Es ist bedauerlich, dass es zur Routine der Menschheit geworden ist, alles zu kritisieren und schlecht zu reden. Anstatt sich auf das Positive zu konzentrieren und Lösungen zu finden, neigen viele dazu, sich auf die Fehler und Mängel anderer zu konzentrieren. Diese negative Einstellung führt zu einer Atmosphäre des Misstrauens und der Unzufriedenheit. Es ist wichtig, dass wir lernen, konstruktive Kritik zu üben und uns auf das Gute in den Menschen und den Dingen zu konzentrieren. Nur so können wir eine positive Veränderung bewirken und eine bessere Zukunft schaffen.
Gerade die Jagdausübung wird immer schlecht geredet, weil viele Menschen ihre Vorstellung von Jägern und der Jagd selbst aus Filmen und Medien beziehen, die auch teils von Jagdgegnern aufgenommen wurden. In diesen Darstellungen werden Jäger oft als brutale Tierquäler dargestellt, die nur aus Spaß Tiere töten. Diese stereotype Sichtweise führt zu einer negativen Wahrnehmung der Jagd in der Gesellschaft.
Ein weiterer Grund für die negative Meinung über die Jagd ist das Missverständnis vieler Menschen über den eigentlichen Zweck der Jagd. Die Jagd dient nicht dem reinen Vergnügen, Sport oder Freizeitbeschäftigung sondern hat wichtige ökologische und ökonomische Funktionen. Durch die Regulierung von Wildbeständen trägt die Jagd zur Erhaltung des ökologischen Gleichgewichts bei und verhindert Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen. Darüber hinaus spielt die Jagd eine wichtige Rolle im Naturschutz. Viele Jäger engagieren sich aktiv in der Pflege und Erhaltung von Lebensräumen und Schutz der Wildtiere. Sie unterstützen den Schutz bedrohter Arten und tragen zur Erhaltung der Biodiversität bei.
Dennoch ist es wichtig, dass die Jagd ethisch und verantwortungsvoll ausgeübt wird. Es gibt klare Gesetze und Vorschriften, die den Schutz der Tiere und ihrer Lebensräume gewährleisten sollen. Jäger müssen ihre Aktivitäten im Einklang mit diesen Regeln ausüben und sich stetig weiterbilden, um die neuesten Erkenntnisse im Naturschutz zu berücksichtigen.
Es ist daher notwendig, dass die Gesellschaft die vielfältigen Aspekte der Jagd besser versteht und differenziert betrachtet. Eine sachliche Diskussion über die Vor- und Nachteile der Jagd kann zu einem besseren Verständnis und zu einem konstruktiven Dialog führen. Nur so können Vorurteile abgebaut werden und eine gemeinsame Basis für den Naturschutz und den Erhalt unserer natürlichen Lebensräume geschaffen werden.
Jedes Wildtier verdient eine gleichwertige Behandlung und Achtung, unabhängig von seiner Größe. Tiere spielen eine wichtige Rolle in unseren Ökosystemen und haben das Recht auf eine angemessene Lebensqualität. Es ist wichtig, dass wir ihre Lebensräume schützen und respektvoll mit ihnen umgehen. (Fotograf unbekannt)
Jäger sorgen für respektvollen Umgang mit Wildtieren
Der respektvolle Umgang mit Wildtieren ist ein Thema, das in unserer Gesellschaft immer mehr an Bedeutung gewinnt. Eine Gruppe, die einen maßgeblichen Beitrag zu diesem Thema leistet, sind die Jäger. Jäger sind Menschen, die sich mit Leidenschaft und Verantwortungsbewusstsein dem Schutz und der Erhaltung der Wildtiere widmen. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Regulierung von Wildbeständen, der Pflege des natürlichen Lebensraums und der Förderung eines nachhaltigen Miteinanders von Menschen und Tier.
Ein respektvoller Umgang mit Wildtieren bedeutet, dass man ihnen mit Wertschätzung, Achtung und Verständnis begegnet. Hierbei kommt den Jägern eine besondere Verantwortung zu. Sie sind es, die sich intensiv mit den Lebensgewohnheiten, dem Verhalten und den Bedürfnissen der Wildtiere auseinandersetzen.
Bestandsbeobachtung: Jäger beobachten regelmäßig die Bestände der Wildtiere in ihrem Jagdrevier. Durch Zählungen, Sichtungen und Spurensuche ermitteln sie die Anzahl und Verteilung der Tiere. Diese Daten dienen als Grundlage für eine fundierte Entscheidung über die Notwendigkeit einer Bejagung.
Durch ihr Fachwissen und ihre Erfahrung können sie die natürlichen Ökosysteme besser verstehen und dazu beitragen, dass sie im Gleichgewicht bleiben.
Die Jäger tragen außerdem dazu bei, dass Wildbestände in einem gesunden Maß gehalten werden. Durch ständiges Beobachten und gezielte Bejagung wird einer Überpopulation vorgebeugt, die das ökologische Gleichgewicht stören könnte. Eine zu hohe Anzahl von Wildtieren kann zu Schäden an Feldern und Wäldern führen, da sie Nahrungsmittelvorräte dezimieren und Lebensräume zerstören. Jäger regulieren die Bestände auf eine Weise, die den Wildtieren zugutekommt und gleichzeitig die Interessen der Landwirte und Waldbesitzer berücksichtigt.
Die Jäger setzen sich auch aktiv für den Erhalt und die Pflege des natürlichen Lebensraums der Wildtiere ein. Sie engagieren sich in Naturschutzprojekten, pflanzen Bäume, legen Wildblumenwiesen an und schützen Gewässer. Durch diese Maßnahmen tragen sie dazu bei, dass die Wildtiere ausreichend Nahrung, Unterschlupf und Platz zum Leben haben. Sehr viele Reviere auch in Südtirol schaffen Rückzugsgebiete, in denen sich die Tiere ungestört bewegen und vermehren können.
