Am 22. Januar 2026 berichteten sowohl schon „ ORF – Südtirol Heute“ als auch “Rai Südtirol”, dass schneearme Winter wie in diesem Jahr eine Bedrohung für die Rauhfusshühner und insbesondere für den Schneehasen darstellen.
Schneearme Winter bedrohen Schneehasen und auch Rauhfusshühner
Der heurige Winter ist in vielen Regionen von einem außergewöhnlichen Schneemangel geprägt. Was für Tourismus und Wintersport bereits spürbare Auswirkungen hat, bedeutet für die heimische Tierwelt – insbesondere für den Schneehasen – eine zunehmend kritische Situation.
Der Schneehase ist hervorragend an schneereiche Winter angepasst. Sein weißes Winterfell dient ihm nicht nur als Kälteschutz, sondern vor allem als Tarnung vor natürlichen Feinden. Bleibt der Schnee jedoch aus oder ist nur kurzzeitig vorhanden, wird diese Anpassung zum Nachteil: Die Tiere heben sich deutlich von der schneefreien Landschaft ab und sind für Fressfeinde leichter sichtbar.
Hinzu kommt, dass der Schneemangel häufig mit milderen Temperaturen einhergeht. Diese können den jahreszeitlich gesteuerten Fellwechsel nicht aufhalten, da dieser primär durch die Tageslänge ausgelöst wird. Der Schneehase bleibt somit weiß, auch wenn seine Umgebung längst braun oder grün ist. Gleichzeitig verändert sich das Nahrungsangebot, was zusätzlichen Stress für die Tiere bedeutet.
Fachleute weisen darauf hin, dass sich solche Winter in den vergangenen Jahren häufen. Der “Klimawandel” verstärkt diese Entwicklung und verschärft die ohnehin schwierige Lage für hochalpine und kälteangepasste Arten. Der Schneehase gilt daher zunehmend als Indikatorart für die Auswirkungen veränderter Klimabedingungen im Alpenraum.
Naturschutzorganisationen appellieren an Politik und Gesellschaft, dem Schutz sensibler Lebensräume größere Bedeutung beizumessen. Ruhegebiete, eine angepasste Freizeitnutzung im Winter sowie langfristige Maßnahmen sind entscheidend, um dem Schneehasen auch in Zukunft ein Überleben zu ermöglichen.
Der heurige Schneemangel macht deutlich: Was als schneearmer Winter beginnt, kann für spezialisierte Wildtiere zu einer existenziellen Bedrohung werden. Das weiße Fell des Schneehasen spielt eine entscheidende Rolle für sein Überleben. Hier sind einige Aspekte, die die Bedeutung des Fells verdeutlichen:
*Tarnung*: In schneereichen Umgebungen hilft das weiße Fell dem Schneehasen, sich vor Fressfeinden wie Füchsen und Greifvögeln zu verstecken. Durch die Anpassung seiner Fellfarbe an die Umgebung kann er sich effektiv tarnen. Die Tarnung ist entscheidend für das Überleben des Schneehasen. Raubtiere wie Füchse und Greifvögel haben Schwierigkeiten, das weiße Fell auf dem weißen Schnee zu erkennen. Diese Fähigkeit zur Tarnung erhöht die Überlebenschancen des Hasen erheblich.
Insgesamt ist das weiße Fell des Schneehasen ein wesentlicher Faktor für seine Überlebensfähigkeit in einer rauen Umgebung und beeinflusst seine Tarnung in der Natur auf verschiedene Weisen: Die Tarnung kann auch die Wahrnehmung der Raubtiere beeinflussen. Wenn ein Raubtier den Schneehasen nicht sofort als Beute erkennt, hat der Hase mehr Zeit, um zu fliehen.
*Anpassung an die Umgebung*: Im Winter, wenn Schnee den Boden bedeckt, ist das weiße Fell des Schneehasen perfekt an die Umgebung angepasst. Diese Farbgebung ermöglicht es ihm, sich gut in der schneebedeckten Landschaft zu verstecken, wodurch er weniger sichtbar für Raubtiere ist. Im Frühling und Sommer verändert der Schneehasen sein Fell in einen braunen oder grauen Farbton. Diese Anpassung hilft ihm, sich in der Erde und unter Pflanzen zu tarnen, wenn der Schnee schmilzt. Diese saisonale Farbänderung ist wichtig, um auch in wärmeren Monaten vor Fressfeinden geschützt zu sein.
