Die Hegeschau bietet Jägern und anderen Interessierten die Möglichkeit, einen Überblick über die jagdlichen Aktivitäten und den Zustand des Wildbestands zu erhalten. Sie dient auch als Plattform für den Austausch von Erfahrungen und zur Diskussion von Themen rund um die Jagd und das Wildtiermanagement. Die Hegeschau trägt somit zur Förderung eines nachhaltigen und verantwortungsvollen Umgangs mit der Natur und den Wildtieren bei.
Alle Jägerinnen und Jäger sind am Samstag, den 27.01.2024, zum 23. Jägerbiathlon Ridnaun herzlichst eingeladen.
Das Jägerbiathlon-Rennen in Ridnaun ist schon längst eine beliebte Sportveranstaltung für Jägerinnen und Jäger auf internationalem Niveau. Auch beim 23. Jubiläumsausgabe am 27. Januar 2024 gibt es den spannenden Zusatzwettbewerb – die CIASPOLATA” (Schneeschuhrennen)
Ein beliebter Fixtermin ist das traditionelle Jägerbiathlon in Ridnaun schon seit Jahren. Am 27. Jänner 2024 lädt das Jagdrevier Ridnaun bereits zur 23. Ausgabe der Sportveranstaltung für Jäger und Jägerinnen auf internationalem Niveau. Auf dem Programm steht mit der Ciaspolata auch ein Zusatzwettbewerb mit Schneeschuhen.
Für mehr als 200 Teilnehmer aus dem gesamten Alpenraum ist das Jägerbiathlon in Ridnaun ein beliebter Fixtermin im Kalender. Aus Südtirol, dem gesamten oberitalienischen Raum, aus Österreich, der Schweiz und Deutschland reisen sie an, um sich auf Langlaufskiern und am Schießstand zu messen.
Drei Runden zu je 1,5 km müssen beim traditionellen Jägerbiathlon absolviert werden, die von zwei Schießeinlagen unterbrochen werden. Mit Gewehren des Kalibers 22 Einzellader werden auf einer Distanz von 50 m jeweils fünf Schüsse liegend bzw. stehend am Stock angestrichen auf die große Biathlonscheibe (Durchmesser 11,5 cm) abgegeben. Wie bei jedem Biathlonrennen kommt es auch hier sowohl auf Treffsicherheit als auch auf gute Kondition und schnelle Skier an.
Wer sich lieber Schneeschuhe an die Füße schnallt, für den ist die Ciaspolata erneut ein willkommener Zusatzwettbewerb. Ein Rundkurs von 500 m muss dreimal gelaufen werden, dazwischen werden zwei Schießeinlagen absolviert. Anders als beim Jägerbiathlon gewinnt hier jedoch nicht der schnellste Teilnehmer, sondern der Sieger wird über eine Mittelzeitwertung ermittelt.
Das Wettkampffieber lässt jedenfalls keinen kalt, bis zur letzten Sekunde werden wertvolle Tipps ausgetauscht. Und doch ist das Jägerbiathlon vor allem eines: ein geselliges Fest im Schnee, ein Treffpunkt für Jägerinnen und Jäger, nicht nur um die beste Biathletin und den besten Biathleten zu küren, sondern auch um zu fachsimpeln, eine gute Zeit miteinander zu verbringen und mit schönen Erlebnissen im Gepäck wieder die Heimreise anzutreten. Und ganz gewiss wird an diesem Tag auch ordentlich Jägerlatein aufgetischt …
Erlaubt oder nicht: Pfefferspray sorgt immer wieder für Diskussionen darüber, ob es erlaubt ist oder nicht, wer Pfefferspray kaufen darf und wer es mit sich führen darf. Auch die Frage, ob Pfefferspray gegen Tier oder Menschen eingesetzt werden darf und was die Unterschiede zwischen Pfefferspray und anderen Verteidigungssprays sind, werden wir häufig gefragt.
Das unsichere Gefühl beim alleinigen Joggen, beim wandern oder auf dem Heimweg im Dunkeln kennen wir alle nur zu gut. Es weckt das Bedürfnis, sich selbst im Falle eines Angriffs verteidigen und schützen zu können. Das Sicherheitsbedürfnis der Menschen wächst seit Jahren. Immer mehr wollen sich unterwegs im Notfall selbst schützen können. Eine allseits beliebte Lösung ist hier der Pfefferspray. Nach dem Tod eines Joggers im norditalienischen Trentino ist die Sorge vor Braunbären groß. Auch in Bezug auf den Urlaub machen sich viele Gedanken um ihre Sicherheit. Menschen fühlen sich verunsichert, auch durch die Gefahren von Grossraubwild Bär, Wolf, Schakal… usw, möchten sich immer mehr Reisende, Freizeitsportler und Wanderer mit Pfefferspray bewaffnen und im Rucksack oder an der Kleidung befestigt mitführen. Vor allem Frauen versuchen Pfefferspray mit sich in der Tasche zu tragen, um sich vor eventuellen Überfälle schützen zu können.
Was ist eigentlich ein Pfefferspray?
Umgangssprachlich wird so ziemlich alles Pfefferspray genannt, was in einer Spraydose dem Zwecke der Verteidigung dient. Allerdings stimmt dies so nicht. Wie bereits erwähnt gibt es hauptsächlich zwei Arten von Abwehrsprays. Pfefferspray und CS-Gas. Beide haben eine unterschiedliche Wirkungsweise.
CS GAS wirkt über das Schmerzzentrum, was bei Personen, deren Schmerzempfinden z.B. durch Alkohol reduziert ist, dazu führen kann, dass sie auf den Wirkstoff weniger reagieren. Pfefferspray wirkt deutlich stärker und auch die Fälle, in denen Personen nicht so empfindlich reagieren, sind seltener als bei CS. Dies sind zwar Ausnahmefälle, da gegen so stark Betrunkene kaum ein Abwehrspray notwendig ist, aber es muss erwähnt werden. Im Normalfall gilt: Wird ein Angreifer mit CS-Gas im Gesicht getroffen, so können die Augen mindestens fünf Minuten lang nicht mehr geöffnet werden. CS GAS ist ein hochwirksamer Wirkstoff in Verteidigungssprays. CS ist nicht wasserlöslich. CS Gas ist ebenfalls zur schnellen Verteidigung gegen Mensch und Tier. Grundsätzlich wirken gegen Tiere die gleichen Reizstoffe wie gegen Menschen. Pfefferspray kann demnach ebenso eingesetzt werden, wie CS. Das Funktionsprinzip ist identisch dem einer Sprühdose. Handelsübliche Sprays haben eine Reichweite von circa 1,5 bis 5 Meter. Pfefferspraybehälter stehen grundsätzlich unter Druck.
Pfefferspray ist ein unter Druck in Sprühdosen vorliegender Reizstoff mit dem von Pflanzen (Gattung Capsicum) gewonnenen Wirkstoff Capsaicin. Der Wirkstoff wird aus schärfsten Pfefferschoten gewonnen. Ein Hauptbestandteil des OC ist Capsaicin. Reines Capsaicin wirkt ca. 3000 mal stärker als herkömmliches Pfeffergewürz. Durch den Einsatz von Pfefferspray werden keine Spätschäden verursacht. Gesundheitliche Nebenwirkungen sind nicht bekannt. Der Wirkstoff OC in den Pfeffersprays entspricht der Lebensmittelqualität und wird daraufhin streng geprüft. OC ist ein natürlicher und ungiftiger Wirkstoff. Er führt zur blitzschnellen Reizung aller Atmungsorgane sowie zu einem sehr stark brennenden Schmerz und krampfartigen Schluss der Augenlider. Daneben kommt es zu einem heftigen Tränenfluss. Weiterhin kommt es zu einem Husten- und Würgereiz. Ein erneuter Angriff wird somit unmöglichDer Wirkstoff Oleoresin Capsicum (OC) entfaltet eine stark reizende Wirkung auf Augen und Atemwege, ist aber im Gegensatz zu anderen Reizstoffen nicht toxisch. Schärfegrad über 2,5 Mio. Scoville für schnelle und zuverlässige Wirkung. Dieser Reizstoff wirkt grundsätzlich gegen Menschen und Säugetiere und ist als Sprühnebel, Sprühstrahl, Gel oder Schaum erhältlich.
