
Foto® WP Südtiroler Jagdportal
Die Jagd ist eine uralte Tradition, die seit Jahrtausenden von Menschen praktiziert wird. Sie diente nicht nur als Mittel zur Nahrungsbeschaffung, sondern auch als Ausdruck von Kultur und Identität. Doch in der heutigen Zeit scheint die Jagdkultur bei vielen Jägern verloren gegangen zu sein. Immer mehr Menschen betreiben die Jagd rein aus sportlichen Gründen und vernachlässigen dabei die ethischen und moralischen Aspekte, die eng mit der Jagd verbunden sind.
Die Jagdkultur umfasst eine Vielzahl von Werten und Traditionen, die den Jägern über Generationen hinweg weitergegeben wurden. Dazu gehören unter anderem Respekt vor der Natur und den Tieren, nachhaltige Nutzung der Ressourcen und die Einhaltung von jagdlichen Regeln und Gesetzen. Die Jagd war einst eng mit dem Überleben der Menschen verbunden und wurde daher mit großem Respekt und Verantwortung ausgeübt.
Heutzutage jedoch scheint die Jagd für viele Jäger zu einem reinen Zeitvertreib geworden zu sein. Die Natur und die Tiere werden oft nur noch als Trophäen betrachtet, die es zu erlegen gilt. Bei sehr vielen Jägern zählt nur die Stückzahl, der erlegten Tiere, aber haben dabei von der Jagdkultur wenig oder gar nichts erlebt. Der eigentliche Sinn und Zweck der Jagd, nämlich die nachhaltige Nutzung der Natur und die Erhaltung des ökologischen Gleichgewichts, gerät dabei in den Hintergrund. Die Jagd wird zu einem reinen Vergnügen, bei dem es nur noch um das Erlegen von möglichst vielen Tieren geht.

Diese Entwicklung ist bedenklich Foto: Netzfund
Diese Entwicklung ist bedenklich, denn sie führt zu einer Entfremdung von der Natur und zu einer Verarmung der jagdlichen Traditionen. Die Jäger verlieren den Bezug zur Natur und zu den Tieren, sie vergessen ihre Verantwortung als Teil des Ökosystems. Jagd sollte nicht nur dem eigenen Vergnügen dienen, sondern auch dem Schutz der Natur und der Erhaltung der Artenvielfalt.
Wenn Jäger/innen nur noch als Spass, Kleintiere wie Hasen oder Vögel als Zielscheibe verwenden, hat dies mit der Jagdkultur nichts mehr zu tun, denn bei solchen Abschüssen mit der Kugel bleibt nur mehr Müll übrig, und kann auch nicht mehr für die Küche verwendet werden.
Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, ist es wichtig, die Jagdkultur wieder zu stärken. Jäger sollten sich bewusst machen, dass die Jagd mehr ist als nur das Erlegen von Tieren. Sie sollten sich wieder mit den Werten und Traditionen der Jagd auseinandersetzen und diese in ihrem Handeln berücksichtigen. Dazu gehört zum Beispiel die respektvolle Behandlung der erlegten Tiere, die nachhaltige Nutzung der Ressourcen und die Einhaltung von jagdlichen Regeln und Gesetzen.
Auch die Ausbildung und Weiterbildung der Jäger spielt eine wichtige Rolle. Es sollte vermehrt Wert auf eine umfassende Ausbildung gelegt werden, die nicht nur die technischen Fähigkeiten vermittelt, sondern auch das Verständnis für die Natur und die Verantwortung als Jäger. Nur so können Jäger zu Botschaftern der Natur werden und einen positiven Beitrag zum Naturschutz leisten.

Auch der Jagdhund spielt eine wichtige Rolle in der Tradition der Jagd – Fotorechte: Piccolruaz Helmuth
Auch der Jagdhund spielt eine wichtige Rolle in der Tradition der Jagd. Seit vielen Jahrhunderten begleitet er den Jäger bei der Suche nach Wild und unterstützt ihn bei der Jagd. Mit ihrem ausgezeichneten Geruchssinn und ihrer Schnelligkeit sind Hunde in der Lage, Wildtiere aufzuspüren und zu verfolgen. Sie können auch helfen, das Wild in eine bestimmte Richtung zu lenken und den Jäger bei der Arbeit zu unterstützen. Darüber hinaus sind Hunde treue Begleiter und Partner des Jägers, die ihm in allen Situationen zur Seite stehen. Sie sind nicht nur unverzichtbare Helfer, sondern auch geschätzte Familienmitglieder und werden oft wie solche behandelt. Die enge Bindung zwischen Hund und Jäger ist ein charakteristisches Merkmal der Jagdtradition und zeigt, wie eng Mensch und Tier in diesem Bereich zusammenarbeiten.
