Das Alpensteinhuhnzählt nicht zu den Rauhfusshühnern, ist weder ein Zugvogel noch ein Strichvogel, weicht den Unbilden der winterlichen Witterung also nicht durch südwärts gerichtete Wanderung aus. Stattdessen unternimmt es im Verlauf des Jahres vertikale Ortsverschiebungen. Das Steinhuhn zählt innerhalb der Familie der Fasanenartigen zur Unterfamilie der Feldhühner (Perdicinae), welche die Wachteln, Rebhühner. Steinhühner und Frankoline umfasst.
Aussehen: Das Steinhuhn ist in der Größe dem Schneehuhn gleich, es ist etwas größer als das Rebhuhn hat einen korallenrot gefärbten Schnabel und die Ständer (Beine) weisen dieselbe Färbung auf. Seine Gefiederfärbung ist unverkennbar charakteristisch durch blaugraue Brust und bräunlichgrauen Rücken, bunt gebänderten Rumpfseiten und einer schwarz umrandeten weißen Kehle. Henne und Hahn können dadurch unterschieden werden das der Hahn an seinen Ständern eine Sporenwarze aufweist die der Henne gänzlich fehlen. Die Geschlechter sind gleichgefärbt. Auffallend ist bei Steinhühnern die Querbänderung der Flanken. Die Henne ist etwas kleiner als der Hahn.
Vorkommen und Lebensraum: Das Verbreitungsgebiet des Alpensteinhuhns erstreckt sich über die ganzen Alpen in Höhenlagen von 700 – 2700 Meter über Meer. Es hält sich gerne in unübersichtlichen Steilhängen auf, wo es durch das felsenfarbige Gefieder hervorragend getarnt ist. Im Winter, wenn sich die Schneedecke schliesst, weicht es in tiefere Lagen aus und taucht auch in Siedlungsgebieten von Bergdörfern auf. Die kalten Winternächte verbringt es in selbst gegrabenen Schneehöhlen. Die Steinhühner leben im Hochgebirge in Ketten (Gesellschaften) zusammen, auf sonnenseitigen Hängen die früh ausapern.
Lebensweise Verhalten: Das Steinhuhn wird mit einem Jahr geschlechtsreif und lebt in Einehe (Einehe = die Bindung von Hahn und Henne dauert ein Leben lang an). Die Balz der Steinhühner zieht sich von Ende März bis in den gesamten Juni hinein. Das Alpensteinhuhn ist ein Bodenbrüter, die Lage dieses Nestes befindet sich unter Bäumen, Felsen, sogar unter Almhütten und manchmal auf begangenen Steigen. Die Henne legt in eine flach gescharrte Mulde die mit Federn und Zweigen ausgepolstert wird ca. 9-14 gelbliche, rostbraun gefärbte Eier. Die Brutdauer beträgt ungefähr 24-26 Tage. In den ersten Lebenswochen nehmen die Küken nur tierische Nahrung zu sich (z.B. Insekten) und nehmen erst allmählich pflanzliche Kost zu sich wie Zirbennüsse oder Krokusse, Beeren, Knospen, Flechten und andere Pflanzenteile mehr.
Seine Lautäußerungen sind ein witt-witt-witt (ANHÖREN) mp3) das ähnlich dem Geräusch das beim Wetzen einer Sense entsteht ist. Es ist ein ausgezeichneter Flieger wobei der Flug beinahe geräuschlos ist. Es läuft auch hervorragend (meist bergaufwärts).
Besonderheit des Steinhuhns: Es kann vorkommen das die Henne zwei voneinander unabhängige Nester anlegt und in beide Nester Eier legt. Ein Nest wird dann von der Henne bebrütet und das andere vom Hahn.
Jagdzeiten: Das Alpensteinhuhn darf in Südtirol vom 15. Oktober bis 15. Dezember bejagd werden und unterliegt einer Abschussplanung des betreffenden Reviers
Größe und Aussehen: Die gesamte Gestalt des Schneehasen erscheint im Vergleich zum Feldhasen insgesamt runder, der Kopf und die Schnauzpartie sind stumpfer. Die Ohren (Löffel), etwa 10 cm lang, erreichen nach vorne gelegt, gerade die Schnauzenspitze. Beim Feldhasen sind sie deutlich länger. Auch ein Blick in die Augen (Seher) ermöglicht die Unterscheidung der beiden Arten: bei dem Feldhasen ist die Iris braun, beim Schneehausen hellgelb.
