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Buchvorstellung

ALLES FLEISCH IST GRAS

Eine Streitschrift gegen den veganen Moralismus


Veganismus boomt. Medial, politisch und kommerziell. Doch was verbirgt sich wirklich hinter diesem dogmatischen Lebensstil, der mit Realität, Nachhaltigkeit und Verantwortung wenig zu tun hat? Diese Streitschrift gegen den veganen Moralismus ist eine pointierte, sachlich-provokante Abrechnung mit einer Ernährungsbewegung, die vorgibt, ethisch und ökologisch überlegen zu sein, jedoch selbst Teil eines industriellen, globalen und ideologisch aufgeladenen Systems geworden ist.

Der Autor nimmt den Leser mit auf eine faktenbasierte, aber humorvoll-polemische Reise und thematisiert industrielle Hintergründe, ökonomische Abhängigkeiten, psychologische und soziale Motive sowie vielerlei vegane Absurditäten. Kapitel für Kapitel dekonstruiert er Mythen, deckt Widersprüche auf und zeigt Alternativen, die nicht im urbanen Zeitgeist, sondern im ländlichen Hausverstand wurzeln.

ISBN 978-3-7020-2322-5
Matthias Schmiedberger
ALLES FLEISCH IST GRAS
Eine Streitschrift gegen den veganen Moralismus
144 Seiten, 13 x 20,5 cm, Hardcover
€ 24,00

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Buchvorstellung Jagd

WEIDWERK IM BALTIKUM UND IN HEIMISCHEN REVIEREN


In seinem neuesten Werk beschreibt der leidenschaftliche Jäger und erfolgreiche Jagdbuchautor,
warum gerade die Länder des Baltikums einen besonderen Reiz auf ihn ausüben: Ausgedehnte Mischwälder sowie unzählige idyllische Binnenlandseen oder Flüsse sind malerische Kulisse für seine packenden Erlebnisse auf der Fährte des Elches oder bei der Jagd auf Damwild und Braunbär.

Gerhard Böttger erzählt mitreißend von der faszinierenden Auer- und Birkhahnbalz in einsamen und verwunschenen Moorlandschaften, von der Brunft der großen Geweihten, von der Jagd auf Muffel in Tschechien oder auf Kronenhirsche und kapitale Schaufler in Bulgarien. Doch auch dem heimischen Weidwerk in seiner bunten Fülle, das ihn erfüllt und geprägt hat, widmet sich der Autor. Seine Auseinandersetzung mit historischen und gesellschaftlichen Hintergründen machen seine Erzählungen zu etwas Besonderem.

ISBN 978-3-7020-2311-9
Gerhard Böttger
WEIDWERK IM BALTIKUM UND IN HEIMISCHEN REVIEREN
168 Seiten, zahlreiche Abbildungen, 13 x 20,5 cm, Hardcover
€ 22,00

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GEMEINSAM AUF DER PIRSCH

Die Jägerin und der Jäger


Erstmals veröffentlicht Gerd H. Meyden zusammen mit seiner Frau Eugenie ein Buch: Die
gemeinsame Leidenschaft für die Jagd hat dem Ehepaar viele Erlebnisse beschert. Für beide steht nicht das Erlegen der Beute im Vordergrund, sondern das Erleben der Natur und ihrer Geschöpfe sowie das Wahrnehmen der vielfältigen Stimmungen auf dem Ansitz und der Pirsch.

Gerd H. Meydens Geschichten rund ums edle Weidwerk haben seine Lesergemeinde beständig vergrößert. Als ebenso grandiose Erzählerin wie ihr Mann wird Eugenie Meyden bei Jägern und Jägerinnen gleichermaßen punkten, wenn sie ihre Erfahrungen als Jägerin in einer Zeit, da Frauen in der Jagd noch rar waren, schildert und von spannenden Jagderlebnissen berichtet. Denn ihr Schreibstil, ihre Kunst, fesselnde Geschichten zu erzählen, steht Gerd H. Meydens wunderbarer Erzählweise um nichts nach.