Die moderne Jagdpraxis hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Mit der zunehmenden Technologisierung und dem Einsatz von Hochleistungswaffen ist die Rolle des Jagdhundes in den Hintergrund gerückt. Viele Jäger sehen keinen Bedarf mehr darin, einen Hund auszubilden, da sie der Meinung sind, dass sie die Jagd alleine bewältigen können.
Doch diese Entwicklung hat auch ihre Schattenseiten. Kaum ein Jäger nimmt sich noch die Zeit, einen Hund auszubilden, obwohl ein gut ausgebildeter Jagdhund viele Vorteile mit sich bringt. Ein Hund kann nicht nur bei der Suche und dem Aufspüren von Wild unterstützen, sondern auch bei der Nachsuche und dem Apportieren helfen. Darüber hinaus sorgt ein gut erzogener Hund für Sicherheit und kann in gefährlichen Situationen wertvolle Dienste leisten.
Es ist bedauerlich, dass die Ausbildung von Jagdhunden heutzutage oft vernachlässigt wird. Die enge Bindung zwischen Jäger und Hund, die bei der Ausbildung entsteht, geht verloren. Zudem geht auch das Wissen über die verschiedenen Hunderassen und ihre Fähigkeiten verloren.
Es wäre wünschenswert, dass sich mehr Jäger wieder der Ausbildung von Hunden widmen. Denn ein gut ausgebildeter Jagdhund ist nicht nur ein wertvoller Partner bei der Jagd, sondern auch ein treuer Begleiter im Alltag. Die Zeit und Mühe, die in die Ausbildung investiert wird, zahlt sich am Ende aus und ermöglicht eine effektivere und nachhaltigere Jagdausübung.
Es liegt also an uns Jägern selbst, die Jagdkultur und Jagdtradition wieder mit Leben zu füllen. Sie müssen sich bewusst machen, dass die Jagd mehr ist als nur ein Hobby oder ein Sport ist. Sie müssen den Respekt vor der Natur und den Tieren wiederentdecken und ihr Handeln danach ausrichten. Nur so kann die Jagd ihre ursprüngliche Bedeutung und ihren Wert als Kulturgut wiedererlangen.
Text: PW – Südtiroler Jagdportal
Jäger/innen geben sich ein Stelldichein
Die Organisatoren haben nicht zu viel versprochen und die Teilnehmer kamen einmal mehr auf ihre Kosten: Nicht weniger als 288 Jäger aus dem gesamten Alpenraum haben sich am Samstag (27. Jänner) in Ridnaun zur 23. Ausgabe des beliebten Jägerbiathlon eingefunden.

Die Bedingungen hätten besser nicht sein können, als im Biathlonzentrum in Maiern einmal mehr der beste Biathlet der Jägerzunft gekürt wurde. 288 Jägerinnen und Jäger aus 65 Jagdrevieren in Südtirol, Österreich, Deutschland, der Schweiz und dem oberitalienischen Raum haben den Weg auf sich genommen, um in Ridnaun wieder mit von der Partie zu sein. Stand für die einen der Kampf um den Tagessieg im Vordergrund, war es für die anderen der Spaß und das gesellige Beisammensein, die sie zur Teilnahme am Jägerbiathlon motivierten. Alle mussten jedenfalls auf Langlaufskiern drei Runden zu je 1,5 km zurücklegen, unterbrochen von zwei Schießeinlagen. Mit Gewehren des Kalibers 22 Einzellader wurden jeweils fünf Schüsse liegend bzw. stehend am Stock angestrichen auf die große Biathlonscheibe (Durchmesser 11,5 cm) auf einer Distanz von 50 m abgegeben.
Der Tagessieg bei den Damen ging nach Deutschland; Lena Dreher aus Dürbheim Tuttlingen (Jägerinnen 1) gewann vor Nadia Wieser Pixner vom Jagdrevier Moos in Passeier und Kathrin Puelacher aus Vals/St. Jodok. In der Kategorie Jägerinnen 2 war Christine Gleinser aus Neustift im Stubaital nicht zu schlagen; hinter ihr komplettierten Erika Seeber aus Olang und Barbara Moser von den Bayerischen Staatsforsten das Podest.
Bei den Herren holte sich in der Kategorie Jäger 1 Dominik Messner vom Jagdrevier Pfitsch den Tagessieg, gefolgt von Armin Weger aus dem Sarntal und Florian Leitner aus Mareit. Bei den Jägern 2 ging der Sieg an Peter Taferner aus Anthol vor Hartmann Mühlsteiger vom Jagdrevier Brenner und Marco Ellecosta aus Enneberg.
