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Feldhasensterben

Foot: Maria L. Müller

Im Herbst 2019 wurde aus dem Nordosten Österreichs ein akutes Hasensterben gemeldet. Eine soeben erschienene Studie unter Leitung der Vetmeduni zeigt nun, dass als wahrscheinlichste Ursache eine bakterielle Infektion mit dem Erreger Cronobacter turicensis (C. turicensis) in Frage kommt. Das könnte nicht nur für den europäischen Feldhasen (Lepus europaeus) gefährlich sein: Laut den Wissenschaftlern  besteht die Gefahr einer Übertragung des Bakteriums auf den Menschen.
In ihrer Studie ging es den Forscher/innen darum, die Ursache für das Hasensterben im Jahr 2019 phänotypisch und genetisch zu untersuchen und zu charakterisieren. Das Forschungsteam konnte nachweisen, dass der auf eine Typhlokolitis (Dickdarmentzündung) zurückzuführende Tod der Feldhasen durch genetisch unterschiedliche Cronobacter turicensis-Stämme verursacht wurde. Damit handelt es sich laut den Forscher/innen um den weltweit ersten Nachweis einer klinischen Infektion bei Wildtieren, bisher wurden klinische Infektionen nur beim Menschen nachgewiesen.

Gefahrenpotenzial: Übertragung des Bakteriums auf den Menschen möglich

Die soeben in “Letters in Applied Microbiology” veröffentlichte Studie zeigt aber nicht nur, dass C. turicensis mit epidemiologisch bedingten Typhlokolitis-Fällen bei Feldhasen in Verbindung gebracht werden kann. “Aufgrund des Potenzials dieses Bakteriums, beim Menschen schwere Krankheiten hervorzurufen, sollte das Risiko einer Übertragung auf den Menschen gesehen werden. Insbesondere gilt das für Personen, die in direktem Kontakt mit Hasen stehen, wie Jäger/innen, Landwirt/innen oder Tierärzte, so die Studien-Erstautorin Annika Posautz vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Vetmeduni.

Untersuchung weiterer Wildtierbestände empfehlenswert

Da der Erreger C. turicensis hauptsächlich dafür bekannt ist, Krankheiten bei immungeschwächten Menschen und Neugeborenen zu verursachen, verdient dieses zuvor nicht erkannte Potenzial für ein Übergreifen von einem Wildtierbestand auf den Menschen hohe Aufmerksamkeit. Deshalb empfehlen die Experten eine genauere Untersuchung von Wildtierbeständen: “Das vom Bakterium Cronobacter turicensis ausgehende Gefahrenpotenzial unterstreicht, wie wichtig es ist, die generelle Rolle von Wildtieren als Reservoir für potenziell pathogene C. turicensis-Stämme genauer zu untersuchen”, sagen Annika Posautz und Igor Loncaric, Letzautor der Studie.

Cronobacter: Potenziell lebensgefährliche Bakterien-Gattung

Untersucht wurden im Rahmen der Studie neun im Herbst 2019 verstorbene Feldhasen. Alle neun Hasen zeigten bei Sektion und Histopathologie sehr ähnliche Läsionen. Bei fünf der Tiere wurde eine Infektion mit C. turicensis festgestellt, während bei den vier anderen Feldhasen Infektionen mit anderen Bakterien vorlagen. Die Bakterien-Gattung Cronobacter umfasst derzeit sieben Arten und ist vor allem als allgegenwärtiger, opportunistischer Krankheitserreger bekannt, der verschiedene Lebensmittel verunreinigen kann. Besonders gefährlich sind die beiden Arten C. sakazakii und C. malonaticus, die an den meisten klinischen Cronobacter-Infektionen beim Menschen beteiligt sind und schwere Symptome wie Blutvergiftung, nekrotisierende Enteritis (Darmentzündung) und Meningitis (Gehirnhautentzündung) verursachen. Im Gegensatz zum Menschen wurden klinische Infektionen durch Mitglieder der Gattung Cronobacter bei Tieren nach Kenntnis der Autoren bisher noch nie berichtet.

Quelle;  Austria Presse Agentur

HÄNDER WEG von Junghasen

Junghausen, bitte nicht berühren und auch nicht mitnehmen

Die Rammelzeit beginnt bei günstigem Wetter schon Ende Dezember und dauert bis Anfang September  an. Sie erstreckt sich beim Feldhasen von Januar bis Juni in Form von lebhaften „Hasenhochzeiten“ (Paarungstreiben mehrerer Hasen). Darauffolgende Begattungen (bis August) erfolgen weniger auffällig. Bemerkenswert beim Feldhasen ist die Superfötation.
Die Häsin bringt nach sechs Wochen Tragzeit schon drei-, selten viermal im Jahr (auch schon Anfang März) einen Satz von zwei bis vier Junghasen zur Welt. Sie werden behaart und sehend gesetzt und sind Nestflüchter. Sie werden tagsüber abgelegt und täglich, meist in der Dämmerung und nachts, etwa zwei- bis dreimal von der Häsin aufgesucht und gesäugt.

