderungen des Haarkleides können ebenfalls auftreten. Dabei kraust das Fell meist wie bei einem jungen Hund und ist nicht mehr richtig glatt zu bekommen. Vor allem langhaarige Rassen sind betroffen. Abhilfe kann man meist nicht schaffen, denn diese Fellveränderung bleibt in der Regel bestehen. Selten kommt es zu Verhaltensänderungen nach der Kastration, die vorher nicht vorhersagbar sind. Meist jedoch werden die Hunde lediglich anhänglicher und ruhiger.

Text: hund.com

Hunde Ernährung

Für die Ernährung eines Hundes läßt es sich schlecht Ratschläge geben, da jede Rasse und davon wiederum jeder Hund verschieden ist. Es gibt Feuchtfutter aus der Dose, Halbfeuchtfutter aus der Dose und Trockenfutter. Bei Fütterung von Trockenfutter wird das Wasser separat zur Verfügung gestellt oder das Futter in Wasser aufgeweicht. Desweiteren wird unterschieden in Welpenfutter, Futter für ausgewachsene Hunde, Futter für Arbeitshunde und Futter für ältere Hunde. Das Fertigfutter des Fachhandels enthält den Altersstufen eines Hundes entsprechend Proteine (Eiweiß), Fette, Kohlenhydrate, Mineralstoffe Vitamine sowie Spurenelemente. Wie Sie daraus schon sehen, wird für jede Altersstufe die richtige Vollnahrung angeboten. Für den Welpen braucht man während der Wachstumsphase eiweißhaltiges Futter.
Zudem ist in dieser Nahrung meist noch ein höherer Calciumgehalt für den Knochenaufbau enthalten. Für den älteren Hund ist das Futter nicht mehr so eiweiß- und fetthaltig, da sich im Alter sehr gern Fett ansetzt, und das daraus resultierende Übergewicht läßt den Hund noch träger werden. Das Futter für Arbeitshunde hat einen höheren Eiweißgehalt, da diese Hunde körperlich wie konditionell belastet werden. Futter für ausgewachsene Hunde ist für normale Betätigung gedacht.

Hunde sind hauptsächlich Fleischfresser, jedoch sollte auch von Beginn an Gemüse, Obst, Salat und Fisch dem Futter beigemengt sein. Achtung: Der Hund ist kein “Speiseresteverwerter” – achten Sie auf hochwertiges Futter. Hundeflocken und Trockenfutter stellen eine weitere Ergänzung dar. Knochen (keine Röhrenknochen!) sind für den Hund wahre Leckerbissen. Vitamine sollten nur nach Dosieranleitung dem Futter beigefügt werden. Nie zu warmes oder zu kaltes Futter vorsetzen. Der ausgewachsene Hund erhält sein Futter einmal pro Tag; Junghunde, Welpen und säugende Hündinnen öfter. Jagdgebrauchshunde bekommen längst nicht immer das zu fressen, was sie wirklich brauchen. Dazu gehört schließlich mehr als eine Schüssel Trockenfutter oder ein Napf mit Fleisch…Vielfältige Funktionen erfüllen Jagdgebrauchshunde als Vorsteh-, Stöber-, Schweiß-, Meutehunde oder auch im Rahmen der Wasserjagd. Ihre Aufgaben sind also äußerst unterschiedlich und stellen je nach Einsatzgebiet hohe Anforderungen, insbesondere an Kondition und Geruchssinn.

Gibt es einen besonderen Nährstoffbedarf?  Kann man sie bei diesen Aufgaben durch eine ausgewogene Fütterung unterstützen? Kann man einen beanspruchten Hund nur mit Fertigfutter richtig ernähren oder gibt es dazu auch andere Möglichkeiten? Was kann man bei Problemen, beispielsweise Durchfall oder Erbrechen tun? Diese und weitere Fragen lassen sich nur beantworten, wenn man sich kurz die wichtigsten Grundanforderungen an eine bedarfsdeckende Fütterung vor Augen hält.
Wie alle Lebewesen benötigt der Hund Energie und Nährstoffe, letztlich Brenn- und Baumaterial für seinen Stoffwechsel. Energie wird in erster Linie zur Aufrechterhaltung der Körpertemperatur benötigt, aber auch für zahlreiche andere Lebens- bzw. Stoffwechselprozesse. Das „Feuer des Lebens“ ist ein kontrollierter Verbrennungsvorgang, bei dem die mit der Nahrung aufgenommene Energie in einem abgestuften Prozess umgesetzt wird.
Die Einheit der Energiebewertung ist das Joule (1 J). In der Praxis wird meistens mit der Einheit Kilojoule (kJ = 1000 J) bzw. Megajoule (MJ = 1000 kJ) gerechnet. Alle Lebensabläufe – seien es Atmung, Blutkreislauf, Bewegung oder Wachstum – funktionieren nur solange, wie ausreichend Energie zur Verfügung steht. Zunächst muß der Erhaltungsbedarf, d.h. der für die Lebensfunktion unabdingbare Bedarf, gedeckt werden.

Die weiteren Ansprüche von Jagd- und Meutehunden sind in Abhängigkeit von der Belastung zu differenzieren. Jagdhunde legen in „Ausübung ihres Berufes“ erhebliche Wegstrecken zurück, im Extremfall wie beim Stöbern oder der Suche sogar bis zu 150 Kilometer am Tag. Der Kräfteverbrauch bei Jagdarten wie der Wasserjagd oder der Arbeit der Bauhunde unter der Erde lässt sich nicht in zurückgelegten Kilometern errechnen; er ist jedoch unter Umständen enorm hoch.

Bei hohen Belastungen viel Fett ins Futter: Der Bedarf an umsetzbarer Energie, d.h. an Energie, die für die Leistung zur Verfügung steht, steigt in Abhängigkeit von der Belastungsintensität gegenüber dem Erhaltungsbedarf bei sechsstündiger Trabbewegung auf das 2,5-fache, bei längeren Galoppstrecken (wie Hetze), starken Steigungen oder auch stressbedingt sogar noch mehr. Die wichtigsten Energielieferanten im Futter sind Kohlenhydrate (Zucker, Stärke) und Fette, allerdings kann auch Eiweiß zu diesem Zweck genutzt werden. Normalerweise dient das Eiweiß jedoch als Baustoff für Körpergewebe.
Ebenso wie z. B. die Mineralien Kalzium und Phosphor, die für die Stabilisierung der Knochen gebraucht werden. Beim Aufbau der Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße hält die Natur bestimmte Bauprinzipien ein. Meist werden viele kleine Moleküle zu größeren Einheiten miteinander verknüpft.