Ein weiterer Aspekt des respektvollen Umgangs mit Wildtieren ist die Förderung eines nachhaltigen Miteinanders von Menschen und Tier. Jäger nehmen eine Vermittlerrolle ein und sensibilisieren die Bevölkerung für den Wert und die Bedeutung der Wildtiere. Sie klären über artgerechte Haltung, Fütterung und den Schutz von wildlebenden Tieren auf. Sie setzen sich für den Erhalt und die Schaffung von Biotopen ein und fördern die Zusammenarbeit mit anderen Naturschutzorganisationen.
Insgesamt tragen Jäger maßgeblich dazu bei, dass der respektvolle Umgang mit Wildtieren in unserer Gesellschaft gefördert wird. Durch ihre Arbeit und ihr Engagement sorgen sie dafür, dass die Wildtiere in ihrem natürlichen Lebensraum geschützt und geachtet werden. Es ist wichtig, die Arbeit der Jäger zu würdigen und zu unterstützen, damit wir auch in Zukunft einen respektvollen Umgang mit Wildtieren gewährleisten können.
Die Aufgaben der Jäger im Zusammenhang mit der Regulierung der Wildbestände umfassen:
Bestandsbeobachtung: Jäger beobachten regelmäßig die Bestände der Wildtiere in ihrem Jagdrevier. Durch Zählungen, Sichtungen und Spurensuche ermitteln sie die Anzahl und Verteilung der Tiere. Diese Daten dienen als Grundlage für eine fundierte Entscheidung über die Notwendigkeit einer Bejagung.
Festlegung von Abschussplänen: Basierend auf den Bestandsdaten und unter Berücksichtigung ökologischer, ökonomischer und sozialer Faktoren erstellen Jäger Abschusspläne. Diese Pläne legen fest, wie viele Tiere in einem bestimmten Zeitraum geschossen werden dürfen, um eine nachhaltige Bestandsregulierung zu gewährleisten.
Selektive Bejagung: Jäger führen eine selektive Bejagung durch, bei der gezielt bestimmte Tiere ausgewählt werden. Dabei orientieren sie sich an Kriterien wie Alter, Geschlecht, Gesundheitszustand und genetischer Vielfalt. Durch die gezielte Auswahl der zu bejagenden Tiere wird eine positive Auswirkung auf den Bestand und die genetische Vielfalt der Wildpopulationen erzielt.
Schutz gefährdeter Arten: Jäger tragen auch zur Erhaltung gefährdeter Tierarten bei. Sie setzen sich für den Schutz und die Förderung bedrohter Arten ein, indem sie Lebensräume schaffen, Nistkästen aufstellen oder für den Schutz von Brut- und Ruheplätzen sorgen. Durch gezielte Maßnahmen helfen sie, den Bestand gefährdeter Arten zu stabilisieren und zu erhöhen.
Zusammenarbeit mit anderen Interessengruppen: Jäger arbeiten eng mit Landwirten, Forstbehörden, Waldbesitzern, Naturschutzorganisationen und anderen Interessengruppen zusammen, um die Regulierung der Wildbestände gemeinsam zu gestalten. Durch den Dialog und die Zusammenarbeit werden Lösungen gefunden, die die Bedürfnisse aller Beteiligten berücksichtigen und den Schutz der Wildtiere gewährleisten.
Die Aufgaben der Jäger im Zusammenhang mit der Regulierung der Wildbestände sind vielfältig und erfordern ein hohes Maß an Fachkenntnissen, Verantwortungsbewusstsein und Nachhaltigkeitsdenken. Durch ihre Arbeit tragen sie dazu bei, dass die Bestände der Wildtiere im Einklang mit den ökologischen und sozialen Bedürfnissen reguliert werden und ein gesundes Gleichgewicht in den Ökosystemen erhalten bleibt.
Foto von Sylvia Pickelmann
Tiere auch bei der Jagdausübung respektvoll behandeln
Wenn Jäger die Tiere mit Respekt behandeln, bedeutet dies, dass sie sich bewusst sind, dass die Tiere fühlende Lebewesen sind und dass sie ein Recht auf ein würdevolles Leben haben. Um unnötiges Leiden zu vermeiden, setzen Jäger verschiedene Maßnahmen und Praktiken ein:
Präziser Schuss: Jäger bemühen sich, einen präzisen Schuss abzugeben, um das Tier schnell und effektiv zu erlegen. Ein präziser Schuss minimiert das Leiden des Tieres, da es schnell und schmerzlos getötet wird und nicht unnötig lange leiden muss, darum wird immer wieder an neuer Technik (Optik und Schusswaffen) investiert.
Verwendung geeigneter Waffen und Munition: Jäger verwenden geeignete Waffen und Munition, die eine schnelle und effektive Tötung ermöglichen. Durch den Einsatz von Waffen und Munition, die für das jeweilige Wildtier angemessen sind, wird das Risiko von Fehlschüssen und einem verlängerten Leiden des Tieres minimiert.
Respektvoller Umgang mit erlegten Tieren: Nachdem ein Tier erlegt wurde, behandeln Jäger es mit Respekt. Sie achten darauf, dass es nicht unnötig leidet und dass es schnell und fachgerecht verarbeitet wird, um Verschwendung zu vermeiden. Sie nutzen so viele Teile des Tieres wie möglich, um sicherzustellen, dass nichts verschwendet wird.