Der Einsatz von Pfefferspray ist ein zweischneidiges Schwert. „Der gegen Bären effiziente Spray ist in Italien nicht zugelassen. Der hierzulande handelsübliche Pfefferspray ist kein approbates Mittel gegen ein Großraubtier“,
In Italien sind Pfeffersprays mit größerer Wirkung als Waffe eingestuft; somit gehört Pfefferspray in Italien zu den verbotenen Waffen. Nur mit einer entsprechenden Lizenz darf man in Italien Pfefferspray besitzen und bei sich führen.
Pfefferdosensprays auf OC Basis welche in Drogerien, Tabaktrafiken…… udgl. erhältlich sind, aber kaum Wirkung auf eine Tierabwehr haben, sind seit 2011 in Italien erlaubt und auch einsetzbar. Das Dekret Nr. 103 des italienischen Innenministeriums von 2011 regelt genau diese Sprays und folgende wichtige hier kurz zusammengefasste Vorschriften müssen eingehalten werden. Die Spraydose darf nur eine Mischung auf der Grundlage von Oleoresin Capsicum (OC) haben (also ohne Zusatz von anderen Chemikalien); die Packung darf nicht mehr als 20ml beinhalten mit einen Prozentsatz von nicht höher als 10% und mit einer maximalen Konzentrierung von “capsacina” und “capsaicinoidi” in der Höhe von 2,5%; in der Mischung dürfen keine entzündbaren, korrosiven, toxischen, Krebs erregende oder chemisch aggressive Substanzen sein; der maximale Strahl darf nicht mehr als 3 Meter reichen; die Spraydose muss ein Sicherheitssystem haben, damit es nicht zufällig aktiviert werden kann; auf der Packung müssen einige wichtige Informationen lesbar geschrieben sein: z.B. dass das Produkt nicht an Minderjährige unter 16 verkauft werden kann, alle Inhaltsstoffe (Chemikalien), die Gebrauchsanweisung, alle Sicherheitsvorkehrungen und dass das Produkt nur verwendet werden darf, um sich etwaigen Bedrohungen oder Überfällen zu entziehen, die die eigene Sicherheit gefährden. Wenn die Vorschriften des Dekrets nicht eingehalten werden, sind diese Sprays nicht erlaubt. Doch ist in Italien diese Art von Spray (auf Italienisch „spray al peperoncino“) nur unter bestimmten Bedingungen erlaubt. Das italienische Kassationsgericht hat z.B. mit dem Urteil Nr. 14807 vom 7. Januar 2016 festgelegt, dass das Tragen in der Öffentlichkeit von einer Spraydose mit einem Inhalt mit brennenden Eigenschaften auf der Grundlage von „oleoresin capsicum“ (dem Wirkstoff der scharfen Paprika), die Straftat des unerlaubten Führens von Waffen erfüllen kann. Schon oft haben sich in den letzten Jahren die italienischen Gerichtshöfe mit diesem Thema beschäftigt.
Also im Zweifel, vor allem wenn man solche Produkte im Internet kauft, ist es ratsam, sich zuerst bei den italienischen Behörden zu informieren.
In vielen europäischen Staaten ist Pfefferspray als verbotene Waffe eingestuft. Das bedeutet, dass sowohl der Verkauf als auch der Besitz und das Führen von Pfefferspray nicht erlaubt ist. Verbringt man seinen Urlaub z.B. in Griechenland oder in Großbritannien, sollte man sein Pfefferspray zu Hause lassen. Der Einsatz von Pfefferspray in Gefahrensituationen ist in diesen Ländern verboten. Auch in den Benelux Staaten, Belgien, Niederland und Luxemburg gilt Pfefferspray als Waffe. Im Norden von Europa darf kein Pfefferspray eingesetzt werden. In Dänemark, Norwegen, Schweden und Island ist der Einsatz von Pfefferspray verboten.
In Italien ist Pfefferspray mit einem Inhalt von 20 ml erlaubt,,,,, (siehe oben). In Deutschland darf Pfefferspray frei verkauft werden. Voraussetzung ist aber, dass das Pfefferspray als Tierabwehrspray gekennzeichnet ist.Legal darf Pfefferspray demnach erworben, mitgeführt und gegen angreifende Tiere eingesetzt werden. Dies trifft auf alle Pfeffersprays zu, die daher frei erworben und mitgeführt werden dürfen.
Neben Deutschland gibt es nur wenige Länder in Europa, in denen Pfefferspray vollkommen legal ist.
In Österreich fällt Pfefferspray im Gegensatz zu Deutschland unter das Waffengesetz, darf jedoch ebenfalls legal erworben, besessen und geführt werden. Eine Kennzeichnung als Tierabwehrspray ist hier nicht notwendig, die meisten Modelle enthalten jedoch trotzdem diese Kennzeichnung. Im Gegensatz zu Deutschland ist in Österreich jedoch ein Mindestalter von 18 Jahren vorgesehen. Kunden aus Österreich können jedoch in der Regel ohne Einschränkungen in Onlineshops Bestellungen durchführen. Im Gegensatz dazu, dürfen beispielsweise verschiedene Pfefferspraypistolen die in Österreich legal sind (z.B. Piexon JPX4) nicht nach Deutschland versendet werden.
In der Schweiz fallen Pfeffersprays nicht unter das Waffengesetz, unterliegen jedoch dem Chemikalienrecht, welches für den Verkauf sowie auch das Führen ein Mindestalter von 18 Jahren vorsieht. Das entsprechende Gesetz sieht zudem vor, dass der Verkäufer den Käufer bei Übergabe über entsprechende Schutzmaßnahmen informieren muss. Diese Aufllärung kann jedoch auch im Rahmen des Einkaufs über Onlineshops erfolgen, wobei hier zudem eine Altersidentifikation stattfindet.
Pfefferspry verschiedene Grössen/Inhalte mit Schutzklappe oben
Darf Pfefferspray gegen Menschen eingesetzt werden?
Pfefferspray darf in Deutschland grundsätzlich nicht vorsätzlich gegen Menschen eingesetzt werden. Es gibt allerdings zwei Ausnahmen. Erstens darf die Polizei Pfefferspray in bestimmten Situationen gegen Menschen einsetzen. Außerdem darf jedermann in Notsituationen auch Pfefferspray zur Notwehr einsetzen. Der Einsatz von Pfefferspray gegen Menschen ist im Falle der Notwehr nicht strafbar. Ob es sich im konkreten Fall tatsächlich um Notwehr handelt, ist nicht immer eindeutig. Letztlich entscheidet dies im Streitfall ein Richter. Zum Einsatz gegen Menschen ist in Deutschland nur CS-Verteidigungs-Spray zugelassen.