Der schnellste Jäger des Tages war in der Kategorie Jäger 3 am Start, wo sich Roland Arnold aus Antholz mit Tagesbestzeit den Sieg holte. Knapp dahinter klassierte sich Alois Niederstätter aus Aldein, gefolgt von Marco Gaiardo aus San Tomaso Agordo.
In der Kategorie Jäger 4 ging der Sieg an den Deutschen Reiner Dreher aus Dürbheim Tuttling, der sich gegen Günther Haller aus Ratschings und dem Schweizer Ruedi Menzi vom Glarner Jagdverband durchsetzen konnte. Bei den Jägern 5 war Herbert Complojer aus Enneberg nicht zu schlagen; hinter ihm platzierten sich Christian Stockel und Georg Hartmann auf den Ehrenrängen.
Ein voller Erfolg war erneut die anschließende Ciaspolata. Der Mittelzeit am nächsten kam auf dem Rundkurs von 500 m, der mit zwei Schießeinlagen dreimal absolviert werden musste, Helga Moosmair bei den Damen, bei den Herren war es Günther Rabenseiner. Mit ihren Schneeschuhen am schnellsten unterwegs waren hingegen Karin Kristanell aus Ridnaun und der ehemalige Weltklasse-Biathlet Johann Passler aus Antholz.
Den Sieg in der Revierwertung sicherte sich Antholz vor Enneberg und Sarntal; das gastgebende Jagdrevier Ridnaun belegte den 7. Platz.
Bei der anschließenden Siegerehrung im Kulturhaus von Ridnaun wurden unter allen Teilnehmern wertvolle Sachpreise verlost. Bei geselligem Beisammensein klang der sportliche Tag gemütlich aus.
Die Organisatoren vom Jagdrevier Ridnaun zeigten sich über die hohe Teilnehmerzahl und die tolle Stimmung erfreut. „Unser Dank gilt allen freiwilligen Helfern und unseren Sponsoren, ohne deren tatkräftige Unterstützung eine solche Veranstaltung nicht möglich wäre“, so die Ridnauner Jägerschaft.
Alle Ergebnisse und Fotos auf www.jaegerbiathlon.it/content/foto/
Foto © Meinrad Larch
Ein Phänomen, das in den letzten Jahren vermehrt beobachtet werden kann, ist die vermeintliche Zutraulichkeit von Wildtieren. Immer öfter hört man von Begegnungen zwischen Menschen und Tieren, die in der Vergangenheit als scheu und gefährlich galten. Doch was steckt hinter diesem Verhalten? Werden Wildtiere tatsächlich immer zutraulicher?


Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass die vermeintliche Zutraulichkeit von Wildtieren auch Risiken birgt.

Die Fütterung von Wildtieren ist grundsätzlich keine gute Idee, da diese dadurch die Scheu vor Menschen verlieren können. Zudem ist das Futter häufig nicht artgerecht.
Zunächst einmal ist es wichtig zu betonen, dass Wildtiere von Natur aus scheu sind und den Menschen normalerweise aus dem Weg gehen. Dieses Verhalten ist ein Schutzmechanismus, der ihnen hilft, sich vor potenziellen Gefahren zu schützen. Doch in den letzten Jahrzehnten hat sich die Beziehung zwischen Menschen und Natur verändert. Im Zuge der Urbanisierung haben sich die Lebensräume der Tiere verringert und ihre Nahrungsquellen sind knapper geworden. Dadurch werden sie gezwungen, sich neue Wege zu suchen, um zu überleben.
Eine mögliche Erklärung für die vermeintliche Zutraulichkeit von Wildtieren ist die Gewöhnung an die Anwesenheit des Menschen. Durch die zunehmende Besiedlung von ländlichen Gebieten dringen Menschen immer weiter in die Lebensräume der Tiere ein. Dadurch werden die Tiere mit der Zeit an die Anwesenheit des Menschen gewöhnt und verlieren ihre natürliche Scheu. Dies führt dazu, dass sie sich dem Menschen nähern und sich sogar von ihm füttern lassen.
Ein weiterer Faktor, der zu einer vermeintlichen Zutraulichkeit führen kann, ist die Fehlinterpretation des Verhaltens der Tiere. Oftmals wird ein neugieriges Verhalten fälschlicherweise als Zutraulichkeit interpretiert. Wenn ein Tier sich dem Menschen vorsichtig nähert, um ihn zu beobachten, wird dies oft als Zutraulichkeit wahrgenommen. Doch in Wahrheit handelt es sich dabei um normales Verhalten, das auf Neugierde und Vorsicht beruht.
Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass die vermeintliche Zutraulichkeit von Wildtieren auch Risiken birgt. Insbesondere wenn Tiere daran gewöhnt sind, von Menschen gefüttert zu werden, kann dies zu einer Abhängigkeit und zu einer Veränderung ihres natürlichen Verhaltens führen. Sie verlieren ihre Fähigkeit, sich selbstständig Nahrung zu beschaffen und werden von den Menschen abhängig. Zudem können sie aggressiv werden, wenn sie nicht das bekommen, was sie erwarten.
Um das Gleichgewicht zwischen Menschen und Natur zu erhalten, ist es daher wichtig, dass wir uns bewusst sind, dass Wildtiere keine Haustiere sind und ihre natürliche Scheu respektieren. Wir sollten sie nicht füttern oder provozieren, sondern ihnen den nötigen Raum und die nötige Ruhe lassen, um ihre natürlichen Verhaltensweisen auszuleben. Zudem ist es wichtig, dass wir unsere Lebensräume so gestalten, dass sie den Bedürfnissen der Wildtiere gerecht werden und ihnen ausreichend Nahrung und Rückzugsmöglichkeiten bieten.
Insgesamt lässt sich festhalten, dass Wildtiere nicht tatsächlich immer zutraulicher werden. Vielmehr handelt es sich bei der vermeintlichen Zutraulichkeit um eine Folge der veränderten Beziehung zwischen Menschen und Natur. Durch die zunehmende Besiedlung der Lebensräume der Tiere und die Gewöhnung an die Anwesenheit des Menschen verlieren sie ihre natürliche Scheu. Dennoch ist es wichtig, dass wir die natürlichen Verhaltensweisen der Tiere respektieren und ihnen den nötigen Raum und die nötige Ruhe lassen, um ein harmonisches Zusammenleben zu ermöglichen.
Ein interessanter Aspekt, der zu dieser Entwicklung beitragen kann, ist die Veränderung der Ernährungsgewohnheiten von Wildtieren. Durch das Verschwinden natürlicher Lebensräume haben Wildtiere oft Schwierigkeiten, ausreichend Nahrung zu finden. In einigen Fällen haben sie gelernt, dass sie von Menschen gefüttert werden können und suchen bewusst die Nähe von Siedlungen und touristischen Gebieten, um an Essensreste oder Futterspenden zu gelangen.
Ein Beispiel hierfür sind Murmeltiere in einigen touristischen Gebieten, die so sehr an die Fütterung durch Menschen gewöhnt, dass sie sich regelrecht aufdrängen und aus der Hand fressen. Dies mag auf den ersten Blick zutraulich wirken, ist aber in Wahrheit ein Problem. Die Tiere werden von diesem Verhalten abhängig und verlieren ihre natürliche Fähigkeit, selbstständig Nahrung zu finden. Zudem führt die Überfütterung zu gesundheitlichen Problemen und einem unausgewogenen Nahrungsangebot.
Ein weiteres Beispiel sind Wildtiere in städtischen Gebieten. Durch die zunehmende Urbanisierung und den Verlust von natürlichen Lebensräumen sind viele Tiere gezwungen, sich in städtischen Gebieten anzusiedeln. Hier finden sie oft genug Nahrung und Schutz vor natürlichen Feinden. Einige Tiere, wie beispielsweise Füchse, Rehe, Wildschweine und auch Hirsche haben gelernt, dass sie von den Menschen in den Städten leichter an Nahrung gelangen können. Sie durchsuchen Mülltonnen oder lassen sich von Menschen füttern. Dies führt zu einer vermeintlichen Zutraulichkeit, da die Tiere sich den Menschen nähern und keine Scheu zeigen. Doch auch hier ist Vorsicht geboten, da diese Tiere immer noch Wildtiere sind und potenziell gefährlich werden können, insbesondere wenn sie sich bedroht fühlen.
Es ist wichtig zu betonen, dass die vermeintliche Zutraulichkeit von Wildtieren nicht überall und bei allen Arten gleichermaßen beobachtet werden kann. Es gibt nach wie vor viele Wildtiere, die ihre natürliche Scheu bewahren und den Menschen aus dem Weg gehen. Die Begegnungen mit zutraulichen Wildtieren sind oft die Ausnahme und sollten nicht als Normalität betrachtet werden.
Um das Verhalten von Wildtieren zu verstehen und ihnen gerecht zu werden, ist es wichtig, dass wir uns mit ihrem natürlichen Lebensraum und ihren Bedürfnissen auseinandersetzen. Wir sollten uns bewusst sein, dass Wildtiere keine Haustiere sind und dass ihre Zutraulichkeit oft auf Fehlinterpretationen oder menschlichem Fehlverhalten basiert. Es ist unsere Verantwortung, die natürlichen Verhaltensweisen der Tiere zu respektieren und ihnen den nötigen Raum und die nötige Ruhe zu geben, um ein ungestörtes Leben führen zu können.