Weiterbildung und Verbesserung der Jagdfähigkeiten: Jäger setzen sich dafür ein, ihre Jagdfähigkeiten kontinuierlich zu verbessern und sich weiterzubilden. Durch eine bessere Schießtechnik, Kenntnis der Anatomie der Tiere und Verständnis für deren Verhalten können sie ihre Treffsicherheit erhöhen und Fehlschüsse reduzieren, was wiederum das Leiden der Tiere verringert.
Jagdethik und Verantwortungsbewusstsein: Jäger verpflichten sich einer Ethik der Jagd, die den respektvollen Umgang mit den Tieren einschließt. Sie nehmen ihre Verantwortung als Jäger ernst und achten darauf, dass sie die geltenden Jagdregeln und Bestimmungen einhalten, um das Wohl der Tiere und die Nachhaltigkeit des Ökosystems zu gewährleisten.
Durch diese Maßnahmen und Praktiken können Jäger das Leiden der Tiere minimieren und sicherstellen, dass die Jagd mit Respekt und Verantwortungsbewusstsein durchgeführt wird.
Die Aufgaben der Jäger im Zusammenhang mit der Regulierung der Wildbestände sind vielfältig und erfordern ein hohes Maß an Fachkenntnissen, Verantwortungsbewusstsein und Nachhaltigkeitsdenken. Durch ihre Arbeit tragen sie dazu bei, dass die Bestände der Wildtiere im Einklang mit den ökologischen und sozialen Bedürfnissen reguliert werden und ein gesundes Gleichgewicht in den Ökosystemen erhalten bleibt.
Zufriedene Jäger, Abschussplan fast zur Gänze erfüllt, Räude immer noch ein Thema
Zum zweiten Mal lud das Jagdrevier Welsberg zur Hegeschau des Jagdbezirkes Oberpustertal und der Revierleiter, Bezirks- und Landesjägermeister Günther Rabensteiner konnte dazu zahlreiche Ehrengäste, Jäger und Jägerinnen begrüßen.
Die Jagdhornbläsergruppe Amperspitz umrahmte den offiziellen Teil der Hegeschau musikalisch.
Aber auch Führungen speziell für die Kinder und Senioren fanden statt. Damit wollte man vor allem Öffentlichkeitsarbeit betreiben und das Verständnis für die Jagd stärken, vertiefen und sie vielen Menschen näherbringen, wie Bezirksjägermeister Günther Rabensteiner betonte.
Der offizielle Teil der Hegeschau begann am Sonntag mit der Begrüßung aller Gäste und mit einem herzlichen Willkommen zur Hegeschau des Bezirkes Oberpustertal 2024 in Welsberg.
Die Jagdhornbläsergruppe Amperspitz
Revierleiter von Welsberg Günther Rabensteiner (klicken Sie auf die Bilder um zu vergrößern)
Der Revierleiter von Welsberg Günther Rabensteiner in seinem Referat:
Nach 7 Jahren ist es wieder so weit: die Hegeschau des Bezirkes Oberpustertal wird nach dem Jahre 2017 erneut in Welsberg ausgerichtet. Es ist uns eine große Freude und Ehre, diese wichtige Jahresjagdveranstaltung hier bei uns im Paul Troger Haus von WELSBERG organisieren zu dürfen. Dass wir diesen Zuspruch erhalten haben, verdanken wir besonders dem Bezirksvorstand des Oberpustertal. Keine kleine Aufgabe für unser Revier, doch wir haben die Herausforderung gerne angenommen und es ist uns auch bestens gelungen, Ihnen heute eine musterhafte Hegeschau hier in Welsberg zu präsentieren.
Das Revier Welsberg mit seinen 1200 Ha, mit 19 Mitgliedern, davon 1e Jägerin und 18 Jägern, ist eines der kleineren Reviere im Bezirk Oberpustertal. Unsere durchschnittliche Jahrestrecke der letzten 10 Jahre kann mit 11 Stück Rotwild und mit 30 Stück Rehwild pro Jagdjahr mehr als zufriedenstellend sein.
Doch nun zum heutigen Ereignis: für die Organisation einer solchen Hegeschau bedarf es der Mithilfe vieler freiwilliger Personen. Ich nutze nun die Gelegenheit meinem Jagdvorstand, sowie unserer Jägerin und allen Jägern und deren Frauen, der freiwilligen Feuerwehr, dem Gemeindepolizist und allen anderen Helfern ein großes Lob und einen herzlichen Dank auszusprechen. Für die kulinarischen Vorbereitungen geht ein Vergelt’ s Gott an den Catering Service Hell Werner und für den tadellosen Bedienungsservice Herrn Jesacher Christian mit seinem Team. Für die musikalische Umrahmung sei den Jagdhornbläsern „Amperspitz“ aus Taisten gedankt. Für die Bühnen- und Saaldekoration, sowie dem wunderschönen Natur Habitat mit Tieren und Vögeln unserer Umgebung, geht ein riesiges Kompliment und Dankeschön an unseren ehemaligen Jagdaufseher Peter Burger. Für die Errichtung des Zaunes auf der Bühne ein Dankeschön unseren Jäger Markus Agostini und für die “weidmännische” Tischdekoration danken wir unseren lieben Frauen. Ein besonderer Dank an die Gemeinde Welsberg, und an das E-Werk Welsberg. Danken möchte ich auch der Wildbioligin Dr. Nadia Kollmann vom Südtiroler Jagdverband für die Power Point Zusammenstellung, sowie an dem Forstinspektor Dr. Günther Pörnbacher für das außergewöhnlich schöne Rednerpult (Zirmbaum aus Prags)!