In Deutschland ist Tierabwehrsprays logischerweise ausschließlich zum Einsatz gegen Tiere gedacht. Gerade darum sind sie nicht als Waffe klassifiziert. Der Einsatz gegen Menschen ist also verboten. Allerdings ändert sich das, sobald man in eine Notwehrsituation gerät. Führt man dann (ganz zufällig) in Pfefferspray mit sich, darf man dies zur Notwehr benutzen.
Pfefferspraydosen haben eine Reichweite von maximal 10 Meter. Ideal auch für Wolf- und Bärenschutz
Wann gilt der Einsatz von Pfefferspray als Notwehr?
Als Notwehr bezeichnet der Gesetzgeber Maßnahmen, die notwendig sind, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff abzuwehren.
BlackDefender Pfefferspray OC 5000 Mega Weitstrahl mit Pistolengriff zur schnellen Verteidigung 400ml
Im Klartext bedeutet das, dass man sich, wenn ein Angriff auf die eigene Person erfolgt, mit den unmittelbar zur Verfügung stehenden Mitteln zur Wehr setzen darf – dies können die Fäuste, ein Regenschirm, oder eben ein Pfefferspray sein. Wichtig ist dabei, dass man einem Angriff nicht „zuvor kommt“, und dass man im Rahmen des gesunden Menschenverstandes ein gewisses Maß an Verhältnismäßigkeit wahrt (als Beispiel wird gerne das Erschießen der Nachbarskinder, die Kirschen vom Baum klauen, verwendet).
Auch gilt die Notwehr als „letztes Mittel“, das nach Möglichkeit zu vermeiden ist. Wenn man also, anstatt das Pfefferspray herauszuholen, auch die Flucht ergreifen könnte, ist die Flucht vorzuziehen.
Der Einsatz von Pfefferspray gegen Menschen ohne Notwehrsituation gilt als gefährliche Körperverletzung, die mit einer mindestens dreimonatigen, in schweren Fällen sogar mehrjährigen Freiheitsstrafe geahndet wird. Schadenersatzzahlungen können natürlich gefordert werden. Unmittelbar nach einem solchen Vorfall sollten Sie die Polizei verständigen und nach Möglichkeit Zeugen hinzuziehen, die Ihre Handlung als Notwehrhandlung bestätigen können.
Ob im Einzelfall tatsächlich eine gewaltsame Auseinandersetzung als Notwehrhandlung gilt, entscheidet sich im Zweifelsfall vor Gericht. Entscheidend ist, ob die Gegenwehr tatsächlich als Reaktion auf einen Angriff erfolgt ist, und ob sie leicht zu vermeiden gewesen wäre. In Ausnahmefällen, wenn die Gegenwehr in starkem Missverhältnis zum Angriff steht – wenn jemand also beispielsweise minutenlang in „Notwehr“ auf jemanden einschlägt, der bereits aufgegeben hat, spricht man von „Notwehrexzess“, was in der gerichtlichen Beurteilung gegebenenfalls auch eine Rolle spielen kann.
Pfefferspray in anderen Ländern
Viele Länder haben sehr unterschiedliche Regelungen in Bezug auf den Erwerb, die Mitführung und den Einsatz von Pfeffersprays.Die folgenden Informationen haben wir zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nach bestem Wissen zusammengestellt. Wir weisen aber darauf hin, dass solche Regelungen durchaus Änderungen unterworfen sind und dass wir daher keine Haftung für die hier veröffentlichten länderspezifischen Regelungen zu Pfeffersprays übernehmen. Informieren Sie sich dazu bitte bei den zuständigen Behörden.
Was muss man wissen über die unterschiedlichen Arten von Abwehrsprays? Pfefferspray wirkt völlig anders als CS-Gas. Pfefferspray wird auch deshalb häufig bevorzugt, weil es immer wirkt, was bei CS-Gas nicht unbedingt der Fall ist. Die wichtigste Aussage vorab: Wird ein Tier oder ein Mensch mit dem hochdosierten Pfefferspray an den Augen getroffen, so können die Augen mindestens fünf Minuten lang nicht mehr geöffnet werden.
Im Wesentlichen gibt es zwei Sorten von Abwehrsprays: Pfefferspray und CS-Verteidigungsspray, welches häufig als CS Gas bezeichnet wird. Der Wirkstoff im CS-Gas wirkt auf das Schmerzzentrum im Gehirn. Wenn das Schmerzzentrum z.B. durch starke Schmerzmittel oder Alkohol blockiert ist, dann ist auch die Schmerzempfindung beim Einsatz von CS-Gas reduziert. Deshalb reagieren alkoholisierte Personen Teilweise weniger auf CS-Verteidigungssprays. Der Wirkstoff des Pfeffersprays wirkt stärker auch bei Personen, deren Schmerzempfinden teilweise blockiert ist. Insofern wirkt in der Regel das hochdosiertes Pfefferspray gegen aggressive Betrunkene zuverlässiger als CS-Sprays.
Wirkung von Pfefferspray bei Tieren
Die Wirksubstanz verursacht auf Schleimhäuten und auf der Bindehaut ein brennendes Gefühl. Zudem kommt es, wenn der Sprühnebel partiell eingeatmet wird, zu einem heftigen Hustenreflex. Der in der Tierarztpraxis festgestellte beißende stechende Geruch kommt von den Wirkstoffpartikeln die noch am Fell des Tieres hafteten. In gleicher Weise wird eine Übertragung auf den Menschen zwangsläufig, wenn das kontaminierte Tier z.B. gestreichelt wird.
Bericht/Quelle: PW-Südtiroler Jagdportal, BALLISTOL PFEFFERSPRAY und Presseberichte. Wir weisen aber darauf hin, dass in der Berichterstattung durchaus Änderungen unterworfen sind und dass wir daher keine Haftung für die hier veröffentlichten länderspezifischen Regelungen zu Pfeffersprays übernehmen. Informieren Sie sich dazu bitte bei den zuständigen Behörden.
Die Kultur der Jagd vermitteln – Aufruf an mehr Zusammenhalt, auch bei Bär und Wolf muss eine Lösung gefunden werden.
Am Wochenende fand zum ersten mal die Hegeschau in Ladinien statt. Das Organisationskommitee hat es nicht gescheut daraus ein Grossereignis zu veranstalten.. Den Anfang machten schon am Freitag die Schulklassen aus Gröden und Laien mit über 250 Schülern, die durch die Räumlichkeiten der ausgestellten Trophäen geführt- und am Ende der Besichtigungen mit einem Memory Spiel beschenkt wurden.
Die diesjährige Hegeschau des Bezirkes Brixen fand im Hotel Alpenroyal in Wolkenstein statt. Organisiert von den drei Revieren, Wolkenstein, St, Christina und St. Ulrich. Das Orqanisationskommitee: Bezirksjägermeister Rino Insam, Walter Crepaz, Ingrid Mussner, Ralph Riffesser, Kuno Moroder, Hansi Alton (Revierleiter St. Ulrich) , Wolfgang Mussner (Revierleiter von Wolkenstein), Hannes Prinoth vom Hotel Alpenroyal und Rainer Avesani, haben keine Kosten und Mühen gescheut das ganze Areal vom Hotel Alpenroyal in eine Festveranstaltung umzuwandeln. Die Jagdhornbläser „Peitlerkofel“ von St. Andrä-Aferns, die Tanzkapelle „die 3 Verschärften“ die Jagdhornbläser „Hühnerspiel von Lüsen, der Männerchor „Sasslong“ die Böhmische von St. Christina, die Kapelle „Jägerkrainer“ und die Böhmische „Pfeffersberger ‚Radlseeblech“ sorgten für die musikalische Unterhaltung.
