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Hasenjagd mit Kugelschuss

Hasenjagd mit Kugelschuss – ein Bruch mit jagdlicher Tradition

Die Diskussion um die Hasenjagd gewinnt in Südtirol zunehmend an Schärfe. Besonders im Fokus steht dabei die Praxis der Hasenjagd mit Kugelschuss, die von vielen Jägern kritisch gesehen wird. Denn sie unterscheidet sich grundlegend von der traditionellen Hasenjagd mit Stöberhunden – sowohl in ihrer Durchführung als auch in ihrem jagdethischen Anspruch.

Die traditionelle Hasenjagd: Gemeinschaft, Handwerk und Fairness

Die klassische Hasenjagd mit Stöberhunden ist tief in der alpenländischen Jagdkultur verwurzelt. Sie ist mehr als bloßes Erlegen von Wild – sie ist ein Zusammenspiel aus Erfahrung, Naturverständnis und Respekt vor dem Tier. Gut ausgebildete Hunde suchen das Gelände systematisch ab, spüren Hasen auf und bringen sie in Bewegung. Der Jäger hat dabei nur kurze Zeitfenster für einen sicheren Schuss, was hohe Konzentration, Erfahrung und Können erfordert.

Diese Form der Jagd ist geprägt von:

  • Teamarbeit zwischen Mensch und Hund
  • Waidgerechtigkeit und klaren Regeln
  • Spannung und Herausforderung, die den Jagderfolg nicht garantiert

Der Hase hat dabei stets eine reale Chance zu entkommen – ein zentraler Aspekt der Fairness in der Jagd.

Kugelschuss auf Hasen: Effizienz statt Ethik?

Im Gegensatz dazu steht die Hasenjagd mit der Kugel, die meist auf größere Distanz erfolgt. Der Hase wird dabei oft aus weiter Entfernung beschossen, ohne vorherige Beunruhigung durch Hunde oder natürliche Fluchtreaktionen.

Kritiker dieser Praxis sehen darin mehrere problematische Punkte:

  • Fehlende Chancengleichheit: Das Wild hat kaum eine Möglichkeit zu entkommen
  • Reduzierung der Jagd auf reines „Treffen“: Der handwerkliche und kulturelle Aspekt tritt in den Hintergrund
  • Hase wird durch einen Kugelschuss zerlegt: Zur Jagdausübung ist in Italien das kleinste zulässige Kaliber 5,6mm, der Standartgebrauch liegt bei 6,5 mm und größer erlaubt. Mit dieser Kugelgrösse wird ein Hase in mehrere Stücke zerlegt, also nur mehr Abfall.
  • Hasenjagd mit Wärmebildkamera: „Immer öfter werden Wildtiere, auch Hasen aus Spass, mit Drohnen und Wärmebildkameras ausspioniert und anschließend mit einer Kugel erlegt.“
  • Gefahr von Fehlschüssen durch kleine Zielgröße und weite Distanzen

Vor allem aber wird argumentiert, dass diese Form der Jagd kaum noch etwas mit der traditionellen Jagdauffassung zu tun hat. Sie wird von manchen als rein technischer Akt gesehen – ohne den ethischen Rahmen, der die Jagd eigentlich ausmacht.

„Reines Töten zum Spaß“ – eine harte, aber verbreitete Kritik

Der Vorwurf, die Hasenjagd mit Kugelschuss sei „reines Töten zum Spaß“, mag zugespitzt formuliert sein, findet jedoch in Teilen der Jägerschaft Zustimmung. Gemeint ist damit nicht pauschal die Absicht jedes einzelnen Jägers, sondern vielmehr die Wahrnehmung, dass der eigentliche Sinn der Jagd – Hege, Verantwortung und Respekt – in den Hintergrund tritt.

Wenn der Fokus ausschließlich auf dem Abschuss liegt, ohne Einbindung in ein jagdliches Gesamtkonzept, verliert die Jagd ihre Legitimation in der Gesellschaft. Gerade in Zeiten wachsender Sensibilität gegenüber Tierschutzfragen ist es entscheidend, dass jagdliche Praktiken nachvollziehbar und ethisch begründet sind.

Verantwortung der Jägerschaft

Die Jägerschaft steht heute mehr denn je in der Verantwortung, ihre Traditionen zu bewahren und gleichzeitig kritisch zu hinterfragen. Nicht jede technisch mögliche Methode ist auch jagdlich sinnvoll oder gesellschaftlich akzeptabel.