*Temperaturregulation*: Das Fell bietet auch einen gewissen Schutz vor Kälte. Es isoliert den Körper und hilft, die Körpertemperatur aufrechtzuerhalten, was in kalten Klimazonen lebenswichtig ist.
*Wohlbefinden*: Ein gesundes, weißes Fell zeigt auch den allgemeinen Gesundheitszustand des Tieres an. Ein geschwächtes Fell kann auf schlechte Ernährung oder Krankheiten hindeuten.
*Fortpflanzungszeitpunkt*: Schneehasen nutzen Schneedecken als Indikator für den Fortpflanzungszeitpunkt. Ein schneearmer Winter kann dazu führen, dass sie ihre Fortpflanzung verzögern oder ganz aussetzen, was die Reproduktionsraten senkt. Im Frühling, wenn der Schnee schmilzt, verändert der Schneehasen sein Fell in einen braunen Farbton. Diese Farbänderung kann ein Signal für potenzielle Partner sein u*Jungtierüberleben*: Weniger Schnee bedeutet möglicherweise weniger Schutz für die Jungtiere. Wenn die Überlebensrate der Jungtiere sinkt, wirkt sich das negativ auf die Gesamtpopulation aus. Die erhöhte Anfälligkeit für Raubtiere kann zusätzlichen Stress verursachen, der sich ebenfalls negativ auf die Fortpflanzungsfähigkeit auswirkt.
Bei schneearmen Winter, ziehen auch immer mehr Feldhasen in höhere Lagen. Schon mehrmals wurden Feldhasen über 2.500 M.H. beobachtet, die sich dort immer mehr ansiedeln, gemeinsam mit Schneehasen das Territorium teilen und sich auch paaren. Nur so ist es zu erklären, dass auch Mitte November Hasen erlegt werden, die nicht eindeutig zugeteilt werden können.
Dieser “Schneehase” wurde am 10. November erlegt
Hybriden bei Schneehasen sind möglich
Hybriden bei Schneehasen sind ein zunehmend relevantes Thema in der Wildtierforschung. Unter Hybridisierung versteht man die Kreuzung zweier nahe verwandter Arten, wobei es zu Nachkommen mit genetischen Anteilen beider Elternarten kommt. Beim Schneehasen betrifft dies vor allem Überschneidungen mit anderen Hasenarten, etwa dem Feldhasen, in denen sich ihre Lebensräume zunehmend annähern. Der Schneehase ist eine hochspezialisierte Art des alpinen und borealen Raumes. Seine Anpassungen – insbesondere der saisonale Fellwechsel von braun zu weiß – sind das Ergebnis einer langen evolutionären Entwicklung. Durch den Rückzug des Schnees geraten diese klar abgegrenzten Lebensräume jedoch unter Druck. Im Gebiet des Schneehasen und Übergangszonen kommt es vermehrt zu Kontaktzonen zwischen Schneehasen und dem Feldhasen.
In solchen Kontaktzonen können Hybriden entstehen. Diese Mischformen weisen oftmals äußere Merkmale beider Elternarten auf, etwa ein unvollständiges Weißwerden des Winterfells oder Unterschiede in Körperbau und Ohrenlänge. Genetische Untersuchungen zeigen, dass solche Kreuzungen möglich sind. Zudem ist die Fortpflanzungsfähigkeit der Hybriden nicht immer gesichert, was ihre langfristige Etablierung begrenzt.
Aus ökologischer Sicht sind Hybridisierungen ambivalent zu bewerten. Einerseits können sie als Zeichen eines gestörten Ökosystems gelten, in dem natürliche Barrieren zwischen Arten verloren gehen. Andererseits können genetische Durchmischungen kurzfristig zu einer höheren Anpassungsfähigkeit führen. Für den Schneehasen überwiegen jedoch die Risiken: Die Vermischung mit weniger kälteangepassten Arten kann langfristig zu einem Verlust seiner spezialisierten Eigenschaften führen.
