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Kolkrabe

Der Kolkrabe ist eine Vogelart aus der Familie der Rabenvögel. Durch menschliche Verfolgung waren Kolkraben bis 1940 in weiten Teilen Mitteleuropas ausgerottet und haben sich danach durch nachlassende Verfolgung wieder ausgebreitet.

Familie: Krähen (Corvidae)
Unterordnung: Singvögel
Ordnung: Sperlingsvoegel
Klasse:  Vögel

Seit Jahrtausenden begleiten sich Mensch und Rabe im Sinne einer gemeinsamen kulturellen Entwicklung. Menschen nahmen immer Einfluss auf Rabenvögel und diese auf den Menschen. Mehr als andere Tierarten haben Raben in vielen Kulturen Kunst, Sprache und Spiritualität beeinflusst. Zu Zeiten der Jäger und Sammler kooperierten Mensch und Rabe beim Jagen. Raben führten Jäger zum Wild und profitierten im Gegenzug von der Beute. Nicht ohne Grund galten Raben als Götterboten. Heute profitieren Raben von Landwirtschaft, Siedlungsbau und Freizeitaktivitäten der Menschen – und das lässt sie oft als „Schädlinge“ erscheinen Genau erforscht sind die Zusammenhänge in der kalifornischen Wüste. Obwohl Wüsten kein Raben-Lebensraum sind, hat sich der Bestand dort in 20 Jahren verzehnfacht. Schuld daran sind wir Menschen: Wir besiedeln die Wüste und bieten den Raben ein wahres Schlaraffenland mit Wasser in Klärbecken und Bewässerungsgräben, Nahrung in leicht zugänglichen Deponien, Komposthaufen, Mülltonnen, Tierfutternäpfen und entlang der Straßen mit vielen Tieren als Verkehrsopfer. Andernorts sind es Schaf- und Rinderherden, von Jagden hinterlassene Kadaverreste oder Abfälle an Rastplätzen und Straßen, die Raben zu „geförderten Räubern“ an reich gedeckte Tische einladen. Raben reagieren auf solche Angebote prompt und Probleme sind vorprogrammiert: Wo es Raben gut geht haben sie besten Bruterfolg, fallen vermehrt negativ auf, indem sie lokale Schäden an Kulturpflanzen oder in Kalifornien an Jungtieren der bedrohten Wüstenschildkröte verursachen

STIMME: Markanter sind die klangvollen Rufe, wie “kruk” oder “korrk” in tiefer Tonlage.

 

Merkmale: Der Kolkrabe ist der größte Rabenvogel und hat einen kräftigen Schnabel mit befiederter Basis. Zudem hat er ein purpur glänzendes schwarzes Gefieder, lange breite Flügel und einen keilförmigen Schwanz. Beide geschlechter sind gleich gefärbt. Die Jungvögel sind matt braunschwarz und haben einen weniger keinlförmign Schwanz.    Das Weibchen sind geringfügig kleiner als das Männchen, sonst kaum zu unterscheiden.
Länge um 64 cm, Spannweite um 120 cm und haben ein Gewicht von ca. 1,4 kg. Der Kolkrabe kann bis zu 60 Jahre alt werden.  In der Natur fällt die Größe allerdings kaum auf, ebenso wenig wie der keilförmige Schwanz und der kräftige Schnabel. 

Lebensraum:  Die Art ist in nahezu der gesamten Holarktis verbreitet und brütet in einer Vielzahl verschiedener Habitate: von arktischen Küsten Grönlands über boreale und nemorale Wälder bis hin zu Kulturlandschaften, Hochgebirgsregionen und Wüstengebieten. Der Kolkrabe ist vom Nordkap bis zur Sahara heimisch. In Polarnächten schlägt sich sein Atem als Eis auf seinem Gefieder nieder, die Sonne Ägyptens heizt die Gefiederoberfläche auf Temperaturen auf, die jedes Vogelleben gefährden. Kolkraben plündern in nordischen Vogelfelsen und untersuchen die Hinterlassenschaften einer Kamelkarawane in der Wüste Gobi oder in der Sahara. In Mitteleuropa hält sich ein guter Bestand in den Alpen. Auf Runde gehört der hier brütende Kolkrabe zu den Nesträubern, aber auch zur Sanitätsmannschaft, die zur Beseitigung von Tierkadavern in der Vogelkolonie beiträgt. Was sie nicht verdauen können, wie z.B. Vogelfüße, würgt er wieder aus.

