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Paarungszeit der Wildtiere

Die Brautschau draußen in der Wildnis ist oft eine ziemlich raue Sache, da es bei vielen Tierarten zu Kämpfen zwischen den liebestollen Männern kommt. Die können durchaus blutig sein, wie bei den Wildschweinen. So attackieren sich die Keiler im Kampf um eine paarungsbereite Bache mit ihren gewaltigen Eckzähnen, die tiefe Fleischwunden verursachen können. Rehe, Gämsen, Hirsche, Steinböcke, Muffel  vertreiben ihre Rivalen, während es bei Rauhfusshühnern zu stundenlangen Kämpfen kommt.  Hier eine Auflistung der Wildtiere wann und bei welchen Tier ihr die Paarungszeit beobachten könnt.

Jägerschlag

In seinem ursprünglichen Sinn angewandt, kann der Jägerschlag eine würdevolle Zeremonie sein, die nach bestandener Jägerprüfung oder nach der Erlegung des ersten Stückes durchgeführt wird. Der Jägerschlag kann – in einem entsprechenden Rahmen – bei der Erlegung des 1. Stückes Schalen- oder Flugwild durchgeführt werden. Das erlegte Stück Wild wird auf die rechte Seite mit allen Brüchen (letzter Bissen, Inbesitznahmebruch) auf ein Reisigbett gelegt (hat man kein Stück Wild, so kann dies mit einer ausgekochten und gebleichten Trophäe symbolisiert werden).

Fackeln umrahmen diese Feierlichkeit.

Es ist ratsam, wenn der Jagdherr einen Gehilfen hat, der ihm zur Seite steht und sich um die “Utensilien” kümmert.
JHBG: Sammeln der Jäger und ein weiteres Stück
Der Jagdherr bedankt sich bei den Schützen für das disziplinierte Verhalten während der Jagd.
Der Schütze steht neben dem Haupt des erlegten Stückes und hält seinen Hut in der linken Hand (und zwar bis zur Bruchüberreichung).
Der Jagdleiter oder Pirschführer meldet dem Jagdherrn, was zur Strecke gebracht wurde. Eine kurze Schilderung des Herganges rundet diese Ansprache ab.
Der Jagdherr stellt sich mit Hirschfänger oder Weidblatt vor den Schützen (auch der Schütze bleibt stehen oder kniet sich neben das Stück; sich über das Stück zu beugen ist nicht standesgemäß).

  1. Jägerschlag: Der Jagdherr legt dem Schützen den Hirschfänger oder das Weidblatt auf die rechte Schulter und sagt:
  • “Der erste Schlag soll dich zum Jäger weih´n!
  • Der zweite Schlag soll dir die Kraft verleihn, zu üben stets das Rechte.
  • Der dritte Schlag soll dich verpflichten, nie auf die Jägerehre zu verzichten!”

2. Spruch:  “An Huberti statt ergreif ich das Weidblatt und schlage dich dem alten Brauch getreu zum weidgerechten Jäger frei.”

Beide Male antwortet der Schütze:
“Ich verspreche es! Weidmannsdank!”

Der Jagdherr überreicht dem Schützen den Bruch (auf dem Hut liegend) und sagt:

    • “So nimm, Gesell, den grünen Bruch und beherzige den Jägerspruch:
    • Es ist des Jägers Ehrenschild, dass er beschützt und hegt sein Wild,
      weidmännisch jagt, wie sich´s gehört, den Schöpfer im Geschöpfe ehrt!”

Der Schütze steckt den Bruch auf die rechte Hutseite und erst jetzt setzt er seinen Hut wieder auf.
Wenn ein Hund für die Nachsuche dabei war, so bekommt auch der Hund einen Bruch in die Halsung gesteckt.
Während der Bruchüberreichung blasen die Jagdhornbläser das entsprechende Signal (Totsignal) für das erlegte Stück.

Anschließend kann der Jagdherr dem Schützen als Erinnerungsgeschenk an diesem Tag eine blanke Waffe (Knicker) auf einem Polster überreichen.
Der Geehrte bedankt sich mit den Worten:

  • “Dank für Schmuck und Schlag, weidgerecht bleib ich alle Tag.”

der Jagdherr reicht dem Schützen einen Jägertrunk (Stamperl Schnaps oder Becher Wein) und spricht dazu:

  • “So reich ich dir den Jägertrunk, bleib immer fröhlich, stark und jung
    und trink in dieser Weihestund ein Weidmannsheil der Jägerrund.”

Dann folgt eventuell der Schüsseltrieb, der mit “Zum Essen” angeblasen wird.

