Jagdfieber.it – Wenn jagdliche Tradition auf moderne Ausbildung trifft
Die Jagdausbildung in Südtirol steht vor einem Wandel. Zwischen jahrzehntelanger Erfahrung und modernen Lebensrealitäten haben viele angehende Jägerinnen und Jäger eines gemeinsam: zu wenig Zeit für klassische Präsenzkurse. Beruf, Familie oder Pflegeverpflichtungen lassen oft keine regelmäßigen Kursabende zu – und genau hier setzt Jagdfieber.it an.

Abbildung1 Für eine Professionelle Schulung arbeitet Alexander in seinem eigenen dafür eingerichtetem Studio
Das Online-Lernportal wurde 2024 von Alexander, passioniertem Jäger und Ausbilder, gegründet. Sein Ziel: eine zeitgemäße, praxisorientierte Jagdausbildung, die niemanden ausschließt – auch nicht jene, die abends nicht mehr von zuhause wegkönnen.
Als Informatiker setzt Alexander bewusst auf digitale Instrumente und Technologien, welche die Vorbereitung deutlich erleichtern können
Wie alles begann
Die Idee entstand aus einer simplen, aber entscheidenden Frage eines Arbeitskollegen:
„Alexander, wie bereitet man sich eigentlich gut auf die Jägerprüfung vor, wenn man Familie und Job hat?“
Da es darauf kaum passende Antworten gab, entwickelte Alexander ein völlig neues Konzept:
Jagdtradition, vermittelt über moderne Plattformen – authentisch, praxisnah und mit echter Leidenschaft.
Was anfangs skeptisch beäugt wurde, hat sich längst bewährt: Die Erfolgsquoten der Teilnehmer sprechen für sich, und viele bestätigen, dass sie sich bei Jagdfieber bestens begleitet fühlen – fachlich wie menschlich.
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Abbildung 2 Beim Abfragen wird das gelernte nochmals vertieft
Kursablauf – Moderne Ausbildung mit jagdlicher Praxisnähe
Was Jagdfieber.it von klassischen Jagdkursen unterscheidet, ist der durchdachte Mix aus digitalem Lernen und praxisnaher Ausbildung.
Von Beginn an war klar: Es reicht nicht, Unterricht einfach online zu übertragen – man muss verstehen, wie angehende Jäger wirklich lernen.
In vielen traditionellen Kursen zeigte sich:
Teilnehmer fotografieren Präparate, drucken sie aus und lernen mit Bildern zuhause.
Diesen Ansatz hat Jagdfieber konsequent weitergedacht und daraus ein professionelles, digitales Lernsystem entwickelt.
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Der digitale Vogelkasten – 850 hochwertige Abbildungen für effizientes Lernen
Anstelle unzähliger Fotos und Zettel gibt es bei Jagdfieber den digitalen Vogelkasten,
eine Sammlung mit über 850 hochauflösenden Abbildungen von Vögeln, speziell für die Vorbereitung auf die Jägerprüfung in Südtirol konzipiert.
Zum digitalen Vogelkasten (Vogelkunde / Ornithologie)
Damit können die Teilnehmer Vogelarten systematisch lernen, vergleichen und Unterschiede gezielt einprägen.
Die Bildqualität ist so gewählt, dass selbst feine Merkmale – etwa an Gefieder, Schnabel oder Lebensraum – deutlich erkennbar sind.
Waffenkunde – Praxisnah, persönlich und mit echten Experten
Neben dem digitalen Lernen legt Jagdfieber.it besonderen Wert auf praktische Ausbildung an der Waffe.
Die Waffenkunde findet parallel zum Kurs in Kooperation mit erfahrenen Partnern vor Ort statt – darunter Standorte in Meran, Salurn, Feldthurns und Bruneck.
Die Ausbildung ist in vier Praxiseinheiten gegliedert und beginnt rund einen Monat vor der Prüfung.
Unterrichtet wird jeweils mittwochs um 19:00 Uhr im Frontalunterricht, wo die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit haben, unter Anleitung erfahrener Büchsenmacher und Ausbilder Waffenhandhabung, Waffengesetz, Sicherheitsvorschriften und jagdrechtliche Grundlagen praxisnah zu trainieren.