Naturschutzfachlich werden Hybriden bei Schneehasen daher aufmerksam beobachtet. Sie gelten als möglicher Indikator für den fortschreitenden Klimawandel und die zunehmende Fragmentierung alpiner Lebensräume. Der Erhalt klar strukturierter, schneereicher Rückzugsgebiete ist entscheidend, um die genetische Eigenständigkeit des Schneehasen zu bewahren.
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass Hybriden bei Schneehasen ernstzunehmende Warnsignale sind. Sie verdeutlichen, wie stark Umweltveränderungen in natürliche Prozesse eingreifen und welche Herausforderungen sich daraus für den langfristigen Artenschutz ergeben.
Der einzige Vogel, der es wagt, einen Adler zu anzugreifen, ist die Krähe.
Sie setzt sich auf seinen Rücken und beißt ihn in den Nacken. Der Adler reagiert jedoch nicht und kämpft auch nicht gegen die Krähe. Er verschwendet keine Zeit oder Energie mit der Krähe.
Es öffnet einfach seine Flügel und steigt höher in den Himmel. Je höher die Gefilde, desto unwirtlicher wird es für die Krähe, denn das ist nicht ihr Terrain. Je höher der Adler steigt, umso dünner wird die Luft für die Krähe, sie muss von ihm ablassen und verschwindet von selbst. Und der Adler kann sich wieder in Ruhe seinen Tätigkeiten widmen.
Die Krähe ist bekannt für ihre Kühnheit und ihren Mut. Obwohl sie im Vergleich zum majestätischen Adler deutlich kleiner ist, scheut sie sich nicht davor, ihn herauszufordern. Die Krähe ist intelligent und geschickt genug, um die Schwachstellen des Adlers auszunutzen und ihn zu attackieren. In der Luft ist sie schnell und wendig, und sie nutzt ihre scharfen Krallen und ihren spitzen Schnabel, um dem Adler Schaden zuzufügen. Es ist faszinierend zu beobachten, wie die Krähe ihren Mut beweist und sich gegen einen so mächtigen Rivalen behauptet. Es scheint, als ob sie keine Angst hat und bereit ist, für ihr Territorium und ihre Nahrung zu kämpfen. Die Krähe ist ein Beweis dafür, dass Größe nicht immer entscheidend ist und dass manchmal der Mut eines kleinen Vogels ausreicht, um selbst den König der Lüfte herauszufordern.
Der einzige Vogel, der den majestätischen Adler angreift, ist die Krähe. Während der Adler oft als Symbol für Stärke, Freiheit und Erhabenheit angesehen wird, wird die Krähe oft mit Dunkelheit, Unglück und Listigkeit in Verbindung gebracht. Trotz ihrer Unterschiede haben diese beiden Vögel eine interessante Beziehung, die auf Respekt und Überlebensinstinkt basiert.
Zunächst einmal ist der Adler ein beeindruckendes Raubtier, das für seine Größe, Schnelligkeit und scharfen Augen bekannt ist. Er beherrscht die Lüfte und gilt als König der Vögel. Auf der anderen Seite haben wir die Krähe, ein kleinerer Vogel mit dunklem Gefieder und einem schrillen Ruf. Obwohl sie im Vergleich zum Adler weniger imposant wirkt, ist die Krähe dennoch ein intelligenter und geschickter Jäger.
Fotorechte: Jan Bleil 2007
Die Krähe ist eine opportunistische Art, die sowohl als Aasfresser als auch als aktiver Jäger agiert. Sie ist bekannt für ihre Fähigkeit, Nahrung zu finden und zu stehlen, sei es von anderen Vögeln oder sogar von menschlichen Siedlungen. Dies macht sie zu einem potenziellen Rivalen für den Adler, der ebenfalls darauf angewiesen ist, Beute zu machen, um zu überleben.
Obwohl die Krähe den Adler angreift, geschieht dies in der Regel nur, wenn sie sich bedroht fühlt oder wenn es um Nahrungskonkurrenz geht. Die Krähe ist klug genug, um zu wissen, dass der Adler eine starke und gefährliche Beute ist. Daher ist es für die Krähe von Vorteil, den Adler abzulenken oder zu stören, um an die Beute heranzukommen oder sich selbst zu schützen. Dieses Verhalten zeigt den Überlebensinstinkt der Krähe und ihre Fähigkeit, sich in einer Welt voller Herausforderungen und Konkurrenz zu behaupten.