Schneehase im Winterkleid
Der Schneehase – Meister der Anpassung in alpinen Lebensräumen Der Schneehase (Lepus timidus) zählt zu den faszinierendsten Wildtieren der alpinen und nordischen Regionen. In den Hochlagen der Alpen ist er perfekt an extreme klimatische Bedingungen angepasst und gilt als wichtiger Indikator für den Zustand sensibler Bergökosysteme.
Charakteristisch für den Schneehasen ist sein jahreszeitlicher Fellwechsel: Im Sommer trägt er ein graubraunes Tarnfell, während er im Winter nahezu vollständig weiß wird. Diese Anpassung dient dem Schutz vor Fressfeinden. Doch durch den zunehmenden Schneemangel in vielen Regionen verliert diese Tarnung immer häufiger ihre Wirkung, was den Druck auf die Bestände erhöht.
Der Schneehase ist vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Er ernährt sich von Gräsern, Kräutern, Zwergsträuchern sowie im Winter von Rinde und Knospen. Als Pflanzenfresser nimmt er eine wichtige Rolle im ökologischen Gleichgewicht ein und ist zugleich Beutetier für zahlreiche Raubtiere.
Klimawandel, Lebensraumverlust, Störungen durch Freizeitaktivitäten und genetische Veränderungen stellen den Schneehasen zunehmend vor große Herausforderungen. Fachleute und Jägerschaft beobachten die Bestände daher aufmerksam und setzen sich für den Erhalt geeigneter Lebensräume und für eine nachhaltige Bewirtschaftung ein.
Der Schutz des Schneehasen bedeutet zugleich den Schutz eines einzigartigen Lebensraumes. Sein Fortbestand ist eng mit dem verantwortungsvollen Umgang des Menschen mit der alpinen Natur verbunden.
Schneehase im Sommerkleid
Schneehase, Feldhase: Im Sommer sehen sich beide Arten noch sehr ähnlich; ihr Fell ist bräunlichgrau gesprenkelt, oft mit rötlichbraunen Beimischungen und helleren und dunkleren Bereichen. Vor dem Beginn des Winters wechseln die Hasen jedoch ihr Haarkleid; sie werden dann schneeweiß und sind in der verschneiten Landschaft kaum zu erkennen. Wie lange dieses Winterfell getragen wird, ist ganz von dem Vorkommen der jeweiligen Schneehasen abhängig.
Auch in ihrem sozialen Verhalten unterscheiden sich Schneehasen von Feldhasen. Während Feldhasen meistens allein anzutreffen sind und sich nur bei hoher Siedlungsdichte Gruppenstrukturen bilden, kann man Schneehasen durchaus als gesellig bezeichnen. Gerade in den unwirtlichen arktischen Regionen finden sie sich häufig zu Ansammlungen von mehreren hundert Tieren zusammen. Diese Zusammenschlüsse sind anonym und die Einzeltiere kennen einander nicht. Sie dienen der erhöhten Sicherheit der einzelnen Individuen. Man hat beim Schneehasen aber auch kleinere Gruppenstrukturen gefunden, in denen die Tiere sich kennen und Rangordnung ausbilden. Solche Gruppen legen oft Schneeburgen an, in denen die Tiere vor dem rauhen Klima einigermaßen geschützt sind. Wichtig für den Lebensraum ist die günstige Kombination von Deckung und Nahrung. Im Winter verlässt ein Teil der Schneehasen die obersten Lagen und sucht im Bergwald und im Dickicht die Zuflucht, darum sind auch Schneehasen bei Futterstellen von Reh- und Rotwild gemeinsam mit Feldhasen häufig anzutreffen. Zwischen Tageseinstand (Ruheplatz) und Nahrungsplatz können größere Strecken, bis zu 2 km oder 200-300 Höhemeter liegen. Besonders günstige Nahrungsplätze, können zum Sammelplatz für mehrere Hasen werden. Schneehasen können ihre Umwelt auf vielfältige Art kennzeichnen. Mit ihren Analdrüsen und Wangendrüsen setzen sie Duftmarken.