Bezirksjägermeister Günther Rabensteiner:
Grußworte des Bezirksjägermeisters Günther Rabensteiner:
Als Bezirksjägermeister begrüße ich Sie alle und heiße ich Sie recht herzlich willkommen zur Hegeschau des Bezirkes Oberpustertal!
Für den heutigen Festakt haben sich Landeshauptmann Dr. Arno Kompatscher, der Landesrat Dr. Luis Walcher, der Senator Dr. Meinhard Durnwalder, der Europaparlamentarier Dr. Herbert Dorfmann, der Direktor der Domänenverwaltung Dr. Albert Wurzer, sowie der SBB Obmann des Pustertales Manfred Vallazza und der Abteilungsdirektor der Forst Dr. Günther Unterthiner entschuldigt.
Im Jagdjahr 2024 sind einige Jäger leider von uns gegangen und ich ersuche Sie freundlichst, sich nun kurz zu erheben, um den Verstorbenen eine ehrende Gedenkminute zu widmen, während die Jagdhornbläsern „Amperspitz“ aus Taisten das große „Halali“ blasen.
Als ich vor 7 Jahren zum Bezirksjägermeister gewählt wurde, habe ich mir 3 große Aufgaben und Ziele gesetzt: an erster Stelle steht wohl das Zusammenwachsen der 15 Revierleiter, die Kameradschaft, die es gilt, untereinander regelmäßig zu pflegen, das Miteinander-reden und dann, ganz wichtig, das gemeinsame Auftreten, was in unserem Bezirk bestens gelungen ist. Wir müssen gemeinsam auftreten, in einem Waggon sitzen, nur damit werden wir als Bezirk stark und verdienen somit die notwendige Aufmerksamkeit. Die Informationen vom Landesjagdvorstand an die Revierleiter und Jäger im Bezirk weiterzuleiten war das 2.te Ziel. Die Informationen müssen offen und transparent sein und direkt an die Basis des Bezirkes weitergegeben werden. Erfolge werden nur eingefahren, wenn wir von „unten nach oben arbeiten“, d. h., wenn die Basis, die Jäger in den einzelnen Revieren und dann die Vertreter in den Bezirken in die Vorbereitungsarbeiten des Landesjagdausschusses mit eingebunden werden. Somit wird erreicht, dass die gesamte Jägerschaft hinter den zu treffenden Entscheidungen, Abänderungen und Neuerungen steht und Konflikte bereits im Vorfeld so weit als möglich vermieden werden können.
Und die dritte Aufgabe, die Öffentlichkeitsarbeit. Das Jagdwesen muss der Bevölkerung unbedingt noch nähergebracht werden. Es gibt so viele Mitbürger, die eigentlich sehr wenig Bezug zu Themen wie „Hege und Pflege“ haben, und so haben wir anlässlich unserer Hegeschau am Freitagvormittag 65 Kinder von den Kindergärten Welsberg und Taisten, sowie 160 Schülerinnen und Schüler der Grundschulen Welsberg und Taisten zur Hegeschau eingeladen. Auch der Besuch von 35 Senioren und Pensionisten aus Welsberg hat uns sehr gefreut: es war interessant zu sehen, mit welchem Interesse und mit welcher Wissbegierde sie bei der Sache waren. Vom ehemaligen Jagdaufseher Burger Peter, Verbandsaufseher Reinhard Pipperger und Jagdaufseher Hubert Burger wurden Führungen durch die gesamte Hegeschau gemacht, wobei das Wesen der Jagd, das Wild und die Wichtigkeit eines rücksichtsvollen Umgangs zwischen Menschen und Natur den Besuchern bestens erklärt und nahegelegt wurde. Für diese Besucher erscheint die Jagd nun vielleicht in einem neuen Licht, sie können sich etwas darunter vorstellen und viele sind der Jagd nun freundlich gesinnt. Das erscheint mir besonders wichtig, denn Themen wie Beziehung Mensch/Natur und dazugehörend auch die Jagd muss schon bei den Jugendlichen Boden fassen, denn schließlich sind sie unsere Zukunft und sie müssen das Erhaltene nach uns weiter pflegen. Als kleines Geschenk für ihren Besuch erhielten die Kinder das „Wild- Memory“ des Südtiroler Jagdverbandes.
Nun zur Jahresstrecke 2023:
1086 Trophäen können sie heute bei unserer Hegeschau in Welsberg besichtigen!
ROTWILD Beim Rotwild wurden von 344 genehmigten 323 Stück erlegt. Aufgeteilt sind das 122 von 133 bei den männlichen und 201 von 211 bei den weiblichen. Der Abschussplan wurde somit 2023 zu 95% erfüllt, dies zeugt davon, dass die Jägerinnen und Jäger unserer Reviere mit viel Engagement bei der Sache waren. Es wurden mehr Alttiere als Schmaltiere erlegt. Großes Lob. Im Verhältnis wurden für einen Hirsch 1,6 Stück Kahlwild erlegt.
GAMSWILD Insgesamt wurden 490 von 534 genehmigten Gamsen erlegt. 167 Böcke von 178 bewilligten; 127 von 173 bewilligten weiblichen und 196 von 183 bewilligten Jährlingen. Das sind 94% Erfüllung bei den Böcken, 73% bei den Geißen und 107% bei den Jährlingen. Der Anteil an Jährlingen und jungen Stücken ist eher hoch. Bei den Böcken wurde über die Hälfte der Stücke aus der Mittelklasse entnommen. Die Mindestanforderung der Hegerichtlinien, 30 % aus der Altersklasse zu entnehmen wurde in den letzten 10 Jahren nicht erreicht. Alte Stücke spielen bei einer sozialen Wildart wie dem Gamswild wichtige Schlüsselrollen und führen zu fitteren Gamsbeständen. Ein gut strukturierter Bestand ist vitaler und kommt mit Krankheiten wie beispielsweise der Gamsräude besser zurecht. Eine schonende und zurückhaltende Bejagung der Mittelklasse ist für das Gamswild von zentraler Wichtigkeit und bestätigt unseren verantwortungsvollen Umgang mit dieser faszinierenden Wildart.