Trotzdem gibt es eine gewisse Dynamik zwischen dem Adler und der Krähe. Der Adler ist oft in der Lage, die Krähe abzuschütteln oder gar zu vertreiben, da er größere körperliche Stärke und Flugkraft besitzt. Der Adler kann in größere Höhen aufsteigen und so der Krähe entkommen. In gewisser Weise kann man sagen, dass der Adler überlegen ist, aber die Krähe ist hartnäckig und gibt nicht so leicht auf.
Diese Beziehung zwischen dem Adler und der Krähe ist ein Beispiel für die Komplexität der Natur und den ständigen Kampf ums Überleben. Obwohl der Adler als König der Lüfte angesehen wird, ist er nicht immun gegen Angriffe von kleineren Vögeln wie der Krähe. Die Krähe hingegen nutzt ihre Intelligenz und Listigkeit, um ihren Platz in der Nahrungskette zu sichern und sich gegenüber größeren Raubvögeln zu behaupten. Insgesamt zeigt die Beziehung zwischen dem Adler und der Krähe, dass Größe und Stärke nicht immer ausschlaggebend sind. Intelligenz, Geschicklichkeit und Überlebensinstinkt spielen eine ebenso wichtige Rolle. Die Krähe mag klein sein, aber sie hat den Mut und die Entschlossenheit, sich gegen größere Vögel zur Wehr zu setzen. Dies ist eine Lektion, die wir auch auf andere Bereiche des Lebens übertragen können – dass man sich nicht von äußeren Erscheinungen täuschen lassen sollte und dass es manchmal auf die inneren Qualitäten ankommt, um erfolgreich zu sein.
Wasservögel leben an Seen, Flüssen und Bächen. Um sie zu treffen, müssen es keine abgelegenen Gewässer in wilder, unberührter Natur sein. Oft reicht schon der Teich im Stadtpark oder ein innerstädtischer Flussabschnitt, um eine Vielzahl an Wasservogelarten zu entdecken. Ideale Beobachtungspunkte sind Dorf- und Parkteiche, Binnenseen unterschiedlichster Größe, Brücken, Landungsstege, Hafenanlagen oder Uferwege. Häufig werden auch Beobachtungsstände an besonders geeigneten Stellen angelegt.
Im Winter finden sich oft beachtliche Vogelmassen auf innerstädtischen Wasserflächen ein, die sich dort füttern und aus nächster Nähe beobachten lassen. Aber auch im Frühling und Sommer hat man gute Chancen, an solchen Plätzen Wasservögel beim Brüten und der Jungenaufzucht zu erleben – halten Sie beim nächsten Spaziergang die Augen offen und achten Sie nicht nur auf die Wasserfläche, sondern besonders auf Uferzonen und Randbereiche der Gewässer.
Wasservögel sind Vögel die ihren Lebensraum auf dem Wasser und am Wasser haben. Es sind die unterschiedlichsten Vogelarten die zu den Wasservögeln gehören. Die meisten Wasservögel haben zwischen den Zehen Schwimmhäute. Viele Wasservögel gehören zu den Zugvögeln, und man sieht sie dann bei uns in Hamburg an der Elbe und im Hafen (Hamburger Holzhafen, Yachthafen, Mühlenberger Loch) als Wintergast.
Auf diesen Seiten erfahrt Ihr etwas über verschiedene Wasservögel, Watvögel, Wasserwild und Meeresvögel die ihr in Europa, an der Nordseeküsste, Ostseeküste, an Seen, in Teichen, Fischteichen, an Flüssen und an der Elbe beobachten könnt.
Wer gehört zu den Wasservögeln?
Die bekanntesten Wasservögel sind Enten, Gänse und Schwäne. Außerdem gehören viele Limikolen (Watvögel), viele Taucher (z.B. Haubentaucher), Kormorane, Blässhühner, Teichhühner, Odinshühnchen, Austernfischer, Möwen, Raubmöwen, Alken (Papageientaucher) und Küstenseeschwalben zu den Wasservögeln.
Wasservögel sind an ihren Lebensraum perfekt angepasst
Ihnen gemeinsam sind die sogenannten Schwimmhäute an den Füßen, die ihnen das mühelose Schwimmen ermöglichen. Das Gefieder ist dicht und verhindert das Eindringen des Wassers bis zur empfindlichen Haut. Aufgrund des leichten Knochenbaus der Vögel können sie ohne Anstrengung auf dem Wasser schwimmen.