Die erste Hegeschau in Ladinien – Den Anfang machten schon am Freitag, 14.04.2023 die Schulklassen aus Gröden und Laien mit über 250 Schülern, die durch die Räumlichkeiten der ausgestellten Trophäen geführt wurden.
Am Samstag,15.04. wurde die Veranstaltung mit einem Festumzug mit Musikkapelle, Festkutsche, Jagdhornbläser, Grödner Trachten eröffnet (SIEHE DIE VIDEO FOTOSHOW bei YOU TUBE ) .
Anschließend wurden alle Festgäste zum offiziellen Teil mit einem Rückblick auf das abgelaufene Jagdjahr 2022, eingeladen. Musikalisch umrahmt von der Jagdhornbläsergruppe „Peitlerkofel St. Andrä-Afers“
Walter Crepaz vom Organisationskommitee
Dr. Walter Crepaz vom Organisationskommitee begrüßte alle Anwesenden und dankte allen die bei dieser Hegeschau aktiv mitgeholfen haben. Ein besonderer Dank an den Hausherren Hannes Prinoth vom Hotel Alpenroyal der sein Haus für diese Veranstaltung zur Verfügung gestellt hat. Ein besonderer Dank an die Raiffeisenkasse Gröden, dem Tourismusverband, der Sparkasse und der Sparkassenstiftung der Region für die Unterstützung, die es ermöglicht haben, das Buch „FLORA UND FAUNA DER DOLOMITEN“ von Karl Demetz und Josef Wanker mit über tausend Exemplaren kostenlos verteilen zu können.
Beziirksjägermeister Rino Insam
Der Bezirksjägermeister Rino Insam und auch Revierleiter von St. Christina begrüßte alle Fest- und Ehrengäste und danke zugleich den Organisatoren für die Unterstützung und aktives Mitwirken bei dieser Hegeschau. Der Bezirksjägermeister begann sein Referat mit den Worten: „Ich habe am Anfang darauf hingewiesen, dass heuer eine ganz besondere Hegeschau stattfindet. Einmal wegen der vielen wichtigen Gäste, die uns ihre Zeit gewidmet haben, dann aber auch, weil erstmals in der Geschichte unserer Jagd in unserem Tal in Gröden eine Hegeschau stattfindet. Ich danke den Revierleitern und allen Jägerinnen und Jägern Grödens, dass sie sich bereit erklärt haben, zusammen diese Veranstaltung hier in Wolkenstein zu organisieren. Ich danke vor allem Hannes Prinoth für die Räumlichkeit des Hotel Alpenroyal und dem Notar Walter Crepaz, denn sie haben mit Energie und ihrer Hilfe wesentlich dazu den Anstoß gegeben und einen wichtigen Beitrag geleistet.
Mein Gedanke ist der, dass eine gemeinsame Hegeschau sicher auch nützlich für eine eventuelle zukünftige Errichtung einer Wildabgabestelle mit Kühlzelle sein könnte. Die meisten Reviere unseres Landes besitzen eine solche und ich persönlich würde es auch sehr begrüßen, gemeinsam in diese Richtung zu gehen.
Festgäste bei der Hegeschau (klicken sie auf die Bilder um diese zu vergrössern)
Gröden ist ja ein besonderes Tal im Land Südtirol, nicht nur, weil wir zusammen mit dem Gadertal unsere eigene Sprache sprechen, sondern auch, weil es hier eine ganz besondere Entwicklung gegeben hat. Nirgendwo in Südtirol ist der Tourismus so entschlossen entwickelt worden wie hier in den Dolomiten, und jeder Besucher unserer Täler kann dies sofort erkennen.
Der Tourismus ist eine tragende Säule unserer Gemeinschaft. Aber neben dem Tourismus haben sich auch andere prägende Elemente unseres Tales gut erhalten und entwickelt. Ich zähle dazu das Kunsthandwerk, allgemein die Kultur, die Musik, das besondere Brauchtum und nicht zuletzt auch die Jagd, die ja zu den ältesten Tätigkeiten gehört.
Wir haben es als Jäger verstanden, unsere Tätigkeit den Gegebenheiten anzupassen. Natürlich gibt es dabei unterschiedliche Interessenslagen, und nicht immer haben alle die gleiche Meinung. Das ist in einer pluralistischen Gesellschaft nicht nur normal, sondern auch richtig. Denn am Ende muss man in einer demokratischen Gemeinschaft die Kompromisse schließen, die es nun einmal für den Bestand und die Entwicklung unserer Gesellschaft braucht. Deshalb danke ich vor allem den hier anwesenden politischen Vertretern unseres Landes, aber auch jenen, die in Verwaltungsämtern wesentliche Funktionen erfüllen für die Unterstützung, die Kompromissbereitschaft, für das Zusammenstehen in unserem Land.
Hier ist es wohl auch an der Stelle, dass ich die wichtigsten hier anwesenden Vertreter um ihre Grußbotschaft bitten darf.
Als Hausherrn darf ich als ersten den Bürgermeister von Wolkenstein Roland Demetz herbitten.
Roland Demetz – Bürgermeister von Wolkenstein-Gröden
Der Bürgermeister von Wolkenstein Roland Demetz bedankte sich für die Einladung und meinte:“ Ich bin seit vielen Jahren Bürgermeister, aber ich hatte noch nie die Ehre bei einer Hegeschau einige Grussworte an die Festgäste zu richten. Gröden hat nicht nur ein schönes Jagdgebiet sondern auch Tourismus mit Kultur. Gröden ist mit den drei Ortschaften und Revieren St. Christina, St. Ulrich und Wolkenstein und der legendären Grödner Gastfreundschaft ein echtes Urlaubsparadies. Gröden ist aber auch ein Ort voller Traditionen und Geschichte. Im Tal gibt es drei offizielle Sprachen: Ladinisch (eine alte romanische Sprache), Deutsch und Italienisch. Gröden hat ein schönes Jagdrevier mit einem guten Wildbestand, aber das Wild muss auch gepflegt werden, wie unsere Landschaft, so der Bürgermeister Demetz.
Besorgt ist der Bürgermeister über die Zunahme von Wolf und Bär, er meinte durch diese Wildart ist nicht nur unsere Almwirtschaft und unser Tourimus gefährdet sondern auch die Mitbürger haben Angst sich in der Natur zu bewegen. Jäger sind auch Soldaten der Natur, sie haben nicht nur die Aufgabe das Wild dem Ökosystem anzupassen, sondern auch das Wild zu beschützen und die Natur zu pflegen. Mit einem Weidmannsheil beendete der Bürgermeister seine Rede und wünschte den Festgästen noch weitere schöne Stunden bei der Hegeschau und im Grödnertal.
Senator Meinhard Durnwalder
Senator Meinhard Durwalder begrüßte auch alle Festgäste und Politiker und danke den Organisatoren für die gut organisierte Hegeschau im Bezirk Brixen.
Durnwalder sagte: “ Zurzeit haben wir es in Rom ein wenig leichter über die Jagd zu reden, den der Landwirtschaftsminister in Rom Francesco Lollobrigida ist auch selber Jäger und kennt unsere Probleme. Wir haben den Minister nach Südtirol eingeladen, um unsere Anliegen und Probleme mit ihm besprechen zu können, wir hoffen, dass der Minister unsere Einladung annimmt. Auf römischer Ebene haben wir nicht nur einige Freunde der Jagd, natürlich haben wir auch Jagdgegner die immer wieder versuchen die Jagd mit neuen Gesetzen zu verbieten oder einzuschränken. Immer wieder eingebrachten Gesetzesentwürfe bringen uns zu neuen Herausforderungen bezüglich Jagd. Leider schaffte es Albert Planker nicht mehr den Sprung nach Rom der sich immer für die Jagd in Rom stark gemacht- und immer wieder für das Südtiroler Jagdsystem gekämpft hat. Auch Bär und Wolf sind zurzeit ein heikles Thema in Rom welches stark diskutiert wird. Mittlerweise kommt mir vor, dass diese Wildarten mehr geschätzt werden wie ein Mensch. Senator Durnwalder wird sich auch in Zukunft für die Jagd in Südtirol einbringen und unser Jagdystem verteidigen, so seine Schussworte.