Foto: WP Jagdportal

Kohlenhydrate bestehen aus Zuckern, die entweder einzeln wie bei der Glukose, zu zweien (Rohr- und Milchzucker) oder in Form langer Ketten vorliegen. Eine kettenförmige Anordnung ist charakteristisch für Stärke. Fette sind so aufgebaut, dass ein Trägermolekül, das Glyzerin, mit drei Fettsäurenresten beladen ist.
Gerade bei längeren Belastungen hat es sich bewährt, Hunden fettreiche Futtermischungen anzubieten. Dadurch wird es möglich, mit einer vergleichsweise kleinen Futtermenge den Energiebedarf zu decken. Der Magen wird dadurch weniger belastet, der Hund ist leistungsfähiger. Weiterhin kommt es nach längerer Verabreichung fettreichen Futters zu einer Adaptation, das heißt, der Hund nutzt Fette dann sehr effektiv als Energiequellen. Diese Erkenntnis stammt im wesentlichen aus Untersuchungen an Schlittenhunden, die durchaus nach ihren Leistungen mit Hochleistungssportlern zu vergleichen sind. Futterfette unterscheiden sich je nach Länge und Art der angehängten Fettsäuren. Öle sind flüssig, sie enthalten einen hohen Anteil „ungesättigter“ Fettsäuren. Bestimmte ungesättigte Fettsäuren werden vom Organismus auch zu anderen Zwecken als nur zur Energiegewinnung benötigt. Man spricht in diesen Fällen von lebensnotwendigen bzw. essentiellen Fettsäuren. Ein Beispiel für eine essentielle Fettsäure ist die Linolsäure. Im Gegensatz zu den Ölen hat beispielsweise Rindertalg deutlich geringere Gehalte an ungesättigten Fettsäuren und daher eine feste Konsistenz. Während die Kohlenhydrate und Fette als originäre „Brennstoffe“ angesehen werden können, hat das aus Aminosäuren aufgebaute Futtereiweiß überwiegend andere Funktionen.
Die Aminosäuren – es gibt etwa 20, die regelmäßig im Futtereiweiß vorkommen – dienen überwiegend als Baustoffe, zum Beispiel für die Bildung von Muskulatur, für die Haut oder auch für das Grundgerüst der Knochen.
Die verschiedenen Eiweißquellen unterscheiden sich einmal durch die Art der am Aufbau beteiligten Aminosäuren, dann aber auch in Abhängigkeit von der Beschaffenheit der Aminosäurenkette. Futtermittel, deren Eiweiß überwiegend aus Bindegewebe besteht, sind deutlich schlechter verwertbar. Die Ursache ist darin zu sehen, dass eine Verflechtung sehr fester Eiweißstränge vorliegt, z. B. in Sehnen, Knochen oder bestimmten Organen (Lunge, Milz). Daher sollte man diese Produkte nicht in zu hohen Mengen verfüttern, ansonsten können unerwünschte Wirkungen, z. B. Erweichung bzw. Verflüssigung des Kots, resultieren.

Energiereiches Futter muß eiweißhaltig sein: Wichtig ist, dass in der Ration des Hundes ein ausgewogene Verhältnis von Eiweiß und Energie vorliegt.
Hunde im Erhaltungsstoffwechsel sollten eine Ration erhalten, in der etwa zehn Gramm verdauliches Eiweiß auf ein Megajoule umsetzbare Energie entfallen. Anders gesagt: je energiereicher ein Futter ist, desto höher muß auch der Eiweißgehalt sein. Der Energiegehalt eines Futters steht in direkter Beziehung zum Fettgehalt. Je mehr Fett in einem Futter enthalten ist, desto höher sein Energiegehalt.
Neben den verdaulichen Nährstoffen benötigt ein Hund auch einen gewissen Anteil unverdaulicher Stoffe („Ballaststoffe“), um seine Darmfunktion aufrecht zu erhalten.
Der Wolf nimmt in der Natur Ballaststoffe aus dem Inhalt des Magen/Darmtraktes von Beutetieren auf.

Foto: WP Jagdportal

In Zeiten knapper Nahrung muß er sich auch einmal ausschließlich mit pflanzlichen Nahrungsbestandteilen begnügen. Dieses Verhalten ist bei vielen Haushunden zu beobachten: Sie nehmen von Zeit zu Zeit Gras auf, und zwar nicht nur, wenn sie Erbrechen auslösen wollen. Ein solches Verhalten kann man als Atavismus, das bedeutet eine überlieferte Verhaltensweise, bezeichnen. In einem Trockenfutter für Hunde sollten etwa zwei Prozent Rohfaser enthalten sein, um die Darmmotorik aufrecht zu erhalten. Natürliche Quellen für Rohfaser sind zum Beispiel Weizenkleie oder verschiedene Gemüsesorten, z.B. Möhren. Neben diesen mengenmäßig wichtigsten Nahrungsbestandteilen benötigt der Hund auch Mineralien, Spurenelemente und Vitamine. Kalzium und Phosphor werden nicht nur in den Knochen eingebaut und sorgen so für die Stabilität des Skeletts, sondern sie üben daneben auch noch eine Reihe weiterer wichtiger Stoffwechselfunktionen aus.
Durch Arbeitsbeanspruchung entsteht normalerweise kein erhöhter Bedarf, doch sollte man darauf achten, dass Jagdhunde auf jeden Fall die für den Erhaltungsstoffwechsel empfohlenen Werte mit dem Futter aufnehmen.

Besonders wichtig für arbeitende Hunde ist eine bedarfsgerechte Versorgung mit einigen Spurenelementen, darunter insbesondere Selen. Selen ist ein Element, dass in geringsten Konzentrationen vom Organismus benötigt wird und dort eine äußerst wichtige Funktion zum Schutz der Zellmembranen ausübt.
Der Bedarf eines Hundes wird bereits mit einer Menge von 2,5 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht und Tag gedeckt.
Im Zusammenhang mit Selen ist auch das Vitamin E zu beachten. Es ergänzt gleichsam Selen und sollte von einem Gebrauchshund mindestens in einer Menge von einem Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht und Tag aufgenommen werden, bei hoher Beanspruchung und fettreichem Futter können auch drei Milligramm Vitamin E/kg Körpergewicht und Tag vorgesehen werden. Die übrigen in der Übersicht aufgeführten Nährstoffe stehen in mehr oder weniger direkten Zusammenhang mit der Leistung. So ist bekannt, dass eine unzureichende Versorgung des Hundes mit Natrium oder auch Zink seinen Geruchssinn beeinträchtigen kann. Eine Unterversorgung kann besonders bei nicht ausreichend mit Mineralstoffen ergänzten, selbsthergestellten Rationen auftreten.