Sie ernähren sich zumeist von Wasserpflanzen wie Algen und Seegras oder fressen Fische und kleinere Meerestiere. Besonders die Küstenvögel wie Möwen und Kormorane (der Feind der Fischer), folgen den Fischkuttern oft aufs offene Meer hinaus und versuchen, den ein oder anderen Fisch zu ergattern. Oftmals werden diese Vögel auch als Seevögel bezeichnet, da sie zwar am und im Wasser leben, einen großen Teil ihrer Zeit jedoch im Flug verbringen und daher auch an stürmische Seebrisen angepasst sind. Stockenten oder Blesshühnern an Teichen fällt das Fliegen wegen ihrer kurzen Flügel etwas schwerer.
Die Hälse der Wasservögel sind lang und ermöglichen ihnen somit das Tauchen und Fressen von Wasserpflanzen. Sicherlich haben Sie dies schon einmal bei Enten oder Schwänen beobachtet und auch das bekannte Kinderlied Alle meine Entchen beschreibt dieses Verhalten sehr treffend. Der Haubentaucher trägt diese Fähigkeit bereits im Namen. Zwar wirken die Körper mancher Wasservögel besonders an Land etwas plump, jedoch sind sie aufgrund ihres stromlinienförmigen Körpers geschickte Schwimmer.
Übrigens: Einige Wasservögel wie das Blässhuhn oder der Blaufußtölpel weisen tatsächlich blaue gefärbte Füße auf. Dies liegt möglicherweise an den stark pigmentierten Algen, welche die Vögel täglich zu sich nehmen.
Manche Wasservögel haben auch lange und dünne Beine, die ihnen das behände Laufen im Schlamm oder tieferen Gewässern ermöglichen. Wattvögel wie die Stelzenläufer oder die Brachvögel suchen im Watt nach Würmern und kleinen Krebstieren. Der Graureiher steht mit seinen langen Beinen geduldig am Ufer und wartet auf unvorsichtige Fische, die er mit einem gezielten Stoß aus dem Wasser erbeutet.
Einheimische Wasservögel können Sie relativ einfach beobachten
Die aquatische Vogelwelt können Sie entweder an Seen, Teichen oder auch der Ostsee bestimmen. Anhand des Gefieders lassen sich nicht nur die verschiedenen Arten sicher bestimmen, sondern auch das Geschlecht der Vögel feststellen. Bei vielen Arten liegt nämlich ein sogenannter Sexualdimorphismus vor, weshalb die Männchen häufig größer, schwerer und auffälliger gefiedert sind. Da die Weibchen häufig die Aufzucht der Jungen übernehmen und daher vor potentiellen Fressfeinden getarnt sein müssen, sind die meistens unauffällig und schlicht gefärbt. Am Beispiel der Stockenten oder Mandarinenten können Sie diese Unterschiede leicht erkennen.
Neben Enten und Schwänen können Sie mit etwas Glück auch folgende Vögel an deutschen Gewässern beobachten: Reiher, Kraniche, Haubentaucher, Sturmschwalben, Rohrdommeln oder Wasserrallen. Aufgrund der Trockenlegung größerer Seeareale oder Sümpfe sind viele Wasservogelarten gefährdet und stehen unter Naturschutz. Die Verschmutzung der Gewässer mit Plastik und Industrieabfällen führt außerdem zu einem Rückgang der Arten. Wenn Sie den Wasservögeln vor allem im Winter einen Gefallen tun wollen, füttern Sie diese nicht mit Brot. Dies verstopft den Verdauungstrakt der Tiere, ist zu salzhaltig, lockt Nagetiere wie Ratten an und sorgt dafür, dass das empfindliche Milieu des Wassers kippt und sich mehr und mehr Algen ausbreiten. Die Wasserqualität leidet darunter ebenso wie die Vögel, die im schlimmsten Fall sogar daran sterben. Kaufen Sie stattdessen lieber Wasservogelfutter oder bieten Sie den Tieren Haferflocken an. Wichtig ist auch, dass Sie die Enten immer an Land füttern.. Sie müssen die Vögel übrigens nicht füttern – die meisten finden in der Natur genügend Nahrungsgründe.
