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Die ersten Junghasen sind geboren

Langsam wird Frühling und die Natur erwacht zu neuem Leben. Überall sprießen die Blumen, die Vögel zwitschern fröhlich und die Luft ist erfüllt von einem Duft nach Frische und Aufbruch. Inmitten dieser idyllischen Kulisse geschieht eines der wunderbarsten Ereignisse der Tierwelt – die Geburt der ersten Junghasen.

Die Ramnelzeit des Feldhasen ist eine spannende Zeit, in der sich die Hasen auf ihre Paarungszeit vorbereiten. Während dieser Zeit zeigen die männlichen Hasen ihr beeindruckendes Balzverhalten, um die Aufmerksamkeit der Weibchen auf sich zu ziehen. Sie hüpfen und springen durch die Felder, um ihre Kraft und Ausdauer zu zeigen. Die Weibchen beobachten diese spektakuläre Darbietung und wählen den stärksten und fittesten Partner aus. Sobald die Paarung abgeschlossen ist, beginnt die Zeit der Nestbau und die Weibchen bereiten sich auf die Geburt ihrer Jungen vor. Die Ramnelzeit des Feldhasen ist eine bedeutende Phase in ihrem Lebenszyklus und ein faszinierendes Naturschauspiel.

Das Nest eines Hasen nennt man “SASSE” – Fotorechte Prader Walter

Der Hase, ein eher scheues und zurückhaltendes Tier, ist bekannt für seine Fruchtbarkeit. Doch die Geburt der Jungen ist dennoch etwas Besonderes. Die Mutterhäsin, auch Häsin genannt, legt ihre Nester in geschützten und gut getarnten Bereichen an, um ihre Jungen vor Feinden zu schützen.
Die Geburt der ersten Junghasen ist ein Zeichen dafür, dass der Frühling endlich angekommen ist und dass neues Leben entstanden ist. Es ist ein Moment der Hoffnung und des Aufbruchs, der uns daran erinnert, dass die Natur einen unaufhaltsamen Kreislauf hat. Sobald die Zeit gekommen ist, bringt sie ihre Jungen zur Welt – kleine, hilflose Wesen, die erst wenige Minuten alt sind.
Die Junghasen, sind von Anfang an darauf angewiesen, ihre Mutter zu finden und sich bei ihr zu wärmen. Sie sind noch blind und haben nur ein dünnes, weiches Fell, das sie vor Kälte und Feuchtigkeit schützt. Die Häsin kümmert sich liebevoll um ihre Jungen, indem sie sie säugt und ihnen die notwendige Wärme gibt. Sie verbringt viel Zeit damit, ihr Nest zu bewachen und Feinde fernzuhalten.
Die Junghasen werden heranwachsen, sich paaren und ihrerseits Junge bekommen. So wird sich das Leben immer weiter fortsetzen.
In einer Welt, die oft von Hektik und Stress geprägt ist, können wir von den Junghasen lernen. Sie zeigen uns, dass es wichtig ist, innezuhalten und die kleinen Wunder der Natur zu schätzen. Die Geburt der ersten Junghasen erinnert uns daran, dass das Leben kostbar ist und dass wir es achten und schützen sollten.
Die Geburt der ersten Junghasen ein faszinierendes Ereignis, das uns mit Freude und Staunen erfüllt. Es ist ein Symbol für den Beginn des Frühlings und für die Hoffnung auf eine blühende und fruchtbare Zeit. Möge das Leben der Junghasen voller Abenteuer, Glück und Erfolg sein.

“Es ist wichtig zu verstehen, dass die Mutterhasen ihre Jungen oft für mehrere Stunden alleine lassen, um Nahrung zu suchen. Dies ist ein natürlicher Teil ihres Aufwachsens und ein wichtiger Schritt in ihrer Unabhängigkeit. Wenn wir eingreifen und die Junghasen mitnehmen, nehmen wir ihnen die Chance auf ein gesundes, normales Wachstum.”

Häsinnen schützen ihre Jungen vor Feinden, indem sie ihre Nester an geschützten und gut getarnten Orten anlegen. Sie suchen nach Plätzen, die für potenzielle Feinde schwer zugänglich sind, wie zum Beispiel dichten Gebüschen, unter Büschen oder in hohen Gräsern. Diese Verstecke dienen dazu, die Jungen vor Raubtieren wie Füchsen, Greifvögeln oder Mardern zu schützen.
Darüber hinaus ist die Häsin stets in der Nähe ihres Nestes, um auf mögliche Gefahren zu achten. Sie ist äußerst wachsam und bereit, ihre Jungen zu verteidigen. Wenn sie eine Bedrohung wahrnimmt, reagiert sie sofort, indem sie Alarm schlägt und versucht, den Angreifer abzuschrecken. In solchen Situationen kann sie auch versuchen, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, um die Jungen vor Entdeckung zu schützen.
Die ersten Wochen im Leben der Junghasen sind entscheidend für ihr Überleben. Sie wachsen schnell und nehmen stetig an Gewicht zu. Ihre Mutter bringt ihnen bei, wie sie sich vor Gefahren schützen können und wie sie sich in ihrer Umgebung zurechtfinden. Die Junghasen lernen schnell und beobachten aufmerksam das Verhalten ihrer Mutter.
Mit zunehmendem Alter werden die Junghasen unabhängiger und beginnen, ihre Umgebung zu erkunden. Sie hoppeln neugierig durch die Wiesen und Felder, immer auf der Suche nach frischem Gras und saftigen Kräutern. Ihre Bewegungen sind elegant und anmutig, und sie scheinen förmlich über die Wiesen zu schweben.
Die Häsin nutzt auch ihre Tarnungsfähigkeiten, um die Jungen zu schützen. Das dünne und weiche Fell der Junghasen passt sich perfekt der Umgebung an, und sie sind kaum zu erkennen. Dies hilft ihnen, sich vor Feinden zu verstecken und unentdeckt zu bleiben. Es ist wichtig anzumerken, dass die Häsin ihre Jungen nicht ständig bewacht. Sie verlässt das Nest regelmäßig, um nach Nahrung zu suchen und sich selbst zu ernähren. In dieser Zeit können die Jungen jedoch weiterhin geschützt bleiben, da sie sich im Nest verstecken und ihre Tarnung nutzen. Wennn sie Junghasen sehen, Hände weg. 