Die Frage sollte daher nicht nur lauten, was erlaubt ist, sondern auch, was vertretbar ist.

Fazit:

Die Hasenjagd mit Kugelschuss stellt einen deutlichen Bruch mit der traditionellen Jagdpraxis dar. Während die Jagd mit Stöberhunden für viele als Inbegriff waidgerechter Jagd gilt, wird die Kugeljagd auf Hasen zunehmend kritisch gesehen.

Um die Akzeptanz der Jagd in der Bevölkerung zu sichern, ist es notwendig, solche Entwicklungen offen zu diskutieren und sich auf jene Werte zu besinnen, die die Jagd seit jeher auszeichnen: Respekt vor dem Wild, handwerkliches Können und Verantwortung gegenüber Natur und Gesellschaft.

Bericht: PW Südtiroler Jagdportal


Foto von Christian Plattner

 

Ein Gedanke von Maurizio Dalla Zuanna (Jagrevier Untermais)  zur Hasenjagd

Die traditionelle Hasenjagd wird mit dem Jagdhund, vorwiegend Bracken und Stöberhunde ausgeübt.
Aus philosophischer Sicht kann Jagd nur dann als solche bezeichnet werden, wenn das Wild eine reale Möglichkeit zur Flucht und zum Überleben besitzt.
Im Bereich der Niederwildjagd ist das Regelwerk nicht mehr zeitgemäß, und die Jagdethik (weidmännische Jagdausübung) wird unter anderem mit dem Vorwand umgangen, bestimmte Handlungen seien gesetzlich nicht ausdrücklich verboten.
Konkret:
• Es ist nicht verboten, den Hasen mit Kugel zu erlegen, doch es sollte verboten sein. Derzeit berufen sich manche auf das Gesetz zum Nachteil der Jagdethik.

• Die Jagdethik verbietet den Schuss auf den Hasen im Leger (Sasse) nicht. Hier bedarf es keiner gesetzlichen Regelung, sondern einer klaren Feststellung, dass es sich dabei nicht um Jagd, sondern um wahlloses Töten handelt. Die klare Missbilligung solcher Verhaltensweisen ist notwendig.

• Der Gesetzgeber hat für den Kugelschuss richtigerweise eine ethische Maximaldistanz von 350 Metern festgelegt, jedoch für den Schrotschuss darauf verzichtet. Diese Distanz sollte gesetzlich auf maximal 40 Meter unter optimalen Bedingungen begrenzt werden; andernfalls steigt das Risiko von Krankschüssen erheblich.

• Der Einsatz von Wärmebildgeräten in der Auslesejagd ist ein äußerst nützliches Hilfsmittel, da er die sichere Ansprache von Schalenwild erleichtert und daher zu begrüßen ist. Beim Aufspüren des Hasens im Leger hingegen ist er absolut schädlich, da er die wichtigste Verteidigung dieses Wildes – seine Tarnung – vollständig aufhebt. Wärmebildtechnik sollte daher in der Niederwildjagd verboten werden; ihr derzeitiger Einsatz stellt einen klaren Verstoß gegen die Jagdethik dar.

Ich richte daher einen doppelten Appell an die Jägerinnen und Jäger von Untermais, weidmännisch zu jagen, sowie an den Landesvorstand des Jagdverbandes, das Regelwerk entsprechend zu aktualisieren. Ich ersuche alle Beteiligten, sich dafür einzusetzen, die Hasenjagd zunehmend weidmännisch, zeitgemäß und den heutigen Rahmenbedingungen entsprechend auszuüben, in dem Bewusstsein, dass wahre jagdliche Erfüllung aus der Lauterkeit des Handelns entsteht und Qualität stets vor Quantität zu stellen ist.
Ich danke für die Aufmerksamkeit und wünsche ein aufrichtiges Weidmannsheil und allen Freunden der Hasenjagd einen ebenso herzlichen Hasenheil.

 

CACCIA ALLA LEPRE

La caccia tradizionale alla lepre si svolge con il cane segugio.
Dal punto di vista filosofico, la caccia può essere definita tale esclusivamente quando la preda possieda una concreta possibilità di fuga e di sopravvivenza.