Die ersten kleinen Feldhasen wurden bereits gesichtet. Jetzt heißt es wieder “Hände weg von Wildtieren”! Sollte man beim Spaziergang dennoch Junghasen entdecken, sollte man sie auf keinen Fall angreifen und mitnehmen. Da der Hase ein Fluchttier ist, kann er im Käfig nicht überleben. Junghausen brauchen die die Muttermilch, darum eine Aufzucht mit der normalen Milch ist nicht möglich. Auch in Gefangenschaft läuft der kleine Hase meist überall mit großer Wucht dagegen, er will flüchten und viele brechen sich bei diesen Fluchtversuchen das Genick. 

Berühren sollte man die Tiere in freier Wildbahn deshalb nicht, weil der kleine „Meister Lampe“ in der ersten Lebensphase keinen Eigengeruch besitzt. Berührt man ihn also, wird er von der Hasenmutter abgestoßen, da er sofort den Geruch des Menschen annimmt.
Um ihnen zu helfen nehmen häufiger Menschen junge Feldhasen mit, die irgendwo verlassen am Wegesrand sitzen. Doch das Gegenteil ist der Fall. Denn die Natur sieht das genauso vor. Die Jungtiere werden tagsüber von der Häsin am Waldesrand abgesetzt – und warten. Die Mutter kommt nur ein- bis zweimal am Tag vorbei, um die „Hocker“ – so heißen sie in diesem Stadium – zu säugen. Die jungen Hasen vertrauen voll auf ihre Tarnung. Oft sitzen sie mitten auf Feldwegen oder Schotterflächen. Menschen, die sie entdecken, halten sie für verlassen oder krank, nehmen sie mit, bringen sie zum nächsten Tierarzt, zu einer Wildtier-Pflegstation oder versuchen selbst, sie aufzuziehen.

BITTE KEINE ÜBERTRIEBENE TIERLIEBE: Sie beabsichtigen Gutes zu tun und erreichen genau das Gegenteil. HÄNDE WEG und bitte lassen sie die Jungtiere dort wo sie sind, normalerweise werden sie von der Mutter durchaus versorgt und alles ist eigentlich in Ordnung. Draußen haben sie bessere Überlebenschancen als in menschlicher Obhut.

Hasenjagd 2021

Freunde der Hasenjagd

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Liebe Freunde der Hasenjagd,

am Sonntag, 19. September 2021 beginnt wiederum die Jagd auf Hasen.   Zu diesem Anlass wünsche ich euch eine erfolgreiche und unfallfreie Hasenjagd 2021, viele nette Jagderlebnisse und vor allen viel Freude mit dem Vierbeiner.

Am Ende des Jahres möchte ich wiederum im Südtiroler Jagdportal  über die heurige Hasenjagd berichten und ein Foto-Videoclip zusammenstellen.  Über Fotos von Euren Jagderlebnissen würde ich mich freuen.  Fotos oder auch Videos könnt ihr an meine Mailadresse info@jagd.it oder per Whatsapp
(335-8124518) schicken. 

Wünsche Euch allen ein Hasenheil und viele nette, erfolgreiche und kollegiale Erlebnisse.

Hoffe fest, dass wir uns wiederum im Frühjahr 2022 bei einem gemütlichen Beisammensein  treffen können.

 

FREUNDER DER HASENJAGD 2019/2020

Junghasen

Junghasen mitnehmen völlig sinnlos…..

Dieser kleine Feldhase wurde beim Spazieren gehen im Wald von einem nicht angeleinten Hund im Dickicht aufgestöbert. Da er ja so „alleine“ war, nahm Frauchen den vermeintlich armen Kerl mit.
Schnell war klar, daß die Dame das Tier nicht aufziehen konnte bzw. wollte, und so brachte man den kleinen Hasen mit gerade mal 120g zu uns.
Das Baby war frisch geboren und hatte vermutlich nicht mal die Kolostralmilch / Biestmilch erhalten, und so kam es wie es kommen musste: Trotz 14 Tage intensiver Bemühungen, allein am Anfang sind alle ein bis zwei Stunden (auch nachts) wenigstens ein paar Tröpfchen Ersatzmilch zu füttern, ist der kleine Junghase in unseren Händen gestorben….völlig sinnlos!
Daher möchten wir nochmal dringend darauf hinweisen, daß die ersten Feldhasen immer zu dieser Jahreszeit geboren werden – egal ob Schnee liegt oder Minusgrade herrschen.
Feldhasenkinder sind bei der Geburt vollständig behaart, die Augen und Ohren sind offen, und sie sehen aus wie ein Hase in XS Format.
Nach der Geburt verteilt die Hasenmutter ihre Kleinen sofort in alle Richtungen, damit der Fressfeind nicht gleichzeitig alle Jungen findet.
Des Weiteren leben Feldhasen, im Gegensatz zu unseren Hauskaninchen, nie in einer Höhle, sie sitzen in einer kleinen Mulde /Sasse auf dem Feld oder eben im Dickicht und ducken sich bei Gefahr. Die Hasenmutter kommt nachts 1-2 Mal zum Tränken und verschwindet gleich wieder, um niemanden auf die Jungen aufmerksam zu machen.
Daher unsere Bitte:
Sollten Sie einen kleinen einzelnen Feldhasen irgendwo sehen, nicht gleich zugreifen, bitte beobachten Sie das Tier erstmal oder nehmen Sie mit einem Jäger vor Ort Kontakt auf.  Sollten auch mehrere Junghasen zusammen sein, einfach weitergehen und die Hasen nicht stören oder gar berühren.
Neunzig Prozent der gefunden Hasenkinder brauchen keine Hilfe!
Hinzu kommt, daß in Menschenhand trotz aller Bemühungen teilweise bis zu 80% der Hasenkinder sterben.
Eine Situation, die auch für uns nicht leicht ist.
Auch wollen wir nicht vergessen, wie sich wohl die Hasenmutter fühlt, wenn da einfach mal so ein Mensch daher kommt und eins ihr Kinder ohne Grund mit nimmt.