Wenn eine Häsin eine Bedrohung für ihre Jungen wahrnimmt, reagiert sie instinktiv und entschlossen, um ihre Jungen zu schützen. Hier sind einige typische Reaktionen, die eine Häsin zeigen kann:

  • Alarm schlagen: Die Häsin gibt einen lauten und durchdringenden Ruf von sich, um ihre Jungen und andere Hasen in der Nähe vor der nahenden Gefahr zu warnen. Dieser Ruf signalisiert auch anderen Tieren, dass eine Bedrohung in der Nähe ist.
  • Angriff: Wenn die Bedrohung zu nahekommt, kann die Häsin versuchen, den Angreifer anzugreifen. Sie kann ihre Vorderpfoten verwenden, um zu kratzen oder zu boxen, und sie kann auch versuchen, den Feind zu beißen. Dabei kann sie ihre Zähne und Krallen einsetzen, um sich zu verteidigen.
  • Ablenkung: Manchmal versucht die Häsin, die Aufmerksamkeit des Angreifers auf sich zu ziehen und von ihren Jungen abzulenken. Sie kann sich vor den Angreifer stellen, sich groß machen und drohendes Verhalten zeigen, um den Feind abzuschrecken und von den Jungen wegzulocken.
  • Flucht: Wenn die Bedrohung zu groß ist oder die Häsin erkennt, dass ein Angriff unausweichlich ist, kann sie beschließen, mit ihren Jungen zu fliehen. Sie wird versuchen, ihre Jungen zuerst in Sicherheit zu bringen, indem sie sie in verschiedene Richtungen verteilt oder sie dazu bringt, in ihren Verstecken zu bleiben, während sie selbst den Feind ablenkt oder ihm entkommt.

Es ist wichtig anzumerken, dass das Verhalten einer Häsin in einer Bedrohungssituation variieren kann. Jede Häsin hat ihre eigene Persönlichkeit und Reaktionsweise. Einige Häsinnen sind mutiger und aggressiver, während andere eher dazu neigen, zu fliehen und ihre Jungen zu schützen. Die Reaktion hängt auch von der Art der Bedrohung und der Erfahrung der Häsin ab.
Häsinnen sind äußerst fürsorgliche und schützende Mütter, die bereit sind, alles zu tun, um ihre Jungen zu verteidigen. Ihr Instinkt, ihre Wachsamkeit und ihr Mut spielen eine entscheidende Rolle bei der Sicherheit und dem Überleben ihrer Jungen.

Weitere Infos über den Hasen, Fortpflanzung, Verhalten und Notwendigkeit lesen sie im Südtiroler Jagdportal unter “NIEDERWILD” oder klicken Sie hier auf die blaue Schrift um zu den jeweiligen Seiten zu gelangen.

Text: WP – Südtiroler Jagdportal

 

GPS für Hunde

GPS für Hunde – Sinnvoll oder nicht?

GPS für Hunde – wie sinnvoll ist das? Immer wieder sieht man Hunde mit GPS-Tracker. Für den Besitzer ist jede Minute, in der der vierbeinige Partner verschwunden ist, eine quälende Belastung. Ein GPS-Tracker, der an deinem Hund befestigt ist, kann daher enorm hilfreich dabei sein, deinen verlorenen Hund schnell wieder zurück nach Hause zu bringen. Wie ein GPS-Tracker für Hunde genau funktioniert, welche Vor- und Nachteile es gibt erklären wir Dir in diesem Artikel

“GPS-Geräte für Jagdhunde sind spezielle Geräte, die es Jägern ermöglichen, den Standort ihrer Hunde in Echtzeit zu verfolgen. Diese Geräte verwenden das Global Positioning System (GPS), um genaue Informationen über den Aufenthaltsort des
Hundes zu liefern. Durch die Nutzung von GPS-Technologie können Jäger ihre Hunde effektiver überwachen und verfolgen, insbesondere in Gebieten mit schlechter Sicht oder dichtem Gelände.”
Ein GPS-Gerät ist bei einer Wildnachsuche unentbehrlich. Es ermöglicht eine präzise Ortung und Navigation in unwegsamem Gelände. Mit Hilfe des GPS-Geräts kann man die genaue Position des Wildes bestimmen und somit die Suche effektiver gestalten. Darüber hinaus kann man mit einem GPS-Gerät auch wichtige Informationen wie die zurückgelegte Strecke, die Geschwindigkeit und die Höhe erfassen. Dies ist besonders nützlich, um die eigenen Fortschritte und die Effizienz der Nachsuche zu überwachen. Ein GPS-Gerät ist daher ein unverzichtbares Werkzeug für Jäger und Hundeführer bei der Wildnachsuche.
GPS-Geräte für Jagdhunde bestehen in der Regel aus einem Sender, der am Halsband des Hundes befestigt wird, und einem Empfänger, den der Jäger bei sich trägt. Der Sender sendet kontinuierlich Signale mit den aktuellen GPS-Koordinaten des Hundes aus, die dann vom Empfänger empfangen und auf einem Bildschirm angezeigt werden. Auf diese Weise kann der Jäger den Standort seines Hundes verfolgen und sicherstellen, dass er sich in der Nähe befindet und sich nicht verirrt hat.
Einige fortschrittlichere GPS-Geräte für Jagdhunde verfügen über zusätzliche Funktionen wie Kartenanzeige, Wegpunkte, Entfernungsmessung und sogar die Möglichkeit, virtuelle Zäune einzurichten. Diese Funktionen bieten dem Jäger eine noch detailliertere und umfassendere Kontrolle über den Aufenthaltsort und das Verhalten seines Hundes.
GPS-Geräte für Jagdhunde sind besonders nützlich bei einer Nachsuche oder der Jagd auf Wildtiere wie Hasen oder Vögel. Sie ermöglichen es dem Jäger, den Hund in Echtzeit zu verfolgen und sicherzustellen, dass er in der Nähe ist und seine Aufgabe erfüllt. Darüber hinaus bieten diese Geräte auch eine gewisse Sicherheit, da der Jäger im Notfall den genauen Standort seines Hundes kennt und schnell reagieren kann.
Insgesamt sind GPS-Geräte für Jagdhunde eine wertvolle technologische Ergänzung für Jäger, die ihre Hunde effektiv überwachen und kontrollieren möchten. Sie bieten eine verbesserte Sicherheit, eine bessere Kontrolle und ermöglichen es Jägern, ihre Hunde besser bei der Jagd einzusetzen.
Ein GPS-Band für Jagdhunde ist ein unverzichtbares Hilfsmittel für jeden Jäger, der seine Hunde bei der Jagd kontrollieren und lokalisieren möchte. GPS-Bänder für Jagdhunde sind speziell entwickelte Geräte, die Jägern helfen, den Standort und die Aktivitäten ihrer Jagdhunde zu verfolgen. Sie bieten eine Vielzahl von Funktionen, die für die Jagd von entscheidender Bedeutung sein können.