ISBN 978-3-7020-2312-6
Eugenie und Gerd H. Meyden
GEMEINSAM AUF DER PIRSCH
Die Jägerin und der Jäger
176 Seiten, zahlreiche Farbabbildungen, 13 x 20,5 cm, Hardcover
€ 22,00

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WILD │ LIFE │ STYLE

Jagen in aller Welt


Weltweit jagen

• Faszination Auslandsjagd
• Von Steinböcken, Bären und Rothühnern
• Eine Jägerin erzählt

Eine leidenschaftliche Jägerin hat ihr Hobby zum Beruf gemacht: Als Eigentümerin einer Firma, die exklusive Jagdreisen organisiert, begleitet sie ihre Kunden als Jagdleiterin. In ihrem Buch erzählt sie von ihrem Faible für die Jagd von Kindheit an. Sie ist Mitpächterin in ihrem Heimatrevier in Niederösterreich, liebt aber auch die Jagd in den Bergen. Hauptsächlich schildert sie jedoch die Meilensteine ihrer persönlichen jagdlichen Auslandserfahrung, wie eine Steinbockjagd in Kirgisistan, Jagden auf Schwarzbären in Idaho und Montana oder eine spanische „Montería“ (eine groß angelegte Treibjagd auf iberisches Rotwild, Schwarz-, Muffel- und Damwild) und viele weitere beeindruckende Erlebnisse. Zusätzlich gibt es interessante Tipps und wissenswerte Informationen über die Jagd im Ausland. Thematisiert werden auch ethische Fragen zur Auslandsjagd und wie es um die Zukunft der Jagd im In- und Ausland steht.

Die Autorin:
Eva Maria Schrittwieser hat 26 Jahre Jagderfahrung, ist Aufsichtsjägerin und war 12 Jahre lang Funktionärin im Landesjagdverband NÖ. Sie ist Inhaberin einer Jagdreisefirma und hat auch selbst schon auf vier Kontinenten gejagt.

ISBN 978-3-7020-2310-2
Eva Maria Schrittwieser | Artio
WILD │ LIFE │ STYLE
Jagen in aller Welt
152 Seiten, zahlr. Farbabbildungen, 16,5 x 22 cm, Hardcover
€ 24,00

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Kontakt: 
LEOPOLD STOCKER VERLAG GMBH
A-8010 Graz, Hofgasse 5
Tel. +43 316 82 16 36-134 |
E-Mail: carina.spielberger@stocker-verlag.com
www.stocker-verlag.com

 

 

 

Bei Wildunfällen-Notrufnummer 112 wählen

Die Straßen sind oft von Unsicherheit geprägt, besonders wenn es um Verkehrsunfälle geht. Viele Autofahrer reagieren auf die Angst vor einem Wildunfall, indem sie einfach davonfahren oder den Unfallort ignorieren. Diese Reaktion stellt nicht nur ein moralisches Dilemma dar, sondern kann auch schwerwiegende Folgen für die Betroffenen und die Gesellschaft insgesamt haben.
Zunächst ist es wichtig zu betonen, dass das Ignorieren eines Wildunfalls mehr als nur eine persönliche Entscheidung ist. Wenn ein Autofahrer nach einem Zusammenstoß mit einem Tier einfach weiterfährt, wird das leidende Tier oft nicht versorgt. Zum Beispiel kann ein verletztes Wildtier, das auf der Straße liegt oder schwer verletzt im Wald verschwindet, große Schmerzen erleiden und möglicherweise nicht überleben. Das Wohl der Tiere sollte in der Gesellschaft ein zentrales Anliegen sein. Es gibt zahlreiche Organisationen und Jagdaufseher mit Suchhunden, die sich um verletzte Tiere kümmern, doch diese Hilfe kann nur geleistet werden, wenn der Unfall gemeldet wird.