Jagdstrecke

Strecke richtig legen

Egal ob Niederwild oder Hochwild, nach dem Waidwerken bzw. das Jagen hat jedes noch so kleine Wildtier die letzte Ehre verdient. Wie Jäger schauen uns die nach der Jagd gemeinsam die erlegte Beute an. Damit dies auch ein bisschen Ordnung und Sinn hat seht ihr in den nachfolgenden beiden Zeichnungen wie die Strecke richtig gelegt wird und wie die Jäger, Treiber und Jagdhornbläser an der Strecke stehen. Merkt euch man geht niemals Quer über die Strecke oder tritt auf dem Wild. In der Regel werden 10 Kreaturen nebeneinander gelegt. Das letzte Stück, also das zehnte wird etwas höher gelegt damit man erkennt das die Reihe vollständig ist. Tannen- oder Fichtengrün mit Fackeln oder Feuerkörben vervollständigen das Bild der Strecke.

Man spricht vom „Strecke legen“, wenn diese, am Ende einer Jagd, auf einer, meist mit Tannen- oder Fichtengrün ausgelegten Fläche, präsentiert werden. Dabei geht es nicht darum, die Beute zur Schau zu stellen, vielmehr hat dieser Brauch seinen Ursprung in einer Ehrenbezeugung gegenüber dem Wild und dem Dank für den Jagderfolg. Nach dem Aufbrechen wird das Wild zur Strecke gelegt. Schalenwild wird auf die rechte Seite gelegt, also Herzseite nach oben, beim männlichen Stück wird das Haupt durch einen Ast aufrechtgestellt, um so den Kopfschmuck besser zu zeigen. Danach wird das Stück mit dem Inbesitznahmebruch gerecht verbrochen. Dem Schalenwild wird ein letzter Bissen gegeben und es wird mit einem Bruch versehen. Nachdem das Wild auf der Strecke liegt, wird in der Regel das Wild verblasen, und die Erleger erhalten den Erlegerbruch. Die anwesenden Schützen schauen dem Wild in die Lichter, sie stehen also direkt vor der Strecke. Der Jagdleiter steht in der Regel vor den Schützen am Kopf der Strecke. Hinter dem Wild stehen die Bläser und die Treiber. Auch die Hundeführer haben einen Platz am linken Flügel neben den Treibern. Heutzutage kann es aus hygienetechnischen Gründen vorkommen, dass nicht alles Wild auf der Strecke gelegt wird, sondern nur symbolisch von jeder Art ein Stück. Wenn ein Jäger an das gestreckte Wild herantritt, nimmt er seinen Hut ab und lässt das Geschehen an sich vorüber ziehen. Er hatte nicht nur Jagderfolg, sondern hat auch ein einmaliges Leben ausgelöscht. Das erlegte Tier wird auf der rechten Seite liegend mit einem „Bruch” bedeckt und der Jäger nimmt sich den „Schützenbruch“. Das männliche Stück erhält den „letzten Bissen” und der Jäger beginnt mit der „roten Arbeit”. Nach dem „Versorgen” (aufbrechen oder auch ausweiden) des Wildes wird das Stück „verblasen”.

Bei Gesellschaftsjagden werden die erlegten Stücke auf den Streckenplatz verbracht und es wird „die Strecke gelegt”. Das Wild wird in einer festgeschriebenen Formation gelegt.  Hochwild in der Reihenfolge Rotwild, Damwild, Schwarzwild und Niederwild in der Reihenfolge Rehwild, Füchse, Hasen, Kaninchen und Fasane. Alle Stücke liegen auf der rechten Seite mit dem Stärksten beginnend. Bei Niederwild wird jedes zehnte ein halbe Wildlänge vorgezogen. Der Jagdleiter steht mit den Schützen vor der Strecke, die Bläser, Treiber stehen hinter der Strecke. Die Schützen erhalten vom Jagdleiter ihren Schützenbruch und die Bläser verblasen die Strecke (Todsignale für jede erlegte Wildart). Hundeführer mit Hunden stehen brauchtumsgerecht am linken Flügel hinter der Strecke, sofern sie keine Schützen sind. Heute zählen die Hundeführer allerdings durchweg zu den Jägern. Zudem lassen viele von ihnen ihre Hunde nach harter Arbeit bei Nässe und Kälte gerne schon im warmen sowie trockenen Auto und ersparen ihnen die Zeremonie. Erfolgt das Streckelegen bei einsetzender Dämmerung erhöhen brennende Fackeln oder Kienfeuer den Reiz dieses Brauches. Es verstößt gegen alten Brauch, über zur Strecke gelegtes Wild zu steigen oder zu springen. Beim Verblasen der Strecke finden sich die Schützen in voller Ausrüstung ein, also mit entladener, gebrochener Waffe

Text Quelle: Auf die Jagd.de

 

 

Wildfütterung

Nirgends wird so viel diskutiert wie über die Wildfütterung, hier ein Leitfaden für die Winterfütterung von Rot- und Rehwild

Gemeinsame Grundsätze „wiederkäuergerechter“ Winterfütterung

 