GPS Geräte sind keine Strombänder, sondern Geräte die per Satellit gesteuert werden und dem Hundebesitzer die Distanz, Geschwindigkeit des Hundes anzeigen und die Möglichkeit schaffen den Hund mit einem Piepston zurückzuholen, vorausgesetzt dass dies mit dem Hund trainiert wurde.  Dies ist besonders nützlich, wenn sich die Hunde in unbekanntem Gelände, sich neben Strassen bewegen oder sich in einem dichten Wald verirren. Das GPS ermöglicht es Hundebesitzern, den genauen Standort ihrer Hunde zu bestimmen. Durch das GPS-Tracking können die Hundebesitzer den aktuellen Aufenthaltsort ihrer Hunde in Echtzeit verfolgen und sie im Notfall schnell und effektiv lokalisieren.

Es können zugleich auch 2 oder mehrere Hunde verfolgt werden

 Warum ein GPS Hundehalsband?

 In den letzten Jahren hat sich die Technologie jedoch stark entwickelt und moderne Lösungen wie das GPS (Global Positioning System) haben auch in die Welt der Hunde Einzug gehalten.
Ein GPS-Gerät für Jagdhunde ist in der heutigen Zeit ein unverzichtbares Werkzeug für jeden Jäger. Es bietet zahlreiche Vorteile und ermöglicht eine effektivere und sicherere Jagderfahrung.
Erstens ermöglicht ein GPS-Gerät für Jagdhunde eine präzise Ortung des Hundes in Echtzeit. Dies ist besonders nützlich, wenn der Hund sich in unwegsamem Gelände oder in einem dichten Waldgebiet befindet. Mit Hilfe des GPS-Geräts kann der Jäger den genauen Standort des Hundes auf einer Karte/Handy verfolgen und ihn schnell wiederfinden. Dadurch wird vermieden, dass der Hund verloren geht oder sich in gefährlichen Situationen befindet.
Ein weiterer wichtiger Grund für die Verwendung eines GPS-Geräts für Jagdhunde ist die Sicherheit. Während der Jagd kann es vorkommen, dass der Hund aufgrund seiner natürlichen Instinkte weit entfernt vom Jäger jagt. In solch einer Situation kann es schwierig sein, den Hund wiederzufinden. Gerade in Revieren, die der Hund nicht kennt, läuft die Gefahr, dass der Hund nicht mehr zurückfindet, gerade wenn Straßen oder Flüsse das Revier durchkreuzen.  Mit einem GPS-Gerät kann der Jäger den Hund jederzeit lokalisieren und sicherstellen, dass er sich in einem sicheren Bereich befindet. Dies ist besonders wichtig, um potenzielle Gefahren wie Straßen, Gewässer oder andere Jagdgebiete zu vermeiden.
Des Weiteren ermöglicht ein GPS-Gerät für Jagdhunde eine effizientere Jagd. Mit Hilfe des Geräts kann der Jäger das Verhalten des Hundes während der Jagd analysieren und daraus wichtige Informationen ableiten. Zum Beispiel kann er feststellen, in welchem Gebiet der Hund jagt oder ob der Hund möglicherweise Wild aufgespürt hat.