Fortpfanzung: Die Brutsaison beginnt im Süden ab Mitte Februar, in Mitteleuropa meist im März, im Norden ab Ende März, so dass die bis zu sieben Jungvögel pro Nest schon im April/Mai flügge werden. Im Spätsommer lösen sich die Familienverbände gewöhnlich auf und die Jungvögel ziehen in lockeren Nichtbrürterschwärmen von bis zu mehreren hundert Tieren umher. Diese konzentrieren sich vor allem an gemeinschaftlichen Schlaf- und Futterplätzen. Jungtiere verbleiben in der Regel einige Jahre in diesen Nichtbrüterverbänden, welche als „Brutreserve“ fungieren: sobald ein Territorium frei wird oder ein Partner eines Paares stirbt, werden aus ihr neue Brutvögel rekrutiert Kolkraben leben in Dauerehe und beanspruchen ein sehr großes Revier. Im Vorfrühling zeigt das Männchen atemberaubende Schauflüge mit Stürzen auf einer Schraubenbahn aus großer Höhe. In ihrem Revier, das sie nie verlassen, besitzt das Rabenpaar meist einige Horste, die es abwechselnd benützt. Schon Mitte Februar, ohne Rücksicht auf das herrschende Wetter, erscheinen die Raben an ihrem Horst, den sie seit 9 Monaten nicht mehr besucht hatten. Sie bessern ihn aus und rammen zurechtgebrochene Äste in seinen Unterbau, als sollte er Jahrhunderte überdauern. Manche Horste sind in der Tat über viele Jahrzehnte hin in Benutzung. Die tiefe Nestmulde wird warm und weich gepolstert, wie es das Winterwetter draußen erfordert. In den Alpen liegen die Horste stets in Felsen oder auf den höchsten Bäumen. Brutdauer 20 bis 21 Tage, Nestlingsdauer 35 bis 42 Tage. Die nordischen Raben brüten auch in Winternächten bei minus 30 Grad. Während das Weibchen brütet und in den ersten Tagen nach dem Schlüpfen, wird es vom Männchen aus dem Kehlsack gefüttert. Die Mutter hilft den Jungen beim Sprengen der Eier und frisst anschließend die Schalen. Wenn die Jungen Durst haben, bringen ihnen die Eltern eingeweichtes Futter oder tränken sie mit Wasser aus dem Kehlsack. Die Jungen verlassen Ende Mai oder Anfang Juni den Horst, bleiben aber mit ihren Eltern als Familie bis in den Herbst zusammen. Dann verlassen sie das elterliche Revier, nomadisieren ein Jahr lang umher und lassen sich dann auf Lebenszeit in einem eigenen Revier nieder. Als “kluge”, nämlich lernfähige Vögel sammeln sie Erfahrung. Der einzige Feind, der neben dem Menschen den Kolkraben bedroht, ist der Uhu.

Nahrung: Unzutreffend sind die wiederkehrenden Geschichten vom Kälber- und Lämmerkiller. Raben vermögen kein Kalb zu töten. Allenfalls stören sie Herden zur Geburtszeit und können kranke, gehandicapte Jungtiere verletzen. Sie warten auf Tot- und Nachgeburten um sie als „Kadaver-Recycler“ zu entsorgen. Indes lernten dort die Raben, wie man an lecker-süßen Kälberkot kommt: Man nähert sich von hinten dem ruhenden Kalb und pickt es in den Schwanz. Auf diesen Reiz stehen die meisten Kälber auf und koten reflexartig. Diese Strategie wird nun seit mehreren Raben-Generationen praktiziert. Dennoch wird immer wieder die Forderung nach Verfolgung laut, in Missachtung ökologischer Tatsachen und wirksamerer Bekämpfungsmethoden Raben sind anpassungsfähige Fleischfresser mit kleineren Anteilen pflanzlicher Nahrung. Sie streifen mit langsamen Flügelschlägen im Suchflug über ihr Revier oder marschieren gemächlich, aber ausdauernd am Boden und erbeuten, was gerade die Jahreszeit zu bieten hat. Im Mai sind es vor allem Maikäfer, bei einer Mäuseplage stellen sie sich rasch auf Mäuse ein, im Winter versammeln sie sich an Müllplätzen. Am Meer suchen sie im Spülsaum angeschwemmte Meerestiere. Sie treffen meistens als erste am Aas ein und setzen sich dort gegen den Bussard durch. Wo sie häufig sind, wird ihnen die Tötung neugeborener Lämmer nachgesagt. Bei knapper Nahrung überfallen sie auch Hühnerhöfe und erbeuten Küken oder junge Enten. Hauptbeute aber sind wohl überall Insekten aller Art, im Herbst fressen sie auch Beeren.

Allgemeines:  Jung aufgezogene Kolkraben werden überaus anhänglich. Man kann sie dank ihrer Lernfähigkeit gut erziehen und ihnen Freiflug gewähren. Sie lernen die menschliche Sprache täuschend echt nachzuahmen. Sie sind sogar bereit, ihren Pfleger zu verteidigen. Sie fallen aber lästig durch das Verstecken von Schlüsseln, Brillen und dergleichen, und sie können im Alter bösartig gegen fremde Menschen werden.