In den circa 90-minütigen Einheiten wird nicht nur Theorie vermittelt – hier wird richtig angepackt:
Von der sichere Umgang über das korrekte Entladen bis hin zu Waffenpflege, Montage und Munition.
Auch typische Prüfungssituationen werden nachgestellt, damit die Kandidaten sich auf alle Abläufe optimal vorbereiten können.

Der Ansprech-Simulator – Wild erkennen wie in der echten Prüfung
Mit der neuen Prüfungsordnung 2025 hat sich die Jagdprüfung in Südtirol deutlich verändert:
Bilderkennung spielt nun eine ebenso große Rolle wie das klassische Präparat.
Um diese Entwicklung praxisnah aufzugreifen, hat Jagdfieber.it den Ansprech-Simulator entwickelt –
eine interaktive Lernumgebung, in der Kandidaten ihr Wissen zur Wildansprache trainieren können.
Hier wird das Ansprechen von Reh, Gams, Hirsch & Co. realistisch geübt – exakt so, wie es später in der Prüfung verlangt wird.
Zum Ansprech-Simulator (Wildkunde)
Von der Theorie zur Praxis – die realistische Prüfungssimulation
Am Ende des Kurses folgt der entscheidende Schritt: die Praxisprüfungssimulation in Präsenz.
In einem eigens eingerichteten Schulungsraum stehen über 100 Vogelpräparate, zahlreiche Bälge, Decken, Felle, Schädel, Kiefer, Trophäen und Lernpräparate zur Verfügung – genau das, was auch in der echten Prüfung verlangt wird.

Abbildung 3 In der Prüfungssimulation wird Theorie mit Praxis verbunden
Hier machen die Teilnehmer den Sprung von der digitalen Theorie zur praktischen Anwendung.
Die Ergebnisse sind beeindruckend: Rund 95 % der Präparate werden beim ersten Versuch richtig zugeordnet, die restlichen Unsicherheiten gezielt in dieser Phase korrigiert.
Damit ist der Kurs vollständig abgerundet – digital lernen, praktisch festigen, erfolgreich bestehen.
Fazit
Jagdfieber.it ist mehr als ein Online-Kurs – es ist eine Bewegung, die zeigt, dass Jagdleidenschaft und moderne Bildung perfekt zusammenpassen.
Wer die Jägerprüfung in Südtirol anstrebt, findet hier den idealen Begleiter – flexibel, praxisnah und mit Herz für die Jagd.
Weitere Informationen unter: www.jagdfieber.it
Der Tag der offenen Tür in der Jagd- und Forstschule Latemar ist eine großartige Gelegenheit, um die verschiedenen Ausbildungsangebote und Aktivitäten der Schule kennenzulernen. Besucher können an Führungen teilnehmen, die Räumlichkeiten besichtigen und Informationen über die verschiedenen Programme erhalten, die sich auf Jagd, Forstwirtschaft und Naturschutz konzentrieren.
Zusätzlich werden Vorführungen, Workshops und Informationsstände angeboten, um einen umfassenden Einblick in die Ausbildung und die praktischen Aspekte des Berufs zu bieten. Dies ist eine ideale Gelegenheit, um mit Lehrern, aktuellen Schülern und Absolventen ins Gespräch zu kommen und mehr über die Karrierechancen in diesen Bereichen zu erfahren.
Falls du spezifische Informationen zu Terminen, Programmpunkten oder Anmeldungen benötigst, schreibe eine Mail direkt an die Forstschule Latemar
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Am 4. und 5. April 2024 fand nun schon zum zweiten Mal ein Tierpräparationskurs an der Forstschule Latemar statt.

Einsteigerkurs Tierpräparation in der Forstschule Latemar 2024
Unter der Anleitung des erfahrenen Tierpräparatoren Meinrad Forer aus Gais lernten die Kursteilnehmer die Kunst der Tierpräparation von Grund auf kennen.
Der Kurs begann mit einer Einführung in die in die verschiedenen Techniken, Materialien und Werkzeuge sowie rechtlichen Grundlagen der Präparation.
Anschließend hatten die Kursteilnehmer dann die Möglichkeit, mit ihnen zur Verfügung gestellten Eichelhähern, ein eigenes Präparat zu erstellen und zu sehen, wie aus einem Tierkadaver wieder ein lebensecht aussehendes Präparat entstehen kann.