Verfolgung von Wild: Eine Steuerung des Hundes durch das GPS Gerät ist nur bedingt möglich, vorausgesetzt der Hund ist mit den Funktionen/Befehlen vertraut. Es besteht die Möglichkeit den Hund durch den integrierten Piepston zurückzuholen, vorausgesetzt dass dies mit dem Hund im Vorfeld trainiert wurde und er diesen Befehl durch den Piepston kennt. Früher wurde dieser Befehl mit pfeifen oder schreien ausgeführt.
Ob mit oder ohne GPS-Hundehalsband, die Suche- oder Stöberjagd auf Wild muss der Hund selbst ausarbeiten, ein Hund mit einem GPS-Hundehalsband kann auf das Wild nicht gesteuert werden. Der große Vorteil, sollte der Hundeführer beobachten, dass der Hund hinter einer nicht jagdbaren Wildart hinterherrennt, kann es dies durch den Piepston stoppen, vorausgesetzt der Hund kennt diesen Befehl. Dank dieser Möglichkeit gibt es kaum noch Hasenhunde die Rehe oder andere Wildtiere jagen.
Ein weiterer großer Vorteil von GPS-Bändern für Jagdhunde ist die Möglichkeit, den genauen Standort des Hundes in Echtzeit zu verfolgen. Dies ist besonders wichtig während der Jagd, da Jagdhunde oft große Entfernungen zurücklegen und in unwegsamem Gelände arbeiten. Mit einem GPS-Band kann der Jäger den Hund mit einem Handy oder mit einem dazugehörigen Gerät genau lokalisieren und verfolgen, auch wenn er außer Sichtweite ist. Dies ermöglicht es dem Jäger, den Hund effektiv mit dem Piepston zu steuern und sicherzustellen, dass er sich nicht verirrt oder in Gefahr gerät.
Ein weiterer Vorteil von GPS-Bändern für Jagdhunde ist die Möglichkeit, Aktivitätsdaten, Streckenverlauf zu sammeln und zu analysieren. Fast alle GPS-Bänder verfügen über Funktionen zur Aufzeichnung von Bewegungsdaten, wie beispielsweise die zurückgelegte Strecke in Kilometer oder der die Geschwindigkeit des Hundes. Dies kann dem Jäger helfen, das Verhalten des Hundes während der Jagd zu analysieren und seine Leistung zu bewerten. Durch die Auswertung dieser Daten kann der Jäger auch Rückschlüsse auf das Terrain und das Verhalten des Wildes ziehen, was wiederum zu einer effektiveren Jagd führen kann.
Sicherheit der Hunde: Das GPS bietet zusätzliche Sicherheit für die Jagdhunde. Wenn ein Hund verloren geht oder sich verirrt, kann der Besitzer ihn mithilfe des GPS schnell aufspüren und wiederfinden. Dies ist besonders wichtig in Gebieten, in denen die Hunde aufgrund von Jagdaktivitäten oder anderen Gefahren verletzt werden könnten. Das GPS gibt den Besitzern die Gewissheit, dass sie ihre Hunde jederzeit sicher und geschützt halten können. Ein weiterer Vorteil von GPS-Bändern für Jagdhunde ist die Möglichkeit der Verwendung von virtuellen Zäunen oder Geofencing-Funktionen. Diese Funktion ermöglicht es dem Hundebesitzer, einen bestimmten Bereich festzulegen, innerhalb dessen der Hund sich bewegen soll. Wenn der Hund diesen Bereich verlässt, erhält der Jäger eine Benachrichtigung auf seinem GPS-Gerät. Dies ist besonders nützlich, um zu verhindern, dass der Hund in gefährliche oder unerwünschte Gebiete gelangt, wie beispielsweise Straßen oder private Grundstücke. Mit den unterschiedlichen GPS-Bändern können mehrere Hunde verfolgt werden, vorausgesetzt, dass die Hunde auch in ihrem Empfangsgerät aktiviert sind.

Herausforderungen:

  1. Batterielebensdauer: Eine der größten Herausforderungen beim Einsatz von GPS für Stöberhunde ist die begrenzte Batterielebensdauer. Die GPS-Geräte müssen regelmäßig aufgeladen werden, um eine kontinuierliche Ortung zu gewährleisten. Es ist wichtig, dass die Besitzer sicherstellen, dass die Geräte vor jedem Einsatz voll aufgeladen sind, um sicherzustellen, dass sie nicht während der Jagd ausfallen.
  2. Signalstörungen: Ein weiteres potenzielles Problem beim Einsatz von GPS für Stöberhunde sind Signalstörungen. In dicht bewaldeten Gebieten oder in der Nähe von hohen Gebäuden kann das GPS-Signal schwächer sein oder ganz verloren gehen. Dies kann die Genauigkeit der Standortbestimmung beeinträchtigen und die Wirksamkeit des GPS-Trackings verringern. Es ist wichtig, dass die Besitzer sich dieser potenziellen Herausforderungen bewusst sind und alternative Methoden haben, um ihre Hunde im Notfall zu lokalisieren.

Fazit: Der Einsatz von GPS für Jagdhunde bietet viele Vorteile, insbesondere in Bezug auf Standortbestimmung, Verfolgung von Wild und Sicherheit der Hunde. Die Technologie ermöglicht es den Besitzern, ihre Hunde effizienter zu überwachen und im Notfall schnell zu reagieren. Es ist jedoch wichtig, die potenziellen Herausforderungen zu berücksichtigen, wie die begrenzte Batterielebensdauer und mögliche Signalstörungen. Durch eine sorgfältige Planung und Vorbereitung können Stöberhundebesitzer die Vorteile des GPS nutzen und gleichzeitig sicherstellen, dass ihre Hunde jederzeit geschützt sind.

Wir unterscheiden zwei Funktionen von GPS Hundehalsbänder:

GPS Geräte von Garmin auf Funk-Basis

 Es gibt verschiedene Arten von GPS-Bändern auf dem Markt, die sich in ihren Funktionen und Eigenschaften unterscheiden. Die Wahl des richtigen Bands hängt von den individuellen Bedürfnissen und Vorlieben des Jägers ab. Es ist wichtig, die Funktionen und Eigenschaften der verschiedenen Bänder zu berücksichtigen und sicherzustellen, dass sie den Anforderungen der Jagdumgebung und des Hundes gerecht werden. Mit einem geeigneten GPS-Band kann der Jäger sicherstellen, dass seine Jagdhunde jederzeit unter Kontrolle sind und er eine erfolgreiche und fast sorgenlose Jagderfahrung hat ohne Angst um seinen Hund zu haben.