Ein weiterer Aspekt ist die gesellschaftliche Verantwortung. Wenn Autofahrer in einer Notsituation einfach davonfahren, sendet das eine Botschaft, dass es in Ordnung ist, sich aus der Verantwortung zu stehlen. Dies kann dazu führen, dass andere Verkehrsteilnehmer ebenfalls unachtsam werden. Eine Gemeinschaft, die sich umeinander kümmert und Verantwortung übernimmt, ist oft sicherer und stabiler. Beispielhaft zeigt sich dies in Städten, in denen eine Kultur des Mitgefühls und der Verantwortlichkeit gefördert wird; dort wird eher Hilfe geleistet und das Bewusstsein für Verkehrssicherheit gestärkt.

Nach einem Wildunfall sollte jeder Fahrer anhalten und die Situation beurteilen. Ein Beispiel dafür ist die häufige Begegnung mit Rehen und auch Rotwild auf ländlichen Straßen. Wenn ein Reh/Hirsch udgl.  angefahren wird, kann es oft schwer verletzt überleben. In solchen Fällen ist es wichtig, dass der Fahrer Hilfe ruft, um das Tier von seinem Leid zu befreien. Das Ignorieren solcher Situationen fördert nicht nur das Leiden der Tiere, sondern zeigt auch, dass Menschlichkeit und Mitgefühl in der Gesellschaft verloren gehen.
Ein Wildunfall kann für alle Beteiligten eine traumatische Erfahrung sein. Viele Autofahrer stehen nach einem solchen Vorfall unter Schock und zögern, die Notrufnummer 112 zu wählen. Diese Entscheidung hat gravierende Folgen, sowohl für die verletzten Tiere. Es ist von großer Bedeutung, die Gründe für dieses Verhalten zu verstehen und Lösungen zu finden, um die Notfallreaktion zu verbessern.
Ein wichtiger Grund, warum viele Autofahrer nach einem Wildunfall nicht anrufen, ist die Unsicherheit über die Situation. Oft wird angenommen, dass das Tier keine Hilfe benötigt. Studien zeigen jedoch, dass viele Tiere nach einem Zusammenstoß verletzt sind und dringend Hilfe benötigen.
Ein weiterer Grund, warum Autofahrer zögern, die Notrufnummer zu wählen, ist die Angst vor rechtlichen Konsequenzen. Einige Menschen befürchten, für den Unfall verantwortlich gemacht zu werden, selbst wenn es sich um einen unglücklichen Vorfall handelt. Diese Angst kann lähmend sein und dazu führen, dass Hilfe nicht in Anspruch genommen wird. Ein Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit zeigt, dass die Gesetzgebung in vielen Ländern Autofahrer schützt, die nach einem Wildunfall Hilfe rufen. Ein solcher rechtlicher Schutz sollte den Menschen die Angst nehmen, Hilfe zu leisten und die Situation zu melden.

Zusätzlich spielt auch die allgemeine Unkenntnis über den richtigen Umgang mit Wildunfällen eine Rolle. Viele Autofahrer wissen nicht, wie sie sich verhalten sollen, wenn sie ein Tier überfahren.

Die Notrufnummer 112 sollte umgehend gewählt werden, wenn ein Wildunfall passiert oder verletzte Tiere beobachtet werden.

Diese Handlung rettet nicht nur Leben, sondern sorgt auch für eine rechtzeitige Hilfe und Unterstützung.
Ein gut informierter Bürger weiß, dass ein Anruf unter der Nummer 112 nicht nur ein einfacher Schritt ist, sondern eine wichtige Maßnahme zum Schutz von Menschen und Tier darstellt.

Ein weiterer Aspekt ist die Verantwortung eines jeden Verkehrsteilnehmers. Wer einen Wildunfall verursacht oder ein verletztes Tier sieht, sollte nicht wegschauen. Die Natur und ihre Lebewesen verdienen Schutz und Respekt. In vielen Ländern gibt es Gesetze, die das Melden von Wildunfällen vorschreiben. Diese Regelungen sind wichtig, um die Tierpopulationen zu überwachen und deren Lebensräume zu schützen. Wenn beispielsweise ein verletztes Tier auf einer Straße liegt und niemand die Nummer 112 wählt, könnte dies nicht nur für das Tier, sondern auch für andere Verkehrsteilnehmer vor allen für Motorradfahrer oder Radfahrer gefährlich werden.

