FROHE WEIHNACHTEN
SÜDTIROLER JAGDPORTAL wünscht allen Jägerinnen und Jägern mit ihren Familien ein FROHES WEIHNACHTSFEST, viel Glück und Gesundheit für 2025, guten Anblick und ein kräftiges
WEIDMANNSHEIL



Die Wahl des Alpenschneehase zum Tier des Jahres 2025 ist ein bedeutendes Ereignis, das nicht nur die Schönheit dieser Art feiert, sondern auch die dringenden Umweltprobleme in den Alpen verdeutlicht. Der Alpenschneehase, mit seinem weißen Fell und den großen, aufrechten Ohren, steht symbolisch für das fragile Gleichgewicht in den Gebirgen. Diese Entscheidung lenkt die Aufmerksamkeit auf den Schutz der alpinen Lebensräume und unterstreicht die Notwendigkeit, die Biodiversität zu bewahren.
Der Alpenschneehase ist ein faszinierendes Tier, das sich perfekt an die rauen Bedingungen seines Lebensraums angepasst hat. Mit seinem dichten, weißen Winterfell kann er sich hervorragend tarnen und ist somit vor Raubtieren geschützt. Diese Anpassungsfähigkeit zeigt, wie wichtig es ist, ökologische Nischen zu erhalten, um das Überleben gefährdeter Arten zu sichern. Angesichts des Klimawandels, der die Lebensräume von Tieren wie dem Alpenschneehase bedroht, ist es entscheidend, Maßnahmen zu ergreifen, um diese einzigartigen Ökosysteme zu schützen.
Ein weiteres bedeutendes Argument ist die Rolle des Alpenschneehasen als Indikator für die Gesundheit des alpinen Ökosystems. Wenn die Populationen dieser Hasenart abnehmen, kann dies auf größere Umweltprobleme hinweisen, wie etwa den Verlust von Lebensraum und die Veränderung von Klimabedingungen. Historische Beispiele zeigen, dass Arten, die in ihren Lebensräumen stark beeinträchtigt sind, oft schnell aussterben können, wenn keine Schutzmaßnahmen ergriffen werden. Die Bewahrung des Alpenschneehasen könnte somit eine wichtige Maßnahme sein, um auch andere bedrohte Arten zu schützen und die Artenvielfalt insgesamt zu fördern.
Zusätzlich bringt die Wahl des Alpenschneehasen als Tier des Jahres auch eine Chance für Bildung und Aufklärung mit sich. Kampagnen, die sich auf dieses Tier konzentrieren, können Menschen jeden Alters ansprechen und das Bewusstsein für die Herausforderungen schärfen, mit denen alpine Ökosysteme konfrontiert sind. Durch Workshops, Vorträge und Informationsveranstaltungen kann das Wissen über die Bedeutung der Biodiversität und die Notwendigkeit des Umweltschutzes gefördert werden. Solche Initiativen können dazu beitragen, ein größeres Engagement für den Schutz der Natur zu erreichen.
Abschließend lässt sich sagen, dass die Wahl des Alpenschneehasen zum Tier des Jahres nicht nur eine Würdigung dieser faszinierenden Spezies darstellt, sondern auch ein dringender Aufruf zum Handeln ist. Die Herausforderungen, die der Klimawandel und der Verlust von Lebensräumen mit sich bringen, erfordern gemeinsame Anstrengungen, um die Umwelt zu schützen. Nur durch bewusstes Handeln und die Unterstützung von Erhaltungsprojekten kann die Zukunft des Alpenschneehasen und anderer gefährdeter Arten gesichert werden. Es liegt in der Verantwortung jedes Einzelnen, sich für den Schutz der Natur einzusetzen und aktiv zur Erhaltung dieser wertvollen Lebensräume beizutragen.

Das traditionelle Jägerbiathlon in Ridnaun ist schon seit Jahren ein beliebter Fixtermin im Kalender der Jägerschaft. Am 22. Februar 2025 lädt das Jagdrevier Ridnaun bereits zur 24. Ausgabe der Sportveranstaltung für Jäger und Jägerinnen auf internationalem Niveau. Auf dem Programm steht mit der Ciaspolata auch wieder ein Zusatzwettbewerb mit Schneeschuhen, der sich Jahr für Jahr größerer Beliebtheit erfreut.