GPS Geräte von Garmin auf Funk-Basis:  Bei der Jagd mit Hunden das wohl meistverwendete GPS-Hundehalsband in den Jagdrevieren und im Rettungshundewesen ist das System von Garmin. Aktuell gibt es mehrere Produktserien, die sich lediglich in der verwendeten Funkfrequenz unterscheiden. Mit diesem benutzerfreundlichen, integrierten Handheld-System kannst du Hunde bei der Jagd orten, wobei ihre exakte Position in Abständen von bis zu 5 Sekunden übertragen wird. Durch eine neue Übertragungsfrequenz von 169,4 MHz ist inzwischen auch keine örtliche Registrierung des Geräts mehr notwendig. Mit dem Hundehalsband Garmin kannst du zudem jetzt auch die Positionen anderer Hunde mit solchen Hundehalsbänder orden bzw. verbinden.
Die neuen Geräte der Garmin Serie nutzen eine anmeldefreie Frequenz, die fast überall in Europa verwendet werden darf. Dafür sind diese Geräte allerdings in der Anschaffung spürbar teurer. Für das Alpha werden zwei unterschiedliche Halsbänder angeboten. Das kleinere Modell wird klassisch mit Menütasten bedient, das Alpha 100 erinnert mit seinem Touchscreen von der Bedienung an ein Smartphone. Die Wahl des Handgerätes ist letztendlich eine reine Geschmackssache. Allerdings haben diese Geräte einige spannende Zusatzfunktionen, so kann mit diesem Gerät am Halsband eine Vibration oder ein Ton ausgelöst werden.
Das Hundehalsband mit dem GPS Tracker wird um den Hals des Hundes gelegt und bietet dem Jäger die Möglichkeit, den genauen Standort des Hundes in Echtzeit zu verfolgen. Es verfügt über eine GPS-Antenne, die Signale von Satelliten empfängt und die Position des Hundes bestimmt. Der Jäger kann dann mithilfe einer mobilen App oder eines Empfängers den Standort des Hundes auf einer Karte anzeigen lassen. Einige Modelle bieten auch zusätzliche Funktionen wie die Aufzeichnung der zurückgelegten Strecke des Hundes oder die Überwachung der Herzfrequenz, Geschwindigkeit des Hundes und das gesamte Training von mehreren Tagen.
Ein weiterer Vorteil des traditionellen GPS-Halsbands ist seine Zuverlässigkeit und Genauigkeit. Es ermöglicht dem Jäger, den Hund jederzeit im Blick zu behalten und sicherzustellen, dass er sich innerhalb des gewünschten Bereichs bewegt. Darüber hinaus bieten einige Modelle die Möglichkeit, virtuelle Zäune einzurichten, um den Hund vor dem Betreten unerwünschter Bereiche zu schützen.
Diese Bänder ermöglichen es dem Jäger nicht nur, den Standort des Hundes zu verfolgen, sondern auch verschiedene Trainingsmodi zu nutzen, um den Hund zu erziehen und zu trainieren. Diese Funktionen können Vibrationen, Licht und Töne umfassen, um dem Hund verschiedene Befehle beizubringen oder ihn vor unerwünschtem Verhalten abzuhalten.
Ein Vorteil dieser GPS-Halsbänder mit Trainingsfunktionen ist ihre Vielseitigkeit. Der Jäger kann das Halsband sowohl als GPS-Tracker als auch als Trainingsgerät verwenden, was den Einsatz mehrerer Geräte überflüssig macht. Sie bieten auch die Möglichkeit, den Hund auf Distanz zu kontrollieren, was besonders nützlich sein kann, wenn er sich außer Sichtweite befindet.
Ein Nachteil des traditionellen Garmin GPS-Halsbands ist jedoch seine Größe und das damit verbundene Gewicht. Die meisten Modelle sind relativ groß und schwer, was den Hund während der Jagd behindern kann. Zudem wirkt die große Antenne sehr störend. Das Gerät ist oft nicht wasserdicht, was ihre Verwendung bei schlechtem Wetter oder in Gewässern einschränkt. Der große Nachteil bei diesen Garmin Hundehalsbänder ist, dass das GPS-Signal, je nach Gelände und weiten Distanzen nur mehr bedingt oder überhaupt nicht mehr empfangbar ist.

GPS Empfang mit einer integrierten SIM Karte:  Am einfachsten gelingt der Start mit Geräten, bei denen eine fest verbaute Simkarte Verbindung zu einem Server aufnimmt und die Position dort ablegt. Über eine kostenlose Handy-App oder vom heimischen PC aus lässt sich diese Position dann abrufen und auf einer Karte darstellen. Auf dem Markt gibt es auch Hundeortungsgeräte, die mit einer eigenen Mobilfunkkarte ausgestattet werden können.
Das Tractive GPS dürfte zu den meistverkauften Geräten mit GSM-Verbindung gehören. Das etwa streichholzschachtelgroße Gerät wiegt unter 30 g und wird über einen Clip am Halsband befestigt. Solche kleine und günstige GPS Geräte werden auch für Katzen und Kleintiere verwendet.
Praktisch: Neben dem Kaufpreis von rund 50 Euro fällt eine Servicegebühr an, deren Höhe sich nach der Vertragslaufzeit richtet. Soll das Abo monatlich kündbar sein, schlägt es mit 4,90 Euro zu Buche, das Jahresabo gibt es schon für 50 Euro. Die Handy-Software ist kostenlos. In den Gebühren ist übrigens nicht nur der Betrieb des Servers enthalten, an den die Geräte ihre Position funken. Die fest eingebaute Simkarte bucht sich in alle verfügbaren Handynetze ein. Es gibt keine Volumenbeschränkung zu beachten. Diese Geräte können unbegrenzt benutzt werden – und das sogar in über 130 Ländern weltweit ohne Mehrkosten. Der Hund ist immer und überall lokalisierbar, vorausgesetzt es besteht ein Handynetz. Das Tractive GPS ist aufgrund seiner Größe auf das Energiesparen getrimmt. Im Ruhemodus wird nur in festen Abständen ein Lebenszeichen ins Mobilfunknetz geschickt. Nur wenn wirklich erforderlich kann über die Handy-App eine Liveortung geschaltet werden.