Kuckuck

Der Kuckuck (Cuculus canorus)

Der Kuckuck ist ein bekannter und sehr “volkstümlicher Vogel”. Es gibt wohl kaum mehr Lieder, Weißheiten, Sagen und Sprüche über einen anderen Vogel wie  vom Kuckuck. 

Merkmale: Kinder und Erwachsene freuen sich, sobald im Frühjahr, die ersten Gräser sprießen,   wieder den Kuckuck ruft (balzen) Kaum ein anderer Vogelruf ist so bekannt und eindeutig zuzuordnen, wie der des schmalen, falkenähnlicheren Vogels den Kuckuck. Er hat ein schiefergraues Gefieder, Oberseite einheitlich grau, Unterseite hell, schmal gebändert  Schwanz relativ lang, gefächert und gestuft mit hellen Flecken. Die Flügel sind kurz und spitz, werden beim Flug kaum über die Waagerechte gehoben,  Augen und Schnabel sind gelb, der  Schnabel ist leicht nach unten gebogen. Der Kuckuck wird ca. 33 cm lang

Verbreitung: Dennoch ist der Kuckuck bei uns nicht ernsthaft gefährdet. Allerdings wird der Vogel mit der weitklingenden Stimme auf der Vorwarnstufe der Roten Liste geführt. Und das liegt nicht an der Fortpflanzungsstrategie, sondern daran, daß sich die Landschaft massiv verändert. Der Kuckuck mag es nämlich abwechslungsreich.

 Lebensraum: Der Kuckuck liebt Gebiete mit vielen Bäumen, Laub- und Nadelwälder, große Gärten und Parks. Der Kuckuck bewohnt ganz Europa von den Niederungen bis über die obere Waldgrenze. Er benötigt vor allem vielfältige Landschaften mit naturnahen Lebensräumen und unzähligen Kleinstrukturen. offene , durch Feldgehölze unterstrukturierte Landschaften, Mischwälder, Gärten, Parks, Moor- und Heidelandschaften häufig aufrecht ausschauend auf exponierten Plätzen im Gehölz oder  Hochgebirge sind sein bevorzugtes Revier. 

Der Kuckuck ist die einzige Vogelart, die ihre Eier nicht selber ausbrütet, sondern sie ins Nest anderer Arten legt

Fortpflanzung:  In der zweiten Aprilhälfte kommt der Kuckuck bei uns an. Mit seinem monotonen “kuck-uck” macht er sich bemerkbar und zu dieser Zeit wirbt das Männchen   um das Weibchen. Der bekannte Ruf ist damit eigentlich der Balzgesang.  Der Ruf des Weibchens ist ein schneller Triller.
In Mitteleuropa ist unser Kuckuck die einzige Vogelart, die ihre Eier nicht selber ausbrütet, sondern sie ins Nest anderer Arten legt. Wegen dieses Verhaltens nennt man den Kuckuck einen Nestschmarotzer. Das Kuckuckweibchen legt etwa 20 Eier, alle jedoch in Nester verschiedener Vogelarten.  Das Kuckuck-Weibchen parasitiert hauptsächlich Nester von Grasmücken, Rotschwänzchen, Rotkehlchen, Teichrohrsängern, Grasmücken, Bachstelzen und legt dort zwei Eier direkt  ins Nest seines Wirtsvogels. Damit die Nestbesitzer den Schwindel nicht merken, frisst das Kuckucksweibchen eines ihrer Eier. Die Kuckuck-Eier sind meist in Farbe und Sprenkelung an die der schon vorhandenen Eier angepasst. Die Eier sind verhältnismäßig klein, nur etwa so groß wie Spatzeneier. Allerdings nicht alle lassen sich so leicht austricksen wie es bei Bachstelze, Teichrohrsänger, Dorngrasmücke, Rotkehlchen, Heckenbraunelle und Hausrotschwanz gelingt. Der Haussperling hingegen verweigert den Kuckucksküken das Futter. 
Früh schlüpft, wer gross werden will. Bereits nach 12 Tagen Bebrütungszeit schlüpft der junge Kuckuck. Das ist meist früher als die Jungen seiner Pflegeeltern Die jungen Kuckucke werfen unerbittlich die anderen Jungvögel aus dem Nest und lassen sich von sich 3 Wochen lang großziehen bzw. füttern. Dennoch, der “Muttertrieb” ist so stark, daß die Alttiere das fremde Küken weiter versorgen, und so kommt es im Lauf der Zeit zu den immer wieder faszinierenden Bildern, auf denen eine zierliche kleine Bachstelze “ihr” Kuckucks-Riesenbaby aufopferungsvoll füttert.
Warum der Kuckuck so eine seltsame Fortpflanzungsstrategie hat, ist bislang unerforscht. Tatsache ist aber, daß er damit durchaus erfolgreich ist.
Zweimal drei Wochen bis zur Selbständigkeit.
Nach 21 – 23 Tagen verlässt der vollgefütterte, junge Kuckuck das Nest. Weitere drei Wochen füttern ihn dann seine Stiefeltern ausserhalb des Nestes. Bereits im Juli/August verlassen die alten und jungen Kuckucke wieder unser Land. Sie ziehen einzeln und sind zu dieser Jahreszeit recht heimlich. Die Mauser findet hauptsächlich im Winterquartier statt.