⇒ Sofern eine Winterfütterung von Rot- oder Rehwild an einem Standort waldbaulich vertretbar und jagdlich erwünscht ist, sind eine regelmäßige Fütterungsbetreuung und eine ununterbrochene Futtervorlage vom Fütterungsbeginn im Herbst bis zum Frühjahr zu gewährleisten (bis das Wild sich von der Fütterung löst – ausreichend Futterreserven für Spätwinter-Einbrüche sind vorzusehen; Erreichbarkeit während des gesamten Winters ist wichtig!). Medikamentenbeigabe bei der Wildfütterung ist verboten – Standards der Fütterungshygiene sind konsequent zu beachten! Keine Sommerfütterung!
⇒ Die Standortswahl für Schalenwild-Fütterungen ist mit dem Grundeigentümer bzw. mit dem Revierleiter abzustimmen, wobei insbesondere auf die Wildschadenanfälligkeit des Waldes (Lenkungseffekt der Fütterung zielorientiert nutzen), auf die Bedürfnisse des Wildes (z.B. Kleinklima) und auf die ausreichende Vermeidbarkeit von Störfaktoren zu achten ist (ausgeprägtes winterliches Ruhebedürfnis erfordert Lenkung von Freizeitaktivitäten).

Gerade bei strengen Winter mit viel Schnee muss dem Wild geholfen werden.

⇒ Futterbedarf: Im Sinne einer effizienten Wildschadensprophylaxe ist für ALLE zuziehen den Stücke gleichzeitig eine Sättigungsfütterung sicherzustellen – keine halbherzige Versorgung, sonst werden Wildschäden im „Warteraum“ provoziert (d.h. das vorgelegte Futter darf bis zur nächsten Futtervorlage vom Wild nicht zur Gänze aufgeäst werden). Bedarfswerte pro Tag (Trockensubstanz): Rehwild: 0,4 – 0,8 kg; Rotwild 2 – 4 kg.
⇒ Die Futtermittelwahl ist auf die Wildart (unterschiedliche Physiologie) und auf die Zielsetzung abzustimmen (Kap. 2 und 3). Hohe Einweißgehalte sind Ernährungsphysiologisch unnötig und eine zusätzliche Belastung für den Organismus, dessen Eiweißbedarf im Winter gering ist. Eiweiß-Überangebot simuliert eine „Sommersituation“ Wildschadensgefahr! Ein Eiweißgehalt der winterlichen Futterration von rund 8 – 12 % (Trockensubstanz) ist als optimal einzustufen
⇒ Kein abrupter Wechsel der Futtermittel während der Fütterungsperiode, weil das den Verdauungsablauf stark beeinträchtigt und in der Folge dem Wiederkäuer Probleme verursacht, wodurch Verbiss und Schälung provoziert werden können. Ist ein Wechsel von Futtermitteln unbedingt notwendig, hat ein kontinuierlicher, fließender Übergang stattzufinden (Empfehlung: sukzessive Umstellung im Verlauf von etwa 3 Wochen).
⇒ Heimische Futtermittel für die Winterfütterung von Reh- und Rotwild bevorzugen! Jedenfalls keine Futtermittelbestandteile von Ländern außerhalb Europas verwenden und keine gentechnisch veränderten Futtermittel ankaufen. Es ist für das Wohlbefinden des Schalenwildes zweifelsfrei nicht erforderlich, gentechnisch veränderte Futtermittel, weitgereiste Lecksteine vom Himalaya oder z.B. Soja oder Sesam aus Indien, dem Sudan oder Brasilien vorzulegen. Dadurch wird das positive Image von heimischem Wildbret als hochwertiges Nahrungsmittel aus nachhaltiger jagdlicher Nutzung unnötig in Frage gestellt.
⇒ Achtung – schädlich: Sämtliche Getreidearten und Körnerfrüchte sind bei separierter Vorlage für den Wiederkäuer schädlich – allen voran Mais und Weizen – weil sie vom Wild stark bevorzugt angenommen werden und bei übermäßiger Aufnahme Verdauungsstörungen bewirken (chronische oder akute Pansen-Übersäuerung). Das gilt besonders, wenn sie in gequetschter oder gar in geschroteter Form vorgelegt werden (oder gar in Form von Brotresten), weil sie dann noch schneller abgebaut werden (schaumige Gärung). Auch alle fein vermahlenen Futtermittel sind für das Verdauungssystem der Wildwiederkäuer problematisch. Das gilt ebenso für rohfaserreiche Pellets, wenn diese aus vermahlenem Heu gepresst werden (mangelhafte Pansenmotorik ist die Folge) – über die Struktureigenschaften solcher Pellets bringt ein Auflösen in Wasser rasch Aufschluss.
Wichtig: Wild zu füttern bedeutet stets, auch mehr erlegen zu müssen, wenn der Wildbestand nicht ansteigen und die Verbissbelastung nicht zunehmen soll. Denn fachgerechte Winterfütterung führt zu weniger Fallwild und erhöhtem Zuwachs. Außerdem kommt es zu verstärkter Bindung des Wildes an die Einstandsbereiche. Deshalb ist während der Jagdzeit dort mehr Jagddruck nötig, damit sich die Einstandsbereiche äsungsmäßig erholen können.