REHWILD Von 943 genehmigten Rehen wurden 890 erlegt = 94% Abschusserfüllung. Es wurden 441 männliche von 469 bewilligten und 449 von 474 bewilligten weibliche Rehe erlegt. Dabei wurde der Abschuss zu 94% beim männlichen, sowie 95% beim weiblichen bestens erfüllt.
NIEDERWILD 77 Feldhasen, 20 Schneehasen, 209 Füchse (100 mit Dekret) – Hühnervögel 25 Spielhähne und 10 Schneehühner – 0 Steinhühner – 81 Murmeltier und 2 Wildschweine...So viel zur Jahresstrecke 2023.
Auch aus dem Bereich Wildpädagogik gibt es Neuigkeiten. Ab sofort sind die neuen Hermi Hermelin Schlüsselanhänger in der Geschäftsstelle Südtiroler Jagdverband erhältlich. Sie können im Rahmen von Umweltbildungseinsätzen als kleines Geschenk verteilt werden. Bald wird auch „Hermis wildes Malbuch“ erscheinen. Es ist in Zusammenarbeit mit Jagd Österreich entstanden.
Im SJV haben wir seit Jänner Herrn Peter Preindl als Direktions Assistent angestellt, um unseren Geschäftsführer ein wenig zu entlasten. Ich wünsche ihm viel Freude und Einsatz bei seinem neuen Aufgabenbereich.
Nach einer musikalischen Einlage der Jagdhornbläser Amperspitzwurde nun der italienische Stellvertreter des Bezirkes Oberpustertal Herr Sandro COVIan das Rednerpult gebeten: (Referat in Deutsch übersetzt)
Italienische Stellvertreter des Bezirkes Oberpustertal Herr Sandro COVI
Ich grüße alle anwesenden Ehrengäste, Jägerinnen und Jäger,
Wie Sie gehört haben, wurden die für die letzte Jagdsaison geplanten Abschusspläne mehr als zufriedenstellend umgesetzt, insbesondere was die Hirscharten betrifft.Leider müssen wir jedoch feststellen, dass die Situation bezüglich der Gämsenart derzeit nicht so rosig ist. Nach der Räude Epidemie in den Jahren 2008 bis 2010 wurde mit einer langsamen und stetigen Erholung der Population dieser Art gerechnet. Leider ist dies nicht der Fall, und wenn wir uns die Statistiken der letzten zehn Jahre ansehen, zeigt sich im Vergleich zu 2012, dass die Zahl der bestätigten Gämsen und damit auch die Zahl der durchgeführten Abschüsse auf Provinzebene um über tausend Tiere zurückgegangen ist. Warum dieser bemerkenswerte Rückgang des Bestandes? Die Ursachen sind vielfältig und wurden im Rahmen der Tagung, die am 25. Januar an der Forstschule Latemar stattfand, untersucht und bewertet. In einigen Gegenden unserer Provinz gibt es noch immer die Räude, wenn auch in begrenztem Ausmaß, aber vor allem nicht zu unterschätzen ist die anhaltende Störung durch Wanderer, Tourengeher, Gleitschirmflieger…. ugl. zu allen Jahreszeiten von der Morgendämmerung bis spät in den Abendstunden. Nicht zuletzt die Zunahme der Hirschpopulation. Diese anhaltende Störung hat dazu geführt, dass sich die Gämsenpopulationen in immer kleinere Reviere zurückgezogen haben, was den genetischen Austausch zwischen ihnen verhindert und zu einer Schwächung der Tiere geführt hat, die dann häufig Krankheiten oder strengen Wintern zum Opfer fallen.
Zwar sorgt auch die Jagd für Unruhe, allerdings nicht zu jeder Jahreszeit. Die Lösung, wenn es eine gibt, ist nicht einfach, aber als Jäger können wir versuchen, die Situationen zu verbessern, indem weniger und gezieltere Abschüsse vorgenommen werden, insbesondere im Hinblick auf Altersklassen und das Verhältnis zwischen den Geschlechtern.
Ich möchte auch daran erinnern, welche großartige, oft ignorierte und unterschätzte tägliche Arbeit der Südtiroler Jagdverband Jägerverband leistet, um verschiedene Probleme zu lösen. Diese reichen von der Beziehung zum Wildlife Management Office über den Bauernverband bis hin zu gesetzlichen und privaten Reservaten.
Der Südtiroler Jagdverband organisiert zudem auch Seminare und Aktivitäten, um der jüngeren Generationen unsere Jagdaktivität bekannter zu machen und zu fördern.
Abschließend möchte ich das ständige Engagement des italienischen Jagdverbandes erwähnen, der unsere Leidenschaft gegen ständige Angriffe einiger politischer Kräfte und zahlreicher Verbände verteidigt, die sich unserer Leidenschaft widersetzen.
Mit einem kräftigen Weidmannsheil beendete der italienische Stellvertreter des Bezirkes Oberpustertal Herr Sandro COVI sein Referat
Der Bürgermeister von Welsberg Herr Dominik Oberstaller überbrachte auch einige Grußworte seiner Gemeinde und wies auf die Wichtigkeit der Jagd hin.