Foto: Stefan Ainhauser, Sarntal
Gibt es nun tatsächlich immer weniger Schneehasen in den Alpen? In einigen Gebieten ist der Rückgang deutlich sichtbar, vor allem zählt der Schneehase in Deutschland zu den bedrohten Arten und findet sich deshalb auch auf der “roten Liste gefährdeter Tiere” wieder, obwohl es keinerlei Untersuchungen zur Entwicklung des Schneehasen gibt. Möglicherweise sind die Schneehasen in vielen Vorkommen in den Alpen gefährdet, beispielsweise durch Veränderungen im Lebensraum, Störungen oder klimatische Faktoren. Aber noch gibt es keine weiterführenden populationsdynamischen Untersuchungen, die hier Antworten geben können. Bisher gibt es keine Hinweise dafür, dass in Gebieten mit Jagd auf den Schneehasen, die Bestände unter dem Jagdruck leiden.
SKIZZE aus CD “Jägerschule” Landesbetrieb für Forst und Domänenverwaltung Bozen
Fortpflanzung:Geschlechtsreif sind die Hasen schon nach einem Jahr mit einer Trächtigkeitsdauer von 50 Tagen. Bastarde (Kreuzung zwischen Feldhasen und Schneehasen) sind offenbar unfruchtbar. In den Alpen halten sich die Rammler bereits lange vor der eigentlichen Paarungszeit nahe bei den Häsinnen auf. Für die Paarung bevorzugen die Schneehasen ebenso wie die Felshasen übersichtliche Flächen, die ausreichend Deckung bieten. Für das Setzen ihrer zwei bis fünf Jungen sucht sich die Häsin eine der Sasse ähnliche Stelle. Für den ersten Wurf im April bis Mitte Mai besteht die Sasse oft noch aus einer von der Häsin gegrabenen Schneeröhre. Eine Häsin setzt in der Regel 1-4 mal pro Jahr. Wie bei der Verwandtschaft sind auch die kleinen Schneehasen Nestflüchter. Die Tragzeit beträgt ca. 7 Wochen. Sie kommen bereits mit dem Fell und voll entwickelt zur Welt. Sehr rasch sind die Jungen fähig, das Nest zu verlassen. Sie werden etwa drei Wochen gesäugt, aber schon nach zehn Tagen können sie das erste Grün aufnehmen und folgen der Mutter auf Nahrungssuche. Der zweite Wurf erfolgt im Juni/Juli
Vorkommen: Schneehasen finden sich auf der gesamten nördlichen Halbkugel. Schneehasen sind auf einige kritische Faktoren in der Ausstattung ihrer Lebensräume angewiesen. Entscheidend scheinen in den Alpen gute Versteckmöglichkeiten vor allem während des Tages zu sein.
Anderseits ist die Erreichbarkeit und Menge der Nahrung im Spätwinter von entscheidender Bedeutung. Der Schneehase ist in Südtirol sehr heimisch. Er bewohnt die Latschenfelder in den Alpen und Waldgebiete über ca. 1300 Meereshöhe.
Der Schneehase ist für sein Leben in einer der kältesten Gegenden gut ausgerüstet. Er kann in Temperaturen bis minus 40 Grad Celsius überleben und sich auch bei Schnee gut fortbewegen.
Die Schneehasenjagd in Südtirol ist eng mit Tradition, Verantwortung und Naturschutz verbunden. Der Schneehase ist ein hochalpiner Wildbewohner, der sich perfekt an extreme Lebensräume angepasst hat. Gerade durch Klimaveränderungen und schneearme Winter steht diese Art zunehmend unter Druck.
Die Jagd erfolgt daher streng geregelt, zeitlich begrenzt und nur auf Grundlage wildbiologischer Erkenntnisse. Sie dient nicht nur der nachhaltigen Nutzung, sondern auch der Beobachtung und dem Schutz der Bestände. Südtirols Jägerinnen und Jäger leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des ökologischen Gleichgewichts im alpinen Raum.
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