Dafür braucht es neben einigen essenziellen Werkzeugen wie Messer, Zangen sowie Nadel und Faden vor allem etwas Kreativität und handwerkliches Geschick.
Während die Teilnehmer selbst die Vögel präparierten, wurden sie vom Referenten angeleitet und unterstützt, sodass am Ende des Kurses alle neun Teilnehmer und Teilnehmerinnen stolz auf ihre Arbeit und ihre eigenen Präparate sein konnten.
Die angehenden Präparatoren erhielten wertvolle Tipps und Tricks vom Experten für ihre eigenen Projekte. Der Tierpräparationskurs war eine bereichernde Erfahrung für alle Teilnehmer. Sie konnten nicht nur ihre handwerklichen Fähigkeiten verbessern und einen Einblick in die faszinierende Welt der Tierpräparation gewinnen, sondern am Ende konnte jeder sein fertiges Präparat auch mit nach Hause nehmen.
Ein großes Kompliment für die Ausdauer und das Geschick der Teilnehmer und auch an die Geduld des Referenten.
Einsteigerkurs Tierpräparation In Der Forstschule Latemar 2024
Einsteigerkurs Tierpräparation In Der Forstschule Latemar 2024
Einsteigerkurs Tierpräparation In Der Forstschule Latemar 2024 HDR
Einsteigerkurs Tierpräparation In Der Forstschule Latemar 2024.
Einsteigerkurs Tierpräparation In Der Forstschule Latemar 2024Kopie
Text und Fotos: Reichegger Florian – Forstschule Latemar
Im Februar dieses Jahres hat die Forstschule Latemar schon zum zweiten Mal einen Kurs zum Thema Bartbinden angeboten. Er richtete sich an alle die dieses einzigartige und traditionelle Handwerk einmal selbst ausprobieren wollten.
Während des zweitägigen Kurses lernten die Teilnehmer nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis die Arbeitsschritte mit eigenen Händen kennen.
Vom Rupfen oder Scheren der Haare, dem akribischen sortieren nach Länge und Farbe, dem Waschen und Kämmen bis hin zum Bündeln der einzelnen Haarpakete und schlussendlich dem Binden des fertigen Bartes, konnten die Teilnehmer die Arbeitsschritte unter der Anleitung des Referenten Hubert Bacher selbst ausprobieren. Mit viel Geduld und etwas Geschick entstand aus den mitgebrachten Haaren ein eigener kleiner Gamsbart, ein Dachsbart oder ein frecher Murmeltierbart.
Die Forstschule Latemar legt großen Wert darauf, dass die angebotenen Kurse praxisnah sind und einen direkten Nutzen für die Teilnehmer haben. Die Kurse sollen nachhaltig für das jagdliche Handwerk und Brauchtum in Südtirol wirken. Aus diesem Grund werden die Teilnehmer stehts ermutigt, das Gelernte auch nach dem Kurs umzusetzen und weiterhin an ihren Fähigkeiten zu arbeiten.
Die Organisation dieses Kurses durch die Forstschule ist ein kleiner Beitrag, um dieses alte Handwerk nicht aussterben zu lassen und aktiv dafür zu sorgen, dass die Tradition weiterlebt und Jäger auch in Zukunft nicht auf einen Teil ihrer jagdlichen Tradition, ihren Hutschmuck, verzichten müssen.
Bartbinden In der Forstschule Latemar HDR
Bartbinden In der Forstschule Latemar HD
Bartbinden In der Forstschule Latemar 4H
Bartbinden In der Forstschule Latemar 4
Bericht und Fotos: Forstschule Latemar

Beim Rotwildkurs konnten Jägerinnen und Jäger sowie interessierte Nichtjäger sich Basiswissen über die Biologie, das richtige Ansprechen und die jagdliche Behandlung des Rotwildes aneignen.
Heuer konnten die Teilnehmer gleich bei zwei Kursterminen in der Forstschule Latemar allerlei Wissenswertes über das Rotwild erfahren. So wurden vom Wildbiologen Josef Wieser Themen wie Biologie, Populationsdynamik, Lebensraum sowie die Krankheiten des Rotwildes behandelt.