Nahrung: Nicht nur bei seinem Brutverhalten, auch bei der Nahrungssuche hat sich beim Kuckuck eine Lebensweise mit wenig Konkurrenz entwickelt. Er frisst hautpsächlich Raupen, die er vom Boden, von Krautpflanzen und von Büschen abliest. Dabei nimmt er besonders häufig behaarte Raupen, die von anderen Vögeln verschmäht werden. So muss er zwar nicht mit anderen Arten teilen, ist aufgrund dieser Spezialisierung aber auch gefährdet: In unserer ausgeräumten Landschaft ohne Kleinstrukturen und entsprechend mit einem geringeren Angebot behaarter Raupen findet der Kuckuck nicht genügend Nahrung, er vertilgt Raupen, Spinnen, Tausendfüßler und Regenwürmer. Insekten, kleine Eidechsen, Früchte, im Gegensatz zu allen anderen Vögeln: behaarte Raupen, lebt überwiegend solitär

RUF: Kuckuck – Kuckuck, Kuckuck ruft’s aus dem Wald. Zweisilbig ertönt ein “gu-kuh” in unterschiedlicher Tonhöhe. Bei Erregung überschlagen sich die Kuckuckrufe gelegentlich und klingen mehrsilbig. Ein heiseres “Hach hachhach” erklingt bei der Verfolgung eines Weibchens. Weitere Töne komplettieren das Rufrepertoire des Kuckucks.

 

SAGEN ÜBER DEN KUCKUCK

Der Kuckuck ist ein verwunschener Müller, der den armen Leuten das Mehl und Brot vorbehielt und darum jetzt als Vogel ein mehlbestäubtes Gefieder tragen muß.
In der Ötschergegend hört man folgende Sage: Christus kam auf seinen Wanderungen an einer Mühle, nach anderen an einem Bäckerladen vorüber und sandte seine Jünger hinein, um Brot zu erbitten. Aber der Müller oder Bäcker wies die Bittenden ab. Seine Frau hingegen und ihre sechs Töchter trugen dem Herrn heimlich Brot zu. Daher sind sie als Siebengestirn (Plejaden) an den Himmel versetzt, der hartherzige Müller oder Bäcker aber zum Kuckuck verwandelt worden. Daher kommt es, daß, so lang der Kuckuck ruft, von Tibartii (14. April) bis Johann! (24. Juni), das Siebengestirn am Himmel nicht gesehen wird. Der Kuckuck muß schreien am 14. April, schreit er, wo er will.

Wenn man den Kuckuck das erste Mal schreien hört, soll man Geld im Sacke haben und damit scheppern, dann wird es das ganze Jahr nicht zu wenig.
Wenn man den Kuckuck das erste Mal hört, soll man aufpassen, wie oft er schreit, denn so viele Jahre lebt man noch.
Sobald das erste Mandel (Garbenfigur) auf dem Felde steht, hört der Kuckuck zu schreien auf und fangen die Geier zu schreien an. Deswegen meinen die Leute, der Kuckuck werde im Herbste ein Geier.

Drossel

DROSSEL

Zu den Drosseln zählen: Rotkehlchen Erthacus rubecula, Sprosser Luscinia luscinia, Nachtigall Luscinia megarhynchos, Blaukehlchen Luscinia svecica, Blauschwanz Tarsiger cyanurus, Haurotschwanz Phoenicurus ochruros, Gartenrotschwanz Phoenicurus phoenicurus, Braunkehlschen Saxicola rubetra, Schwarzkehlchen Saxicola torquata, Steinschmätzer Oenanthe oenanthe, Nonnensteinschmätzer Oenanthe pleschanka, Steinrötel Monticola saxantilis, Amsel oder Schwarz-drossel- Turdus merula

AMSEL Merkmale: Die Amsel ist bei uns ein Stammvogel, Bis zur Jahrhundertwende war die Amsel ein Zugvogel und ist bei uns erst danach zum Standvogel geworden. Vögel bilden Reviere und bleiben diesen über die Jahre treu und sind daher in der Regel monogam. Die Männchen verteidigen ihre Brutreviere im Frühjahr erbittert gegen Eindringlinge und aufdringliche Nachbarn. Viele Menschen kennen deshalb “ihre” Amseln über längere Zeiträume “persönlich” und bedenken sie an harten Wintertagen mit Apfelstücken und Fettflocken.
Männchen sind schwarz mit gelbem Augenring; Weibchen oberseits dunkel- bis olivbraun, unterseits variabel, Kinn und Kehle schmutziggrau bis rötlichbraun und dunkelbraun oder schwarz gestreift; Brust braungrau und gelb- bis rotbraun gefleckt; Bauch braun oder grau und gefleckt; Schwung- und Schwanzfedernfedern dunkelbraun; Schnabel bräunlich bis hornfarben.