Wildschweine dringen bis in unsere Siedlungen vor, wo sie die menschliche Nähe bis auf wenige Meter tolerieren.
Insgesamt lässt sich also festhalten, dass Wildtiere nicht grundsätzlich immer zutraulicher werden. Die vermeintliche Zutraulichkeit ist eine Folge der veränderten Beziehung zwischen Menschen und Natur, des Nahrungsmangels und der Gewöhnung an die Anwesenheit des Menschen. Es ist wichtig, dass wir uns bewusst sind, dass Wildtiere ihre natürliche Scheu bewahren sollten und dass wir ihre Bedürfnisse und ihren Lebensraum respektieren, um ein harmonisches Zusammenleben zu ermöglichen.
Es ist wichtig zu beachten, dass die Fütterung von Wildtieren in den meisten Fällen nicht empfohlen wird. Es ist besser, die natürlichen Nahrungsquellen der Tiere zu erhalten und sicherzustellen, dass sie ausreichend Platz und Möglichkeiten haben, ihre natürlichen Verhaltensweisen auszuleben. Wenn Wildtiere in der Nähe von Siedlungen auftauchen, sollte man sie nicht füttern, sondern ihnen den nötigen Raum und die nötige Ruhe lassen, um ein ungestörtes Leben zu führen.
Es ist auch wichtig, die Bevölkerung über die Bedeutung des respektvollen Umgangs mit wild lebenden Tieren aufzuklären. Durch Aufklärungsprogramme und Informationsveranstaltungen können wir das Bewusstsein für die Bedürfnisse und Verhaltensweisen von Wildtieren stärken und Menschen dazu ermutigen, Maßnahmen zu ergreifen, um Konflikte zu vermeiden.
Indem wir uns um den Schutz und die Erhaltung der natürlichen Lebensräume von Wildtieren bemühen und gleichzeitig unsere Siedlungen wildtierfreundlicher gestalten, können wir dazu beitragen, das Zusammenleben von Menschen und Tieren in Balance zu halten. Nur so können wir sicherstellen, dass auch zukünftige Generationen die Vielfalt und Schönheit der Tierwelt in ihrer natürlichen Umgebung erleben können.
Text: WP Südtiroler Jagdportal
Karin aus Osttirol schreibt:
Die Jagd ist eine alte und traditionsreiche Tätigkeit, die seit jeher von Männern dominiert wurde. Doch in den letzten Jahrzehnten hat sich ein Wandel vollzogen: Immer mehr Frauen entdecken die Faszination und Leidenschaft für die Jagd. Jägerinnen sind heute keine Seltenheit mehr, sondern eine wachsende Gruppe innerhalb der Jägerschaft. In diesem Aufsatz soll es um die Rolle und Bedeutung der Jägerinnen bei der Jagd gehen. Die Jagdpassion ist für viele Frauen nicht leicht. Traditionelle Rollenbilder und Vorurteile können hinderlich sein. Doch immer mehr Frauen überwinden diese Barrieren und treten selbstbewusst in das Revier der Männer ein. Sie nehmen an Jagdkursen teil, erwerben den Jagdschein und stellen sich den Herausforderungen, die die Jagd mit sich bringt.