Für mehr als 200 Teilnehmer aus dem gesamten Alpenraum ist das Jägerbiathlon in Ridnaun ein beliebter Fixtermin im Kalender. Aus Südtirol, dem gesamten oberitalienischen Raum, aus Österreich, der Schweiz und Deutschland reisen sie Jahr für Jahr an, um sich auf Langlaufskiern und am Schießstand zu messen.
Drei Runden zu je 1,5 km müssen beim traditionellen Jägerbiathlon in der Loipe absolviert werden, unterbrochen werden sie von zwei Schießeinlagen. Mit Gewehren des Kalibers 22 Einzellader werden auf einer Distanz von 50 m jeweils fünf Schüsse liegend bzw. stehend am Stock angestrichen auf die große Biathlonscheibe mit einem Durchmesser von 11,5 cm abgegeben. Wie bei jedem Biathlonrennen kommt es also auch hier nicht nur auf gute Kondition und schnelle Skier, sondern auch auf Treffsicherheit an. Neben der Einzelwertung in sieben Kategorien gibt es auch eine eigene Revierwertung.
Wer sich nicht in der Loipe verausgaben will, sich dafür aber lieber Schneeschuhe an die Füße schnallt, für den ist die Ciaspolata erneut ein willkommener Zusatzwettbewerb. Dabei muss ein Rundkurs von 500 m dreimal gelaufen werden, dazwischen werden zwei Schießeinlagen absolviert. Anders als beim Jägerbiathlon gewinnt hier jedoch nicht der schnellste Teilnehmer, sondern der Sieger wird über eine Mittelzeitwertung ermittelt.
Die Sieger des Tages werden um 16.30 Uhr im Vereinshaus von Ridnaun prämiert, bei einer Startnummernverlosung hat jeder Teilnehmer die Chance auf einen schönen Preis. Bei diesem geselligen Zusammensein am Nachmittag zeigt sich vor allem eines: Das Jägerbiathlon vor über den sportlichen Wettkampf hinaus vor allen ein gemeinsames Fest im Schnee, ein Treffpunkt für Jägerinnen und Jäger aus dem gesamten Alpenraum, um sich auszutauschen, Zeit unter Gleichgesinnten zu verbringen und schöne Erlebnisse mit nach Hause zu nehmen.
Foto © Jägerbiathlon Ridnaun

Die Hubertusfeier mit Hasenjagd in Mühlbach-Südtirol
Die traditionelle Hubertusfeier in Mühlbach-Südtirol ist ein faszinierendes Fest, das tief in der Kultur und Tradition der Region verwurzelt ist. Jedes Jahr im November, wenn die Natur sich auf den Winter vorbereitet, kommen Jäger, Familien und Freunde zusammen, um den heiligen Hubertus zu ehren. Dieser gilt als Schutzpatron der Jäger und wird oft mit der Legende in Verbindung gebracht, dass er bei einer Jagd eine Vision von einem majestätischen Hirsch hatte, der ihn auf den rechten Weg führte.
Die Hubertusfeier, ein Fest zu Ehren des heiligen Hubertus, ist in vielen Regionen Europas ein vertrauter Brauch, doch in Mühlbach erlangt sie eine ganz besondere Bedeutung. In der malerischen Kulisse der Südtiroler Berge versammelt sich die Gemeinschaft, um das Zusammenspiel von Natur, Tradition und Jagd zu zelebrieren. Die Hasenjagd, die im Rahmen dieser Feierlichkeiten durchgeführt wird, ist nicht nur ein Ereignis, sondern auch eine Gelegenheit, die Bindungen innerhalb der Jägerschaft zu stärken und alte Traditionen lebendig zu halten.