Die Jagdaufseher Kaspar Götsch und Paul Gassebner zeigten den Teilnehmern praxisnah die Grundlagen zum richtigen Ansprechen des Rotwildes im Revier. Mit Unterkiefern und Schädelpräparaten wurde die Altersschätzung anhand der Zahnentwicklung und Zahnabnutzung vorgezeigt. Diese konnten die Kursteilnehmer dann in verschiedenen Übungen gleich ausprobieren und erhielten dabei wertvolle Tipps zur Umsetzung der Theorie in die Praxis.
Auch der Raum für die ein und andere Diskussion war gegeben. So wurde aufgezeigt, dass das Rotwild nicht nur in Südtirol sondern in ganz Mitteleuropa stetig zunimmt und die Populationen stark wachsen. Diese Entwicklung kann sowohl eine Herausforderung aber auch eine Chance für die Wildbewirtschaftung darstellen. Um diese als Chance zu nutzen, muss die Jägerschaft aber so flexibel und lernfähig wie das Rotwild selber sein und sich an veränderte Bedingungen immer wieder anpassen.
Hierzu wurden von den Experten dann verschiedene jagdliche Strategien und Bewirtschaftungskonzepte vorgestellt welch zum Erfolg führen können und eine sinnvolle Rotwildbejagung versprechen.
Highlight des Kurses im Herbst war ohne Zweifel die Hirschbrunft wo die Teilnehmer das Brunftgeschehen bei der Exkursion in den Latemarwald hautnah und lautstark mitverfolgen konnten.
Für das Jahr 2023 ist eine Neuauflage des Kurses geplant, Termine und weitere Veranstaltungen werden auf der Website der Forstschule Latemar unter http://www.provinz.bz.it/land-forstwirtschaft/forstdienst-foerster/forstschule-latemar/jagd.asp bekanntgegeben.
Beim Rotwildkurs konnten Jägerinnen und Jäger sowie interessierte Nichtjäger sich Basiswissen über die Biologie, das richtige Ansprechen und die jagdliche Behandlung des Rotwildes aneignen.

Heuer konnten die Teilnehmer gleich bei zwei Kursterminen in der Forstschule Latemar allerlei Wissenswertes über das Rotwild erfahren. So wurden vom Wildbiologen Josef Wieser Themen wie Biologie, Populationsdynamik, Lebensraum sowie die Krankheiten des Rotwildes behandelt.
Die Jagdaufseher Kaspar Götsch und Paul Gassebner zeigten den Teilnehmern praxisnah die Grundlagen zum richtigen Ansprechen des Rotwildes im Revier. Mit Unterkiefern und Schädelpräparaten wurde die Altersschätzung anhand der Zahnentwicklung und Zahnabnutzung vorgezeigt. Diese konnten die Kursteilnehmer dann in verschiedenen Übungen gleich ausprobieren und erhielten dabei wertvolle Tipps zur Umsetzung der Theorie in die Praxis.
Auch der Raum für die ein und andere Diskussion war gegeben. So wurde aufgezeigt, dass das Rotwild nicht nur in Südtirol sondern in ganz Mitteleuropa stetig zunimmt und die Populationen stark wachsen. Diese Entwicklung kann sowohl eine Herausforderung aber auch eine Chance für die Wildbewirtschaftung darstellen. Um diese als Chance zu nutzen, muss die Jägerschaft aber so flexibel und lernfähig wie das Rotwild selber sein und sich an veränderte Bedingungen immer wieder anpassen.
Hierzu wurden von den Experten dann verschiedene jagdliche Strategien und Bewirtschaftungskonzepte vorgestellt welch zum Erfolg führen können und eine sinnvolle Rotwildbejagung versprechen.
Highlight des Kurses im Herbst war ohne Zweifel die Hirschbrunft wo die Teilnehmer das Brunftgeschehen bei der Exkursion in den Latemarwald hautnah und lautstark mitverfolgen konnten.
Für das Jahr 2023 ist eine Neuauflage des Kurses geplant, Termine und weitere Veranstaltungen werden auf der Website der Forstschule Latemar unter http://www.provinz.bz.it/land-forstwirtschaft/forstdienst-foerster/forstschule-latemar/jagd.asp und www.jagd.it bekanntgegeben.
Bericht und Fotos: Florian Reichegger, Koordinator Forstschule Latemar