In tema di caccia alla piccola selvaggina ritengo che il regolamento sia rimasto in ritardo, di conseguenza l’etica venatoria a volte viene aggirata con la giustificazione che alcune azioni non sono espressamente vietate dalla legge. Mi spiego meglio:

• Non è vietato sparare a palla alla lepre, ma dovrebbe esserlo; allo stato attuale c’è sempre qualcuno che si sente legittimato a invocare la legge a discapito dell’etica venatoria.

• L’etica venatoria non consente di sparare alla lepre in cuccio (nel covo); qui non serve una norma di legge, ma bisogna spiegare chiaramente che tale pratica non è caccia, bensì un’uccisione indiscriminata; stigmatizzare i comportamenti contrari ai principi etici venatori aiuta in questo senso.

• Il legislatore ha giustamente fissato una distanza massima etica per il tiro a canna rigata (350 metri), ma ha omesso di stabilirla per il tiro a pallini. Questa distanza dovrebbe essere fissata per legge in un massimo di 40 metri in condizioni ottimali, oltre questa distanza il rischio di ferimento diventa elevatissimo.

• L’uso del visore termico nella caccia di selezione è uno strumento molto utile perché facilita l’identificazione degli ungulati ed è quindi da promuovere; tuttavia, risulta assolutamente deleterio quando si cerca la lepre nel covo, poiché annulla la principale difesa che possiede questo selvatico: la sua capacità di nascondersi. Il visore termico dovrebbe pertanto essere proibito nella caccia alla selvaggina bassa: il suo attuale utilizzo è sicuramente lesivo dell’etica venatoria.

Rivolgo quindi un duplice appello: ai Cacciatori di Maia Bassa, affinché rispettino e difendano l’etica venatoria, e al Direttivo Provinciale ACAA, affinché aggiorni il regolamento.
Chiedo a tutti i soggetti coinvolti di adoperarsi per rendere la caccia alla lepre sempre più etica, moderna e coerente con le condizioni attuali, ricordando che la vera soddisfazione venatoria nasce dalla lealtà dell’azione, anteponendo la qualità degli interventi alla loro quantità.
Grazie per l’attenzione e un sincero in bocca al lupo – Weidmannsheil a tutti, agli appassionati della caccia alla lepre anche un cordialissimo Hasenheil!

JAGDHUNDE AUSBILDEN

Vom Grundgehorsam bis zum Training für die Nachsuche

 


Schritt für Schritt zum perfekten Jagdhund

• Grundlagen für die erfolgreiche Ausbildung
• Prägung & Ersterziehung
• Hilfreiche Schulungsvideos per QR-Code abrufbar

Der „Hundemacher“ Bernhard Hammer gibt sein Expertenwissen preis: Im vorliegenden Band beschreibt er Schritt für Schritt die Ausbildungsphasen des Welpen bis rund zur 22. Lebenswoche. Von der Prägung über die Erziehung des Junghundes, vom Grundgehorsam bis zu den Grundlagen für die Nachsuchenarbeit erläutert Bernhard Hammer sämtliche Ausbildungsphasen, die vom Vertrauens- und Bindungsaufbau über spielerische Übungen bis hin zum Training für die Arbeit auf der Fährte reichen. Die im Buch beschriebenen Trainingsschritte sind eine Art Bedienungsanleitung für den Hundeführer, wie er seinen Jagdhund gezielt ausbilden kann. Die Empfehlungen, Tipps und Anleitungen des „Hundemachers“ erleichtern die Erziehung des Hundes. Mit über 200 Bildern und Grafiken erläutert er klar und deutlich Trainingsvorschläge und Übungs-Variationen für die Nachsuchenarbeit.

Der Autor:
Bernhard Hammer, Leiter der Ausbildungsstätte Judenburg des Jagdgebrauchshundeklubs Obersteiermark, Leistungsrichter und Züchter, hat sich mit seinen Kursen und seinen Spezial-Seminaren zur Nachsuchenarbeit sowie mit seiner Online-Jagdhundeschule als „Hundemacher“ einen Namen gemacht.

