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Wolf und Hund haben Gemeinsamkeiten

Wölfe sind die Vorfahren der Haushunde und können noch immer mit ihnen kommunizieren. Gerade die Tatsache, dass Wölfe Hunde unter Umständen als Artgenossen ansehen, kann jedoch problematisch sein.

 

Wölfe haben dieselben Sinnesorgane wie Hunde aber verhalten sich in der Regel nicht wie Hunde, was zu “Missverständnissen” führen kann. Generell sollten Hunde im Wolfsgebiet angeleint bzw. nahe bei ihrem Besitzer geführt werden. Es kann durchaus vorkommen, dass Wölfe sich für diese Artgenossen interessieren, die aus Wolfssicht “dreist” in ihrem Territorium markieren. Die Nähe seines Besitzers ist der beste Schutz für den Hund. Ich glaube nicht, dass Wölfe einen Hund als Gefahr wahrnehmen, vorausgesetzt, ein Hund ist angriffslustig oder versucht den Wölfen bellend entgegen zu laufen dann wird sich der Wolf den Hund stellen oder sogar folgen. Es gibt jede Menge Paarungen zwischen Hund und Wolf (Wolfshybriden). Sollte dies so sein, wären alle Herdenhunde als Wachhunde umsonst, denn ein Wolf/Wolfsrudel hätte auch kein Problem einen solchen Hund zu töten. Wölfe haben gelernt mit der Natur umzugehen, Beute zu schlagen und Gefahren zu erkennen. Wird der Mensch nicht mehr als Gefahr erkannt wird es problematisch.
Hunde oder Wölfe sind sehr sensible Tiere, aber auch sehr angriffslustig, gerade wenn es um Beute oder Verteidigung geht!
Ein Kuschelhund kann auch zur Bestie werden, die Tags mit Kindern spielen aber nachts wann sie unbeaufsichtigt sind herumstreunen und auch auf bestialischer Art Wildtiere hetzen und in Stücke reißen und morgens wieder seelenruhig vor der Haustür liegen.
Ich habe zwar noch nie einen Angriff mit Wölfen miterlebt aber wohl einen Angriff mit zwei Hunde die anschließend mit aufgerissenem Fell und zerfleischter Schnauze zum Tierarzt gebracht werden mussten. Ein Hund ist später an den Folgen der Verletzungen verstorben. Kein Stockschlag und auch kein schreien konnte die Hunde mehr abhalten.  Wenn Hunde in ihrem Wahn sind und auch eine Beute verteidigen, sind sie kaum noch zu bändigen. Viele Hundeführer können sicherlich davon ein Lied singen.

Prof. Sven Herzog, Inhaber der Lehrschule für Wildökologie und Jagdwirtschaft spricht im Interview mit der Tageszeitung Dolomiten über den Schutz vor einem Wolfsangriff

Wenn Wölfe zum Angriff starten, dann wird der Mensch auch keine Gelegenheit mehr haben dem Wolf mit einem Stock auf die Schnauze zu schlagen, geschweige wenn es sich um mehrere Wölfe handle. Wenn Wölfe Beute machen wollen, erfolgt der Angriff meistens unerwartet. Ich glaube auch nicht, dass Menschen mit schlagen/Gewalt Wölfe vor einem Angriff abhalten können.
Probieren sie einmal einem bissigen Hund oder auch einem Wolf mit einem Stock oder einem Gegenstand welchen sie als Gefahr erkennen in die Enge zu treiben? Das Tier wird nicht flüchten, sondern zum Angriff starten.  Teamarbeit, bezeichne ich die Jagd der Wölfe, jeder Wolf hat seine Aufgabe. Im Rudel gibt es einen Führer und alle weiteren folgen ihm und haben gelernt gemeinsam Beute zu schlagen.
Der Wolf reagiert auf den Anblick des Menschen vorsichtig, aber er ergreift nicht immer sofort die Flucht. Oft zieht sich das Tier langsam und gelassen zurück. Vor allem bei jungen und unerfahrenen Wölfen kann es auch vorkommen, dass die Neugier stärker ist als die Furcht. Sollte es zu einem Aufeinandertreffen kommen, ist es wichtig, Ruhe zu bewahren und Abstand zu halten.  auf keinen Fall davonlaufen, sondern versuchen mit nicht alltäglichen Geräuschen wie lautes Reden, laute helle Schreie, klatschen in die Hände oder das beste Hilfsmittel wäre mit einer Luft- oder Gasdruckfanfaren Lärm zu machen, denn Töne mit hohen Frequenzen mögen die Wölfe überhaupt nicht, aber wer hat das schon im Rucksack? .
Nachdem Wölfe ja keine Kletterer sind, wäre ein Baum der größte Schutz vor einem Angriff, schon 2 Meter einen Baum hinaufklettern würde genügen, die Wölfe abzuwehren.
Sollten sie einen Hund an der Leine führen während sich die Wölfe nähern, sofort den Hund laufenlassen, dadurch besteht die Möglichkeit, dass die Wölfe dem Hund folgen und sie sich inzwischen in Sicherheit bringen können.

Sollten auch sie dazu eine Meinung haben, so scheiben Sie mir eine Mail an info@jagd.it