Das Haselhuhn: Dieser „heimliche Zwerg“ ist durch sein Federkleid optimal getarnt und schwer in der reich strukturierten, unübersichtlichen Vegeation seines Lebensraumes zu entdecken. Es bewohnt Tannen-Buchen-Mischwälder, die in der Baum- und Strauchartenzusammensetzung und in den Altersklassen reich strukturiert sind. Es bevorzugt Waldtypen der Pionierwaldphase auf Windwürfen sowie ehemaligen Wald-Weide- und Rodungsflächen. Wichtig sind dabei Bestände im Dickungs- und Stangenholzalter. Es kann von den Tallagen bis in eine Höhe von über 1000 Meter über Meer vorkommen. Für das Haselhuhn ungeeignet sind Kunstforste mit standortfremden Bestockungen, Monokulturen und geschlossene Waldbestände in der Klimaxphase.
Aussehen: Geschlechter sind sich sehr ähnlich und sind fast gleich gross. Der Hahn zeichnet sich durch einen schwarzen, weissgesäumten Kehlfleck aus.
Das Haselhuhn
Nahrung: Knospen und Triebe von Mehlbeere, Vogelbeere, Weissdorn, Buche. Kätzchen von Haselsträuchern. Frischgrün verschiedener Pflanzen, Sämereien und Früchte von Waldbäumen und -sträuchern. Keine Nadelholzäsung wie bei Auerhuhn oder Birkhuhn. Stellt sehr hohe Ansprüche an die Nahrunsgqualität.
Lebensweise: Monogam und territorial. Erste Abgrenzungen von Territorien und Paarbildung ab Spätherbst. Diese Paarbildung kann sich bis zur Balzzeit im April/Mai zeitweise wieder auflösen oder neubilden. Nach der Balzzeit und mit Beginn des Brütens wird die Paarbildung aufgelöst.
Bestand: Es existieren keine genauen Bestandszahlen, da Haselhühner sehr schwierig zu erfassen sind. In den meisten Gebieten der Alpen ist das Haselhuhn eher selten, in der Mehrzahl der Vorkommen ist es gefährdet.
Gefährdung und Schutz: Das Haselhuhn ist sehr stark abhängig von den Strukturen seines Biotops. Vermehrte Windwurf- und Durchforstungsflächen, die nicht systematisch bepflanzt werden, fördern diese Art. Eine zu starke „Pflege“ und die geschlossene Aufforstung solcher Pionier- und Jungwaldflächen hemmen die Entwicklung von Haselhuhnbeständen. Die kontrollierte Waldweide durch Grossvieh ist in der Regel förderlich für Hasel- und Auerhühner, weil damit die endgültige Schliessung der Altbestände verhindert und dauernd neue Pionierflächen geschaffen werden. Die Waldbauform des Plenterwaldes ist bei gleichzeitiger geringer Pflege und Aufforstung förderlich. Überhöhte Huftier-Wildbestände verhindern das genügende Aufkommen der natürlichen Waldverjüngung und wirken sich deshalb negativ auf Hasel- und Auerhühner aus.
Raufußhühner haben als gemeinsames und namengebendes Merkmal “befiederte”, oft mit Hornplatten versehene Füße. Diese sind charakteristisch für die Anpassung an extreme Verhältnisse ihres Lebensraumes und verhindern das Einsinken im Schnee. Um Energie zu sparen, beschränken Raufußhühner ihre Aktivitäten im Winter auf ein Minimum und halten sich nur dort auf, wo sie auf engstem Raum Nahrung, Deckung vor Fressfeinden und Schutz vor Kälte finden. Sie verlassen diese optimalen Wintereinstände nur äußerst ungern, da sonst zumindest einer der drei genannten Faktoren negativ bilanzieren würde. Geringe Fluchtdistanzen drücken keine Gewöhnung an Störungen aus, sondern sind eher als Anpassung zu interpretieren, den optimalen Winterstandort nur in äußerster Not verlassen zu wollen.
Unsere großen Hühnervögel müssen regelmäßig Nahrung aufnehmen. Bei der Flucht verbrauchen sie sehr viel Energie, die im Winter aufgrund des begrenzten Nahrungsangebots nur schlecht zu ersetzen ist. Häufige Störungen führen zur Schwächung der Tiere bis hin zum Tod durch Verhungern. Im Winter ernähren sich Raufußhühner fast ausschließlich von Koniferennadeln und Knospen. Dank Ihrer langen Blinddärme und der darin enthaltenen Darmflora sind sie imstande diese rohfaserreiche, nährstoffarme Kost zu verdauen und können so im kargen Hochgebirge überwintern.