Empfehlungen für Rotwild

⇒ Wenn Rotwild schadensfrei überwintert werden kann, sollte die örtlich bewährte Vorgangsweise möglichst beibehalten werden. Denn jede Veränderung am Fütterungssystem bewirkt ein erhöhtes Schadrisiko.
⇒ Bei der Wahl des Fütterungsstandortes und der Futtermittel sind die zu erwartenden Wechselwirkungen mit Nachbarfütterungen und Nachbarrevieren zu berücksichtigen (großräumige Planung notwendig; stark unterschiedliche Attraktivität der Futtermittel kann
„Fütterungstourismus“ provozieren). Auch eine zeitliche Abstimmung der Futtervorlage (vor allem zu Beginn) ist vorteilhaft – Empfehlung: Koordination in einer Hegegemeinschaft.
Qualitativ gutes Heu als Grundfutter darf während der Fütterungsperiode zu keinem Zeitpunkt fehlen!  Heu vom ersten Schnitt eignet sich für die Rotwildfütterung im Winter (Schnittzeitpunkt VOR der Hochblüte der Gräser). Zu Beginn der Fütterungsperiode sowie zu Frühjahrsbeginn ist Heu vom 2. Schnitt bzw. Grummet vorteilhafter, um eine bessere Annahme durch das Rotwild zu erreichen. Soll das Wild möglichst wenig konzentriert bzw. wenig von der Fütterung abhängig gemacht werden und soll es eine ausreichend vorhandene Naturäsung gut ausnutzen, ist eine ausschließliche Heuvorlage zu empfehlen (in diesem Fall ist Erreichbarkeit von Wasser wichtig!).
⇒ Bei der Einlagerung bzw. beim Heueinkauf ist darauf zu achten, dass es eine Qualitäts Punktezahl von keinesfalls unter 12 aufweist; empfehlenswert ist eine Punktezahl von 16 bis 20 (Heubewertung mittels Sinnenprüfung, als Hilfe zur fachgerechten Heu- und Silagebeurteilung dienen die Bewertungstabellen.
⇒ Soll das Wild räumlich konzentriert oder von der Naturäsung abgelenkt werden, weil diese z.B. vorwiegend aus Baum-Leittrieben oder Baumrinden bestehen würde, sind zusätzlich zum Heu attraktivere Futtermittel notwendig. Eine effiziente räumliche Lenkungswirkung ist erzielbar mit Apfeltrester, gefolgt von Grünmaissilage und Grassilage. Auch im Frühjahr lässt sich das Rotwild bei Bedarf damit am längsten an der Fütterung binden (z.B. zur Vermeidung von Frühjahrsschälung in Übergangs-Einständen in Tallagen). Sofern sie keine Qualitätsmängel aufweisen (z.B. Schimmelbildung), sind diese drei Futtermittel, insbesondere in Kombination mit Heu, ernährungsphysiologisch als wertvoll einzustufen. Je weniger optimal die Qualität dieser Futtermittel ist, desto höher ist die Schäl- und Verbissgefahr!
⇒ Vorteilhaft ist das Vorhandensein von winterlich verfügbarer Naturäsung im Wintereinstandsbereich (Gräser, Zwergsträucher, Sträucher, Flechten, Verbiss-Baumarten, etc.), weil dadurch das Risiko für Wildschäden deutlich gesenkt werden kann. Andernfalls besteht bei auch lediglich kurzzeitigem Fernbleiben des Wildes von der Fütterung (schlechte Erreichbarkeit des Futters z.B. bei unerwarteten Störungseinflüssen oder bei extremen Witterungsverhältnissen) sofort ein stark erhöhtes Risiko für untragbare Schälschäden.

Empfehlungen für Rehwild:

⇒ Günstige Standorte für Rehwildfütterungen sind z.B. Randbereiche von Dickungen und Stangenhölzern mit gutem Ausblick (Altholz) und mit ausreichend Abstand zu Verjüngungsflächen. Vorteilhaft sind reich strukturiertes Gelände und Verfügbarkeit von Wasser in der Nähe des Einstandsbereiches, sofern nur Heu (wird aus Raufen mancherorts vom Rehwild nur ungern aufgenommen) oder andere Trockenfuttermittel vorgelegt werden.
⇒ Sofern ausschließlich Heu vorgelegt wird, ist ganz besonders auf beste Qualität zu achten (z.B. kräuterreiches Wiesenheu oder Luzerneheu). Der Rehwildpansen ist für die Verdauung von grobem Wiesenheu schlecht geeignet (z.B. vom verspäteten ersten Schnitt).
⇒ Rehwildfütterungen in Rotwildgebieten dürfen für Rotwild nicht zugänglich sein, um das Rotwild nicht unzweckmäßig zu lenken (wie z.B. auch Schwarzwildkirrungen). Außerdem ist das fütterungsbedingt höhere Abschusserfordernis beim Rehwild hinsichtlich der jagdlichen Konsequenzen für das Rotwild zu berücksichtigen (bewirkt mehr Störungen für Rotwild).
⇒ Ein winterliches „Anbinden“ von Rehwild in Lebensräumen, in denen es von Natur aus nur in geringen Dichten an klimatisch begünstigten Sonderstandorten verbleiben würde, sollte nur dort stattfinden, wo die damit verbundene zusätzliche Verbissbelastung waldbaulich tragbar ist (vor allem auch während der schneearmen Übergangszeiten im Herbst und Frühjahr). Wo hingegen die Verbissbelastung zu hoch ist, weil zum Beispiel Rotwild oder Gamswild im Jahresverlauf die gleichen Äsungsgrundlagen intensiv nutzt, sollte man das Rehwild während der Wintermonate in forstlich weniger problematische und klimatisch günstigere Gebiete abwandern lassen bzw. aktiv durch Winterfütterung dorthin lenken. Das bedeutet: In Regionen, wo es verbissbedingte Verjüngungsprobleme gibt, sollte in ÖBf Revieren zugunsten von Rotwild und / oder Gamswild vor allem auf folgenden Waldstand Orten auf ein „Anbinden“ des Rehwildes durch Winterfütterung verzichtet werden: Auf langsamwüchsigen Standorten mit überdurchschnittlich langen Verjüngungssicherungs Zeiträumen, und zwar vor allem in steileren Lagen im Schutzwald und insbesondere in (hoch-) montanen Gebieten mit erforderlicher Mischwaldverjüngung (z.B. mit besonders verbissbeliebten Laubbaumarten oder Tanne im Verjüngungsziel) – Jagdgesetze beachten!
⇒ Solche Bedingungen herrschen primär auf seicht- bis mittelgründigen Kalk- und Dolomitstandorten vor Ein Auflassen bzw. ein Verlegen von Rehwildfütterungen in andere Bereiche erfordert begleitende Maßnahmen, um überhöhte Fallwildverluste während der Umstellungsphase sowie daraus resultierende Konflikte und kritische Medienberichte möglichst zu vermeiden .

Zur Verlegung oder Auflassung von Schalenwild-Fütterungen:

⇒ Eine ausreichende jagdliche Reduktion des „Futterwildes“ VOR der Auflassung und eine professionelle Umlenkung nicht erlegter Stücke zu einem anderen Fütterungsstandort MIT Auflassung der Fütterung (z.B. mittels Jagddruck und Kirrketten) müssen vorbereitet und konsequent umgesetzt werden. Das gilt ganz besonders für Rotwild, weil im Regelfall von einer höheren Stückzahl pro Standort und von erhöhtem Schadensrisiko auszugehen ist.
⇒ Rechtzeitige Information allenfalls betroffener Nachbarreviere (v.a. bei Rotwild sowie im Gebirge teilweise auch bei Rehwild, sofern es eventuell in andere Reviere ausweicht)
⇒ Bei Bedarf Abstimmung mit Behörden und Jagdverband
⇒ Eventuell vorbereitende, erläuternde Information in Regionalmedien
⇒ Beseitigung sämtlicher Fütterungseinrichtungen – sonst bleiben Erwartungen auf neuerliche Futtervorlage bei vormals gefüttertem Wild sowie bei Jägern und Nichtjägern weiterhin bestehen – das birgt vermeidbares Schadensrisiko und Konfliktpotenzial.

Bericht: Bundesforste F. Völk

 

ALBINOTEN ODER ALBINOS

WAS SIND ALBINOTEN ODER ALBINOS?

Tiere mit Albinismus haben es schwer. Sie fallen auf. Die Tarnung funktioniert nicht und somit sind sie leichte Beute für Raubtiere. Und sie sind anfälliger für Krankheiten. Nur der Mensch findet sie toll, verehrt sie und cremt sie sogar zum Schutz gegen die UV-Strahlung ein.

Albinismus ist ein Gendefekt mit negativen Auswirkungen: Die Tiere sind anfälliger für Hautschäden durch die UV-Strahlung der Sonne, weil ihnen das Melanin fehlt. Fehlt der Farbstoff, bleiben Fell oder Gefieder einfach weiß und die Tiere erkranken häufiger an Hautkrebs.  Außerdem sind die Albino-Augen lichtempfindlicher, haben eine geringere Sehschärfe und Probleme beim räumlichen Sehen haben.