Darüber hinaus ist das Thema Wildunfälle auch ein Hinweis auf den Zustand von Straßen und die Notwendigkeit von Sicherheitsmaßnahmen. Wenn Wildwechselbeschilderungen nicht vorhanden oder unzureichend sind, steigt das Risiko für Unfälle. Ein Beispiel aus der Schweiz zeigt, dass spezielle Wildbrücken und Zäune helfen können, die Tierüberquerungen zu lenken und somit Unfälle zu reduzieren. Diese Maßnahmen könnten nicht nur Leben retten, sondern auch die Anzahl der Wildunfälle verringern und die Sicherheit auf den Straßen erhöhen.
Zusätzlich spielt die Aufklärung eine wesentliche Rolle. Viele Menschen sind sich nicht bewusst, wie wichtig es ist, in solchen Situationen zu handeln. Schulen und Gemeinden könnten Informationsveranstaltungen anbieten, um das Bewusstsein für Wildunfälle zu schärfen.

 

Jagd ist eine verantwortungsvolle Aufgabe mit emotionalen Tiefen

**Jagd ist kein Hobby und auch keine Freizeitbeschäftigung, die Jagdausübung erfordert ein tiefes Wissen, ethische Überlegungen und Verantwortung.**

 

Die Jagd wird oft als Freizeitbeschäftigung oder Hobby betrachtet, wobei viele Menschen sich nicht der wahren Tiefe und Verantwortung bewusst sind, die diese Tätigkeit mit sich bringt. Während einige die Jagd als bloße Möglichkeit zur Entspannung oder zur Flucht aus dem Alltag sehen, ist sie in Wirklichkeit eine komplexe und verantwortungsvolle Aufgabe, die sowohl ethische als auch emotionale Dimensionen umfasst. In diesem Essay wird die Jagd als eine ernsthafte Verantwortung betrachtet, die weit über das bloße Fangen von Tieren hinausgeht.
Die Jagd ist mehr als nur ein Mittel zur Nahrungsbeschaffung; sie ist ein tief verwurzeltes Element der menschlichen Kultur und bringt eine Vielzahl von Emotionen mit sich. Diese Emotionen, die von Freude und Stolz bis zu Trauer und Respekt reichen, prägen die Beziehung zwischen Menschen und Natur. Sie zeigen, dass die Jagd nicht nur ein physischer Akt ist, sondern auch ein emotionales und spirituelles Erlebnis.

Foto: Günther Rabensteiner

Die Jagd ist in der Gesellschaft ein umstrittenes Thema. Oftmals wird sie als Hobby oder Freizeitbeschäftigung angesehen, doch in Wirklichkeit erfordert sie tiefes Wissen, ethische Überlegungen und Verantwortung.
Eines der zentralen Argumente für die Jagd als verantwortungsvolle Aufgabe ist das notwendige Wissen über die Natur und die Tierwelt. Jäger müssen nicht nur die Lebensräume und Verhaltensweisen der Tiere verstehen, sondern auch die ökologischen Zusammenhänge und die Bedeutung der Populationen für das Ökosystem. So ist beispielsweise der Wildbestand und Wildabschüsse streng reguliert, um ein gesundes Gleichgewicht zwischen den Arten zu gewährleisten. Ein verantwortungsvoller Jäger wird sich stets darüber im Klaren sein, dass er nicht nur ein Tier erlegt, sondern auch die Umwelt und die Zukunft der Tierarten beeinflusst.
Ein weiteres Beispiel für die emotionale Komplexität der Jagd ist die Verbindung, die Jäger zu den Tieren und der Natur aufbauen. Die Jagd ist nicht nur ein physischer Akt; sie erfordert Empathie und Respekt gegenüber den Tieren. Viele Jäger berichten von einer tiefen Wertschätzung für das Leben der Tiere, die sie jagen. Diese emotionale Bindung führt oft dazu, dass Jäger ethische Entscheidungen treffen, die über das bloße Erlegen von Tieren hinausgehen. So setzen sich viele Jäger aktiv für den Naturschutz ein, indem sie Lebensräume schaffen, schützen und Projekte zur Wiederansiedlung bedrohter Arten unterstützen.