Der große Nachteil bei diesem Gerät ist der Handyempfang, Bei vielen Almen oder abgelegenen Orten wo kein Signal/Handyempfang möglich ist, ist auch die Funktion und die Verbindung zum GPS Hundehalsband nicht möglich.  Hundehalsband sowie auch Handy brauchen ein Signal. Ob stärker, schwächer oder überhaupt kein Signial liegt bei ihren Handyanbieter.
Ein weiterer Nachteil, im neuen Modell lässt sich der Akku nicht mehr austauschen, darum ist immer wieder zu achten, dass der Stromverbrauch minimiert wird, bzw. die Live Verfolgung (Liveortung) nicht zu oft eingeschaltet wird, da diese Funktion sehr viel Strom braucht. Notfalls kann ein zusätzlicher Akku (Powerbank) zum aufladen von GPS Halsband und Handy behilflich sein.

Ein wohl häufigster Nachteil bei allen GPS Geräten im Einsatz,  ist die mögliche Ablenkung des Jägers/Hasenjägers durch das GPS-Gerät. Während der Jagd ist es wichtig, aufmerksam zu sein und sich auf das Wild zu konzentrieren. Die ständige Überwachung des GPS-Bands und die Analyse der Daten können den Jäger von der eigentlichen Jagdtätigkeit ablenken. Es ist wichtig, ein Gleichgewicht zwischen der Verwendung des GPS-Geräts und der Konzentration auf die Jagd zu finden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass alle GPS-Geräte für Jagdhunde sowohl Vor- als auch Nachteile haben. Sie bieten die Möglichkeit, den Hund in Echtzeit zu verfolgen, Aktivitätsdaten zu sammeln und virtuelle Zäune einzurichten. Dies kann zu einer effektiveren Jagd führen und die Sicherheit des Hundes gewährleisten. Allerdings müssen die begrenzte Batterielaufzeit und die potenzielle Ablenkung des Jägers berücksichtigt werden. Es ist wichtig, diese Aspekte sorgfältig abzuwägen und die GPS-Geräte entsprechend einzusetzen, um die Jagderfahrung mit ihren Vierbeinern zu verbessern. Insgesamt kann festgehalten werden, dass ein GPS-Gerät für Jagdhunde ein unverzichtbares Werkzeug für moderne Jäger ist. Es bietet zahlreiche Vorteile, darunter die präzise Ortung des Hundes, die Sicherheit während der Jagd, die Effizienzsteigerung und die Möglichkeit zur Überwachung der Gesundheit des Hundes. Durch die Verwendung eines GPS-Geräts können Jäger ihre Jagderfahrung verbessern und gleichzeitig die Sicherheit und das Wohlbefinden ihres Jagdhundes gewährleisten. Daher sollte ein GPS-Gerät für Jagdhunde zur Standardausrüstung eines jeden Jägers gehören.

Es gibt starke Argumente sowohl für den Einsatz von GPS-Systemen bei Jagdhunden als auch dagegen ( SIEHE DEN BERICHT )  . Die Sicherheit und das Wohlergehen der Hunde sind zweifellos wichtig, aber es muss auch berücksichtigt werden, dass Hunde natürliche Instinkte und Fähigkeiten haben, die geschützt und gefördert werden sollten.
Schreiben sie ihre meine in das DISKUSSIONSFORUM

Bericht: WP Südtiroler Jagdportal

 

 

Liebe Freunde der Hasenjagd,
ich möchte mich herzlich bei euch für eure Unterstützung und Begeisterung für die Hasenjagd bedanken. Eure Leidenschaft und Hingabe haben wiederum die heurige Jagdausübung zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht.

Bedanken möchte ich mich für die vielen Einladungen bzw. den vielen Gastkarten die wir auch dieses Jahr erhalten haben.
Euer Engagement,  eure Hilfe und vor der kollegiale Zusammenhalt haben dazu beigetragen, dass die Hasenjagd reibungslos ablaufen konnte und immer wieder zu einem unvergesslichen Erlebis wurde.

Eure kreative Jagdausübung mit sehr guten abgerichteten Hunden und Euer Einsatz haben dazu beigetragen, dass die Hasenjäger und Teilnehmer eine spannende und aufregende Zeit hatten.
Es ist großartig zu sehen, wie sich sehr viele Reviere  für den Schutz und das Wohlergehen der Hasen einsetzen,  Eure Unterstützung zeigt, dass wir nicht nur Hasen erlegen sondern auch  gemeinsam viel bewirken können, um diese wunderbaren Tiere zu schützen und zu erhalten.

Nochmals vielen Dank an alle Freunde der Hasenjagd! Eure Begeisterung und euer Einsatz sind unbezahlbar und machen diese Jagdausübung zu etwas Besonderem.

FOTOVIDEO FOLGT DEMNÄCHST 

In diesem Sinne wünsche ich Euch ein FROHES WEIHNACHTSFEST, einen GUTEN RUTSCH INS NEUE JAHR 2024. 

HASENJAGD immer noch eine Jagd 2. Klasse mit Hindernissen

Hasenjagd in Welschnofen

Hasenjagd in Welschnofen

Der Jagddruck und vor allem das Rotwild, beeinträchtigen die Hasenjagd auch in Südtirol, darum blicken so manche Hasenjäger mit Sorge der Zukunft entgegen. Es gibt immer weniger Hasenjäger, die dieser Passion nachgehen, sich die Zeit nehmen einen Hund auszubilden oder gar nicht die Möglichkeit haben einen Hund zu halten. In den Köpfen einiger Jäger werden Hasenjäger immer noch als 2. Stufe angesehen. Man blickt Ihnen teils lächerlich entgegen und verbietet Ihnen sogar die Hasenjagd in bestimmten Zonen wo sich vor allem das Rotwild aufhält auszuüben. Im Spätherbst stellt das Wetter zusätzliche Hindernisse dar und macht eine erfolgreiche Hasenjagd an vielen Tagen unmöglich, bzw. bei schlechten Wetterbedingungen, können nur noch erfahrene Hasenhunde zum Erfolg kommen. Mit einem jungen-, noch unerfahrenen Hund, der alles jagt was ihm vor die Schnauze kommt, stellt sich zwischen den Jägern ein weiteres Dilemma dar. Auch durch den geringen Hasenbestand in vielen Revieren Südtirols, ist eine Hundeausbildung sehr schwierig, es liegt auch teils an den mangelnden Ausbildungsgelegenheiten.