Musikalische Einlage der Jagdhornbläser Peitlerkofel St. Andrä-Afers
Der Landesrat Daniel Alfreider bedankt sich bei den Organisatoren für die Vorbildliche Veranstaltung. Ein Dank auch an Dr. Benedikt Terzer vom Südtiroler Jagdverband für die Unterstützung und dem Beitrag bei dieser Hegeschau im Bezirk Brixen, so der Landesrat Alfreider.
Landesrat Daniel Alfreider
Wir haben halt unterschiedliche Ressorts mit auch unterschiedlichen Meinungen, auch im Landtag haben wir manchmal unsere Schwierigkeiten, Themen objektiv und sachlich zu führen. Gerade jetzt beim Grossraubwild ist es trotz Zahlen und Fakten schwierig sachlich zu diskutieren und die Tierfreunde vom Gegenteil zu überzeugen. Es geht nur gemeinsam. Den Streit in den eigenen Reihen können wir uns nicht leisten. Dies möchte ich vor allem jenen ans Herz legen, die mit anderen Botschaften unterwegs sind“, ließ der Landesrat Daniel Alfreider die Jäger bei der Hegeschau wissen.
Auch als ich noch im Parlament war, wurden wir immer wieder Mundtot gemacht, auch Zahlen und Fakten durften nicht an die Öffentlichkeit gelangen, denn Jagd versteht nicht jeder, die Nichtjäger sind immerhin in der Mehrheit, man wollte oder konnte sie von der Wichtigkeit der Jagd nicht überzeugen. Jagd ist Tradition und Kultur, gerade bei dieser Hegeschau in Gröden versuchte man auch die Trachten zu präsentieren, eine Kultur und Tradition die Geschichte schreibt so der ladinische Landesrat. Weiteres müssen wir gemeinsam gegen das Großraubwild Wolf und Bär kämpfen und nicht unsere Kultur und Tradition (Almbewirtschaftung) in Frage stellen.
Italienische Vertretung: Sandro Covi
Als traditionelles Südtirol können wir das so nicht hinnehmen. Es gibt in Südtirol sehr viele Leute, die viel Kraft und Mühe in unsere Kultur und Tradition hineinstecken, um diese zu bewahren und zu pflegen. Auch in der Jagd können wir hart diskutieren aber nach aussen müssen wir gemeinsam auftreten, denn Jagd ist ein Teil unserer Kultur so die Schlussworte des Landesrates.
Der Vertreter der italienischen Sprache Sandro Covi referierte in italienischer Sprache und sprach über die Schwierigkeiten der Hirschjagd und den abstoßenden Bildern von erlegten Tieren in diversen Internetportalen.
Das Referat im mp3
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Landesjägermeister Günther Rabensteiner
Der Landesjägermeister Günther Rabensteiner sprach „klare Worte“ und sagte:“
Geschätzter BJM, lieber Rino, werte Revierleiter, lieber Wolfgang und Hansi, ich schließe mich den Grußworten meines Vorredners und Bezirksjägermeisters an, liebe Jagdaufseher, liebe Hundeführer, liebe Jagdhornbläser, liebe Jägerinnen und Jäger, Freunde der Jagd und Naturliebhaber, Euch allen ein herzliches Grüß Gott und Weidmannsheil! Un particolare saluto anche alle Autoritá italiane intervenute a questa rassegna die trofei.
Die Hegeschau ist ein Erntedank für das abgelaufene Jagdjahr. Die präsentierten Trophäen geben uns Auskunft über unsere Wildbestände. Doch nicht nur das. Sie erzählen uns auch eine Menge anderer Dinge. Dem Erleger rufen sie noch einmal sein Jagderlebnis ins Gedächtnis. Die Jagdkameraden erinnern sich an den geselligen Abend, als der Abschuss gebührend gefeiert wurde. Und an den schweren Kopf am Tag darauf. Und der Gamspirschführer mag zu Recht- auch ein wenig stolz sein, den Abschuss gut begleitet zu haben. Die ausgestellten Trophäen erzählen uns außerdem auch, ob das Wild gesund ist oder nicht, ob die Äsung knapp ist oder nicht und wie es um den Lebensraum des Wildes bestellt ist. Gerade hier kommt uns Jägern und Jägerinnen ein großer Auftrag zu. Jahr für Jahr unsere grösste Aufgabe: Die Erfüllung der Abschusspläne. In vielen Revieren ist die Schalenwildjagd mittlerweile zu einem Knochenjob geworden und nur dank der vielen engagierten Jägerinnen und Jägern sind wir imstande, die Abschusspläne bestmöglich zu erfüllen.
Wir Jäger finden uns in der Diskussion um Wald und Wild leider allzu oft zwischen Hammer und Amboss wieder. Auf der einen Seite drängt die Forstwirtschaft immer stärker auf höhere Abschusspläne, auf der anderen Seite feinden radikale Tierschützer die Jagd massiv an. Die einen werfen uns vor, wir würden zu WENIG schießen, die anderen werfen uns vor, DASS wir schießen. Dabei dürfen wir eines nicht vergessen: Die Basis des Südtiroler Jagdsystems. Und das ist der ehrenamtliche Einsatz der vielen freiwilligen Funktionäre, in erster Linie der Revierleiter und der Vorstandsmitglieder. Sie sind es, die vor Ort das Jagdgeschehen zusammenhalten. Sie motivieren die Jäger und Jägerinnen in ihrem Auftrag, das Wild zu regulieren.
Umso mehr ist es für mich unverständlich und nachvollziehbar, dass vor einigen Wochen 4 Revierleiter persönlich dafür belangt wurden, dass in ihrem Revier der Abschussplan auf Schalenwild nicht ausreichend erfüllt wurde. Dass der Revierleiter von der Forstbehörde für die ungenügende Abschussplanerfüllung in seinem Revier zur Verantwortung gezogen wird, DAS KANN ES nicht SEIN! Wir haben bis zuletzt versucht, die Beamten der Forstverwaltung und auch unseren Landesrat Schuler Arnold davon zu überzeugen, dass die Verhängung von Strafen das falsche Signal, der falsche Weg ist. Anstelle von Strafen brauchen wir Maßnahmen, die die Erfüllung der Abschusspläne erleichtern. Wir, der Südtiroler Jagdverband, stehen hinter den Revieren, die Strafen werden nun vor Gericht angefochten und wir werden dafür kämpfen, dass die Strafen aufgehoben werden.
Die Reviere sind über uns rechtsschutzversichert. Das heißt, dass die Anwaltskosten von der Versicherung des Südtiroler Jagdverbandes übernommen werden. Zudem haben wir als Jagdverband ein Gutachten bei einem der renommiertesten Experten im Bereich Forstwirtschaft, Prof. Dr. Dr. Sven Herzog in Auftrag gegeben. Auch diese Kosten übernehmen wir als Jagdverband, um die Reviere und die Südtiroler Jagd vor weiteren Angriffen zu schützen. Wir Südtiroler Jäger und Jägerinnen müssen in dieser schwierigen und neuartigen Situation mehr denn je zusammenhalten. Wenn wir uns gegeneinander ausspielen lassen, sind wir selbst schuld.