Bürgermeister von Welsberg Herr Dominik Oberstaller
Die Jagd, eine der ältesten Formen der menschlichen Nutzung natürlicher Ressourcen, beeinflusst Tier- und Pflanzenarten sowie Ökosysteme und birgt mitunter Konfliktpotenzial mit anderen Naturnutzern (z.B, der Forstwirtschaft, der Landwirtschaft, der Fischerei). In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage der Nachhaltigkeit der Jagd. Zu stark vereinfachte Herangehensweisen sind dabei oftmals einer objektiven Betrachtung und Konfliktregelung hinderlich. Die Schaffung einer gemeinsamen Verständigungsbasis ist für die Kommunikation von tragender Bedeutung. Es stellt sich daher die Frage, welche Aspekte jedenfalls behandelt werden müssen, um eine umfassende, sachliche und lösungsorientierte Diskussion zum Thema Jagd zu ermöglichen. In verschiedenen anderen Landnutzungssektoren wurden bereits Grundlagen für eine nachhaltige Nutzung entwickelt.
Die Integration von Jägern in die Gesellschaft ist eine Grundvoraussetzung dafür, dass das jagdliche Tun breite Akzeptanz und Verständnis findet. Das Verhältnis zwischen Jägern und der Gesamtgesellschaft ist in jagdpolitischer Hinsicht für die zukünftigen Rahmenbedingungen, unter denen die Jagd stattfindet, von wesentlicher Bedeutung, so der Bürgermeister. Darum ist ein gesellschaftliches Engagement der Jäger und regelmäßiger kommunikativer Austausch mit der nicht jagenden Bevölkerung von großer Bedeutung. Die Häufigkeit, Intensität und Qualität der sozialen Kontakte und des Gedanken- und Meinungsaustausches mit der nicht jagenden Bevölkerung beeinflussen maßgeblich das Meinungsbild, das Jäger und Nichtjäger voneinander haben. Wechselseitige Vorurteile können am ehesten durch regelmäßige Kommunikation abgebaut werden so der Bürgermeister.
Zum Schluss noch ein besonderer Dank an den Südtiroler Jagdverband für den unermüdlicher Einsatz, ein besonderer Dank an die Südtiroler Jäger und Jägerinnen die vorbildlich die Reviere pflegen und hegen, ein Dank an die Forstbehörde die auch mit den Jägern immer gut zusammenarbeiten, ein Dank an die Jagdhornbläser die immer und ehrenamtlich für die musikalische Unterhaltung sorgen und zum Schluss wünsche ich allen ‚Anwesenden eine gute Unterhaltung ein erfolgreiches Jagdjahr 2024 und wünsche euch ein Weidmannsheil so die Schlussworte vom Bürgermeister
Frau Dr. Waltraud Deeg, stellvertretend für den neu gewählten Landesrat Dr. Luis Walcher
Landesabgeordnete Dr. Waltraud Deeg
Nach einer kurzen Begrüßung bedankte sich Frau Deeg für die Einladung zur Hegeschau
Ihre Ausführungen: Eine Hegeschau ist für mich immer etwas Besonderes, darum ist es für mich eine Ehre hier einige Worte sagen zu dürfen.
Für mich ist das Fachwissen und der Einsatz der Jäger und Jägerinnen bewundernswert. Sie widmen sich mit Leidenschaft und Hingabe ihrem Handwerk, um das Gleichgewicht in der Natur zu erhalten. Ihre Kenntnisse über die heimische Tierwelt und ihre Fähigkeiten im Umgang mit Waffen und Fallen sind beeindruckend. Doch ihr Einsatz geht weit über das reine Jagen hinaus. Sie sind auch verantwortlich für den Schutz von Wildtieren und Lebensräumen, sowie für die Förderung der Artenvielfalt. Ihre Arbeit ist von großer Bedeutung für den Erhalt unserer Natur und verdient höchste Anerkennung.
Nun darf ich auch einen wichtigen Punkt auf politischer Ebene ansprechen. Zur Zeit sind wir auf einen guten Weg die autonomen Zuständigkeiten der Jagd wieder herzustellen. Diese Zuständigkeiten betreffen das Südtiroler Jagdwesen. Unserer Parlamentarier sind sehr bemüht das vorbildliche Jagdwesen und die Eigenständigkeit in Sache Jagdausübung wieder herzustellen.
“Ein sehr wichtiges Thema ist auch die Jugendarbeit in der Jagd. Die Förderung und Einbindung junger Menschen in die Jagd sind von großer Bedeutung, um das Wissen und die Leidenschaft für die Natur und den Umweltschutz weiterzugeben. Durch gezielte Maßnahmen, wie zum Beispiel Jugendjagdlehrgänge, können junge Jägerinnen und Jäger in die Grundlagen der Jagd eingeführt werden. Dabei lernen sie nicht nur den verantwortungsvollen Umgang mit Waffen und die Jagdethik, sondern auch den respektvollen Umgang mit der Tier- und Pflanzenwelt. Die Jugendarbeit in der Jagd trägt somit maßgeblich zur Nachwuchsförderung und zur Erhaltung der jagdlichen Traditionen bei.”
Auch Herr Dr. Günther Pörnbacher, stellvertretend für den Abteilungsdirektor der Forst Herrn Dr. Günther Unterthiner wurde auf das Rednerpult gebeten.