Es werden in jagdlichen Büchern oft ungebräuchliche, alte und überholte lateinische Artnamen aufrechterhalten, die nicht mehr aktuell sind. So wird z.B. bei H. Krebs, Vor und nach der Jägerprüfung, für das Haselhuhn Tetrastes bonasia und für das Birkhuhn Lyrurus tetrix aufgeführt. Diese lateinischen Artbezeichnungen sind durch die im Kasten aufgeführten lateinischen Namen zu ersetzen.
Kennzeichen der Glattfusshühner: Artenreiche Familie, die sehr nahe verwandt ist mit den Rauhfusshühnern. An den Läufen und an den Nasenöffnungen befinden sich keine Federn.
Nomenklatur:
Männlich: Hahn / Weiblich: Henne / Unselbständige Junge: Küken.
Mischung aus Birkhuhn und Auerhuhn:
Rackelhuhn
Kette von Küken:
Gesperre / Fährten der Hühner: Geläuf
Losung:
Gestüber / Im Staub baden: Hudern
Birkhahn:
Spielhahn (Jägersprache) / Schneider: Birkhahn im ersten Lebensjahr
Kennzeichen der Rauhfusshühner: Es sind kleine bis grosse bodenlebende Vögel mit kräftigem, meist etwas gebogenem Schnabel und grossen Lauf- bzw. Scharrfüssen mit vier Zehen. Die Flügel sind verhältnismässig kurz und gerundet mit abgebogenen Schwingenfedern. Die Küken sind ausgesprochene Nestflüchter. Rauhfusshühnerküken werden mit drei bis vier kurzen Handschwingen geboren, die den Jungvögeln in den ersten Lebenstagen zu Flatterflügen verhelfen und dadurch die Flucht vor Fressfeinden ermöglichen. Diese werden dadurch stärker abgenutzt als die später nachwachsenden Schwingenfedern, was bei der Alterbestimmung von 1-jährigen Vögeln hilft. Im Winterkleid sind die Konturfedern mit einem Afterschaft ausgestattet, das ist eine kurze daunige Feder an der Innenseite des Schaftes mit sehr starker Isolationswirkung. Die Läufe und Füsse der Rauhfusshühner sind ganz oder bis mindestens zwei Drittel befiedert. An den Zehen befinden sich bei einigen Arten Federn oder seitliche Längsreihen stiftförmiger Gebilde („Balzstifte“), die den Effekt von Schneeschuhen haben (vergleiche auch Füsse des Alpenschneehasen). Die Nasenöffnungen sind mit Federn bedeckt. Stark ausgebildete paarige Blinddärme sind verantwortlich für die Verdauung von stark verholzten Pflanzenzellen, die in der Nahrung der Rauhfusshühner häufig sind und von Pflanzenfressern (inkl. Mensch) nicht verdaubar sind. Spezielle Bakterienkulturen übernehmen diese Verdauung in den Blinddärmen. Diese ergeben einen speziellen, dunklen, dickflüssigen und übelriechenden Kot. Mit dieser Anpassung an extreme Winterverhältnisse können Rauhfusshühner auch aus dem letzten Rest an energiearmer Nahrung noch Nährstoffe und Energie gewinnen. Wie bei anderen Rauhfutter und Samen fressenden Vögeln ist der Muskelmagen stark ausgebildet. Vögel besitzen einen Hornschnabel aber keine Zähne um die Nahrung zu zerkleinern. In den Muskelmagen werden zusätzlich kleine Steine („Gritt“) aufgenommen, die die äusserst hartschalige Nahrung zerreiben (Ersatz für Zähne).
Die Ringeltaube ist eine Vogelart aus der Familie der Tauben. Sie ist die größte Taubenart Mitteleuropas und besiedelt weite Teile der Paläarktis von Nordafrika, Portugal und Irland nach Osten bis Westsibirien und Kaschmir. Auffällige Merkmale sind die weißen Flügelbänder und der weiße Halsstreifen.