Als vor 9 Jahren Landesrat Arnold Schuler das Ressort „Land- und Forstwirtschaft“ und damit auch die Jagd übernommen hat, war es eines der ersten Dinge, die er anging, die Abschüsse auf den Domänenflächen neu zu regeln. Meiner Meinung nach hat er damals eine sehr weise und gute Regelung gefunden. Diese Regelung wurde nun leider gekippt, weil der jetzige Direktor der Agentur Landesdomäne die Haftung für die Abschüsse auf den Domänenflächen nicht mehr länger übernehmen will und das dazu notwendige Dekret nicht mehr unterschreiben will und somit entschieden hat, dass die Jägerinnen und Jäger, u.a. die benachteiligten Reviere, keine Abschüsse mehr bekommen sollen. Landesrat Schuler hat uns daraufhin im letzten Jahr bei den Hegeschauen und bei unserer Vollversammlung versprochen, dass hier eine Lösung gefunden wird. Das ist ihm leider bisher nicht geglückt. Doch ein Versprechen hat ja keine Fälligkeit und ich appelliere an dieser Stelle noch einmal an den Landesrat, zu seinem Wort zu stehen und die Sache so schnell wie möglich zu lösen.
Als ich das Amt des Landesjägermeisters übernommen habe, habe ich mir zum Ziel gesteckt, die Information und Kommunikation zu optimieren. Während der Pandemie haben wir unsere Mitglieder über regelmäßige Newsletter und Rundschreiben informiert. Als wir dann im letzten Jahr alle wieder etwas aufatmen durften, konnten wir endlich das nachholen, was ich mir schon lange vorgenommen hatte: Ein Treffen der Revierleiter und Vorstandsmitglieder in allen acht Bezirken des Landes. Diese Treffen waren in fast allen Bezirken sehr gut besucht und boten die Möglichkeit, sich gegenseitig auszutauschen. Gemeinsam mit unserem Team der Geschäftsstelle waren wir in allen 8 Bezirken vor Ort und haben bei dieser Gelegenheit auch den neuen Leitfaden für Revierleiter vorgestellt. In diesem Handbuch werden alle Aufgaben, Termine und gesetzlichen Grundlagen zusammengefasst, die bei der Verwaltung der Reviere im Auge zu haben sind.
Daneben wollen wir aber auch in die Zukunft investieren. Und die Zukunft, das sind die Kinder, die Jugend. Wir haben in den letzten Monaten den Grundstein dafür gelegt, die Jagd auch den Kindern näher zu bringen, in den Schulen, in den Kindergärten. Das Memory-Spiel des Südtiroler Jagdverbandes und der JAGERRUCKSOCK mit Lehrmaterial und Anleitungen für die Gestaltung von Unterrichtseinheiten sind zwei erste Schritte in diese Richtung.
Liebe Jägerinnen und Jäger, ein herausforderndes Jahr liegt hinter uns und ein herausforderndes Jahr steht uns wieder bevor. Sturmereignisse, Trockenheit, Waldbrände, Hitzewellen, Rotwilddichten, Schädlingsbefall, in unserer Natur passiert gerade etwas, das wir in dieser Form noch gar nicht kennen und auf das selbst die Experten auch noch keine sichere Antwort haben. Umso wichtiger ist die Zusammenarbeit der verschiedenen Partner. Unser Dialog mit den Vertretern der Landwirtschaft und mit dem Südtiroler Bauernbund ist ausgesprochen gut und freundschaftlich. Und auch mit der Forstbehörde führen wir gute Gespräche, abgesehen von den bekannten Streitpunkten. Ein ehemaliger Landesforstdirektor hat vor Kurzem einmal gesagt: Südtirol ist ein zu kleines Land, als dass Forst und Jagd es sich leisten könnten, nicht am selben Strang zu ziehen. In diesem Sinne hoffe ich, dass uns dies auch jetzt, in schwierigen Zeiten, gelingen wird.
Liebe Jägerinnen und Jäger, wir alle wissen: Die Jagd ist ein anspruchsvolles Handwerk. Ich danke Euch für Euren unschätzbaren Einsatz, für Euren ideellen Aufwand, mit dem ihr ein sauberes, herzeigbares Weidwerk betreibt und für Eure Bereitschaft, den vielen Anforderungen, die an uns gestellt werden, gerecht zu werden. Der Hegeschau wünsche ich einen guten Verlauf, verbunden mit einem herzlichen Dankeschön und ein großes Lob und Kompliment dem Organisationskomitee, allen voran Herrn Dr. Crepaz Walter für das wunderbare Rahmenprogramm mit den verschiedenen Vorträgen über Wolf, Jagdethik und Wildfleischgenuss. Verbringen sie noch ein paar nette Stunden im Rahmen der Jägerschaft.
Ein Rückblick über das abgelaufene Jagdjahr vom Bezirksjägermeister Rino Insam: Zu Beginn möchten wir unserer verstorbenen Jagdkameraden gedenken und bitte deshalb eine Gedenkminute abzuhalten, zu der wir uns bitte alle erheben wollen. Ich bitte somit die Jagdhornbläsergruppe „Peitlerkofel von St. Andrä/Afers“ unter der Leitung von Bacher Albin und Obmann Prader Hubert, das große „Halali“ zu spielen.
Trotz allem sieht man dass die Rehwildjagd viel Freude bereitet. Im Bezirk Brixen wurden 531 T-Böcke und 547 weibliches Rehwild erlegt.
In den Alpen ist der Winter einer der Hauptfaktoren für den Rehbestand. Auch der Einfluss von großen Beutegreifern ist nicht zu unterschätzen.
Beim Rehkitzanteil merkt man, dass das Verhältnis männlich zu weiblich ungünstig ist. Es wurden 27 Bockkitze und 185 Geißkitze erlegt. Ein Ausgleich zwischen Bock- und Geißkitzen wäre anzustreben.
Zum Gamswild: von den 436 Stücken wurden lediglich 365 Stücke erlegt. Viele Faktoren spielen eine Rolle weshalb der Abschussplan nicht erfüllt wurde.
Man sieht, dass die Klassenverteilung zulasten der Jahrlinge liegt. Geißen werden im Verhältnis weniger erlegt. Dies könnte eine Folge der Räude sein.
In manchen Revieren in unserem Bezirk hat der Tourismus stark zugenommen. Das beeinflusst auch die Sichtbarkeit des Gamswildes, weshalb oftmals eine Bejagung erst im Spätherbst möglich wird.
Die Räudewelle ist noch nicht abgebrochen, jedoch schreitet sie stetig voran. Bis jetzt sind in unsere Bezirk im Jahr 2023 16 Räudefälle zu verzeichnen. Ein Schwerpunkt liegt im Revier Pfunders.
Es gibt Reviere die sich bemühen die Altersklassen gemäß Hegerichtlinien einzuhalten, andere weniger. Umso wichtiger ist es daher, die Zählungen im Hegering 23 heuer durchzuführen.
Zum Rotwild: Die Abschussplanerfüllung im vergangenen Jagdjahr lag nur bei 69%. Das liegt unter anderem auch daran, dass der Abschussplan im Verhältnis wohl zu hoch angesetzt wurde. Im Bezri Brixen wurden 110 T-Hirsche und 224 weibliche Hirsche, also insgesamt 334 Rotwild erlegt.
Dass wir beim Rotwild derzeit einen Rückgang haben, liegt hauptsächlich daran dass in unserem Bezirk viele Alttiere und Schmaltiere zur Strecke gekommen sind.