Albinismus ist eine angeborene Krankheit. Es ist eine Störung bei der Bildung von roten, braunen oder schwarzen Farbstoffen. Man nennt sie Melanine. Sie sorgen für die Färbung von Haut, Haaren, Federn und Augen. Die Krankheit kann nicht nur Tiere betreffen, sondern auch Menschen. Auch in den Augen, genauer gesagt in der Iris, fehlen bei Albinos die Farbpigmente. Die Augen sehen rot aus, weil das Blut in den kleinen feinen Äderchen hindurch schimmert.  Albinos ( von albus = weiss; Weisslinge) und Schwärzlinge (von melanus = schwarz; Melanoten) haben nichts mit Kreuzungen zwischen verschiedenen Tierarten zu tun. Es sind Farbvarianten einer Tierart, die ihre Ursache in einer spontanen Veränderung der Erbsubstanz/einer Mutation haben. Während bei echten Albinos der Farbstoff in Haaren, Federn, Hufen, Hörnern und selbst Augen fehlt, und deshalb die Haare, Federn, Hornteile gelblich bzw. weiss sind und die Augen “rot” erscheinen, sind bei Melanoten alle diese Teile schwarz.

es kommt auch Scheckung vor

Weiss und schwarz sind aber nicht die einzigen Möglichkeiten von Farbabweichungen; es kommt auch Scheckung vor, d.h. ein teilweiser Pigmentverlust. Scheckungen können an bestimmten Körperteilen, z. B. ringförmig rund um den Rumpf herum vorkommen (man nennt sie dann Binde); sie kommen, vor allem bei Haustieren, häufig auf der Stirne vor.
Solche Farbabweichungen sind an sich selten. Es gibt aber Regionen mit Häufungen, wenn dort die Verwandtschaft innerhalb eines Tierbestandes eng ist und eine Abweichung von vielen Einzeltieren weitervererbt wird. So gibt es z. B. Gebiete mit vielen schwarzen Rehen.

Die Häufigkeit hängt auch davon ab, ob ein abweichendes Merkmal rezessiv (verdeckterbig) oder dominant vererbt wird. Ist das Merkmal dominant vererbt, tragen es bald viele Einzeltiere einer Art sichtbar auf sich. Wenn dieses abweichende Merkmal vorteilhaft ist, verfügen die Träger dieser Eigenschaft gegenüber den anderen Tieren über einen Vorteil; so kann sich eine solche Eigenschaft über Selektion schnell verbreiten. Ist die Eigenschaft aber nachteilig, verschwindet sie wieder. In der Natur verschwinden farblich abweichende Tiere oft. Sie sind meist sehr auffällig und bieten sich Beutegreifern oder Greifvögeln geradezu an.

Da der Erbgang von Farbabweichungen gut bekannt ist (über Versuch und Irrtum), werden bei der
Haustierzucht Farbabweichungen oft absichtlich weitergezüchtet, meist aus Liebhaberei.
Farbabweichungen kommen bei Säugetieren, Vögeln, Kriechtieren, Fröschen, selbst bei Fischen vor; aber auch bei Pflanzen gibt es nicht wenige. Sie sind also weit verbreitet, aber ganz selten wirklich häufig!

Dieser Bericht wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von:
R o b i n H a b i t a t A G
Ökologische Projekte
Dr. Klaus Robin, SVU
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Zecken

Die Zecke ist so groß wie ein Stecknadelkopf und wird auch Holzbock genannt. Sie stammt aus der Familie der Spinnentiere und zählt zur Unterfamilie der Milben. Eine Zecke ist rot – bis hellbräunlich. Das Insekt hat ein hartes Rückenschild. Die Grösse eines solchen Parasiten beträgt etwa 1- 2 mm und ist damit recht klein. Sobald sich die Zecke jedoch in vollgesogenem Zustand befindet, kann dessen Grösse bis zu 1 cm zunehmen. Ein ausgewachsener Parasit hat 8 Beine. Am dunklen Kopf befinden sich Mundwerkzeuge, welche extra zum Stechen und Saugen ausgebildet sind.
Eine Zecke produziert kein Gift, kann jedoch Überträger für verschiedene Krankheiten sein. Zecken brauchen ein Klima, das hohe Luftfeuchtigkeit und relative Wärme verspricht. Deshalb sind sie im Winter nicht aktiv. Die Zeckensaison geht normalerweise von März bis Oktober. Abweichungen können sich aus der aktuellen Wetterlage ergeben. Zecken ernähren sich ausschließlich von Blut, sie brauchen keine andere Nahrung. Mit einer einzigen Blutmahlzeit kann eine Zecke sehr lange überleben. In einem Versuch konnten Zecken, die vorher Blut gesaugt haben, bis zu 10 Jahre lang ohne weitere Nahrung überleben. Die Zecke saugt das Blut in ihren Darm. Dieser besteht aus vielen Anhängen und ist so dehnbar, dass eine vollgesaugte Zecke bis zu 200 mal so viel wiegen kann, wie eine hungrige. Außerdem suchen Zecken sich Orte, wo ihre natürlichen Wirte besonders häufig vorkommen. Die Wirte, das sind vor allem Mäuse, Igel, Vögel, Rotwild, und auch Haustiere. Um auf einen Wirt zu gelangen, braucht die Zecke “Körperkontakt”, wenn auch nur für Bruchteile von Sekunden. In dieser kurzen Zeit gelangt die Zecke von der Vegetation auf den Wirt. Sie wird sozusagen abgestreift. Oft wird angenommen, Zecken ließen sich von Bäumen fallen. Das stimmt nicht. Zecken erklettern die Vegetation, wobei Larven bis zu 25 Zentimetern, Nymphen bis zu 50 Zentimetern und erwachsene Zecken bis zu 1,5 Metern Höhe erreichen können. Das ist eine Höhe von ungefähr dem 500fachen der eigenen Körpergröße. Dort klammern sie sich mit ihren hinteren Beinpaaren fest und warten auf einen vorbeikommenden Wirt.