Foto: WP Südtiroler Jagdportal

Darüber hinaus spielt die Gemeinschaft eine zentrale Rolle in der Jagd. Jäger sind häufig Teil eines Netzwerks von Gleichgesinnten, die sich über ihre Erfahrungen austauschen und gemeinsam für den Erhalt der Wildtiere eintreten. Diese Gemeinschaft fördert nicht nur den Austausch von Wissen, sondern auch ein Gefühl der Verantwortung für die Umwelt und die Tierwelt. Die emotionale Unterstützung innerhalb dieser Gemeinschaft kann helfen, die Herausforderungen und ethischen Dilemmata, die mit der Jagd verbunden sind, zu bewältigen.

Ein zentraler Aspekt der Jagd ist das Gefühl der Freude, das viele Jäger/innen empfinden. Diese Freude entsteht oft durch die Herausforderung, die Jagd erfolgreich zu gestalten. Das Erlegen eines Tieres kann ein Gefühl von Erfüllung und Stolz hervorrufen, insbesondere wenn die Jagd unter schwierigen Bedingungen stattfindet. Ein Beispiel dafür ist die traditionelle Jagd auf Schalen- und Niederwild, die in vielen Kulturen als Prüfstein für Geschicklichkeit und Ausdauer gilt. Die Gemeinschaft, die sich um solche Jagden bildet, stärkt den sozialen Zusammenhalt und fördert die Verbindung zu den Traditionen der Vorfahren.
Gleichzeitig kann die Jagd auch Trauer und Bedauern hervorrufen. Das Töten eines Tieres ist nicht leicht und viele Jäger empfinden ein tiefes Gefühl des Respekts gegenüber dem Leben, das sie nehmen. Historisch gesehen gibt es zahlreiche Berichte von Jägern, die nach der Jagd innehalten, um dem erlegten Tier zu gedenken. Diese Praxis zeigt, dass das Verständnis für den Kreislauf des Lebens und der Tod eine wichtige Rolle spielt. Der Respekt vor der Natur führt zu einer bewussteren Jagdpraxis, die den Tieren und ihrem Lebensraum Rechnung trägt.
 Bei der Jagd verbringen Jäger viel Zeit im Freien, beobachten die Tierwelt und erleben den Wechsel der Jahreszeiten. Diese Erlebnisse fördern eine tiefere Wertschätzung für die Umwelt. Viele Jäger setzen sich aktiv für den Naturschutz ein, da sie die Schönheit und Fragilität der Natur firsthand erleben.
Die Jagdausübung ist eine komplexe Mischung aus Emotionen, die von Freude und Stolz bis zu Respekt und Trauer reichen. Diese Emotionen sind nicht nur Teil des persönlichen Erlebnisses, sondern fördern auch ein tieferes Verständnis der Beziehung zur Natur. Die Jagd lehrt wichtige Lektionen über das Leben, den Tod und die Verantwortung, die mit der Nutzung von natürlichen Ressourcen einhergeht. In einer Welt, in der die Verbindung zur Natur oft verloren geht, ist es entscheidend, diese Emotionen zu erkennen und zu würdigen, um eine harmonische Koexistenz mit der Umwelt zu fördern.