Brutbiologie: Es gibt Männchen, die nie singen, andere beteiligen sich nicht an der Jungenaufzucht, manche versuchen schon im Winter zu brüten. Das Nest wird meist niedrig und oft ohne alle Vorsicht irgendwo hingesetzt, teils in kleine Fichten, teils auf Veranden, zwischen Blumenkästen oder unter das Dach von Gartenhäusern. Meist brütet nur das Weibchen, nur selten vom Männchen abgelöst, Brutdauer 11 bis 14 Tage, Nestlingsdauer 12 bis 13 Tage. Die Jungen verlassen das Nest, wenn sie kaum fliegen können, und betteln danach noch etwa 14 Tage lang mit gellenden Rufen um Futter. Das Amselpaar besitzt zur Brutzeit ein Revier, in dem es keine andere Amsel duldet. Wer nicht weicht, wird mit Schnabel und Krallen bearbeitet. Die Streithähne vergessen manchmal so sehr die Welt um sich her, dass man sie mit den Händen greifen kann. Es ist schon geschehen, dass ein Habicht auftauchte und beide mitnahm. Auch am Futterhaus ist die Amsel streitlustig und schwingt sich zum Herrscher auf. Gelegentlich kämpfte sie auch bis zur Erschöpfung gegen ihr Spiegelbild in einer Glasscheibe oder einer verchromten Autoradkappe. Das Verhalten vieler Stadtamseln ist ziemlich entgleist.

Stimme (klick): Die Amselmännchen beginnen bereits an milden Spätwintertagen zu singen, wenn auch nur so leise, dass man sie erst aus der Nähe hört, sie “phantasieren”. Um die Zeit des ersten Frühlingstauwetters hört man dann das volle Amsellied.

 

Wäre es nicht so alltäglich, die Vogelfreunde würden ihm mit Andacht lauschen und es wohl für das beste Vogellied unter den Sängern Europas halten, das der Nachtigall noch übertreffend. Ganz sicher ist es das musikalischste und unerreicht in seinem Reichtum an Melodien und Harmonien. Die Amsel ist ein häufiger und uns allen vertrauter tagaktiver Vogel; die Männchen erfreuen uns frühmorgens und abends durch ihren vieltönigen Gesang, meist von immer derselben hohen Singwarte aus. Die Tätigkeit der Keimdrüsen wird bei den Vögeln auch durch die Tageslänge gesteuert. So kommt es, dass man in der immerhellen Großstadt auch mitten in der Winternacht zuweilen den vollen Amselgesang hören kann – ein eigenartiger Kontrast zur lebensfeindlichen Zeit und Umwelt. Ansonsten singen die Amseln am eifrigsten bei leichtem Nieselregen und in der Morgen- und Abenddämmerung.
Lebensweise und Nahrung: Laub- und Nadelwälder mit feuchtem Boden, Gärten, Städte und Parkanlagen. Die Waldamseln sind sehr scheue Bodenvögel, die Stadtamseln sind zwar immer vorsichtig und misstrauisch gegen alles Fremde, aber vertragen auch viel “Betrieb” in ihrer näheren Umgebung. Die Amsel hüpft und läuft ruckartig und stellt in der Erregung ihren langen Schwanz auf, die Stare, die auf dem Rasen zusammen mit ihr nach Nahrung suchen, schreiten in aufrechter Haltung emsig hierhin und dorthin. Im Stadtbereich kommen vielfach Amseln mit mehr oder weniger viel Weiß im Gefieder vor Die Amsel ist wie die anderen Drosseln Spezialist in der Jagd auf Regenwürmer, die sie in der Wiese entdeckt und so geschickt aus ihrem Loch zieht, dass sie nicht zerreißen. Zur Obstzeit nimmt sie auch gerne Obst und hat sich damit bei Hobbygärtnern viele Feinde gemacht. Es ist nutzlos, die Amseln dann zu töten, denn sofort würden Amseln aus den Nachbarrevieren zuziehen. Besser deckt man z.B. die Erdbeerbeete mit Netzen ab, die der Gartenfachhandel dafür anbietet.

Misteldrossel- Turdus viscivorus

Merkmale: Misteldrosseln kommen in Mitteleuropa und vor allem in der niederländisch- norddeutsch-polnischen Tiefebene bevorzugt in halboffener Landschaft mit hohen Bäumen vor und sind so in den Randlagen von Dörfern und Städten besonders häufig zu finden. In ländlich strukturierten Gebieten kann die Misteldrossel zahlreicher als die Singdrossel vorkommen.