Gastkarten

„Wer in Südtirol zur Jagd gehen will, braucht neben einem Jagdgewehrschein außerdem einen Jagderlaubnisschein. In den Revieren kraft Gesetzes gibt es folgende Jagderlaubnisscheine:

  • Jahreskarte
  • Gastkarte
  • Wochen- oder Tageskarte

Die genauen Regelungen zur Vergabe der einzelnen Jagdkarten werden vom Landesgesetz und der Durchführungsverordnung zum Landesjagdgesetz geregelt.

Die Jagdgastkarte wird vom Jagdausübungsberechtigten; Jagdleiter oder vom Revierleiter ausgegeben.

Voraussetzungen: Jagdgastkarten dürfen an Personen ausgegeben werden,

  • die eine für das laufende Jagdjahr einen gültigen Waffenpass und eine Jagdversicherung   besitzen oder
  • die das 18. Lebensjahr vollendet haben und im Besitz einer gültigen ausländischen Jagdberechtigung und einer Versicherung (Wer in Südtirol die Jagd ausüben möchte, muss eine Jagdhaftpflicht- und eine Unfallversicherung abgeschlossen haben) sind.

Ausstellung: Der Jagdausübungsberechtigte bzw. der Jagdleiter hat nach Prüfung der Voraussetzungen auf der Jagdgastkarte folgendes zu vermerken:

  • den Vor- und Zunamen,
  • das Geburtsdatum und
  • den Hauptwohnsitz des Jagdgastes
  • Nummer des Waffenscheines/Waffenpass
  • den Tag der Jagdberechtigung

Die vollständig ausgefüllte Jagdgastkarte haben der Jagdgast und der Jagdausübungsberechtigte bzw. der Revierleiter eigenhändig zu unterfertigen. Nicht vollständig oder unleserlich ausgefüllte Jagdgastkarten sind ungültig!
Gültigkeit: Die Jagdgastkarte ist nur für das darin bezeichnete Jagdgebiet gültig.

GASTKARTEN auf Niederwild – Landesjagdordnung 2021

17.1 Pflicht zum Ankreuzen des Jagdganges auf dem Kontrollkalender
Jeder Jagdgang auf Niederwild ist vorher im Kontrollkalender anzukreuzen.
Das erlegte Niederwild ist am Ende eines jeden Jagdtages mit Angabe von Datum, Zahl und Art im Kontrollkalender zu vermerken. Der Kontrollkalender ist innerhalb 10. Februar des betreffenden Jagdjahres dem Revierleiter zu übergeben.
Wird während der allgemeinen Jagdzeit im Zuge der Jagdausübung auf Schalenwild zufällig ein Stück Niederwild erlegt, so ist der Jagdtag, sofern dies nicht schon geschehen ist, sofort im Kontrollkalender anzukreuzen.

17.2 Aufbewahrung der Kontrollkalender
Die Kontrollkalender mit den Angaben über das erlegte Niederwild sind mindestens bis zum Ende des Jagdjahres aufzubewahren und auf Verlangen der zuständigen Behörde und/oder den zuständigen hauptberuflichen Jagdaufsehern vorzuzeigen.

NEU 17.3 Erfassung von Tages- und Wochenkarten
Inhaber von Tages- und Wochenkarten sind verpflichtet, dem Revierleiter des betreffenden Jagdreviers nach Ende des Jagdtages die getätigten Niederwild Abschüsse mitzuteilen. 
Auch Jagdgänge ohne Erlegung/Abschüsse sind dem Revierleiter zu melden

Mehr Informationen zu den Jagdkarten erteilt der Südtiroler Jagdverband