 

Text: WP Südtiroler Jagdportal

Wandel der Zeit hat die Jagd verändert

Der Wandel der Zeit hat die Lebensweise und das Verhalten der Menschen in vielen Bereichen beeinflusst. Dies gilt besonders für die Jäger und Jägerinnen, deren Praktiken sich im Lauf der Geschichte erheblich verändert haben. Die Anpassung an neue Lebensbedingungen, technologische Fortschritte und gesellschaftliche Veränderungen hat die Art und Weise, wie Jagd betrieben wird, grundlegend transformiert. Diese Entwicklung zeigt, dass sich Traditionen und Techniken ständig weiterentwickeln müssen, um den Herausforderungen der Zeit gerecht zu werden.
Vor Jahren waren  Jäger auf ihre Fähigkeiten angewiesen, um Nahrung zu beschaffen und ihre Familie und Gemeinschaften zu ernähren. Die Verwendung von einfachen Werkzeugen wie Speeren und Bögen zeugt von einem engen Verhältnis zur Natur. Dieses Wissen und diese Fähigkeiten wurden über Generationen hinweg weitergegeben. Ein Beispiel ist die traditionelle Jagd der Inuit im arktischen Raum, die durch ihre Kenntnisse über das Verhalten von Tieren und die Gegebenheiten ihrer Umgebung überlebt haben. Diese enge Verbindung zur Natur hat jedoch mit der Zeit an Bedeutung verloren.

Der Wandel im Verhalten der Jäger und Jägerinnen spiegelt nicht nur technologische Entwicklungen wieder, sondern auch tiefere gesellschaftliche und kulturelle Veränderungen. In der Antike war die Jagd oft nicht nur ein Mittel zur Nahrungsbeschaffung, sondern auch ein wichtiger Teil des kulturellen Lebens. Rituale und Zeremonien begleiteten die Jagd, und die erlegten Tiere wurden als Geschenke der Natur betrachtet. Diese Spiritualität und der Respekt vor den Tieren waren zentrale Elemente des Jagdverhaltens.
Mit dem Aufstieg der Zivilisationen und der Urbanisierung begannen sich die Lebensweisen zu verändern. Die Menschen zogen in Städte, und die Abhängigkeit von der Jagd nahm ab. In vielen Kulturen wurde die Jagd zunehmend als Freizeitbeschäftigung angesehen, die von einem kleineren, oft wohlhabenderen Segment der Bevölkerung ausgeübt wurde. Jagdgesellschaften und -vereine entstanden, die das Jagdwesen regelten und spezielle Techniken und Traditionen entwickelten.
Die Jagd im 19. Jahrhundert war stark von einer kolonialen Denkweise geprägt. Europäische Entdecker und Kolonialherren betrachteten die Jagd in neuen Gebieten oft als eine Möglichkeit, Macht und Kontrolle über die Natur und die einheimische Bevölkerung zu demonstrieren. Diese Haltung führte nicht nur zu einer Ausbeutung der Tierwelt, sondern auch zu einem massiven Verlust an Biodiversität. Geschichten von der Ausrottung des Passagierpfaus sind ein eindrückliches Beispiel dafür, wie unregulierte Jagd und Lebensraumzerstörung ganze Arten auslöschen können.
Im 20. Jahrhundert begann ein Umdenken in vielen Gesellschaften. Die Erkenntnis, dass die Natur schützenswert ist und dass nachhaltige Praktiken notwendig sind, wurde immer verbreiteter. Jagdprogramme, die auf Naturschutz und Nachhaltigkeit abzielen, gewannen an Bedeutung. Die Einführung von Jagdlizenzen und Regulierungen zur Kontrolle der Tierpopulationen ist ein Schritt in diese Richtung. Jäger und Jägerinnen wurden zunehmend zu wichtigen Partnern im Naturschutz, indem sie aktiv zur Erhaltung von Lebensräumen und Artenvielfalt beitrugen.
Heutzutage gibt es auch eine wachsende Bewegung unter Jägern und Jägerinnen, die sich für ethische Jagdpraktiken einsetzen. Diese umfassen den Respekt vor dem Tier, die Minimierung von Leiden und die Förderung von Artenvielfalt. Viele Jäger engagieren sich in Bildungsprogrammen, um das Bewusstsein für ökologische Zusammenhänge zu schärfen und die Öffentlichkeit über die Bedeutung von verantwortungsvollem Jagen aufzuklären.