Fertigfutter: In der Praxis ist eine in allen Punkten bedarfsdeckende Nährstoffversorgung sowohl über Fertigfutter als auch über eigene Rationen möglich. Während Fertigfutter problemlos einzusetzen sind und die meisten Produkte eine ausreichende beziehungsweise sogar reichliche Nährstoffversorgung gewährleisten, sind bei Gabe eigener Rationen häufig Nährstoffunterversorgungen zu beobachten.
Bei sachgerechter Rationsgestaltung lässt sich dieses jedoch vermeiden, so dass letztendlich auch eine „vollwertige“ Ernährung des Hundes gewährleistet ist.
Fertigfutter haben inzwischen eine große Bedeutung in der Fütterung von Hunden erlangt. Wenn es sich um sogenannte Alleinfutter handelt, dann sollten diese ohne weitere Ergänzungen verabreicht werden. Die Qualität der als Alleinfutter angebotenen Produkte ist heute im allgemeinen so gut, dass Nährstoffmängel kaum noch zu beobachten sind (siehe auch Stiftung Warentest, Vergleichstest Hundefutter, 1998). Die Zusammensetzung eines Alleinfutters soll so sein, dass der Hund bei Aufnahme einer Futtermenge, die seinen Energiebedarf deckt, zugleich mit sämtlichen für ihn lebensnotwendigen Nährstoffen versorgt wird.

Trocken- Alleinfutter: Trockenalleinfutter werden insbesondere für große oder mittelgroße Hunde bevorzugt. Sie sind leicht zu handhaben und zuzuteilen und werden als Flockengemische oder in Krokettenform angeboten. Halbfeuchte Alleinfutter weisen höhere Wassergehalte auf als Trockenalleinfutter.
Ihr Vorteil ist in einer höheren Akzeptanz durch den Hund zu sehen. Ihr Energiegehalt ist um rund zehn Prozent tiefer als in Trockenalleinfuttern.

Feucht-Alleinfutter: Feuchtalleinfutter, auch als Dosenfutter bezeichnet, werden auf der Basis von Fleisch beziehungsweise Nebenprodukten, die beim Schlachtprozess anfallen, hergestellt. Wenn eine bestimmte Geschmacksrichtung, zum Beispiel Rind, Lamm oder Pute besonders betont wird, so heißt das im allgemeinen nicht, dass diese Fleischart wirklich mengenmäßig dominiert. Viele Feuchtalleinfutter sind sehr proteinreich, so dass man sie ohne weiteres mit eiweißärmeren Produkten, zum Beispiel Flockenfutter mischen kann. Da die Futtermenge bei höherem Energiebedarf ansteigt, wird bei Verabreichung ausgewogener Mischfutter auch ein Mehrbedarf an den Nährstoffen gedeckt, die für den Muskelstoffwechsel und die Leistungsfähigkeit Bedeutung haben. Vorsicht ist allerdings geboten, wenn zusätzlich zu einem Alleinfutter noch bestimmte Ergänzungsfutter, z.B. mit hohen Vitamingehalten, gegeben werden. Dann kann es sogar zu einer schädlichen Überdosierung kommen.

Futtermischungen: Werden eigene Mischungen bevorzugt, z.B. aus finanziellen Erwägungen, sind eiweiß- und gleichzeitig energiereiche Futtermittel tierischer Herkunft, z.B. durchwachsenes Fleisch, geeignet. Produkte mit sehr starkem Eigengeruch, z.B. Fisch, können evtl. den Geruchssinn beeinträchtigen. Diese können mit Getreideflocken oder anderen stärkereichen Produkten, evtl. auch mit einem eiweißarmen Ergänzungsfutter („Flockenfutter“) kombiniert werden.
Zur Ergänzung eignen sich aufgrund ihrer hohen Akzeptanz auch Fette tierischer Herkunft (z.B. Rindertalg oder Schmalz) oder Pflanzenöl. Der Rohfasergehalt sollte nicht über zwei bis drei Prozent der Trockenmasse liegen, damit eine hohe Gesamtverdaulichkeit der Ration gewährleistet ist.
Eine Ergänzung mit Mineralstoffen bzw. Vitaminen ist bei dieser Art der Fütterung am sichersten über ein kommerzielles Ergänzungsfutter zu erreichen, mit größerem Aufwand auch durch Verabreichung „natürlicher“ Produkte, z.B. Knochen oder Knochenschrot jeweils in Kombination mit Leber, die zur Vitamin- und Spurenelementergänzung eingesetzt werden kann. Die Fütterungstechnik beeinflusst Leistungsbereitschaft und Ausdauer des Jagdhundes.
Zwischen Einsatz und Fütterung muß ein ausreichender zeitlicher Abstand eingehalten werden. Der Hauptteil der Tagesration sollte am Abend vor der Belastung bzw. etwa zwei Stunden nach Einsatzende verabreicht werden, wenn die Hunde sich ausreichend erholt haben. Eine kleinere Menge von bis zu 20 Prozent der Gesamtfuttermenge kann bis zu drei Stunden vor Beginn gegeben werden, wenn dadurch eine Beruhigung der Tiere zu erreichen ist.
Es ist ohne weiteres möglich, bei unregelmäßiger Beanspruchung (Jagdeinsatz nur an Wochenenden) ein bis zwei Tage vor der Arbeit eine reduzierte Futtermenge zu verabreichen und das Defizit in den verbleibenden Tagen durch reichlichere Zuteilung zu kompensieren.
Hunde sollten vor und nach der Belastung, aber auch während der Arbeit, im Abstand von ein bis zwei Stunden, Gelegenheit haben, Wasser aufzunehmen. Die Leistungsfähigkeit kann dadurch unterstützt werden. Gelegentlich wird empfohlen, bei langandauernder intensiver Belastung (Wasser-, Treib- oder Drückjagden) kleine Zwischenmahlzeiten zu verabreichen. Dieses ist aufgrund der ausgeprägten Fähigkeit von Hunden, Fettsäuren als Energiequellen zu mobilisieren, weder notwendig noch zweckmäßig. Auszunehmen sind Problemhunde, die nach intensiver Arbeit zu einem Abfall des Blutzuckers neigen. Hier kann die Verabreichung glukosereicher Zwischenmahlzeiten sinnvoll sein. Was kann man bei Problemen tun? Im Zusammenhang mit einer nicht adäquaten Fütterung können verschiedene Störungen aufgetreten. Diese manifestieren sich zunächst im Magen/Darmtrakt. Der Magen ist die erste Station Futters, er weist beim Hund eine enorme Dehnbarkeit auf.
Dieses ist einerseits von Vorteil, da es dadurch dem Hund möglich wird, seinen Energiebedarf mit nur einer Mahlzeit am Tag zu decken. Nachteil ist jedoch, dass es unter ungünstigen Bedingungen (hoher Keimgehalt im Futter, ungenügende Säureproduktion im Magen, Stress, zum Beispiel bei Meutehunden) zu einer Fehlgärung kommen kann. An solchen Vorgängen sind häufig Hefen oder Bakterien beteiligt. Durch Fermentation von Futter im Magen können sich erhebliche Gasmengen bilden. Die Magenblähung beziehungsweise Magendrehung ist ein Problem, das heute leider sehr häufig aufgetaucht.
Zur Vorbeuge kann man empfehlen, Hunde in ausreichend langem zeitlichen Abstand von der Belastung zu füttern. Dadurch wird dem Hund eine genügende Zeit gelassen, um im Magen Salzsäure zu bilden. Die Salzsäure wirkt gleichsam wie ein Desinfektionsmittel.
Weiterhin sollte man stets peinlich darauf achten, dass das verabreichte Futter eine optimale hygienische Qualität aufweist.
Ein weiteres Problem, das im Zusammenhang mit einer nicht optimalen Fütterung auftreten kann, sind Durchfallerkrankungen. Diese werden gerade unter Belastungsbedingungen häufig beobachtet.
Hunde die unter Stress stehen, setzen oft ungeformten, breiigen oder sogar flüssigen Kot ab. In einem Teil der Fälle scheint hier eine gewisse Veranlagung, evtl. auch eine beschleunigte Darmpassage, zugrunde zu liegen.
Durch unverträgliche Futtermittel ausgelöste Verdauungsstörungen treten meistens plötzlich auf und verschwinden ebenso rasch wieder, wenn die belastende Nahrung abgesetzt wird.

