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Im Südtiroler Landtag sind einstimmige Beschlüsse eher eine Seltenheit, doch während der Sitzung am Mittwoch zeigte sich eine bemerkenswerte Einigkeit zwischen den verschiedenen Parteien. Der Landtag stimmte einstimmig dafür, die Anschaffung von Drohnen zur Rettung von Rehkitzen in der Zukunft aktiv zu fördern. Der Antrag wurde von dem Abgeordneten Andreas Colli eingebracht und fand breite Unterstützung.

Rehkitzrettung mit Drohne – Foto Michael Stecher

Die Jägerschaft in Südtirol investiert jedes Jahr gemeinsam mit Landwirten, Jagdaufsehern und engagierten Freiwilligen erheblich Zeit und Mühe, um Rehkitze und anderes Jungwild vor der Mähsaison in Sicherheit zu bringen. Immer mehr Jagdreviere in der Region setzen dabei auf moderne Technik, insbesondere auf Drohnen, die mit Wärmebildkameras ausgestattet sind, um die Tiere effizient zu lokalisieren.
Trotz der offensichtlichen Vorteile ist die Anschaffung solcher Drohnen mit hohen Kosten verbunden, und eine öffentliche Förderung gab es bisher nicht. Für die Jahre 2025 und 2026 konnte jedoch die Stiftung Sparkasse als wertvoller Unterstützer gewonnen werden. Erfreulicherweise wird nun auch das Land in der Zukunft die Jagdreviere unterstützen und somit einen wichtigen Beitrag zum Schutz des Wildes leisten.

Drohnen spielen eine entscheidende Rolle bei der Rettung von Rehkitzen, indem sie es den Jägern ermöglichen, die Tiere effizienter zu lokalisieren. Ausgestattet mit Wärmebildkameras können die Drohnen die Rehkitze in den Wiesen erkennen, bevor diese mit Mähmaschinen bearbeitet werden. Diese Technologie verbessert die Chancen, die Jungtiere rechtzeitig in Sicherheit zu bringen, und reduziert das Risiko, dass sie während der Mahd verletzt oder getötet werden. Die Förderung des Drohnenankaufs durch den Landtag zielt darauf ab, diesen wichtigen Schutzprozess weiter zu unterstützen und zu optimieren.