Dr. Günther Pörnbacher
Ein Kompliment an die Jägerschaft von Welsberg für die gelungene Veranstaltung und zugleich ein gr0ßes Kompliment den Jäger und Jägerinnen vom Bezirk Oberpustertal für die Abschusserfüllung. Es ist der wichtig, dass wir den Wald auch durch Schälschäden schützen. Es ist wichtig, Maßnahmen zu ergreifen, um Schälschäden durch Wildtiere zu vermeiden. Dies betrifft nicht nur den Schutz der Wälder, sondern auch die Interessen der Waldbesitzer und Bauern. Durch eine gezielte Bejagung können potenzielle Schäden reduziert werden. Zudem ist eine enge Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren notwendig, um nachhaltige Lösungen zu finden. Durch eine effektive Wildtiermanagementstrategie kann der Schutz der natürlichen Ressourcen gewährleistet werden und gleichzeitig die Interessen der betroffenen Parteien berücksichtigt werden. In diesem Sinne sollten Jäger, Waldbesitzer und Bauern gemeinsam daran arbeiten, Schälschäden durch Wild zu minimieren so der Abschluss von Dr. Günther Pörnbacher.
Der Geschäftsführer des Südtiroler Jagdverbandes Herrn Dr. Benedikt Terzer und sein Referat:
Geschäftsführer des Südtiroler Jagdverbandes Herrn Dr. Benedikt Terzer
Verehrte Gäste, geschätzter Bezirksjägermeister, liebe Revierleiter, Jägerinnen und Jäger, Euch allen ein herzliches Grüß Gott und Weidmannsheil!
Wir haben seit einigen Wochen einen neuen Landesrat, Luis Walcher. Ich freue mich schon auf die Zusammenarbeit. Es ist wichtig, dass Politik, Verwaltung und Verband Hand in Hand gehen und es ist wichtig, dass die Jagd als eines der vielen Ehrenämter im Land die Wertschätzung bekommt, die sie verdient.
Auf den neuen Landesrat wartet viel Arbeit. Wir sind bereit, wie bisher kräftig mitanzupacken. Mit uns Jägern wird es sicher nicht langweilig. Ich wünsche dem Landesrat jedenfalls viel Erfolgfür dieses schöne Ressort. Erfolg ist ein Motor im Leben, im Beruf, im Sport, in der Gesellschaft. Der Motor der Jagd, das sind wir Jäger. Und dieser Motor hat im vergangenen Jagdjahr sehr viel und sehr zuverlässig gearbeitet.
Das Ergebnis bei der Abschussplanerfüllung 2023 war sensationell. Die Abschusspläne beim Rotwild wurden landesweit insgesamt zu 98% erfüllt, beim Kahlwild sogar zu 99,9%.
In den zwei rotwildreichsten Bezirken wurde sogar mehr als 100% des genehmigten Kahlwildes erlegt: Im Vinschgau 104% und in Meran 101%. Ich danke allen Jägerinnen und Jägern für ihren Einsatz, der einmal mehr beweist, dass die Jägerschaft ihrem öffentlichen Auftrag gewissenhaft nachkommt. Ich danke auch unseren Partnern, dem Bauernbund, der Abteilung Forstdienst und der Landwirtschaft für die gute Zusammenarbeit Ich denke, wir sind damit auf einem guten Weg, der dem Wild und dem Wald zugutekommen wird. Eine Wildart, der wir als Jäger großes Augenmerk schenken sollten, ist das Gamswild.
Dem Gamswild wird in Zukunft der Klimawandel arg zusetzen und wir müssen alles tun, um die Bestände gesund zu erhalten. Deshalb haben wir im vergangenen Mai und im Juni Vortragsabende mit dem Wildbiologen Hubert Zeiler organisiert. Für einen gesunden Gamsbestand ist es enorm wichtig, dass genügend alte Gams im Bestand stehen.Dazu muss die Mittelklasse unbedingt geschont werden. „Schaut auf Eure Gams!“ hat uns Zeiler bei seinem Vortrag ans Herz gelegt. Wir Jäger schauen nicht nur auf Hirsch und Gams, sondernauf alle Tierarten und auf die Natur als Ganzes.
Als Jäger sind wir in verschiedenen Bereichen ehrenamtlich aktiv, die Liste der Tätigkeiten im öffentlichen Interesse ist groß: Erfüllung der Abschusspläne auf Schalenwild
Wer würde diese Aufgabe übernehmen, wenn es die Jäger nicht gäbe?
Wenn es die Jäger nicht gäbe, dann müsste das Land wahnsinnig viel Geld in die Hand nehmen, um Leute anzustellen, die diese Aufgabe übernehmen. In Österreich würde das einer Berechnung von Prof. Reimoser zufolge 1 Mrd. Euro pro Jahr kosten.
Mit dem Erlegen von Wild ist es aber bei weiterem nicht getan.
Als Jägerschaft fühlen wir uns dem Wild und dem Wildlebensraum verpflichtet.
Wir setzen verschiedene Akzente:
Besondere Aufmerksamkeit widmet die Jägerschaft der Pflege und dem Erhalt der Lebensräume. Wie jedes Jahr haben auch im Jahr 2023 wieder viele Reviere Lebensraumverbesserungen für Raufußhühner durchgeführt. In Zahlen waren es 15 Reviere, die über den Landschaftsfonds gefördert wurden, darunter das Revier Kurtatsch. Sie haben insgesamt rund 2.400 Arbeitsstunden geleistet haben, Hinzu kommen aber noch viele Eigeninitiativen von Revieren, die komplett selbständig umgesetzt wurden und die wir nicht genau beziffern können. Dieser ehrenamtliche Einsatz für die alpinen Lebensräume kommt nicht nur den Hühnervögeln zugute, sondern auch vielen anderen Tieren.
Sensibilisierung der Bevölkerung für das Wild und dessen Bedürfnisse.