Im Gegensatz dazu sind Durchfallerkrankungen, die durch Infektionen oder Intoxikationen bedingt sind, mit schweren allgemeinen Symptomen (wie Erbrechen, Kreislaufversagen, fieberhaften Temperaturen) verbunden, während die durch eine Insuffizienz des Verdauungskanals verursachten Verdauungsstörungen allmählich beginnen und chronisch verlaufen. Parasitär verursachte Störungen sind im allgemeinen durch eine Kotanalyse leicht abzuklären.
Fütterungsbedingte Verdauungsstörungen mit Durchfällen entstehen vor allem durch eine ungenügende Verdauung von Kohlenhydraten und Eiweißen, seltener von Fetten. Wenn die genannten Futterinhaltsstoffe im Magen und Dünndarmbereich nicht ausreichend zerlegt oder absorbiert werden, kommt es zu einer Fehlgärung im Dickdarm.
Aber auch Fehler in der Fütterungstechnik können zu einer unvollkommenen Verdauung beitragen, ebenso wie physische Einflüsse (Erschöpfung, Überhitzung) oder psychischer Stress (Angst oder Aufregung), indem die Bildung von Verdauungssekreten gehemmt bzw. die Futterpassage beschleunigt wird.
Chronische Störungen in der Verdauung verbunden mit der Abgabe von wenig, aber weichem Kot werden bei einseitiger Fütterung eiweißreicher, ballastarmer Rationen gesehen. Schlachtabfälle (insbesondere bindegewebsreichere) sowie getrocknete Eiweißfuttermittel (z.B. Grieben- oder gelegentlich Tiermehl) kommen als Ursache in Frage. Eine veränderte bakterielle Besiedlung des Darms sowie eine verstärkte Toxinproduktion durch Bakterien verursacht wässrigen Durchfall.
Wird der Füllungsdruck im Dickdarm zu gering, verlangsamt sich die Passage stark und der Darminhalt unterliegt intensiven bakteriellen Umsetzungen, die zu Gasbildung und zu veränderter Kotkonsistenz führen.
Beim Übergang teilverdauter Eiweiße in den Dickdarm dominieren dort vor allem proteolytische Keime, die Eiweiß abbauen unter Bildung großer Mengen an Ammoniak, Schwefelwasserstoff, biogenen Aminen, Merkaptanen sowie Endotoxinen.
Mit Zulage geringer Mengen an pflanzlichen Faserstoffen (z. B. 0,5 bis 1 Gramm Weizenkleie/kg KM/Tag) kann die Passage im Enddarm beschleunigt und die Gefahr von Fehlgärungen reduziert, gleichzeitig aber auch Wasser gebunden werden.
Verdauungsstörungen durch übermäßige Fettaufnahme (erkennbar am hellen Fettkot) kommen beim gesunden Hund kaum vor, da die Verdauungskapazität für Fette hoch ist. Bei ausgewachsenen, gesunden Hunden werden bis zu 15 Gramm gemischter Fette/kg KM und Tag in der Regel gut verdaut.
Ranzige Fette, die gelegentlich vom Hund noch gern gefressen werden, scheinen nicht zwangsläufig zu Verdauungsstörungen zu führen.
Verdauungsstörungen können auch aufgrund allergischer Reaktionen gegenüber Futterinhaltsstoffen entstehen. Die klinischen Erscheinungen einer Allergie sind vielfältig und äußern sich insbesondere an Haut und Magen/Darmtrakt.
Im Verdauungskanal richten sie sich nach dem Reaktionsort sowie den beteiligten Immunmechanismen.
Reagiert die Magenschleimhaut auf ein mit dem Futter aufgenommenes Allergen, so stehen Speicheln, Erbrechen und allgemeines Unwohlsein innerhalb kurzer Zeit nach der Futteraufnahme im Vordergrund.