Welche Krankheiten können Zecken übertragen?
Die bekanntesten Krankheiten, die von Zecken übertragen werden können, sind FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis, eine schwere Form der Gehirn- bzw. Hirnhautentzündung) und Borreliose. Außerdem gibt es aber noch über 50 weitere Krankheiten die weltweit von Zecken übertragen werden können. Bisher geht man allgemein davon aus, dass die FSME-Viren über den Speichel übertragen werden, da sie sich hauptsächlich in den Speicheldrüsen der befallenen Zecken befinden. Das bedeutet, dass auch eine schnelle Entfernung der Zecke eine FSME-Infektion nicht verhindern kann. Der sicherste Schutz gegen FSME ist eine rechtzeitige aktive Immunisierung. In seltenen Fällen ist auch eine Infektion durch den Genuss von Rohmilch infizierter Kühe, Schafe oder Ziegen möglich. Eine Infektion von Mensch zu Mensch ist nicht möglich. Einige Beispiele der von Zecken verursachte Krankheiten sind:

Die Borreliose wird durch das Bakterium ausgelöst.

Borreliose: Ursachen und Risikofaktoren: Die Borreliose wird durch das Bakterium Borrelia burgdorferi ausgelöst. Dieses Bakterium gehört zuden Spirochäten. Dabei handelt es sich um schraubenförmige, bewegliche Bakterien, die beim Menschen die Lyme-Borreliose auslösen. Durch einen Zeckenstich wird die Krankheit auf den Menschen übertragen. Die genauen Zeckenspezies sind: Ixodes ricinus, pulparis und pacificus. Borreliose wird nicht durch den Einstich der Mundwerkzeuge der Zecke in die Haut übertragen, vielmehr findet die Borreliose-Übertragung erst gegen Ende der Blutmahlzeit statt. Nach circa 24 Stunden steigt das Infektionsrisiko deutlich an, da nach dieser Zeit die Blutmahlzeit in der Regel abgeschlossen ist.
Wenn die Zecke satt ist, würgt sie nämlich etwas Mageninhalt in die Wunde des Opfers, und mit ihm das Bakterium Borrelia burgdorferi. Da die Bakterien erst gegen Ende des Saugaktes in die Hautwunde gelangen, sollte eine Zecke so schnell wie möglich aus der Haut entfernt werden, um eine Infektion möglichst zu vermeiden. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Zecke nicht gequetscht wird. Methoden, die Zecke mit Öl oder anderen Substanzen zu vergiften oder zu ersticken, werden nicht empfohlen, sie erhöhen sogar das Infektionsrisiko. Denn die Gefahr, dass die Zecke im Überlebenskampf Mageninhalt hervorwürgt, ist groß. Wenn man keine Erfahrung mit der Entfernung von Zecken hat, sollte man sich hiermit an Fachpersonal wenden. Zecken leben besonders auf Gräsern, Blättern, sowie im Gebüsch. Dort warten sie, dass ein Tier oder der Mensch vorbei kommt, auf welchen sie sich fallen lassen können, um von ihrem Opfer Blut zu saugen. Die Zecke wandert dafür anwarme, feuchte und dunkle Stellen des Körpers. Besonders beliebt sind beispielsweise die Achseln und die Schamregion. Zecken können sich aber auch an jeder anderen Körperstelle festbeißen. Je älter eine Zecke ist, desto höher ist das Risiko, dass sie die Borreliose-Erreger in sich trägt. Das liegt daran, dass die Zecke sich selbst erst mit den Bakterien anstecken muss. Die Zecke infiziert sich bei kleinen Nagetieren und anderen Waldbewohnern. Die Spirochäten machen die Zecke zwar nicht krank, überleben allerdings in ihrem Magen. Die meisten Borreliose- Übertragungen geschehen jährlich zwischen Ende Mai und Ende Juni. Borreliose-Bakterien kommen in allen Ländern vor, in denen es auch Zecken gibt. Daher gehört ganz Deutschland zum Borreliose-Gebiet. Die Borreliose ist die häufigste durch Zecken übertragene Krankheit in Deutschland, und leider gibt es noch keine Impfung, die in Deutschland verfügbar wäre.