Landesweit hat man heuer festgestellt, dass das Alter der erlegten Hirsche zunehmend ist. Man sieht dass fast gleich viel männliche als auch weiblich erlegt worden sind.
Die Zählungen des heurigen Jahres im Bezirk Brixen zeigen einen rückläufigen Trend.
Nach wie vor kommt der Niederwildjagd eine immer geringere Bedeutung zu. Dies ist sehr zu bedauern, zumal die Niederwildjagd für die Gemeinschaft innerhalb der Jägerschaft sehr wichtig ist.
Das Dekret zur Fuchsregulierung hat es uns ermöglicht die Jagdzeit zu verlängern und bereits ab dem 15. Juli auf Fuchsjagd zugehen. Es wurden 163 Füchse erlegt.
Die gewissenhafte Eintragung der Abschüsse in die digitale Datenbank bildet die Grundlage für das Dekret des Folgejahres.
Man merkt, dass der Klimawandel einen Einfluss auf die Hühnervögel hat. Sie ziehen sich immer höhere Lagen zurück. Im letzten Jahr wurden 49 Birkhähne und 11 Schneehühner erlegt.
Das Dekret für die Murmeltierentnahme ist in den Schadgebieten eine große Hilfe. Es bleibt zu hoffen, dass diese weiterhin genehmigt werden.
Wir Jäger und auch unsere Jagdaufseher werden immer öfter eingeladen in Schulen und Kindergärten über das Thema Wild &Wald zu sprechen. Der JAGERRUCKSOCK ist genau dafür ausgelegt und soll die Jägerschaft bei dieser wichtigen Aufgabe unterstützen. Der Rucksack ist mit Spielen, Bestimmungs- und Sachbüchern, Lehrmaterialien und Anleitungen für 15 Spiele zum Thema Wild und Wald gefüllt. Zusätzlich dazu gibt es noch eine Box die mit Bälgen, Fellen, Trophäen und Losungen gefüllt ist. Nicht nur Jagdaufseher, Jäger und Jägerinnen können den JAGERRUCKSOCK bei uns ausleihen, sondern auch Lehrpersonen oder andere Interessierte.
Wenn Sie den JAGERRUCKSOCK ausleihen wollen, oder sonst Fragen zum Thema Wildpädagogik haben, dann wenden Sie sich gerne an Nadia Kollmann.
Des weiteren haben wir ein tolles Spiel für Groß und Klein angefertigt, das wilde Memo. Das Spiel ist mit Fotos von 20 heimischen Wildtieren ausgestattet. Die Kinder die unsere Hegeschau besichtigt haben, haben ein solches Memo als Geschenk erhalten. Für interessierte kann es in der Geschäftsstelle des SJV erworben werden.
Wir haben in knapp einem Jahr über 1.000 Memos verkauft bzw. verschenkt!
Schlusswort von Rino Insam: Jetzt ist es wohl auch angebracht, unseren Jagdhornbläsern einen Dank auszusprechen. Ich danke Euch für Eure Darbietungen heute und nicht nur hier, bei dieser Gelegenheit, sondern ich möchte auch allen Jagdhornbläsern des Landes Anerkennung und Dank für eure Tätigkeit aussprechen.
Ich möchte noch einige Kernpunkte der Jagd nennen. Die Jagd ist uralt. Um sie zu erhalten, ist es wichtig, einige Dinge vor Augen zu halten. Die Jagd muss sich zunächst der Erhaltung der Wildtiere und der Lebensräume widmen. Das ist heute wichtiger als je zuvor. Wir haben schon in den letzten Jahrzehnten und Jahren mehrere Akzente in diese Richtung gesetzt.
Zum zweiten ist die Jagd auch ein Kulturgut. Die Kultur ist das Fundament unserer Gesellschaft, und die Jagdkultur ist eine Basis für unsere Jägerschaft. Deshalb freut es mich, wenn kulturelle Tätigkeiten gepflegt und gefördert werden. Hier darf ich auch mit einem gewissen Stolz auf die Leistungen verweisen, die gerade in den ladinischen Tälern erkennbar sind.
Zum dritten ist die Jagd der Tradition verpflichtet. Aber aufgepasst! Die Tradition muss in die Zukunft leuchten. Denn Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers.
Wir wollen mit Eifer unseren Weg weitergehen und unser Wild erhalten, pfleglich nutzen, unsere Kultur fördern und unsere zukunftsfähigen Traditionen erhalten.
Allen Mitwirkenden Aufsehern, Jägerinnen und Jägern noch einen herzlichen Dank und auf eine gemeinsame gute Zusammenarbeit.
Ich bedanke mich für eure Aufmerksamkeit, ich wünsche für das kommende Jagdjahr den Jägerinnen und Jägern guten Anblick und den Nichtjägern unter uns viel Freude an der Vielfalt und insbesondere am Wild in unserem schönen Land. Schöne Anblicke fürs Heurige Jahr und Wmh!
Am Sonntagvormittag, 16.04. wurde unter reger Teilnahme und Mitgestaltung der Jägerschaft der Gottesdienst vom Pfarrer Prof. Markus Moling zelebriert. Viele Einheimische und Nichtjäger“ aus Nah und Fern, haben den Gottesdienst besucht. Der Männerschor „Sasslong“ aus Gröden und die Jagdhornbläsergruppe „Hühnerspiel“ von Lüsen umrahmten die Messfeier mit Musik und Gesang.
Anschließend Frühschoppen mit Brezen, Weißwürste und Bier, musikalisch umrahmt von der „Böhmischen St. Christina“, vom “Männerchores Sasslong” und von der “Jagdhornbläsergruppe Lüsen”
Jagdhornbläser “Hühnerspiel” Lüsen
Dass der Wolf nach seiner Ausrottung durch den Menschen in alte Lebensräume zurückkehrt, freut nicht nur Naturschützer. Doch es gibt auch immer mehr kritische Stimmen. Sie verlangen Obergrenzen und Abschussgenehmigungen für „Problemwölfe“. Doch gibt es die überhaupt? Oder haben eher wir Menschen Probleme mit Wölfen? Wie können wir wieder lernen, mit dem Wolf zu leben? Um diese und weitere Fragen geht es in diesem Dossier. Zu diesem Thema hielt Paolo Molinari gegen Mittag einen Vortrag
Anschließend spielten die JÄGERKRAINER MIT FARA und sorgten für Stimmung. (Foto: Antonia Bergmeister)
Weitere Vorträge von Prof. Markus Moling zum Thema: „Jagdethik im 21. Jh.“ und ein Vortrag von Dr. Christian Thuile zum Thema: „So gesund ist Wildfleisch!“
von links nach rechts: Prof Markus Moling, Paolo Molinari, Landesjägermeister Günther Rabensteiner, Direktor Südtiroler Jagdverband Dr. Benedikt Terzer, Dr, Christian Thuile, Alt Landeshauptmann Dr. Luis Durnwalder
Am Samstag, sorgten die 3 VERSCHÄRTEN für eine musikalische Unterhaltung
Musikalisch beendet wurde die Veranstaltung von der Böhmischen Kapelle “Pfeffersberger Radlseeblech”
Bericht und Fotos: WP Südtiroler Jagdportal Sämtliche Unterlagen wurden uns freundlicherweise vom Bezirksjägermeister Rino Insam und vom Landesjägermeister Günther Rabensteiner zur Verfügung gestellt: Graphik: Südtiroler Jagdverband
Der Jagddruck und vor allem das Rotwild, beeinträchtigen die Hasenjagd auch in Südtirol, darum blicken so manche Hasenjäger mit Sorge der Zukunft entgegen. Es gibt immer weniger Hasenjäger, die dieser Passion nachgehen, sich die Zeit nehmen einen Hund auszubilden oder gar nicht die Möglichkeit haben einen Hund zu halten. In den Köpfen einiger Jäger werden Hasenjäger immer noch als 2. Stufe angesehen. Man blickt Ihnen teils lächerlich entgegen und verbietet Ihnen sogar die Hasenjagd in bestimmten Zonen wo sich vor allem das Rotwild aufhält auszuüben. Im Spätherbst stellt das Wetter zusätzliche Hindernisse dar und macht eine erfolgreiche Hasenjagd an vielen Tagen unmöglich, bzw. bei schlechten Wetterbedingungen, können nur noch erfahrene Hasenhunde zum Erfolg kommen. Mit einem jungen-, noch unerfahrenen Hund, der alles jagt was ihm vor die Schnauze kommt, stellt sich zwischen den Jägern ein weiteres Dilemma dar. Auch durch den geringen Hasenbestand in vielen Revieren Südtirols, ist eine Hundeausbildung sehr schwierig, es liegt auch teils an den mangelnden Ausbildungsgelegenheiten.