Sind dagegen Dünn- oder Dickdarm betroffen, reagiert der Organismus in der Regel mit Durchfall, meist erst mehrere Stunden nach Aufnahme des Futterallergens.
Spezielle Formen scheinen auch unter dem Bild einer akuten oder auch chronisch verlaufenden Dickdarmentzündung mit Abgang von frischem Blut und Schleim vorzukommen. Bei den erwähnten Störungen müssen die Allergene im Futter ermittelt und eliminiert werden.
Bei einem Irischen Setter wurde die familiäre Häufung einer Unverträglichkeit gegenüber Weizengluten und anderen Getreideprodukten beobachtet.
Bei betroffenen Tieren treten neben Durchfällen Entwicklungsstörungen auf. Sobald weizenfreie Nahrung verabreicht wird, tritt eine rasche Normalisierung der Verdauungsleistung und des Wachstums ein.
Vergiftungen verursachen selten Verdauungsstörungen. Neben der Aufnahme von Thallium, Blei, Arsen oder Organophosphaten sind die durch kontaminierte oder verdorbene Futtermittel bestehenden Risiken zu beachten.
Nach Aufnahme von vermilbten Trockenfuttern wurden Durchfälle beschrieben, die jedoch auch durch andere beim Futterverderb entstehende Stoffe verursacht werden können. Dazu zählen verschiedene Schimmelpilzgifte. In verdorbenen Futtermitteln sind auch bakterielle Gifte (z.B. durch Klostridien, Staphylokokken, Bacillus cereus) zu erwarten, die Durchfälle auslösen oder begünstigen können.
Leistungsschwäche beziehungsweise Konditionsmängel können ebenfalls eine Folge unzureichender Ernährung sein. Werden Hunde unterernährt bzw. liegen im Futter Nährstoffmängel vor, dann kann es zu einer verminderten Leistungsfähigkeit kommen.
In diesen Fällen sollte zunächst geprüft werden, ob es Hinweise auf eine Unterversorgung allgemeiner Art gibt (Gewichtsverlust, stumpfes Fell, Schuppenbildung).
Die Versorgung mit Eiweiß, Vitamin E, B- Vitaminen, Spurenelementen, insbesondere Selen, Jod und Eisen steht in direktem Zusammenhang mit dem Leistungsvermögen von Hunden.
Ergibt sich kein Hinweis auf eine Mangelversorgung, dann ist daran zu denken, dass auch Erkrankungen vorliegen können. Diese sind nur durch eine tierärztliche Untersuchung zu diagnostizieren.
In diesem Zusammenhang ist vor der Anwendung von sogenannten leistungssteigernden Ergänzungsfuttermitteln zu warnen. Diese sind nur in bestimmten Fällen sinnvoll. Liegen jedoch Erkrankungen des Hundes zugrunde, dann sollte man auf jede Form der „Selbstbehandlung“ verzichten.

Quelle: Bericht aus der JAGDZEITSCHRIFT WILD UND HUND Von Dr. Jürgen Zentek –

Einsatz Hund

DER JAGDHUND IM EINSATZ

Eine waidgerechte Jagd ohne den Jagdhund ist nicht denkbar, soll doch angefahrenes oder angeschossenes (“angeschweißtes”) Wild möglichst schnell von seinen Leiden erlöst werden. Für diese Arbeit nützt der Jäger die feine Nase seines Jagdhelfers, der die Spur “ausarbeitet” und den Jäger zum Wild führt. Für diese “Schweißarbeit” werden die Jagdhunde gezielt trainiert und Prüfungen bestätigen ihren Erfolg. Jagdhunde werden aber nicht nur zum Auffinden von verletztem Wild benötigt. Sie erfüllen bei der Jagd eine Vielzahl von Aufgaben: Vorstehhunde machen den Jäger auf das Kitz aufmerksam, das sich vor dem Kreiselmäher drückt. Erd- oder Bauhunde “sprengen” den Fuchs aus seinem Bau, Stöberhunde gehen in den dichtesten Unterwuchs und jagen die Rotte Schwarzkittel heraus, der Apportierhund bringt die geschossene Ente auch aus dem kältesten Wasser zu seinem Herrn Ihre hohe Intelligenz, ihre Reaktionsschnelligkeit, Laufgeschwindigkeit und Wendigkeit sind in der Kombination mit ihrem ausgeprägten Jagdinstinkt und ihrer geringen Körpergröße die idealen Voraussetzungen, um beim Aufstöbern und jagen im Land- und Berggebieten erfolgreich zu sein.
Seine Jagdpassion macht ihn zum verständigen, einsatzfreudigen und stets begeisterten Begleiter seines jagdlich engagierten Führers. Ob Wasserarbeit oder Nachsuche, Stöbern, Schleppe oder Feldarbeit, richtig angelernt wird er allen Anforderungen spielend gerecht.
Wann wird der Einsatz gefordert?

Bei jeder Suchjagd, Drückjagd, Riegeljagd, Treibjagd, jeder Jagd auf Wasserwild sind brauchbare Hunde in genügender Anzahl zu verwenden.

Auch der zur Nachsuche verwendete Hund muss brauchbar sein. Ein Jagdhund darf nicht unangeleint zur Nachsuche auf ein angeschossenes Wild angesetzt werden, wenn die Gefahr besteht, daß der Hund in den öffentlichen Straßenverkehr gelangt, ohne daß der Jäger ausreichend auf ihn einwirken kann. So stellt es keine ausreichende Beaufsichtigung des Jagdhundes mehr dar, wenn dieser über weite Strecken bei der Nachsuche ohne ausreichende Beaufsichtigung ist, so daß der Hund unkontrolliert die Verfolgung des angeschossenen Wildes aufnimmt.

Haltungsverpflichtung: Die Jagdbehörde kann dem Revierinhaber die Verpflichtung zur Haltung eines zur Nachsuche brauchbaren Hundes auferlegen.

Weitere Besonderheit bei der Regelung: Die Obere Jagdbehörde wird ermächtigt, Vorschriften und Prüfungen zur Feststellung der Brauchbarkeit von Jagdhunden zu erlassen. Mit der Durchführung der Prüfungen können anerkannte Jägervereinigungen betraut werden. Einsatzbereiche, vor dem Schuss: Suche, Stöbern, Buschieren, Brackieren, Bauarbeit

Möglicher Einsatz von “Spezialisten”:
Pointer: Feldarbeit auf Flugwild
Dackel und Terrier: Bauarbeit
Bracken: Brackieren (Hase, Fuchs) Einsatz vielseitig verwendbarer Hunde:
Vorstehhunde: Feldsuche, Stöbern, Buschieren, Wasserarbeit
Stöberhunde: Buschieren, Wasserarbeit

Nach dem Schuss: Nachsuche, Verlorenbringen möglicher Einsatz von “Spezialisten”:
Schweißhunde: Nachsuche auf Schalenwild
Bracken: Nachsuche auf Schalenwild

Retriever: Verlorenbringen von Niederwild Einsatz vielseitig verwendbarer Hunde:
Vorstehhunde: Nachsuche auf Schalenwild, Verlorenbringen von Niederwild