Ursprünglich war die Misteldrossel eine reine Waldart und Charaktervogel der Waldlandschaft. Das Aussehen der Misteldrossel ist an dem räulichen Rücken, am bräunlichgrauen an der rahmweißen und am längeren, helleren Schwanz mit weißen Spitzen der Außenfedern zu unterscheiden. Die Nisteldrossel ist 26-29cm lang und grösser als Amsel. Die Misteldrossel sieht der Singdrossel überaus ähnlich graubraune Oberseite; sehr helle Unterseite mit groben dunkelbraunen Flecken; weisse Flügelunterseite; grösser und kräftiger gefleckt als bei der Singdrossel; beide Geschlechter gleich.
Auch ist sie nicht so braun gefärbt wie die Singdrossel. Sie wirkt grauer und ist auch Unterseits dichter gefleckt. Sehr aufrechte Haltung bei Nahrungssuche am Boden
Brutbiologie: Schon im ersten Lebensjahr werden Misteldrosseln geschlechtsreif; die Paarbildung und Balz erfolgt bei Standvögeln bereits im Winter, die Reviergründung findet auch bereits im Februar statt und bei Zugvögel unmittelbar nach der Rückkehr. Das Weibchen wählt den Nistplatz aus. Das Nest wird gewöhnlich auf einer soliden Unterlage in Bäumen angelegt, an liebsten werden die Nester in Astgabeln gebaut. Das Nest besteht aus dünnen Zweigen, Wurzeln, Halmen und Moos, mit Lehm verfestigt und mit feinen Gräsern gepolstert, relativ hoch oben in Bäumen Über 14 Tage kann der Nestbau dauern, in der Regel aber 7-13 Tage. Die Nester für Zweitbruten werden dagegen rasch gebaut, gewöhnlich in nur drei Tagen. Meistens legen Misteldrosseln vier Eier, Legebeginn ist in Mitteleuropa frühestens Ende Februar. Die Drosseln legen jeden Tag ein Ei und beginnen meistens mit der Bebrütung nach Ablage des letzten Eies. Nach 13-15 Tagen schlüpfen die Jungen, die 14 oder 15 Tage im Nest bleiben. Nach dem Ausfliegen werden die Jungen noch etwa 12-15 Tage gefüttert.
Stimme (klick): kurze, variable und laute Strophen, amselartig aber schneller und mit kürzeren Pausen. Der Gesang der Misteldrossel ist bei uns die erste Stimme im Konzert des nun beginnenden Vorfrühlings. Dieser klare, flötende Gesang unterscheidet sich von dem der allgegenwärtigen Amsel durch die nur geringen Tonhöheschwankungen

Lebensweise und Nahrung: Im Frühjahr, oft sogar schon Ende Februar kehr die stattliche Misteldrossel zurück. Sie bewohnt ganz Europa. Die Misteldrossel hält sich als Sommervogel mit Vorliebe in den Wäldern auf Waldlichtungen und Waldrandwiesen in der Mittelgebirgsstufe und der unteren Bergwaldzone auf. Man sieht sie in Südtirol bis auf ca. 1.500 m Höhe.
Bevorzugt werden Würmer, Schnecken, Insekten, Spinnen, Kerbtieren und im Herbst werden Obst und Beeren bevorzugt.

Ringdrossel – Turdus torquatus  

Merkmale: Bei uns auf die Bergwälder der Alpen und höheren Mittelgebirge beschränkt ist die Ringdrossel (der Amsel ähnlich, mit weißen Halsring), die sonst in Skandinavien, Nordengland, in den Karpaten und am Balkan vorkommt. Die Ringdrossel ist 20 – 22 cm lang, und kleiner als die Amsel. Durch helle Federsäume schuppig wirkend. Hüpft am Boden in großen Sprüngen. Das Männchen ist am einfarbig, mattschwarzen Gefieder und dem breiten, weißen sowie halbmondförmigen Brustschild leicht erkennbar; das Weibchen hat ein brauneres, schmaleres und matteres Brustschild. Sie erscheint in Europa in der zweiten Märzhälfte und beginnt gewöhnlich gleich mit dem Nestbau

Brutbiologie: Die Ringdrossel brütet in Wäldern und in der Krummholzzone. Nistet auf offenem, oft baumlosem, gebirgigem Moorland und unter Zwergsträuchern der blockhaltigen Abhänge im Norden des Gebietes. Ein stabiles, tiefmuldiges Nest in Nadelbäumen oder Büschen, mit Lehm und Mulm ausgekleidet. Das Gelege mit 4 – 5 blaugrün bis braungefleckte Eiern wird im Monat April bis Juni 14 Tage gebrütet. Die Jungen verlassen nach 12-16 Tagen das Nest
Foto Copyright unbekannt

Stimme (Klick): Melodischer, weithin hörbarer Ruf, besonders zur Zeit der Schneeschmelze im Frühjahr. Der Gesang ist amselähnlich, aber weniger klangvoll, weniger variabel und kürzer, oft scharfe durchdringende Kaskaden. Meistens wird Gesang von Baumspitze vorgetragen