Kontakt: LEOPOLD STOCKER VERLAG GMBH mit Bestellmöglichkeit

 

Fotovideoshow 2-2026

Die Jagd ist weit mehr als nur ein Handwerk – sie ist gelebte Tradition, Verantwortung gegenüber der Natur und tief verwurzeltes Brauchtum. Seit Generationen pflegen Jägerinnen und Jäger das Wissen um Wild, Wald und nachhaltige Hege. Dabei stehen Respekt vor dem Tier, ein achtsamer Umgang mit der Natur sowie die Weitergabe von Erfahrungen im Mittelpunkt. Ob gemeinsames Beisammensein, das Erklingen des Jagdhorns oder das Tragen traditioneller Kleidung – all das verbindet Vergangenheit und Gegenwart und stärkt die Gemeinschaft unter Gleichgesinnten. Jagd bedeutet nicht nur Leidenschaft, sondern auch Pflicht: Lebensräume erhalten, Wildbestände verantwortungsvoll regulieren und die Natur für kommende Generationen bewahren. Das Südtiroler Jagdportal präsentiert vom FEBRUAR 2026 eine umfassende Fotovideoshow, die verschiedene Themenbereiche rund um Jagd, Natur und Tradition in Südtirol vereint. Die zusammengestellten Beiträge bieten einen authentischen Einblick in das jagdliche Leben und zeigen sowohl emotionale als auch informative Perspektiven.

Ein zentraler Bestandteil der Präsentation ist die Fotovideoshow:

„Mein treuer Begleiter“, die die besondere Beziehung zwischen Jägerinnen und Jägern und ihren Jagdhunden beleuchtet. Die Aufnahmen verdeutlichen die Bedeutung des Hundes als treuen Partner im Revier und als unverzichtbaren Bestandteil der jagdlichen Praxis. Mit der Serie „Schneehasenjagd in Südtirol“ wird eine traditionsreiche Form der alpinen Jagd dokumentiert. Die Bilder zeigen die Herausforderungen der winterlichen Berglandschaft und vermitteln gleichzeitig einen Eindruck von Verantwortung und nachhaltigem Umgang mit der Natur. Nachdenkliche Impulse setzt der Beitrag „Dort wo der Wald verstummt“, der sich mit Veränderungen in den Lebensräumen der Wildtiere beschäftigt. Die Fotovideoshow lenkt den Blick auf aktuelle Entwicklungen in der Natur und unterstreicht die Bedeutung eines verantwortungsvollen Umgangs mit Umwelt und Lebensräumen. Auch die kulturelle und gesellschaftliche Seite der Jagd findet ihren Platz: Der Beitrag „Jäger sind lustige Leut“ zeigt die kameradschaftliche und humorvolle Dimension des jagdlichen Miteinanders. Ergänzt wird das Programm durch drei Fotovideoshows unter dem Titel „Jagd mit Tradition und Brauchtum“, die die Weitergabe von Werten, regionalen Bräuchen und gelebter alpiner Kultur dokumentieren. Traditionelle Kleidung, gemeinschaftliche Aktivitäten und musikalische Elemente verdeutlichen die kulturelle Verwurzelung der Jagd in Südtirol. Mit dieser Fotovideoshow bietet das Südtiroler Jagdportal eine vielseitige Plattform, die Jagd als verantwortungsbewusste Tätigkeit, als kulturelles Erbe und als Naturerlebnis präsentiert.

 

 

Mein Treuer Begleiter Teil 3

 

Schneehasenjagd in Südtirol

 

Dort wo der Wald verstummt

 

Jäger sind lustige Leut

 

Jagd mit Tradition und Brauchtum

 

Jagd mit Tradition und Brauchtum Teil 2

Jagd mit Tradition und Brauchtum Teil 3

 

Alle Kurzfilme laut Auflistung können sie auch unter YOU TUBE  – INSTAGRAM und TIK TOK abrufen 

Gefallen Euch diese Einblicke in die Jagd? Dann lasst gerne ein Like da.“ „Ein Like oder ein Eintrag bei den Plattformen unterstützt die jagdliche Gemeinschaft und unsere Arbeit.“
„Danke an alle Jägerinnen und Jäger – über Anregungen oder Verbesserungsvorschläge würde ich mich freuen!” 

 

Schneemangel stellt den Schneehasen vor große Herausforderungen

Am 22. Januar 2026 berichteten sowohl schon „ ORF – Südtirol Heute“ als auch “Rai Südtirol”, dass schneearme Winter wie in diesem Jahr eine Bedrohung für die Rauhfusshühner und insbesondere für den Schneehasen darstellen.

 

Schneearme Winter bedrohen Schneehasen und auch Rauhfusshühner

 

Der heurige Winter ist in vielen Regionen von einem außergewöhnlichen Schneemangel geprägt. Was für Tourismus und Wintersport bereits spürbare Auswirkungen hat, bedeutet für die heimische Tierwelt – insbesondere für den Schneehasen – eine zunehmend kritische Situation.