Quelle: Bericht von Landesjagdverband Hessen

Dokumente für Ausland

EIN- und AUSREISEBESTIMMUNGEN 

Wenn Sie mit Ihrem Hund die Jagd im Ausland ausüben möchten, müssen die Einreisebestimmungen der jeweiligen Zielländer beachtet werden…. Haustiere brauchen für Reise ins Ausland einen Ausweis. In Südtirol kann bereits jeder Tierbesitzer, der seinen Hund, seine Katze oder sein Frettchen bei Reisen in andere EU-Mitgliedstaaten mitnimmt, den Ausweis beantragen. Dieser kann ab diesem Datum EU-weit, anstelle des amtstierärztlichen Gesundheitszeugnisses, verwendet werden. Der Heimtierausweis kann beim Sitz des örtlich zuständigen Tierärztlichen Dienstes des Sanitätsbetriebes beim folgenden Dienststellen beantragt werden:

Bozen Kaiserau 59, Tel.0471/635161/62/63, MO-FR: 8.30 – 12.00 Uhr, DO: 14.30 – 16.00 Uhr

Meran, Otto-Huber-Str.9 Tel.0473/440431, MO-FR : 8.30 – 12.00 Uhr; DO: 14.30 – 16.00 Uhr

Brixen, Bahnhofstrasse Tel.0472/801230, MO-FR: 8.30 – 12.00 Uhr; DO:14.30 – 16.00 Uhr

Bruneck, Paternsteig 3, Tel.0474/586550, MO-FR: 8.30 – 12.00 Uhr; DO: 14.30 – 16.00 Uhr

Foto: WP – Jagdportal

Um den Heimtierausweis abholen zu können, muss sich der Tierbesitzer spätestens zwei Tage vorher beim örtlich zuständigen Tierärztlichen Dienst anmelden. Das entsprechende Heimtier (Hund, Katze oder Frettchen) muss bereits durch ein Mikrochip gekennzeichnet und in das landesweite Heimtiermelderegister des tierärztlichen Dienstes eingetragen sein. Beim Abholen des Heimtierausweises wird der Mikrochip auf seine Funktionstüchtigkeit geprüft und seine genaue Position festgestellt, weshalb es unumgänglich ist das Tier mitzubringen. Für die Eintragung der letzten gültigen Tollwutimpfung muss der Tierbesitzer das Impfbüchlein mitbringen, in dem die Mikrochipnummer des Heimtieres eingetragen sein muss. Der Heimtierausweis kann jeder Zeit beantragt werden und ist nur für Hunde, Katzen oder Frettchen verpflichtend, die von ihren Besitzern auf Reisen in EU-Mitgliedsstaaten mitgenommen werden. Österreichs Haustiere können grenzenlos in der EU reisen und haben ihren eigenen Gesundheitspass dabei. Der EU-Heimtierausweis ist bei allen Tierärzten in Österreich erhältlich und kann außerdem auf der Homepage der Tierärztekammer Österreich (TKÖ) unter http://www.tieraerztekammer.at oder telefonisch angefordert werden.15 Euro kostet der “EU-Heimtierausweis”, der für Reisen mit Hund, Katze europaweit einheitliche Bedingungen schaffen soll. Das Mitführen des Heimtierausweises ist ab 3. Juli 2004 bei jeder Auslandsreise mit dem Tier verpflichtend, allerdings gibt es, da einige EU-Mitgliedsstaaten die Einführung noch nicht vollzogen haben. Das Dokument ist für Reisen innerhalb der EU vorgesehen, kann aber auch in Nachbarländern verwendet werden, in denen derselbe Tollwutstatus gilt wie in der Europäischen Union. Zu diesen Ländern zählen Andorra, Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marion, die Schweiz und der Vatikanstaat. Der “Pet Pass” enthält Angaben über den Besitzer des Tieres und bietet die Möglichkeit, einen Besitzerwechsel darin zu vermerken. Die Ausweise sind zweisprachig in der jeweiligen Landessprache und in Englisch, sind durchlaufend nummeriert und mit einem Barcode versehen. Vorgeschrieben ist darin auch eine Kennzeichnung des Hundes, der Katze oder des Frettchens. Dabei rät Dr. Helmut Wurzer, Präsident der Österreichischen Tierärztekammer, zur Kennzeichnung mit einem Mikrochip (“Chippen”). Tiere, die bereits tätowiert sind, müssen erst in acht Jahren ebenfalls mit einem Chip versehen werden. Wurzer: “Das Chippen bedeutet einmal stechen, tätowieren bedeutet 50 Mal stechen. Allein das spricht für den Mikrochip.” Die Registrierung der Tiere und die dazugehörige Datenbank obliegt der Tierärztekammer.

Der EU-Heimtierausweis kostet 15 Euro, das Chippen ungefähr 60 Euro und die vorgeschriebene Tollwutimpfung 30 Euro.

Ausreisebestimmungen bei Mitnahme von Hunde und Katzen.

Belgien: Tollwutimpfung vor mindestens 1 Monat und sie darf höchtens 12 Monate vor Einreise zurückliegen

Bosnien – Herzegownia: siehe Jugoslawien

Bulgarien: Eine im Internationalen Impfpass eingetragene und vom Amtstierarzt bestätigte Tollwutimpfung sollte vor mind. 1 Monat und höchstens 1 Jahr durchgeführt worden sein. Ein amtstierärztl. Gesundheitszeugnis, nicht alter als 2 Wochen, ist erforderlich.

Dänemark: Tierärztliches Tollwutimpfzeugnis im Internationalen Impfpass, dass die Impfung vor mehr als 30 Tagen und weniger als 12 Monaten bestätigt. Sind keine 30 Tage zwischen Impfung und Einreise vergangen oder sind die Tiere jünger als 3 Monate, ist eine Gesundheitsbescheinigung erforderlich.

Deutschland: Wiedereinreise Beim Grenzübertritt reicht der Nachweis einer wirksamen Tollwutschutzimpfung im Internationalen Impfpass aus.
Einfuhr im Ausland erworbener Tiere Gesundheitszeugnis und gültige Tollwutschutzimpfung. Die Impfung sollte mind. 30 Tage vor der Einreise und höchstens vor 12 Monaten erfolgt sein.

Estland:
Tollwutschutzimpfung vor mind. 30 Tagen und höchstens 12 Monaten durchgeführt und im Internationalen Impfpass eingetragen. Amtstierärztliches Gesundheitszeugnis in Enlisch, Russisch oder Estnisch erforderlich. Mindestalter bei Einreise: 10 Wochen.

Finnland: Tierärztl. Tollwutimpfbescheinigung. Impfung vor mind. 30 Tagen und höchstens 12 Monaten. Die Einreise aus EU-Ländern darf auch unmittelbar nach Impfung erfolgen.