Kontrolle der Waffenpässe, Versicherung und Einzahlungsbestätigung
Die Hubertusfeier beginnt am frühen Morgen mit der Kontrolle der Waffenpässe, Versicherung und Ausstellung der Gastkarten im Vereinshaus von Vals. Jägerinnen und Jäger, gekleidet in traditioneller Jagdbekleidung, versammeln sich und werden in kleinere Gruppen aufgeteilt. Der Höhepunkt der Feier ist die Hasenjagd, bei der erfahrene Jäger und ihre Hunde auf die Spur der scheuen Tiere stöbern. Die Hasenjagd ist in Mühlbach besonders beliebt und wird von der Jägerschaft gepflegt. Sie erfolgt in einem festgelegten Bereich, der sorgfältig ausgewählt wurde. Hierbei kommt es nicht nur auf den Erfolg an, sondern auch auf die Fähigkeiten der Jagdhunde, die oft im Mittelpunkt stehen. Diese Hunde sind speziell ausgebildet und unterstützen die Jäger bei der Spurensuche und dem Aufspüren der Hasen.
Die Jagd ist ein Akt der Wertschätzung gegenüber der Natur. Die Teilnehmer zeigen Respekt vor den Tieren, was in den letzten Jahren zu einem verstärkten Fokus auf nachhaltige Jagdpraktiken geführt hat. Während die Jagd voranschreitet, wird die Gemeinschaft durch gemeinsame Erlebnisse geschweißt – jeder Schuss, jedes Aufeinandertreffen mit einem Hasen wird zu einem Teil der Erzählung, die die Jägerschaft miteinander teilen.
Die Gemeinschaft spielt eine zentrale Rolle während der Hubertusfeier. Es ist eine Zeit des Zusammenkommens, des Austauschs von Geschichten und Erlebnissen, und des Feierns der Gemeinschaft.
Nach der Jagd versammeln sich alle Teilnehmer zu einem festlichen Mittagessen, wobei die Hasenstrecke zur Schau gestellt wird. Das Essen ist nicht nur eine Stärkung, sondern auch ein Symbol für den respektvollen Umgang mit der Natur, der in der Tradition der Hubertusfeier verwurzelt ist. Bei guten Gesprächen und fröhlichem Lachen wird der Tag in geselliger Runde ausklingen, und alte Geschichten über die Jagd werden neu erzählt und gebührend gefeiert. Es wurden auch Nicht-Jäger eingeladen, um die Traditionen kennenzulernen und zu erleben, wie wichtig der respektvolle Umgang mit der Natur ist. Die Einbindung jüngerer Generationen trägt dazu bei, dass das Wissen und die Werte über Jagd und Natur von Generation zu Generation weitergegeben werden.
In Mühlbach werden unter den 27 geladenen Jäger/innen die Gastkarten kostenlos ausgestellt, aber dafür sollte die anwesende Jägerschaft (70 Jäger und Jägerinnen) mit dem Kauf einiger Lose den Aufwand der Hegeschau unterstützen. Die Verlosung sollte auch ein Highlight des Abends werden. Zahlreiche Preise warteten darauf, von den glücklichen Gewinnern entgegengenommen zu werden. Von Sachpreisen über Gutscheine für lokale Restaurants bis hin zu aufregenden Outdoor-Erlebnissen – für jeden war etwas dabei.
Als die Lose gezogen wurden, herrschte gespannte Stille. Jeder Teilnehmer hielt den Atem an, während der Revierleiter von Mühlbach Michael Fischnaller die ersten Nummern verkündete. Lachen und Jubel erfüllten den Raum, als die ersten Gewinner auf die Bühne traten und ihre Preise entgegennahmen. Die Stimmung war ausgelassen und fröhlich, und die Hubertusfeier versprach, ein unvergessliches Erlebnis für alle Anwesenden.
Durch die Hubertusfeier wird nicht nur ein Brauch lebendig gehalten, sondern auch das Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Respekt gegenüber der Umwelt gestärkt. So bleibt die Hubertusfeier in Mühlbach ein bedeutendes Ereignis, das die Herzen der Jägerschaft berührt, die Gemeinschaft zusammenführt und noch lange in Erinnerung bleibt.
Bericht: WP – Südtiroler Jagdportal