Der Schneehase ist hervorragend an schneereiche Winter angepasst. Sein weißes Winterfell dient ihm nicht nur als Kälteschutz, sondern vor allem als Tarnung vor natürlichen Feinden. Bleibt der Schnee jedoch aus oder ist nur kurzzeitig vorhanden, wird diese Anpassung zum Nachteil: Die Tiere heben sich deutlich von der schneefreien Landschaft ab und sind für Fressfeinde leichter sichtbar.
Hinzu kommt, dass der Schneemangel häufig mit milderen Temperaturen einhergeht. Diese können den jahreszeitlich gesteuerten Fellwechsel nicht aufhalten, da dieser primär durch die Tageslänge ausgelöst wird. Der Schneehase bleibt somit weiß, auch wenn seine Umgebung längst braun oder grün ist. Gleichzeitig verändert sich das Nahrungsangebot, was zusätzlichen Stress für die Tiere bedeutet.

Fachleute weisen darauf hin, dass sich solche Winter in den vergangenen Jahren häufen. Der “Klimawandel” verstärkt diese Entwicklung und verschärft die ohnehin schwierige Lage für hochalpine und kälteangepasste Arten. Der Schneehase gilt daher zunehmend als Indikatorart für die Auswirkungen veränderter Klimabedingungen im Alpenraum.
Naturschutzorganisationen appellieren an Politik und Gesellschaft, dem Schutz sensibler Lebensräume größere Bedeutung beizumessen. Ruhegebiete, eine angepasste Freizeitnutzung im Winter sowie langfristige Maßnahmen sind entscheidend, um dem Schneehasen auch in Zukunft ein Überleben zu ermöglichen.
Der heurige Schneemangel macht deutlich: Was als schneearmer Winter beginnt, kann für spezialisierte Wildtiere zu einer existenziellen Bedrohung werden.
Das weiße Fell des Schneehasen spielt eine entscheidende Rolle für sein Überleben. Hier sind einige Aspekte, die die Bedeutung des Fells verdeutlichen:

*Tarnung*: In schneereichen Umgebungen hilft das weiße Fell dem Schneehasen, sich vor Fressfeinden wie Füchsen und Greifvögeln zu verstecken. Durch die Anpassung seiner Fellfarbe an die Umgebung kann er sich effektiv tarnen. Die Tarnung ist entscheidend für das Überleben des Schneehasen. Raubtiere wie Füchse und Greifvögel haben Schwierigkeiten, das weiße Fell auf dem weißen Schnee zu erkennen. Diese Fähigkeit zur Tarnung erhöht die Überlebenschancen des Hasen erheblich.
Insgesamt ist das weiße Fell des Schneehasen ein wesentlicher Faktor für seine Überlebensfähigkeit in einer rauen Umgebung und beeinflusst seine Tarnung in der Natur auf verschiedene Weisen: Die Tarnung kann auch die Wahrnehmung der Raubtiere beeinflussen. Wenn ein Raubtier den Schneehasen nicht sofort als Beute erkennt, hat der Hase mehr Zeit, um zu fliehen.

*Anpassung an die Umgebung*: Im Winter, wenn Schnee den Boden bedeckt, ist das weiße Fell des Schneehasen perfekt an die Umgebung angepasst. Diese Farbgebung ermöglicht es ihm, sich gut in der schneebedeckten Landschaft zu verstecken, wodurch er weniger sichtbar für Raubtiere ist. Im Frühling und Sommer verändert der Schneehasen sein Fell in einen braunen oder grauen Farbton. Diese Anpassung hilft ihm, sich in der Erde und unter Pflanzen zu tarnen, wenn der Schnee schmilzt. Diese saisonale Farbänderung ist wichtig, um auch in wärmeren Monaten vor Fressfeinden geschützt zu sein.

*Temperaturregulation*: Das Fell bietet auch einen gewissen Schutz vor Kälte. Es isoliert den Körper und hilft, die Körpertemperatur aufrechtzuerhalten, was in kalten Klimazonen lebenswichtig ist.

*Wohlbefinden*: Ein gesundes, weißes Fell zeigt auch den allgemeinen Gesundheitszustand des Tieres an. Ein geschwächtes Fell kann auf schlechte Ernährung oder Krankheiten hindeuten.