Frankreich: Für Hunde älter als 3 Monate ist eine gültige Tollwutimpfung ausreichend. Bei Erstimpfung muss die Impfung vor mind. 30 Tagen erfolgt sein. Bei Auffrischungsimpfungen müssen die Bestimmungen des Einreiselandes erfüllt sein (Deutschland alle 12 Monate). Die Tiere müssen durch Mikrochip oder Tätowierung identifizierbar sein. Bei Einreise von mehr als 3 Tieren jünger als 3 Monate ist eine Sondergenehmigung des Ministère de l’Agriculture, Paris erforderlich.

Griechenland: Internationaler Impfpass mit Tollwutimpfbescheinigung oder amtstierärztl. Gesundheitszeugnis erforderlich. Die Impfung muss mindestens 15 Tage, höchstens 6 Monate vor der Einreise erfolgt sein.

Großbritannien: Keine Quarantäne mehr erforderlich, jedoch ist eine ca. 7-monatige Vorbereitungszeit notwendig :
Mikrochip-Implantat, dann Tollwutimpfung. Frühestens nach 30 Tagen Tollwuttiter-Bestimmung, mit mind. einer Titerhöhe von 0,5 I.E. Einreise 6 Monate nach positivem Titerergebnis möglich. 24 – 48 Stunden vor Einreise muss der Tierarzt auf Fuchsbandwurm und Zecken untersuchen und behandeln. Amtstierärztl. Eintragung im PETS-Zertifikat.
Seerouten: z.Zt. Calais-Dover, Caen-Pourtsmouth, Le Havre-Portsmouth, Cherbourg-Portsmouth, St. Malo-Portsmouth
Kanal: z.Zt. Calais (Coquelles)-Folkstone (Cheriton);
Luft: z.Zt. Amsterdam-Heathrow. (Midland Airways), Frankfurt-Heathrow (Lufthansa). Website des brit. Landesministeriums: http://www.maff.gov.uk/animalh/quarantine/default.htm

Irland: 6 Monate Quarantäne und Einfuhrgenehmigung

Italien: Tierärztliches Gesundheits- und Impfzeugnis. Anerkannt wird ein 11-monatiger Impfschutz. Impfung vor mind. 20 Tagen. Das Gesundheitszeugnis hat eine Gültigkeit von 30 Tagen. Maulkorb und Leine sind mitzuführen.

Jugoslawien: Tierärztl. Impf- und Gesundheitszeugnis. Anerkannt für die Tollwutschutzimpfung ist ein 6-monatiger Impfschutz. Die Impfung muss mind. 15 Tage vor der Einreise erfolgt sein. Beide Bescheinigungen müssen im Internationalen Impfpass eingetragen sein. Eine tierärztl. Untersuchung kann gegen Entgelt auch am Grenzübergang vorgenommen werden.

Kroatien: Tollwut-Impfzeugnis (mindestens 15 Tage, höchtens 12 Monate alt), Gesundheitszeugnis vom Tierarzt nicht älter als 30 Tage. Ein tierärztl. Gesundheits- und Impfzeugnis im Internationalen Impfpass ist ausreichend. Eine tierärztl. Untersuchung kann gegen Entgelt auch an der Grenze vorgenommen werden.

Lettland: Bei Tieren in Begleitung durch den Besitzer oder einer bevollmächtigten Person ist als gesundheitl. Zeugnis der Internat. Impfpass ausreichend. Hunde müssen gegen Tollwut, Staupe, Virus-Hepatitis, Leptospirose sowie Parvovirose geimpft sein. Die Impfungen sollten vor mind. 30 Tagen und höchstens 1 Jahr erfolgt sein.

Liechtenstein: Tollwut-Impfzeugnis (mindestens 30 Tage, höchtens 12 Monate alt)

Litauen: Für die Einreise ist ein amtstierärztl. Gesundheitszeugnis erforderlich. Hunde müssen gegen Tollwut, Staupe, Virus-Hepatitis, Leptospirose sowie Parvovirose geimpft sein. Die Impfungen müssen mind. 14 Tage und höchstens 6 Monate vor Einreise durchgeführt und im Internat. Impfpass vermerkt sein.

Luxemburg: Eine Tollwutimpfung sollte vor mind. 30 Tagen und höchstens 1 Jahr durchgeführt worden sein. Bei Tieren unter 3 Monaten ist eine Impfung nicht obligatorisch.

Niederlande: Tollwutimpfung vor mind. 30 Tagen, höchtens 1 Jahr, wenn die Tiere nach Vollendung des 3. Lebensmonats geimpft wurden. Für Tiere, die vorher geimpft wurden, beträgt die Gültigkeit nur 3 Monate. Die Einreise mit Hunden vom Typ Pit-Bull-Terrier ist verboten, mit ähnlich aussehenden Bull-Terrier-Rassen wie American Staffordshire Terrier und Bull-Terrier dagegen erlaubt. Bei der letztgenannten Rasse empfiehlt sich die Mitnahme des Stammbuches. In den Niederlanden gilt generell Leinenpflicht.

Norwegen: Die Tiere müssen bei der Einreise von einer Tierarztbescheinigung mit Unterschrift eines prakt. Tierarztes begleitet sein. Folgende Auflagen müssen bei der Einfuhr von Hunden aus EU/EFTA-Ländern mit Tollwut vorliegen:
Gesundheitsbescheinigung (Teil I der Tierarztbescheinigung): nicht älter als 10 Rage und von einem Tierarzt unterschrieben, inkl. Behandlung gegen Fuchsbandwurm (Echinococcus multilocularis).
Impfbescheinigung (Teil II der Tierarztbescheinigung): von einem Tierarzt vollständig ausgefüllt und unterschrieben. Folgende Impfungen sind erforderlich: Tollwut (mit anschl. Blutprobe nach frühestens 120 Tagen und positivem Ergebnis (Titer mind. 0,5 I.E.). Ist das Ergebnis hier positiv, reicht in den Folgejahren eine alle 12 Monate stattfindende Wiederholungsimpfung ohne erneute Titeruntersuchung aus. Hunde müssen bei der Impfung älter als 3 Monate sein. Leptospirose vor höchstens 365 Tagen geimpft (oder es muss ebenfalls eine Blutprobe durchgeführt werden) und eine Staupeimpfung vor höchstens 730 Tagen. Leptospirose- und Staupeimpfung müssen mind. 30 Tage zurückliegen. Identifikation: duch Mikrochip (ISO-Norm) oder Tätowierung. Die Einreise von Hunden folgender Rassen ist verboten: Pit-Bull-Terrier, Fila Brasileiro, Tosa Inu og Dogu Argentino. Um Verwechslungsgefahren auszuschließen, wird in Zweifelsfällen geraten, die originale Stammtafel mit belegter Identifikationskennung mitzuführen.