Lebensweise und Nahrung: In den Alpen in lichten Wäldern vor allem zwischen 1400 und 1700 Meter Höhe, auch noch in der Krummholzzone. Im Hochschwarzwald in urigen flechtenbehangenen Bergwäldern. Im Norden in Fichtenwäldern, Moorwäldern, und nördlich der Waldgrenze in der Tundra.
– Nahrungssuche am Boden einhergehend mit geräuschvollem umherschleudern von Laub
Ernährung: Würmer, Schnecken und anderes Kleingetier stehen auf dem Speiseplan. Im Herbst kommen Beeren und Früchte hinzu.

Rotdrossel- Turdus iliacus

Rotdrossel – Foto: Andreas Klein

Merkmale: Die Rotdrossel ist eine typische Drossel des hohen Nordens in Europa und Asien. In Ausnahmefällen läßt sie sich auch in den kalten Gebirgsgegenden Mitteleuropas nieder und nistet dort in der Nähe kühler Gebirgsbäche. Mit etwa 20 – 23 cm Länge und einem Gewicht von 47 bis 70 Gramm sind Rotdrosseln noch etwas kleiner als die ähnlichen Singdrosseln, von denen sie sich durch den auffälligen rahmfarbenen Überaugenstreif, die rostroten Unterflügeldecken und die rostroten Flanken unterscheiden. Nach dem Nisten schließen sich die Rotdrosseln zu Schwärmen zusammen, und Ende Oktober beginnt der Zug nach dem Süden

Brutbiologie: Die Rotdrossel brütet in der Taiga Eurasiens in der Zeit von Ende Mai bis Juli. Bei uns in Mitteleuropa brütet die Rotdrossel nur ausnahmsweise. In den nahrungsarmen nordischen Wäldern besetzen die Rotdrosselpaare sehr große Reviere. Das Nest findet sich niedrig im Gebüsch und ist wie bei allen Drosseln ein fester halbkugeliger Napf. Bei Störungen am Nest reagieren Rotdrosseln sehr empfindlich und geben schnell ihr Gelege auf. Das Weibchen brütet abwechselnd mit dem Männdchen vierzehn bis fünfzehn Tage bis zu sechs Eier. Schon nach 11-13 Tagen schlüpfen die Jungen. Sie verlassen das Nest schon bevor sie flügge sind im Alter von 9-12 Tagen und verstecken sich am ersten und zweiten Tag im Umkreis von 20 m in der Krautschicht.
Foto Copyright: Andreas Klein Die Betreuung der ausgeflogenen Jungen wird hauptsächlich vom Männchen übernommen. Man sieht aber oft auch beide Eltern noch wenigstens eine Woche lang zusammen mit den Jungen.

Stimme (klick): Der Zugruf der Rotdrosseln ist ein dünnes, hohes, etwas raues „tziiih“, der besonders oft in Oktobernächten zu hören ist. Im Frühjahr hört man den Chorgesang der heimziehenden Vögel.

Lebensweise und Nahrung: Rotdrosseln ernähren sich außer von Regenwürmern auch von Würmern, Schnecken, Insekten, Larven und Beeren. Besonders gern werden Käfer, Eintagsfliegen und Schnaken genommen. Im Herbst und Winter stehen auch Früchte auf dem Speiseplan dieser Drossel und spielen eine wichtige Rolle.

Singdrossel- Turdus philomelos

Merkmale: Die Singdrossel kommt in Europa weit verbreitet und häufig vor. Während die Singdrossel in Nord- und Nordosteuropa nur im Sommer brütet, aber in West- und Südwesteuropa als Wintergast vorkommt, ist sie bei uns iganzjährig zu Hause. Unterseite der Singdrossel ist hell mit dunkelbraunen Tupfen, der Rücken ist braun. Wie ihre Verwandten Amsel, Ringdrossel, Wacholderdrossel, Misteldrossel und Rotdrossel hat die Singdrossel einen ziemlich langen Schwanz. Sehr ähnlich ist die Misteldrossel, sie ist nur größer, etwas heller und hat weiße Flügelunterseiten. Die Unterflügel bei der Singdrossel sind gelb, bei der Rotdrossel rot. Singdrosseln sind 23 cm groß und 65-75 g schwer.
Brutbiologie: Die Singdrossel baut ihr Nest niedrig und oft kaum verborgen in das Gebüsch oder in Astgabeln. Nur das Weibchen hat den Nestbauinstinkt. Es kleidet das Nest mit einem Brei aus zerkautem und eingespeicheltem, morschen Holz aus, so dass das Nest nach dem Erhärten weder so warm noch so weich ist, wie man sich ein Vogelnest vorstellt, innen wird es mit einer Schicht Lehm glatt verputzt. Das Weibchen legt im Monat April bis Juni 4 bis 6 Eier, die sind herrlich hellblau gefärbt. Sie werden 13-14 Tage lang bebrütet. Nach dem schlüpfen bleiben die die Jungen noch 12-16 Tage im Nest.