*Fortpflanzungszeitpunkt*: Schneehasen nutzen Schneedecken als Indikator für den Fortpflanzungszeitpunkt. Ein schneearmer Winter kann dazu führen, dass sie ihre Fortpflanzung verzögern oder ganz aussetzen, was die Reproduktionsraten senkt. Im Frühling, wenn der Schnee schmilzt, verändert der Schneehasen sein Fell in einen braunen Farbton. Diese Farbänderung kann ein Signal für potenzielle Partner sein u*Jungtierüberleben*: Weniger Schnee bedeutet möglicherweise weniger Schutz für die Jungtiere. Wenn die Überlebensrate der Jungtiere sinkt, wirkt sich das negativ auf die Gesamtpopulation aus. Die erhöhte Anfälligkeit für Raubtiere kann zusätzlichen Stress verursachen, der sich ebenfalls negativ auf die Fortpflanzungsfähigkeit auswirkt.

Bei schneearmen Winter,  ziehen auch immer mehr Feldhasen in höhere Lagen. Schon mehrmals wurden Feldhasen über 2.500 M.H. beobachtet,  die sich dort immer mehr ansiedeln, gemeinsam mit Schneehasen das Territorium teilen und sich auch paaren. Nur so ist es zu erklären, dass auch Mitte November Hasen erlegt werden, die nicht eindeutig zugeteilt werden können. 

Dieser “Schneehase” wurde am 10. November erlegt

 

Hybriden bei Schneehasen sind möglich

Hybriden bei Schneehasen sind ein zunehmend relevantes Thema in der Wildtierforschung. Unter Hybridisierung versteht man die Kreuzung zweier nahe verwandter Arten, wobei es zu Nachkommen mit genetischen Anteilen beider Elternarten kommt. Beim Schneehasen betrifft dies vor allem Überschneidungen mit anderen Hasenarten, etwa dem Feldhasen, in denen sich ihre Lebensräume zunehmend annähern.
Der Schneehase ist eine hochspezialisierte Art des alpinen und borealen Raumes. Seine Anpassungen – insbesondere der saisonale Fellwechsel von braun zu weiß – sind das Ergebnis einer langen evolutionären Entwicklung. Durch den Rückzug des Schnees geraten diese klar abgegrenzten Lebensräume jedoch unter Druck. Im Gebiet des Schneehasen und Übergangszonen kommt es vermehrt zu Kontaktzonen zwischen Schneehasen und dem Feldhasen.
In solchen Kontaktzonen können Hybriden entstehen. Diese Mischformen weisen oftmals äußere Merkmale beider Elternarten auf, etwa ein unvollständiges Weißwerden des Winterfells oder Unterschiede in Körperbau und Ohrenlänge. Genetische Untersuchungen zeigen, dass solche Kreuzungen möglich sind. Zudem ist die Fortpflanzungsfähigkeit der Hybriden nicht immer gesichert, was ihre langfristige Etablierung begrenzt.
Aus ökologischer Sicht sind Hybridisierungen ambivalent zu bewerten. Einerseits können sie als Zeichen eines gestörten Ökosystems gelten, in dem natürliche Barrieren zwischen Arten verloren gehen. Andererseits können genetische Durchmischungen kurzfristig zu einer höheren Anpassungsfähigkeit führen. Für den Schneehasen überwiegen jedoch die Risiken: Die Vermischung mit weniger kälteangepassten Arten kann langfristig zu einem Verlust seiner spezialisierten Eigenschaften führen.
Naturschutzfachlich werden Hybriden bei Schneehasen daher aufmerksam beobachtet. Sie gelten als möglicher Indikator für den fortschreitenden Klimawandel und die zunehmende Fragmentierung alpiner Lebensräume. Der Erhalt klar strukturierter, schneereicher Rückzugsgebiete ist entscheidend, um die genetische Eigenständigkeit des Schneehasen zu bewahren.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass Hybriden bei Schneehasen ernstzunehmende Warnsignale sind. Sie verdeutlichen, wie stark Umweltveränderungen in natürliche Prozesse eingreifen und welche Herausforderungen sich daraus für den langfristigen Artenschutz ergeben.

Bericht und Fotos. WP-Südtiroler Jagdportal

 

Freunde der Hasenjagd Treffen

Freunde der Hasenjagd unter neuer Führung

Am Samstag, dem 06. September, wurde der Verein Freunde der Hasenjagd nach einer längeren Pause unter neuer Führung wiederbelebt. Diese Wiederbelebung zeigt, wie wichtig Gemeinschaft und Tradition für die Hasenjäger sind. Die Rückkehr des Vereins ist nicht nur ein Zeichen für den Fortbestand der Jagdkultur, sondern auch eine Möglichkeit, Werte wie Freundschaft und Zusammenhalt zu fördern und zu pflegen.