Österreich: Tollwut-Impfzeugnis (mindestens vor 30 Tagen, höchtens vor 12 Monaten). Maulkorb und Leine sind mitzuführen.

Polen: Tollwut-Impfzeugnis (mindestens vor 21 Tagen, höchtens vor 12 Monaten), amtstierärztliches Gesundheitszeugnis nicht älter als 3 Tage. Beides muß im internationalen Impfpaß eingetragen sein.

Portugal: Amtstierärztl. Gesundheits- und Impfzeugnis. Die Tollwutimpfung sollte mind. vor 30 Tagen und höchstens vor 12 Monaten durchgeführt worden sein. Das Gesundheitszeugnis sollte unmittelbar vor der Einreise ausgestellt werden. Es gelten Leinen- und Maulkorbpflicht. Hunde dürfen weder in Restaurants, noch an Strände, noch in Bussen des öffentl. Nahverkehrs mitgenommen werden.

Rumänien: Tollwut-Impfzeugnis (mindestens vor 30 Tagen, höchtens vor 12 Monaten), amtstierärztliches Gesundheitszeugnis nicht älter als 10 Tage.

Russische Förderation: Amtstierärztliches Gesundheitszeugnis, nicht älter als 10 Tage.

Schweden: Tiere, die eingeführt werden, müssen von einer Tierarztbescheinigung begleitet sein. . Folgende Auflagen müssen bei der Einfuhr von Hunden aus EU/EFTA-Ländern mit Tollwut vorliegen:
Gesundheitszeugnis: nicht älter als 10 Tage und von einem Tierarzt unterschrieben, inkl. Behandlung gegen Echinococcus multilocularis.
Impfzeugnisse: Folgende Impfungen sind erforderlich: Tollwut (mit anschl. Blutprobe nach frühestens 120 Tagen und positivem Ergebnis (Titer mind. 0,5 I.E.). Ist das Ergebnis hier positiv, reicht in den Folgejahren eine alle 12 Monate stattfindende Wiederholungsimpfung ohne erneute Titeruntersuchung aus. Hunde müssen bei der Impfung älter als 3 Monate sein. Leptospirose vor höchstens 365 Tagen geimpft (oder es muss ebenfalls eine Blutprobe durchgeführt werden) und eine Staupeimpfung vor höchstens 730 Tagen. Nach Leptospirose- und Staupeimpfung müssen mind. 45 Tage vergangen sein.
Identifikation: durch Mikrochip (ISO-Norm) oder Tätowierung.
Antragsformulare können über Internet: www.sjv.se bestellt werden.

Schweiz: Tollwutimpf- und Gesundheitszeugnis ist erforderlich. Die Impfung sollte mind. 30 Tage und höchstens 12 Monate zuvor erfolgt sein. Die Einfuhr von Hunden mit kupierten Ohren und/oder Rute ist bei Tieren jünger als 5 Monate verboten. Beim Duchreiseverkehr mit der Bahn oder dem Flugzeug ohne Zwischenaufenthalt gelten keine Einschränkungen

Slowakische Republik: Hunde sind gegen Tollwut, Staupe, infekt. Hepatitis und Parvovirose zu impfen. Die Impfung sollte mind. 1 Monat und höchstens 12 Monate zurückliegen und ist mit dem tierärztl. Gesundheitszeugnis in den Internat. Impfpass einzutragen. Letzteres darf höchstens vor 3 Tagen ausgestellt sein.

Slowenien: Internat. Impfpass mit tierärztl. Gesundheitszeugnis und Tollwutimpfbescheinigung erforderlich. Die Impfung muss bei der Einreise mind. 15 Tage alt sein und max. 1 Jahr zurückliegen. Staupeimpfung muss mind. 15 Tage und darf höchstens 6 Moante alt sein.

Spanien: Internat. Impfpass mit tierärztl. Gesundheitszeugnis (nicht älter als 14 Tage) und Tollwutimpfbescheinigung erforderlich. Die Impfung muss bei der Einreise 30 Tage und max. 1 Jahr zurückliegen.

Tschechische Republik: siehe Slowakische Republik.

Türkei: Internat. Impfpass mit Tollwutimpfbescheinigung und amtstierärztl. Gesundheitszeugnis. Die Impfbescheinigung muss mind. 14 Tage und darf höchstens 6 Monate alt sein, das Gesundheitszeugnis darf nicht früher als 2 Tage vor Reisebeginn ausgestellt sein.

Ungarn: Amtstierärztl. Gesundheitszeugnis, nicht älter als 8 Tage, und Tollwutimpfbescheinigung erforderlich. Die Impfung muss bei der Einreise mind. 1 Monat zurückliegen – für die Wiedereinreise darf das Impfdatum max. 1 Jahr zurückliegen. Die Impfung gegen Staupe ist vorgeschrieben und muss entweder im Gesundheitszeugnis oder im Internat. Impfpass vermerkt sein. Die Einfuhr sog. Kampfhunde ist verboten.

USA: Hunde müssen bei der Einreise frei von auf den Menschen übertragbaren Krankheiten sein. Ist dies nicht der Fall, trägt der Besitzer die Kosten für weitere amtstierärztl. Untersuchungen. Tollwutfreie Staaten wie Hawaii und Guam haben eigene staatl. Quarantäneregelungen. Hunde müssen mind. 30 Tage vor der Einreise gegen Tollwut geimpft sein, es sei denn, sie sind jünger als 3 Monate oder halten sich seit mind. 6 Monaten in einem von der U.S. Public Health Service Behörde für tollwutfrei erklärtem Bezirk auf. Die Impfung darf bei der Einreise nicht länger als 12 Monate zurückliegen. Ist die Impfung nicht vollständig oder das Zertifikat nicht gültig, wird das Tiere an einen Ort nach Wunsch des Besitzers verbracht, wo es innerhalb von 4 Tagen nach Grenzübertritt geimpft werden und danach dort 30 Tage verbleiben muss. Wurde die Impfung weniger als 30 Tage vor der Einreise durchgeführt, muss das Tier an einem Ort nach Wunsch des Besitzers so lange verbleiben, bis 30 Tage nach der Impfung vergangen sind. Welpen müssen 3 Monate an einem Ort nach Wunsch des Besitzers verweilen und werden dann geimpft.

Alle Angaben sind ohne Gewähr! Kurzfristige Änderungen sowie Einreisebestimmungen weiterer Länder erfahren Sie über die jeweiligen Botschaften/Konsulate.