Mittlerweile sind Menschen zu jeder Tages- und Nachtzeit im Wildlebensraum unterwegs, das Wild hat keine Ruhe mehr. Wir versuchen daher besonders in den sensiblen Zeiten, etwa im Winter oder zur Setz- und Aufzuchtzeit die Menschen für ein rücksichtsvolles Verhalten zu sensibilisieren. Unsere Schilderkampagne unter dem Motto „Hier wohnen wir“ (in Zusammenarbeit mit dem SBB, AVS und dem Land) ist eine Aktion von vielen.
Die Südtiroler Jägerschaft ist auch im Tierschutz sehr aktiv: Im Jahr 2023 wurden in Südtirol 1.800 Rehkitze aus den Mähwiesen gerettet. Es sind dafür mehr als 8.000 ehrenamtliche Handarbeitsstunden geleistet worden, über 800 Jäger, Jagdaufseher und Bauern waren im Einsatz. Wie beeindrucken die Zahl von 1.800 geretteten Kitzen ist, zeigt ein Vergleich: In Südtirol haben wir mehr Kitze gerettet, als Nordtirol und das Trentino zusammen.
Zum Tierschutz gehören auch die Wildwarnreflektoren: Die Jägerschaft hat in Zusammenarbeit mit dem Straßendienst mehrere 10.000 Reflektoren installiert, um Straßenabschnitte sicherer zu machen.
Passieren Wildunfälle, ist die Jägerschaft auch wiederum zur Stelle. Jeder Wildunfall wird in unserer digitalen Datenbank mit Verortung erfasst. Wir können damit der Landesverwaltung punktgenau mitteilen, wo in Südtirol Wildunfälle passieren. Diese Daten leisten somit einen wertvollen Beitrag, damit das Land gezielt Präventionsmaßnahmen zur Verhütung von Wildunfällen umsetzen kann.
Die Jägerschaft leistet eine Vielzahl an wertvollen Tätigkeiten. Schade ist nur, dass vieles dessen, was wir leisten, der Allgemeinheit nicht bewusst ist.
Wir müssen daher noch mehr und noch besser kommunizieren. Wir müssen die PS auf die Piste bringen.
Wir als Südtiroler Jagdverband, indem wir z.B. seit einigen Monaten einen professionell geführten Instagram Auftritt pflegen und damit tausende vor allem jüngere Leute erreichen. Und gleichzeitig hat jeder Jäger, jedes Revier die Möglichkeit, Akzente zu setzen. Ein besonderes Lob an das Jagdrevier Welsberg und die Jagdaufseher, die über 200 Schülerinnen und Schüler zum Thema Wild und Natur informiert haben. Der Jagdverband unterstützt die Reviere mit dem „Jagerrucksock“, dem „Wilden Memory“ und in kürze mit einem Kindermalbuch mit Wildtieren, das mit der Unterstützung der Stiftung Sparkasse entstehen wird.
Liebe Jägerinnen und Jäger, ein neues Jagdjahr steht vor der Tür und ein neues Jahr ist immer auch mit Erwartungen und Wünschen verbunden. Was wünschen wir uns? Was wünsche ich mir? Ich wünsche mir, dass die Gesellschaft, die Politik und die Verwaltung anerkennt, was sie an uns hat, dass wir viele wichtige Aufgaben übernehmen für das Wild, für die Natur, für die Kultur in Südtirol. Ich wünsche mir, dass zu strittigen Themen jene Menschen gehört werden, die Erfahrung haben, die wissen, wie es geht und nicht Ideologen und Fanatiker. Ich wünsche mir, dass sich die Jägerinnen und Jäger bewusst sind, dass wir mit der Befugnis zu Jagen auch eine große Verantwortung auf uns nehmen und dass wir immer nach den Gesetzen der Weidgerechtigkeit zu handeln haben. Jemand hat einmal gesagt: Wünschen kann man sich viel, aber man muss auch dafür arbeiten, dass diese Wünsche in Erfüllung gehen können.
In diesem Sinne versichere ich Euch, dass ich auch dieses Jahr wieder gemeinsam mit allen Bezirksjägermeistern, mit dem Landesjägermeister und dem ganzen Team im Jagdverband wieder voll im Einsatz stehen werde, damit diese Wünsche in Erfüllung gehen.
Ich danke Euch für Eure Unterstützung und ein kräftiges Weidmannsheil!
Einlage Jagdhornbläser Amperspitz
Der Bezirksjägermeister zum Abschluss: Ich bedanke mich abschließend bei unseren Revierleitern und der Revierleiterin, den Jagdaufsehern, Gamspirschführern, Hundeführer, Jagdhornbläser von Taisten und Antholz und nicht zuletzt bei allen Jägerinnen und Jägern für ihren unermüdlichen Einsatz für ein gutes Miteinander in den Revieren, zwischen den Interessensgruppen und natürlich für unser Wild.
Ein herzliches Dankeschön ergeht an unsere Sponsoren: der Raiffeisenkasse Welsberg Gsies Taisten, der Firma Harpf und der Metzgerei Alpsmeat. Danken möchten ich allen die bei der Organisation der Hegeschau behilfich waren und für diese gelungene Veranstaltung mitgewirkt haben.
Unter dem Motto „In der Kürze liegt die Würze“ schließe ich den festlichen Akt der Hegeschau 2024 ab und lade alle Ehrengäste um 12.00 h zum Mittagessen ins naheliegende Festzelt ein. Der Hegeschau wünsche ich nun einen weiteren guten Verlauf – genießen Sie noch ein paar schöne Stunden bei uns, unterhalten sie sich gut und kommen sie gesund nach Hause.
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Berichte, MP3 Aufnahmen und Fotos: WP Südtiroler Jagdportal
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