Zahlreiche begeisterte Anhänger der Hasenjagd aus ganz Südtirol folgten der Einladung, um den neuen Präsidenten Johann Blasbichler zu wählen und einen neuen Ausschuss zu bestimmen. Diese Zusammenkunft hebt die Relevanz von Gemeinschaft und Tradition im Bereich der Hasenjagd hervor und zeigt, wie solche Veranstaltungen nicht nur der Pflege von Traditionen dienen, sondern auch den Zusammenhalt der Mitglieder stärken.

Tradition der Hasenjagd, die seit Jahrhunderten praktiziert wird.

Die Jagd hat in vielen Kulturen eine lange Geschichte. Sie ist nicht nur eine Methode zur Nahrungsbeschaffung, sondern auch ein soziales Ereignis. Ein gutes Beispiel dafür ist die Tradition der Hasenjagd, die seit Jahrhunderten praktiziert wird. Solche Veranstaltungen bringen Menschen zusammen, um ihre Fähigkeiten zu zeigen und gleichzeitig die Natur zu respektieren. Die Versammlung am Samstag ist ein klarer Ausdruck dieser Tradition.
Die Wahl eines neuen Präsidenten und Ausschusses stellt sicher, dass die Werte und Ziele der Gemeinschaft auch in Zukunft verfolgt werden. Die Freunde der Hasenjagd werden in  in seiner neuen Rolle die Verantwortung übernehmen, die Tradition der Hasenjagd weiterzuführen und den Zusammenhalt in der Gruppe zu fördern.

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Zusammenkunft ist die Möglichkeit für Mitglieder, sich auszutauschen und voneinander zu lernen. Bei solchen Treffen werden oft wertvolle Erfahrungen und Tipps über Jagdtechniken, Umgang mit Hunden mit verschiedenen Hunderassen geteilt. Dies stärkt nicht nur die Fähigkeiten der einzelnen Hasenjäger, sondern fördert auch das Bewusstsein für die Bedeutung von Nachhaltigkeit und Tierschutz.
Darüber hinaus bieten diese Treffen eine Plattform, um neue Aktivitäten zu planen. Die Jagd ist nicht nur eine Einzelbeschäftigung, sondern auch eine Möglichkeit, das Gemeinschaftsgefühl zu fördern. Die Teilnehmer können gemeinsam Aktionen organisieren, wie etwa Einbinden von Jungjäger in die Hasenjagd, Hundeausbildung, Richtiges Flintenschießen am Schiesstand und natürlich die Förderung der Jagdkultur.

Die Hasenjagdgemeinschaft kann nur wachsen, wenn neue Mitglieder willkommen geheißen werden. Die Hasenjäger beim Treffen auf der Villanderer Alm sind sich dessen bewusst und arbeiten aktiv daran, neue Jäger zu gewinnen.
Mit unserer WhatsApp Gruppe werden Informationsveranstaltungen, Erlebnisse bei der Hasenjagd und Einladungen zu gemeinsamen Jagdeinsätzen an die Hasenjäger geweckt. Dies trägt dazu bei, die Tradition lebendig zu halten und die Verbindung zwischen den Gleichgesinnten zu stärken.

Zunächst einmal ist festzustellen, dass die Anzahl der aktiven Jäger, die sich der Hasenjagd widmen, stark zurückgegangen ist. In der heutigen Zeit, in der viele Traditionen und Bräuche in den Hintergrund geraten, ist es von großer Bedeutung, solche Versammlungen zu fördern und zu unterstützen. Sie bieten eine Plattform, um die Werte der Gemeinschaft zu bewahren und gleichzeitig neue Mitglieder zu gewinnen. Die Veranstaltung beim Treffen auf der Villanderer Alm ist ein Beispiel für die lebendige Kultur der Jagd und erinnert daran, wie wichtig es ist, Traditionen zu schätzen und weiterzugeben.

Die Wiederbelebung des Vereins Freunde der Hasenjagd unter neuer Führung eine bedeutende Entwicklung darstellt. Sie bietet eine Plattform für Gemeinschaft, fördert die Bewahrung von Traditionen und setzt sich für den verantwortungsvollen Umgang mit der Natur ein. Es ist an der Zeit, die Chancen, die sich aus dieser Wiederbelebung ergeben, zu nutzen und aktiv an der Gestaltung einer lebendigen und harmonischen Gemeinschaft mitzuwirken.