Die Jagdzeit auf Hasen ist in Südtirol sehr kurz, vom 3. Sonntag im September bis zum 15. Dezember, außerhalb dieser Jagdzeit gibt es kaum die Möglichkeit einen jungen Hund auszubilden bzw. Hasenjunde zu trainieren, weder im Gehege noch in freier Wildbahn, während im Trentino und auch im restlichen Italien siehe den Ver (siehe den Veranstaltungskalender Pro Segugio 2023)   das buschieren mit Hunden (ohne Waffe) auch außerhalb der Jagdzeit möglich ist  müssen Hunde in Südtirol über 9 Monate ohne Auslauf in dem „Zwinger“ gehalten werden und gerade bei der Eröffnung der Hasenjagd Mitte September, sind Hunde im Revier unerwünscht, da sie die Hirschbrunft, Gamsjagd und noch Rehjagd stören. Ab 15. Oktober ist die Jagd auf den Birkhahn erlaubt, und auch in dieser Zeit sollen die Hasenjäger diese Zonen meiden, wo sich das Birkwild aufhält. Die Hasenjäger versuchen wirklich ein gutes Miteinander mit den Schalenwildjägern und versuchen solche Zonen möglichst zu vermeiden, aber manchmal ist es unmöglich einen Hund in den Grenzen zu halten.

Obwohl die Hasenjagd von vielen Jägern nur belächelt wird, müssen wir uns immer wieder beweisen, um so manche Vorurteile (Hunde jagen nur Rehe, Hunde stören Weidetiere, Hunde streunen nur herum ….. udgl.)  untermauern zu können.
Dank unserer Ambition, auch Dank der guten Führung der Hasenhunde und dem weidmännischen Verhalten in den Revieren, hat die Hasenjagd inzwischen auch in vielen Revieren Südtirols einen großen Stellenwert eingenommen. Es gibt kaum noch Hunde, die Rehe oder andere Wildtiere jagen, oder im Revier herumstreunen, auch darum werden Hasenjäger immer mehr akzeptiert und bei Gesellschaftsjagden oder auch bei Hubertusfeiern eingeladen um gemeinsam einen schönen Tag erleben zu können. Eine Hubertusfeier ohne Hasenjagd ist wie ein Fest ohne Musik, sie gehört einfach zur Feier und zur Tradition dazu.
Schon in einigen Revieren Südtirols ist es zur Tradition geworden eine Gemeinschaftsjagd nur auf Hasen zu organisieren wo auch das Gesellschaftliche, die Passion und Tradition gepflegt wird.

Die Hasenjagd ist eine der Schönsten, wenn nicht die Schönste Jagd überhaupt. Wir erfreuen uns nicht mit einem „kapitalen“ Geweih, sondern wir freuen uns über das Erlebte und über den Erfolg mit dem Hund, auch wenn wir öfters mit einem 2 kg Hasen im Rucksack nach Hause gehen, wenn überhaupt. Es zählt nicht die Menge der Hasen, die wir am Ende des Jahres erlegt haben, es zählt das Erlebte, welches wir immer wieder mit unseren Hunden bei der Hasenjagd erfahren dürfen, das gesellschaftliche Beisammensein und die spannenden Momente bei dieser Jagdausübung. Dieser Erfolg ist das Zusammenspiel vieler Dinge, vor allen die lange Hundeausbildung, das richtige Wetter, das Zusammenspiel zwischen Hund und Jäger, am richtigen „Posten“ zu sein, und schlussendlich den flüchtenden Hasen auch zu treffen. Wenn dieses Zusammenspiel noch zum Erfolg führt sind das einfach unbeschreiblich schöne Momente.

Hasenjagd in Lüsen

Das Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Veterinärmedizinischen Universität Wien schreibt in einer Aussendung folgendes: Ein gesunder Wildbestand muss bejagt werden, in Revieren wo die Hasenjagd noch intensiv betrieben wird ist noch ein gesunder Hasenbestand. „Langjährige Untersuchungen zeigen, dass in unbejagten Gebieten die Individuenzahl der Feldhasenpopulation in einer Bandbreite bleibt bzw. leicht zurückgeht. Diese Schwankungen sind immer im Zusammenhang mit dem Ausbruch von Krankheiten (z. B. Kokzidiose), der natürlichen Fortpflanzungsrate und dem Einfluß von Beutegreifern zu sehen. Selbst bei einem optimalen Futterangebot kommt es nie zu einem (auch nur ansatzweise)  exponentiellen Wachstum. Während bei unbejagten Beständen, der Hase eher faul und unkonzentriert herumliegt, haben die Beutegreifer keine große Mühe die Nager zu überlisten. Der Hasenbestand ist somit eher von Krankheiten befallen und verbreitet auf diese Weise die Seuche deutlich länger und flächendeckender. Gebiete, die dem Jagddruck bzw. der Bejagung unterliegen, unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Individuen Anzahl und – Schwankung innerhalb der Feldhasenpopulationen signifikant von den unbejagten Arealen. Zum Einen ist die  Individuenanzahl deutlich höher, zum Anderen ist die Schwankung innerhalb der Bestandszahlen für diese Population deutlich stärker. Dies kann mehrere Gründe haben:
a.) Durch die Flucht des Feldhasen ist der Kontakt mit seinen gegengeschlechtlichen Artgenossen deutlich höher und die gesunde Paarungswahrscheinlichkeit nimmt zu. Bei diesem solitären Tier sind die Paarungsrituale und –Zeiten festgelegt, so dass ein häufigerer Kontakt keine zusätzliche Setzzeit bringen kann.
b.) Durch die Bejagung werden viele Feldhasen aus den Arealen entfernt und so fällt für die Restpopulation der so genannte soziale Stress (durch zu hohe Individuendichte) kurzfristig weg. Die Ovulation bei den weiblichen Tieren wird positiv beeinflusst, d. h. es kommt zu mehreren Jungtieren pro Wurf.  Auch die Anzahl der befruchtungsfähigen Spermien bei männlichen Tieren steigt deutlich an. Die geringere Feldhasendichte vor der Rammelzeit  begünstigt die biologischen Paarungsvoraussetzungen und erhöht dadurch die Nachkommenzahl pro weiblichem Tier. “