Klasse:
Vögel (Aves)
Unterklasse:
Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung:
Taubenvögel (Columbiformes)
Familie:
Tauben (Columbidae)
Gattung:
Feldtauben (Columba)
Art:
Ringeltaube
Vorkommen und Verhalten:Die Ringeltaube (Columba palumbus) ist eine Vogelart aus der Familie der Tauben. (Columbidae). Sie ist die größte, häufigste und am weitesten verbreitete Taube Europas. Durch die Zuwanderung nördlicher Populationen kann sie dann in großen Schwärmen auftreten. Unsere Ringeltauben sind vorwiegend Standvögel.Der ursprüngliche Lebensraum der Ringeltaube setzt sich aus offenen Landschaften mit kleineren Waldflächen oder Feldgehölzen zusammen. Besonders in Mitteleuropa hat jedoch schon seit längerem eine Verstädterung eingesetzt, und so sind Ringeltauben heute auch in Grünanlagen, Parks, Friedhöfen und größeren Gärten heimisch. Bevorzugter Neststandort sind Nadelbäume, aber auch deckungsreiche Stellen von Laubbäumen.
Im Flug fallen besonders die weißen Abzeichen auf Flügeln und am Hals und der lange Schwanz auf. Auch der etwas unproportionierte Körperbau ist kennzeichnend: der Kopf ist im Verhältnis zum großen Körper etwas zu klein geraten. Ringeltauben ernähren sich vorwiegend pflanzlich: Getreide, Mais, Bucheckern und frisches Blattgrün stehen auf dem Speiseplan ganz oben. Seltener werden auch Würmer oder Insekten erbeutet.
Kennzeichen:Charakteristisch für die Ringeltaube ist der auffällige weiße Fleck, den sie an beiden Seiten ihres Halses trägt und der breite, weiße Streifen auf der Oberseite der Flügel. Der Nacken schillert grünlich. Im Flug erkennt man auf den Flügeln weiße Querbänder. Die weißen, fast ringförmig verlaufenden Flecken am Hals, die von edel anmutenden grün- und purpurglänzenden Flächen umrandet sind, haben der Ringeltaube ihren Namen gegeben. Das Gefieder der bis zu 42 Zentimeter langen Wildtaube ist grau bis blaugrau. Kopf und Hals sind eher blaugrau. Ringeltauben haben eine beachtliche Spannweite von bis zu 77 Zentimetern und wiegen als erwachsener Vogel etwa 570 Gramm. Die Geschlechter sehen gleich aus: Kopf und Rücken sind blaugrau, Schwanz- und Flügelspitzen dunkel. Die Brust ist etwas heller graurosa, die Iris ist gelb.
Stimme:Der Ruf ist ein sehr charakteristisches hohles Gurren, das einen immer gleichen Rhythmus hat und wie „duh-duh, du-duh, du“ klingt. Diese fünfsilbige „Strophe“ wird ohne Pause drei- bis fünfmal wiederholt.
Brut
Brut:Im Frühjahr kann man die Männchen bei ihrem Balzflug beobachten. Mit kräftigen Flügelschlägen steigt der Tauber steil auf und lässt sich anschließend mit gespreiztem Schwanz abwärts gleiten. In Städten brüten Ringeltauben zunehmend auch an Gebäuden.
Ihr Nest besteht nur aus wenigen Halmen und Zweigen, die meist hoch in Bäumen gebaut werden.Meistens werde zwei Bruten pro Jahr groß gezogen. Es werden nur 1–2 Eier gelegt. Die in der Regel zwei Eier werden von beiden, jeweils ein Jahr zusammen lebenden Elterntieren bebrütet. Bei der Brut wechseln sich die Partner ab, das Weibchen verbringt jedoch mehr Zeit mit dem Brüten. Die Jungen schlüpfen nach 17 Tagen und sind anfangs blind und nackt. .Männchen und Weibchen teilen sich die Aufzucht der Jungen: Zuerst werden sie mit der Kropfmilch der Altvögel gefüttert, die sie bei ihnen direkt aus dem Schnabel trinken. Anschließend werden Sämereien, zarte Blättchen von Wildkräutern und Gartengemüse, Würmer, Weichtiere und Insekten wird von beiden Elterntieren auch über mehrere Kilometer Entfernung herangetragen.
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