Ein solches Treffen sollte nicht einmalig sein, sondern wir werden es jedes Jahr vor Beginn der Hasenjagd wiederholen. Weitere Events und Highlights sind geplant.

Freunde der Hasenjagd unter neuer Führung

Blasbichler Hans Feldthurns (Präsident)

Wild Alexandra – Telfes
Prader Walter – Barbian
Lageder Alois – Lajen
Riegler Martin – Bozen
Gaiser Peter – Eppan
Unterfrauner Gottfried – Feldthurns

Fotos und Text: WP Südtiroler Jagdportal

 

 

 

Treffen Freunde der Hasenjagd

Ein frischer Wind weht durch den Wald, während sich die Freunde der Hasenjagd nach längerer Zeit wieder versammeln.

Diese Treffen sind nicht nur ein Zeichen der Freundschaft, sondern auch eine Gelegenheit, alte Traditionen neu zu beleben und neue Führungskräfte willkommen zu heißen. Solche Ereignisse stärken die Gemeinschaft und bringen Menschen zusammen, die eine gemeinsame Leidenschaft teilen.

Die Wiederbelebung alter Traditionen ist von großer Bedeutung. Wenn sich die Freunde der Hasenjagd versammeln, wird nicht nur das Handwerk der Jagd weitergegeben, sondern auch das Wissen um die Natur und die Verantwortung, die damit einhergeht. Ein Beispiel aus der Geschichte zeigt, dass solche Gemeinschaften in der Vergangenheit eine zentrale Rolle in der Erhaltung des ökologischen Gleichgewichts gespielt haben. Die alten Jäger wussten um die Bedeutung der Nachhaltigkeit und sorgten dafür, dass die Wildtiere in ihrem natürlichen Lebensraum gedeihen konnten. Diese Werte sind auch heute noch wichtig und sollten an die nächste Generation weitergegeben werden.

Ein weiterer Aspekt ist die Stärkung der sozialen Bindungen. Das Treffen bietet die Möglichkeit, sich über persönliche Erlebnisse auszutauschen und neue Freundschaften zu schließen. In der heutigen digitalen Welt sind persönliche Begegnungen oft rar. Das gemeinsame Erleben von Natur und Tradition schafft unvergessliche Erinnerungen und festigt das Gefühl der Zugehörigkeit. Ein Beispiel dafür ist die jährliche Hasenjagd, bei der Geschichten aus vergangenen Zeiten erzählt werden und die neuen Mitglieder in die Gemeinschaft aufgenommen werden. Solche Rituale fördern das Vertrauen und die Zusammenarbeit unter den Mitgliedern.

Darüber hinaus bringt die neue Führung frischen Wind in die Gruppe. Unterschiedliche Perspektiven und Ideen können dazu beitragen, die Gemeinschaft weiterzuentwickeln und anzupassen. Die neuen Führungskräfte bringen oft innovative Ansätze mit, die das traditionelle Handwerk bereichern. Diese Veränderungen können dazu führen, dass die Jagd nicht nur als Freizeitbeschäftigung, sondern auch als Bildungsangebot für jüngere Generationen wahrgenommen wird. Ein Beispiel ist die Einführung von Workshops, in denen junge Menschen den respektvollen Umgang mit der Natur lernen können. Solche Initiativen fördern das Bewusstsein für ökologische Themen und stärken die Verbindung zur Umwelt.
Abschließend zeigt sich, dass die Zusammenkünfte der Freunde der Hasenjagd weit mehr sind als nur gesellschaftliche Ereignisse. Sie bieten eine Plattform zur Weitergabe von Wissen, zur Stärkung sozialer Beziehungen und zur Einführung neuer Ideen durch die Führung. Es liegt an der Gemeinschaft, diese Traditionen lebendig zu halten und an die kommenden Generationen weiterzugeben. Nur durch den aktiven Austausch und das Engagement kann die Leidenschaft für die Hasenjagd und den respektvollen Umgang mit der Natur auch in Zukunft bestehen bleiben. Es ist nun an der Zeit, diese Werte zu leben und die Gemeinschaft weiter zu fördern.

DOWNLOAD: Anküdigung Treffen FREUNDE DER HASENJAGD