Jägerin zu sein, ist eine Leidenschaft, die tief in mir verwurzelt ist. Schon als kleines Mädchen war ich fasziniert von der Natur und den Tieren, die in ihr leben. Mit der Zeit entwickelte sich meine Begeisterung für die Jagd und ich erkannte, dass dies mein Weg sein würde. Der Weg zur Jägerin war jedoch nicht immer einfach. Es erforderte viel Geduld, Ausdauer und vor allem die Bereitschaft, immer weiter dazuzulernen. Die Jagd ist mehr als nur das Töten von Tieren. Es ist ein komplexes Zusammenspiel von Wissen über Wildtiere, deren Verhalten und Lebensräume, sowie ein tiefes Verständnis für die ökologischen Zusammenhänge. Als Jägerin trage ich eine große Verantwortung für den Erhalt der Natur und den Schutz der Tierwelt. Ich setze mich dafür ein, dass die Bestände gesund bleiben und sich nachhaltig entwickeln können. Das bedeutet, dass ich nicht wahllos Tiere abschieße, sondern gezielt auswähle und nur so viele erlege, wie für ein gesundes Gleichgewicht notwendig sind. Die Jagd bietet mir die Möglichkeit, einen intensiven Kontakt zur Natur zu pflegen. Bei meinen Streifzügen durch Wald und Flur kann ich den Stress des Alltags hinter mir lassen und mich ganz auf meine Umgebung konzentrieren. Ich beobachte die Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum, studiere ihr Verhalten und lerne so viel über ihre Lebensweise. Doch die Jagd ist nicht nur eine persönliche Leidenschaft, sondern auch eine gesellschaftliche Verantwortung. Als Jägerin trage ich dazu bei, Wildschäden zu verhindern und das Gleichgewicht in den Ökosystemen zu erhalten. Durch gezielte Bejagung helfe ich dabei, Überpopulationen zu vermeiden und damit Schäden an Landwirtschaft und Wald vorzubeugen. Aber die Jagd ist auch mit ethischen Fragen verbunden. Das Töten von Tieren ist keine leichte Entscheidung und erfordert ein hohes Maß an Respekt und Achtung vor dem Leben. Ich bemühe mich stets, den Tieren mit Würde zu begegnen und ihre Lebensweise zu respektieren. Jeder erlegte Hirsch, jedes erlegte Wildschwein ist für mich kein Trophäe, sondern ein wertvolles Stück Fleisch, das ich mit Sorgfalt verarbeite und genieße. Als Jägerin bin ich Teil einer Gemeinschaft von Menschen, die die gleiche Leidenschaft teilen. Wir tauschen uns aus, lernen voneinander und setzen uns gemeinsam für den Naturschutz ein. Die Jagd ist eine Tradition, die seit Jahrhunderten besteht und die ich mit Stolz weitertrage. Es gibt viel zu lernen und zu entdecken auf meinem Weg als Jägerin. Jeder Tag in der Natur bringt neue Erfahrungen und Erkenntnisse. Ich bin bereit, mich immer weiterzuentwickeln und mein Wissen zu erweitern, um meine Verantwortung als Jägerin gerecht zu werden. Ich bin Jägerin, was nun? Jetzt geht es darum, meine Leidenschaft zu leben, die Natur zu schützen und meine Verantwortung als Jägerin wahrzunehmen. Es ist eine Reise, die mich immer wieder herausfordert, aber auch unendlich bereichert. Und ich bin bereit, diesen Weg weiterzugehen, mit Demut, Respekt und dem Wissen, dass ich Teil eines größeren Ganzen bin.
Krähe ist der einzige Feind des Adlers
Der einzige Vogel, der es wagt, einen Adler zu anzugreifen, ist die Krähe.
Sie setzt sich auf seinen Rücken und beißt ihn in den Nacken. Der Adler reagiert jedoch nicht und kämpft auch nicht gegen die Krähe. Er verschwendet keine Zeit oder Energie mit der Krähe.
Es öffnet einfach seine Flügel und steigt höher in den Himmel. Je höher die Gefilde, desto unwirtlicher wird es für die Krähe, denn das ist nicht ihr Terrain. Je höher der Adler steigt, umso dünner wird die Luft für die Krähe, sie muss von ihm ablassen und verschwindet von selbst. Und der Adler kann sich wieder in Ruhe seinen Tätigkeiten widmen.
Die Krähe ist bekannt für ihre Kühnheit und ihren Mut. Obwohl sie im Vergleich zum majestätischen Adler deutlich kleiner ist, scheut sie sich nicht davor, ihn herauszufordern. Die Krähe ist intelligent und geschickt genug, um die Schwachstellen des Adlers auszunutzen und ihn zu attackieren. In der Luft ist sie schnell und wendig, und sie nutzt ihre scharfen Krallen und ihren spitzen Schnabel, um dem Adler Schaden zuzufügen. Es ist faszinierend zu beobachten, wie die Krähe ihren Mut beweist und sich gegen einen so mächtigen Rivalen behauptet. Es scheint, als ob sie keine Angst hat und bereit ist, für ihr Territorium und ihre Nahrung zu kämpfen. Die Krähe ist ein Beweis dafür, dass Größe nicht immer entscheidend ist und dass manchmal der Mut eines kleinen Vogels ausreicht, um selbst den König der Lüfte herauszufordern.

Adler und Krähe: © WP/Südtiroler Jagdportal
Der einzige Vogel, der den majestätischen Adler angreift, ist die Krähe. Während der Adler oft als Symbol für Stärke, Freiheit und Erhabenheit angesehen wird, wird die Krähe oft mit Dunkelheit, Unglück und Listigkeit in Verbindung gebracht. Trotz ihrer Unterschiede haben diese beiden Vögel eine interessante Beziehung, die auf Respekt und Überlebensinstinkt basiert.