Wer zu diesem Thema eine Meinung hat, kann diese auch gerne im Südtiroler Jagdportal in das DISKUSSIONSFORUM schreiben.

Bericht: Freunde der Hasenjagd – PW

Gesundheitszustand unserer Hasen

Mit der WebAPP den Gesundheitszustand unserer Hasen im Blick

Immer häufiger werden die Meldungen über kranke oder verendende Feldhasen im Süden Südtirols Die Fälle sind oft auf eine Infektion mit Zystizerkose, eine parasitäre Erkrankung, die die inneren Organe befällt zurückzuführen. Um die Verbreitung der Erkrankung zu erfassen und bei Bedarf handeln zu können hat die Forstschule Latemar in Zusammenarbeit mit dem Tierseucheninstitut nun eine App zur Meldung von Verdachtsfällen zu Verfügung gestellt……..

Rundschreiben – App Hasen Zystizerkose –

QR-Code der zur App hinführt. (Registrierung)

Die APP kann auch über den LINK aufgerufen werden 

 

Eine Mitteilung der Forstschule Latemar – 

Feldhasensterben

Foot: Maria L. Müller

Im Herbst 2019 wurde aus dem Nordosten Österreichs ein akutes Hasensterben gemeldet. Eine soeben erschienene Studie unter Leitung der Vetmeduni zeigt nun, dass als wahrscheinlichste Ursache eine bakterielle Infektion mit dem Erreger Cronobacter turicensis (C. turicensis) in Frage kommt. Das könnte nicht nur für den europäischen Feldhasen (Lepus europaeus) gefährlich sein: Laut den Wissenschaftlern  besteht die Gefahr einer Übertragung des Bakteriums auf den Menschen.
In ihrer Studie ging es den Forscher/innen darum, die Ursache für das Hasensterben im Jahr 2019 phänotypisch und genetisch zu untersuchen und zu charakterisieren. Das Forschungsteam konnte nachweisen, dass der auf eine Typhlokolitis (Dickdarmentzündung) zurückzuführende Tod der Feldhasen durch genetisch unterschiedliche Cronobacter turicensis-Stämme verursacht wurde. Damit handelt es sich laut den Forscher/innen um den weltweit ersten Nachweis einer klinischen Infektion bei Wildtieren, bisher wurden klinische Infektionen nur beim Menschen nachgewiesen.

Gefahrenpotenzial: Übertragung des Bakteriums auf den Menschen möglich

Die soeben in “Letters in Applied Microbiology” veröffentlichte Studie zeigt aber nicht nur, dass C. turicensis mit epidemiologisch bedingten Typhlokolitis-Fällen bei Feldhasen in Verbindung gebracht werden kann. “Aufgrund des Potenzials dieses Bakteriums, beim Menschen schwere Krankheiten hervorzurufen, sollte das Risiko einer Übertragung auf den Menschen gesehen werden. Insbesondere gilt das für Personen, die in direktem Kontakt mit Hasen stehen, wie Jäger/innen, Landwirt/innen oder Tierärzte, so die Studien-Erstautorin Annika Posautz vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Vetmeduni.

Untersuchung weiterer Wildtierbestände empfehlenswert

Da der Erreger C. turicensis hauptsächlich dafür bekannt ist, Krankheiten bei immungeschwächten Menschen und Neugeborenen zu verursachen, verdient dieses zuvor nicht erkannte Potenzial für ein Übergreifen von einem Wildtierbestand auf den Menschen hohe Aufmerksamkeit. Deshalb empfehlen die Experten eine genauere Untersuchung von Wildtierbeständen: “Das vom Bakterium Cronobacter turicensis ausgehende Gefahrenpotenzial unterstreicht, wie wichtig es ist, die generelle Rolle von Wildtieren als Reservoir für potenziell pathogene C. turicensis-Stämme genauer zu untersuchen”, sagen Annika Posautz und Igor Loncaric, Letzautor der Studie.

Cronobacter: Potenziell lebensgefährliche Bakterien-Gattung

Untersucht wurden im Rahmen der Studie neun im Herbst 2019 verstorbene Feldhasen. Alle neun Hasen zeigten bei Sektion und Histopathologie sehr ähnliche Läsionen. Bei fünf der Tiere wurde eine Infektion mit C. turicensis festgestellt, während bei den vier anderen Feldhasen Infektionen mit anderen Bakterien vorlagen. Die Bakterien-Gattung Cronobacter umfasst derzeit sieben Arten und ist vor allem als allgegenwärtiger, opportunistischer Krankheitserreger bekannt, der verschiedene Lebensmittel verunreinigen kann. Besonders gefährlich sind die beiden Arten C. sakazakii und C. malonaticus, die an den meisten klinischen Cronobacter-Infektionen beim Menschen beteiligt sind und schwere Symptome wie Blutvergiftung, nekrotisierende Enteritis (Darmentzündung) und Meningitis (Gehirnhautentzündung) verursachen. Im Gegensatz zum Menschen wurden klinische Infektionen durch Mitglieder der Gattung Cronobacter bei Tieren nach Kenntnis der Autoren bisher noch nie berichtet.

Quelle;  Austria Presse Agentur