Infektion des Körpers: Viele Menschen beschäftigt neben der Frage: „Was ist Borreliose?“ die Ungewissheit, warum unser Immunsystem das Bakterium nicht einfach nach der Infektion durch die Zecke aus unserem Körper entfernen kann. Bei manchen Menschen ist dies vielleicht der Fall. Sie zeigen keine Symptome, obwohl Ihr Immunsystem zu einem bestimmten Zeitpunkt mit dem Erreger konfrontiert wurde. Das Borreliose- Bakterium besitzt allerdings einige clevere Mechanismen, um dem menschlichen Immunsystem zu entgehen. So kann es zum Beispiel seine Oberfläche so verändern, dass das Immunsystem mit der Erkennung des Erregers nicht nachkommt. Außerdem verstecken sich die Bakterien regelrecht vor dem Immunsystem. Zum einen besiedeln sie Bereiche des Körpers, die nur schlecht vom Immunsystem kontrolliert werden, wie das Gehirn, oder Gelenke, gleichzeitig dringen die Bakterien in menschliche Zellen ein, um dort der Entdeckung und Bekämpfung zu entgehen.

Wie schütze ich mich?
Der einzige Ansatzpunkt zum Schutz vor Borreliose ist der Zeckenstich, sowie die Zeit, die zwischen Stich und Entfernung der Zecke vergeht. Aus diesem Grund ist es wichtig, in Wald- und Wiesenregionen sich über das bestehende Risiko bewusst zu werden und bestimmte Schutzmaßnahmen zu treffen. Bei Menschen, die viel in der Natur unterwegs sind, wurde eine vermehrte Infektionsrate festgestellt. (Borreliose-Quelle: Anton Ollmann)
Ehrlichiose: Von Bakterien übertragen verursacht sie Kopfschmerzen, Fieber und Muskelschmerzen.

Zeckenstichfieber: Es kommt hauptsächlich in den Mittelmeerländern vor und verursacht Fieber und Ausschlag. Erreger sind meistens Rickettsien.

Babesiose: Auch sie tritt überwiegend am Mittelmeer auf. Fieber, Müdigkeit und Muskelschmerzen sind Kennzeichen der Babesiose. Sie ist allerdings selten. Die Erreger der Lyme-Borreliose, das Bakterium Borrelia burgdorferi, befindet sich nicht in den Speicheldrüsen, sondern im Mitteldarm der Zecke. Es gelangt mit den Ausscheidungen der Zecke in dem menschlichen Körper. Das ist der Grund dafür, dass eine Übertragung in den ersten 24 Stunden nach Saugbeginn meistens nicht stattfindet. Der beste Schutz gegen Borreliose ist das gründliche Absuchen des Körpers und eine möglichst schnelle Entfernung von Zecken. Einen Impfstoff gegen Borreliose gibt es zur Zeit noch nicht.

Ein weiterer Tipp: Merkt Euch das Datum und den Ort des Zeckenstiches und orientiert unbedingt die Eltern des Kindes. Wenn anschliessend verdächtige Symptome auftreten, solltest Du unbedingt den Arzt konsultieren.

Bei einem Zeckenstich: Falls Du bemerkt hast, dass jemand von Deiner Gruppe einen Zeckenstich bekommen hat, solltest Du diesen so schnell wie möglich entfernen. Besorg am besten eine Zeckenzange in der Apotheke. Falls ihr keine Zeckenzange habt, versucht es am besten mit einer Pinzette. Versuch die Zecke möglichst nah bei der Haut zu fassen und ziehe sie unter gleichmässigem Zug senkrecht zur Haut heraus. Quetschen ist bei der Entfernung unbedingt zu vermeiden!
Falls die Beine in der Haut hängen bleiben, besucht einen Arzt, um diese vom Spezialisten entfernen zu lassen. Versucht nicht, die Beine durch Öl oder Klebstoff zu entfernen, dies kommt nie gut heraus. Sobald die Zecke entfernt ist, sorgfältig Wunddesinfektion auftragen.
Benutzen Sie auch nicht die Finger zum Entfernen der Zecken. Auch dann nicht, wenn sie Ihnen dazu groß genug erscheint. Dabei wird die Zecke zu sehr gequetscht und die erregerhaltige Flüssigkeit wird aus dem Zeckenleib direkt in sie Stichstelle gedrückt. Richtig entfernt wird die Zecke mit Hilfe einer Pinzette oder eines Skalpells. Das Skalpell sollte aber nur von einem Arzt und nur dann benutzt werden, wenn das Greifen mit einer Pinzette nicht möglich ist. Greifen Sie die Zecke so nah an der Haut, wie es Ihnen möglich ist. Dann ziehen Sie die Zecke langsam von der Einstichstelle weg. Der Zug sollte mindestens 60 Sekunden anhaltend sein. Dann löst sich die Zecke meistens von allein aus der Haut.