Zunächst einmal ist der Adler ein beeindruckendes Raubtier, das für seine Größe, Schnelligkeit und scharfen Augen bekannt ist. Er beherrscht die Lüfte und gilt als König der Vögel. Auf der anderen Seite haben wir die Krähe, ein kleinerer Vogel mit dunklem Gefieder und einem schrillen Ruf. Obwohl sie im Vergleich zum Adler weniger imposant wirkt, ist die Krähe dennoch ein intelligenter und geschickter Jäger.

Fotorechte: Jan Bleil 2007
Die Krähe ist eine opportunistische Art, die sowohl als Aasfresser als auch als aktiver Jäger agiert. Sie ist bekannt für ihre Fähigkeit, Nahrung zu finden und zu stehlen, sei es von anderen Vögeln oder sogar von menschlichen Siedlungen. Dies macht sie zu einem potenziellen Rivalen für den Adler, der ebenfalls darauf angewiesen ist, Beute zu machen, um zu überleben.
Obwohl die Krähe den Adler angreift, geschieht dies in der Regel nur, wenn sie sich bedroht fühlt oder wenn es um Nahrungskonkurrenz geht. Die Krähe ist klug genug, um zu wissen, dass der Adler eine starke und gefährliche Beute ist. Daher ist es für die Krähe von Vorteil, den Adler abzulenken oder zu stören, um an die Beute heranzukommen oder sich selbst zu schützen. Dieses Verhalten zeigt den Überlebensinstinkt der Krähe und ihre Fähigkeit, sich in einer Welt voller Herausforderungen und Konkurrenz zu behaupten.
Trotzdem gibt es eine gewisse Dynamik zwischen dem Adler und der Krähe. Der Adler ist oft in der Lage, die Krähe abzuschütteln oder gar zu vertreiben, da er größere körperliche Stärke und Flugkraft besitzt. Der Adler kann in größere Höhen aufsteigen und so der Krähe entkommen. In gewisser Weise kann man sagen, dass der Adler überlegen ist, aber die Krähe ist hartnäckig und gibt nicht so leicht auf.
Diese Beziehung zwischen dem Adler und der Krähe ist ein Beispiel für die Komplexität der Natur und den ständigen Kampf ums Überleben. Obwohl der Adler als König der Lüfte angesehen wird, ist er nicht immun gegen Angriffe von kleineren Vögeln wie der Krähe. Die Krähe hingegen nutzt ihre Intelligenz und Listigkeit, um ihren Platz in der Nahrungskette zu sichern und sich gegenüber größeren Raubvögeln zu behaupten.
Insgesamt zeigt die Beziehung zwischen dem Adler und der Krähe, dass Größe und Stärke nicht immer ausschlaggebend sind. Intelligenz, Geschicklichkeit und Überlebensinstinkt spielen eine ebenso wichtige Rolle. Die Krähe mag klein sein, aber sie hat den Mut und die Entschlossenheit, sich gegen größere Vögel zur Wehr zu setzen. Dies ist eine Lektion, die wir auch auf andere Bereiche des Lebens übertragen können – dass man sich nicht von äußeren Erscheinungen täuschen lassen sollte und dass es manchmal auf die inneren Qualitäten ankommt, um erfolgreich zu sein.
Text: Kofler Werner/WP Jagdportal
Die richtige Auswahl eines Jagdhundes ist von entscheidender Bedeutung für jeden Jäger. Ein Jagdhund ist nicht nur ein treuer Begleiter, sondern auch ein unverzichtbarer Partner bei der Jagd. Es gibt viele verschiedene Rassen von Jagdhunden, die jeweils ihre eigenen Stärken und Fähigkeiten haben. Es ist wichtig, den richtigen Hund für die jeweilige Art der Jagd und die individuellen Bedürfnisse des Jägers auszuwählen.

Bei der Auswahl eines Jagdhundes sollte man zunächst die Art der Jagd berücksichtigen, die man ausüben möchte ( Siehe auch Gebrauchshund). Es gibt verschiedene Arten von Jagdhunden, die auf unterschiedliche Wildarten spezialisiert sind. Zum Beispiel sind Vorstehhunde hervorragend darin, Vögel aufzuspüren und anzuzeigen, während Laufhunde für die Verfolgung von Hasen oder Rehen verwendet werden. Für die Jagd auf Wildschweine oder Raubtiere wie Fuchs oder Dachs sind wiederum spezielle Hunderassen wie Terrier oder Schweisshunde geeignet. Es ist wichtig, einen Hund auszuwählen, der für die gewünschte Art der Jagd geeignet ist.