Der Wandel im Verhalten der Jäger und Jägerinnen ein faszinierendes Beispiel für die Anpassungsfähigkeit des Menschen an sich verändernde Umstände ist. Die Jagd ist nicht nur ein Überbleibsel aus vergangenen Zeiten, sondern eine dynamische Praxis, die ständig im Fluss ist. Die Herausforderungen und Chancen, die sich bieten, müssen weiterhin ernst genommen werden, um eine harmonische Beziehung zwischen Mensch und Natur zu fördern.
Mit dem Aufkommen der industriellen Revolution und der damit verbundenen technologischen Fortschritte änderte sich die Jagddramatisch. Neue Werkzeuge und Maschinen ermöglichten eine effizientere Jagd.  Feuerwaffen ersetzten die traditionellen Jagdmethoden und führten zu einer drastischen Veränderung des Verhaltens der Jäger. Die Zielgenauigkeit und Reichweite von Schusswaffen erlaubten es, Tiere in größerer Entfernung zu erlegen. Dies hatte jedoch auch negative Auswirkungen auf die Tierpopulationen und das ökologische Gleichgewicht. Ein Beispiel dafür ist die Massentierjagd , die viele Arten an den Rand der Ausrottung brachte. Diese Entwicklungen führten zu einem Umdenken in der Gesellschaft über den Umgang mit der Natur und den Respekt vor den Tieren.
In der modernen Zeit hat sich die Einstellung zur Jagd erneut gewandelt. Immer mehr Menschen erkennen die Bedeutung von nachhaltiger Jagd und Naturschutz. Jäger und Jägerinnen engagieren sich zunehmend für den Erhalt von Lebensräumen und die Unterstützung von bedrohten Arten. Viele Organisationen arbeiten mit Jägern zusammen, um den Einfluss der Jagd auf die Umwelt zu minimieren. Ein positives Beispiel ist die Wildtiermanagement-Strategie die eine verantwortungsvolle Jagd fördert und gleichzeitig die Biodiversität schützt. Diese Entwicklungen zeigen, dass sich Jäger und Jägerinnen nicht nur anpassen, sondern auch aktiv zu einem besseren Verständnis von Natur und Umwelt beitragen.
Zusammenfassend hat der Wandel der Zeit das Verhalten der Jäger und Jägerinnen signifikant verändert. Von der ursprünglichen, überlebenswichtigen Jagd in der Antike über die industriellen Veränderungen bis hin zu den modernen Ansätzen der Nachhaltigkeit zeigt sich eine klare Entwicklung. Die Herausforderung besteht darin, Traditionen mit den Anforderungen der heutigen Zeit zu verbinden. Es liegt an der Gesellschaft, diese Veränderungen zu unterstützen und einen respektvollen Umgang mit der Natur zu fördern. Nur so kann die Beziehung zwischen Mensch und Tier in der Zukunft harmonisch bleiben.

Dieser Bericht wurde uns freundlicherweise vom Leopold Sinner zur Veröffentlichung zugesandt

Erlebnisse in der Natur

Auch “Tierschützer, Tierrechtler” und Jagdgegner sind Fleischfresser!

Von Michael Lehner

Waren das Zeiten: Die Verwandtschaft freute sich über einen Hasen nach der Treibjagd. Logisch im Fell, den Kopf noch dran und blutig. Später wollten Freunde, die mit der Jagd nichts im Sinn haben, so was nicht einmal geschenkt. Nicht wegen der Arbeit, sondern wegen der Nähe zum Tod, die offenbar wird, wenn so ein Hase nicht in bratfertigen Stücken daher kommt, abgepackt in Folie, möglichst mit Haltbarkeitsdatum und Herkunft.