Die Jagdzeit auf Hasen ist in Südtirol sehr kurz, vom 3. Sonntag im September bis zum 15. Dezember, außerhalb dieser Jagdzeit gibt es kaum die Möglichkeit einen jungen Hund auszubilden bzw. Hasenjunde zu trainieren, weder im Gehege noch in freier Wildbahn, während im Trentino und auch im restlichen Italien siehe den Ver (siehe den Veranstaltungskalender Pro Segugio 2023) das buschieren mit Hunden (ohne Waffe) auch außerhalb der Jagdzeit möglich istmüssen Hunde in Südtirol über 9 Monate ohne Auslauf in dem „Zwinger“ gehalten werden und gerade bei der Eröffnung der Hasenjagd Mitte September, sind Hunde im Revier unerwünscht, da sie die Hirschbrunft, Gamsjagd und noch Rehjagd stören. Ab 15. Oktober ist die Jagd auf den Birkhahn erlaubt, und auch in dieser Zeit sollen die Hasenjäger diese Zonen meiden, wo sich das Birkwild aufhält. Die Hasenjäger versuchen wirklich ein gutes Miteinander mit den Schalenwildjägern und versuchen solche Zonen möglichst zu vermeiden, aber manchmal ist es unmöglich einen Hund in den Grenzen zu halten.
Obwohl die Hasenjagd von vielen Jägern nur belächelt wird, müssen wir uns immer wieder beweisen, um so manche Vorurteile (Hunde jagen nur Rehe, Hunde stören Weidetiere, Hunde streunen nur herum ….. udgl.) untermauern zu können.
Dank unserer Ambition, auch Dank der guten Führung der Hasenhunde und dem weidmännischen Verhalten in den Revieren, hat die Hasenjagd inzwischen auch in vielen Revieren Südtirols einen großen Stellenwert eingenommen. Es gibt kaum noch Hunde, die Rehe oder andere Wildtiere jagen, oder im Revier herumstreunen, auch darum werden Hasenjäger immer mehr akzeptiert und bei Gesellschaftsjagden oder auch bei Hubertusfeiern eingeladen um gemeinsam einen schönen Tag erleben zu können. Eine Hubertusfeier ohne Hasenjagd ist wie ein Fest ohne Musik, sie gehört einfach zur Feier und zur Tradition dazu. Schon in einigen Revieren Südtirols ist es zur Tradition geworden eine Gemeinschaftsjagd nur auf Hasen zu organisieren wo auch das Gesellschaftliche, die Passion und Tradition gepflegt wird.
Die Hasenjagd ist eine der Schönsten, wenn nicht die Schönste Jagd überhaupt. Wir erfreuen uns nicht mit einem „kapitalen“ Geweih, sondern wir freuen uns über das Erlebte und über den Erfolg mit dem Hund, auch wenn wir öfters mit einem 2 kg Hasen im Rucksack nach Hause gehen, wenn überhaupt. Es zählt nicht die Menge der Hasen, die wir am Ende des Jahres erlegt haben, es zählt das Erlebte, welches wir immer wieder mit unseren Hunden bei der Hasenjagd erfahren dürfen, das gesellschaftliche Beisammensein und die spannenden Momente bei dieser Jagdausübung. Dieser Erfolg ist das Zusammenspiel vieler Dinge, vor allen die lange Hundeausbildung, das richtige Wetter, das Zusammenspiel zwischen Hund und Jäger, am richtigen „Posten“ zu sein, und schlussendlich den flüchtenden Hasen auch zu treffen. Wenn dieses Zusammenspiel noch zum Erfolg führt sind das einfach unbeschreiblich schöne Momente.
Hasenjagd in Lüsen
Das Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Veterinärmedizinischen Universität Wien schreibt in einer Aussendung folgendes: Ein gesunder Wildbestand muss bejagt werden, in Revieren wo die Hasenjagd noch intensiv betrieben wird ist noch ein gesunder Hasenbestand. „Langjährige Untersuchungen zeigen, dass in unbejagten Gebieten die Individuenzahl der Feldhasenpopulation in einer Bandbreite bleibt bzw. leicht zurückgeht. Diese Schwankungen sind immer im Zusammenhang mit dem Ausbruch von Krankheiten (z. B. Kokzidiose), der natürlichen Fortpflanzungsrate und dem Einfluß von Beutegreifern zu sehen. Selbst bei einem optimalen Futterangebot kommt es nie zu einem (auch nur ansatzweise) exponentiellen Wachstum. Während bei unbejagten Beständen, der Hase eher faul und unkonzentriert herumliegt, haben die Beutegreifer keine große Mühe die Nager zu überlisten. Der Hasenbestand ist somit eher von Krankheiten befallen und verbreitet auf diese Weise die Seuche deutlich länger und flächendeckender. Gebiete, die dem Jagddruck bzw. der Bejagung unterliegen, unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Individuen Anzahl und – Schwankung innerhalb der Feldhasenpopulationen signifikant von den unbejagten Arealen. Zum Einen ist die Individuenanzahl deutlich höher, zum Anderen ist die Schwankung innerhalb der Bestandszahlen für diese Population deutlich stärker. Dies kann mehrere Gründe haben:
a.) Durch die Flucht des Feldhasen ist der Kontakt mit seinen gegengeschlechtlichen Artgenossen deutlich höher und die gesunde Paarungswahrscheinlichkeit nimmt zu. Bei diesem solitären Tier sind die Paarungsrituale und –Zeiten festgelegt, so dass ein häufigerer Kontakt keine zusätzliche Setzzeit bringen kann.
b.) Durch die Bejagung werden viele Feldhasen aus den Arealen entfernt und so fällt für die Restpopulation der so genannte soziale Stress (durch zu hohe Individuendichte) kurzfristig weg. Die Ovulation bei den weiblichen Tieren wird positiv beeinflusst, d. h. es kommt zu mehreren Jungtieren pro Wurf. Auch die Anzahl der befruchtungsfähigen Spermien bei männlichen Tieren steigt deutlich an. Die geringere Feldhasendichte vor der Rammelzeit begünstigt die biologischen Paarungsvoraussetzungen und erhöht dadurch die Nachkommenzahl pro weiblichem Tier. “
Wer zu diesem Thema eine Meinung hat, kann diese auch gerne im Südtiroler Jagdportal in dasDISKUSSIONSFORUMschreiben.
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