Darüber hinaus sollte man auch die Eigenschaften und das Temperament des Hundes berücksichtigen. Ein guter Jagdhund sollte gehorsam, intelligent, energiegeladen und arbeitsfreudig sein. Er sollte eine gute Nase haben, um Wild zu erschnüffeln, und eine hohe Ausdauer, um längere Zeit zu jagen. Es ist wichtig, einen Hund auszuwählen, der gut zu den persönlichen Vorlieben und dem Lebensstil des Jägers passt.
Ein weiterer wichtiger Faktor bei der Auswahl eines Jagdhundes ist die Gesundheit des Hundes. Jagdhunde sind oft körperlich sehr aktiv und unterliegen einem gewissen Maß an Belastung während der Jagd. Es ist wichtig, einen Hund auszuwählen, der frei von genetischen Krankheiten und Erbfehlern ist. Eine gründliche Untersuchung der Elterntiere auf mögliche Erbkrankheiten ist daher unerlässlich.
Neben den oben genannten Faktoren ist es auch wichtig, die Zeit und das Engagement zu berücksichtigen, die für die Ausbildung und Pflege des Hundes erforderlich sind. Ein Jagdhund erfordert eine konsequente Erziehung und Training, um seine Fähigkeiten zu optimieren. Es ist wichtig, genügend Zeit für die Ausbildung und Übung des Hundes einzuplanen.
Insgesamt ist die richtige Auswahl eines Jagdhundes von großer Bedeutung für den Erfolg bei der Jagd. Es ist wichtig, einen Hund auszuwählen, der für die gewünschte Art der Jagd geeignet ist und gut zu den persönlichen Vorlieben und dem Lebensstil des Jägers passt. Ein gut ausgebildeter und gesunder Jagdhund wird nicht nur ein wertvoller Partner bei der Jagd sein, sondern auch ein treuer Begleiter im Alltag.
Bei der Auswahl eines Jagdhundes gibt es mehrere Faktoren, die berücksichtigt werden sollten:
- Jagdart: Jede Jagdart erfordert unterschiedliche Fähigkeiten und Eigenschaften vom Hund. Zum Beispiel eignen sich Vorstehhunde gut für die Vogeljagd, während Laufhunde für die Hasen- oder Fuchsjagd geeignet sind. Es ist wichtig, einen Hund auszuwählen, der für die gewünschte Jagdart geeignet ist.
- Temperament: Ein guter Jagdhund sollte gehorsam, intelligent, energiegeladen und arbeitsfreudig sein. Er sollte eine hohe Ausdauer haben, um stundenlang zu jagen, und eine gute Nase, um Wild zu erschnüffeln. Das Temperament des Hundes sollte gut zu den persönlichen Vorlieben und dem Lebensstil des Jägers passen.
- Gesundheit: Jagdhunde sind oft körperlich aktiv und unterliegen einem gewissen Maß an Belastung während der Jagd. Es ist wichtig, einen Hund auszuwählen, der frei von genetischen Krankheiten und Erbfehlern ist. Eine gründliche Untersuchung der Elterntiere auf mögliche Erbkrankheiten ist daher unerlässlich.
- Ausbildung und Pflege: Ein Jagdhund erfordert eine konsequente Erziehung und Training, um seine Fähigkeiten zu optimieren. Es ist wichtig, genügend Zeit für die Ausbildung und Übung des Hundes einzuplanen. Darüber hinaus sollte man auch die Pflegebedürfnisse des Hundes berücksichtigen, wie zum Beispiel regelmäßiges Bürsten, Trimmen oder Baden.
- Lebensraum: Der Lebensraum, in dem der Hund gehalten wird, kann ebenfalls einen Einfluss auf die Auswahl des Hundes haben. Einige Jagdhunde benötigen viel Platz zum Toben und Ausleben ihrer Energie, während andere auch in kleineren Wohnungen gehalten werden können. Siehe auch Hundehaltung.
- Erfahrung des Jägers: Die Erfahrung des Jägers spielt ebenfalls eine Rolle bei der Auswahl eines Jagdhundes. Ein erfahrener Jäger kann möglicherweise mit anspruchsvolleren Rassen umgehen, während ein Anfänger möglicherweise einen leichter zu trainierenden Hund bevorzugt.
Es ist wichtig, all diese Faktoren sorgfältig abzuwägen und sich gründlich über die verschiedenen Hunderassen zu informieren, bevor man sich für einen Jagdhund entscheidet. Eine gute Auswahl und Vorbereitung sind entscheidend für den Erfolg und die Zufriedenheit sowohl des Jägers als auch des Hundes.
Text: WP Südtiroler Jagdportal