Meine Kinder sind noch mit der „Roten Arbeit“ aufgewachsen. Für sie ist es völlig normal, dass nach einer Herbstjagd erst mal Schlachten angesagt ist. Sie standen dabei, manchmal mit einer Wurstsemmel in der Hand. Bis heute wissen sie: Fleischessen ist eine Sache, die mit Blut zu tun hat und mit dem Sterben. Aber ihre Unbefangenheit ist nicht mehr so wie früher. Das begann, als eine Lehrerin den Vater solcher Kinder einen Mörder nannte, vor der ganzen Klasse. Jahre später, auf einem Schießstand, fragte meine Theresa, ob sie Tiere töten muss, wenn sie auch mal schießen will. Als ich verneinte, nahm sie das Gewehr und traf noch besser als ihr Bruder, dem kein Lehrer dieser Welt die Jagdlust austreiben konnte. Und da ist noch meine Große, geistig behindert, aber durch und durch normal. Die Nacht, in der uns ein Elch vors Auto lief, werde ich nie vergessen: Der kleine Bulle trollte– offenbar unverletzt – davon. „Dann können wir ihn nicht essen“, grummelte Julia, offensichtlich sehr enttäuscht.

Julias große Freude ist gutes Essen, das ist ihr auch anzusehen. Sie weiß im Gegensatz zu vielen kerngesunden Leuten, dass Tod und Hasenbraten eine Einheit sind, seit Menschen denken und zur Jagd gehen und Schweine halten. Für sie ist das so selbstverständlich wie der Umstand, dass der Nacht ein Sonnenaufgang folgt.
Alle meine Kinder können Blut sehen. Sie können helfen, wenn andere Menschen bei einem Autounfall wie gelähmt herumstehen. Sie haben kein Angstproblem damit, Sterbende auf der Intensivstation zu besuchen. Und sie trauern dabei nicht weniger als Menschen, die all das nicht ertragen wollen. Das stärkt meine Überzeugung, dass die Menschen nicht mitmenschlicher werden, wenn sie zunehmend den Tod verdrängen. Vermutlich ist das Gegenteil der Fall. Jagd ist aus meiner Sicht eine leider immer kleiner werdende Schnittstelle zur Realität von Natur und Menschsein. Dass Jagdgegnerschaft und Fleischkonsum zugleich ansteigen, ist paradoxe Realität. Insofern sollten Jäger die Vegetarier respektieren – sie machen sich zumindest Gedanken und haben eine höchst persönliche Konsequenz gezogen. Aber Respekt ist eine Tugend, die der Gegenseitigkeit bedarf. Zum Beispiel die Einsicht, dass Jagd auch zu den logischen Konsequenzen kollektiven Unverstands gehört: Immer mehr Mais- und Rapsanbau zum Beispiel lösen zwar langfristig kein Energieproblem, sorgen aber für explosionsartige Vermehrung der Sauen. Kommt dazu noch der menschgemachte Klimawandel wird der Ruf nach den Jägern auch in urbanen Gesellschaften laut, die Jagd so gern als Mord diffamieren.
Der Irrtum ist verbreitet, dass Jäger gerne töten. Obwohl sie doch nur gerne Beute machen in ihrer archaischen Überzeugung, dabei ihrem Urinstinkt zu folgen – und die Mitgeschöpfe dabei mehr zu achten als die meisten Fleischtheken-Kunden und Konsumenten. Wir Jäger wissen, wo unser Braten herkommt. Wir töten nicht aus Leidenschaft, aber durchaus im Reinen mit unserem Gewissen. Es ist eine Zeit, die auch die Moralität von Hubertusmessen hinterfragt. Die Humanität eher am Umgang mit Tieren messen will, denn am Umgang mit Mitmenschen. Die sich mit Abtreibung arrangiert hat und doch den Tod fürchtet. Die zugleich das Sterben verdrängt und den Abschied am offenen Sarg nicht auf sich nehmen mag. Mir soll keiner sagen, dass meine Kinder zu rohen Menschen erzogen wurden, weil sie solche Ängste nicht kennen. Nicht das Aufwachsen mit der Jagd ist das Problem, sondern die bequeme Lebenslüge, dass die Schöpfung einem Zeitgeist folgen soll, der tagtäglich ihre Regeln leugnet und im großen Stil zerstört, was Menschen heilig sein sollte. Die Hoffnung, dass auch unsere Urenkel noch jagen werden, wenn sie das wollen, gehört für mich dazu