Stimme (klick): Besonders abends und in der Morgendämmerung singt das Singdrosselmännchen besonders intensiv aus der Spitze hoher Bäume. Etwa von Anfang März bis Mitte Juli- also viereinhalb Monate- dauert die Gesangsperiodelauter abwechslungsreicher Gesang, oft scharfe durchdringende Kaskaden, der meistens von Baumspitze vorgetragen wird

 

Lebensweise und Nahrung: Singdrosseln leben zum Teil von Schnecken. Jedoch können sie die Schalen ihrer Beute nicht knacken, was eine Weiterverarbeitung erforderlich macht. Daher findet man in Singdrosselrevieren oftmals sogenannte Drosselschmieden. Die Singdrossel sucht einen geeigneten scharfkantigen Stein aus, auf dem sie die Schalen der erbeuteten Schnecken zertrümmert, um die Schnecken anschließend zu fressen. Man erkennt die Drosselschmieden daran, dass sich zahlreiche zerbrochene Schneckenschalen um einen geeigneten Stein herum angesammelt haben. Nahrungssuche am Boden einhergehend mit geräuschvollem umherschleudern von Laub

Wacholder -Drossel Turdus pilaris

wacholderdrossel – Foto; Andreas Klein

Merkmale: Die Wacholderdrossel ist mit bis zu 22-27cm etwa Amselgroß. Kopf, Nacken und Bürzel haben eine blaugraue Färbung, Kehle und Brust rostgelb, schwarz gefleckt und gestreift, Rücken und Schwanz sind kastanienbraun, die Brust ist drosseltypisch gefleckt, weißer Augenstreif. Beide Geschlechter haben gleiches Aussehen.

Brutbiologie: Ein bis zwei Bruten pro Jahr im April/Mai und Juni/Juli, meist in Kolonien, oft an Astgabeln in Stammnähe. Das Nest wird in Bäumen oder Gebüsch aus Lehm und Gras erbaut. 4-6 blau-grüne Eier mit roten Tupfen werden meist vom Weibchen bebrütet. Die Jungen werden von beiden Eltern gefüttert und verlassen nach 14 Tagen das Nest
Stimme (klick) : schackernder Ruf, einfacher schwätzender Gesang mit schrillen und harten Tönen

Lebensweise und Nahrung: Die Wacholderdrossel lebt sehr zahlreich im Norden Europas. Sie kehren in kleinen Schwärmen Ende März zu ihren Brutplätzen zurück. sie bleiben zusammen und bilden kleine Kolonien in Feldwäldchen, Park- oder Obstanlagen, Birken- oder Kieferhaien.
Ihre Nahrung besteht aus Insekten, Würmern und kleinen Weichtieren. Im Herbst und im Winter fressen sie vor allem Beeren, besonders Vogelbeeren und Obst. Im Oktober ziehen die Wacholderdrosseln in großen Schwärmen aus dem Norden nach Süden und überwintern in Mittel-, West- und Südeuropa.

Jagd: Jagd auf Amsel und Wacholderdrossel ist vom 01.10. bis einschließlich 15.12. ist in Südtirol erlaubt

 

Rabenkrähe

Elstern, Häher, Dohlen, Krähen und Raben – sie alle gehören zu den Rabenvögeln. Und trotzt ihrer zumeist krächzenden Laute sind auch sie Singvögel. Mehr als alle anderen Vogelfamilien sind Rabenvögel der Anlass für hitzige Diskussionen zwischen Naturschützern, Gartenbesitzern, Landwirten und Jägern und werden so oft zu Unrecht zu Übeltätern abgestempelt.

Vorkommen und Verhalten: Die Rabenkrähe ist eine Unterart der Aaskrähe. Das Gefieder ist vollkommen schwarz, nur bei guter Beleuchtung glänzend. Mit etwa 47 cm Größe/Länge ist sie deutlich kleiner als der Kolkrabe. Die Rabenkrähe verfügt im Gegensatz zur Saatkrähe, mit der sie verwechselt werden kann, nicht über ein nacktes Gesicht und hat einen kräftigen, schwarzen Schnabel Eine ganze Anzahl von mittelgroßen Arten der Gattung Corvus aus der Familie der Rabenvögel bezeichnet man als »Krähen«, größere Formen dagegen als »Raben«. Beides sind recht ungenaue Sammelbegriffe, die noch dazu häufig durcheinandergeworfen und oft auch auf alle dunklen Rabenvögel gleichermaßen angewandt werden. In Europa leben als »typische« Krähen Saatkrähen und Aaskrähen, die wiederum in 2 schwarze und 4 grauschwarze Unterarten aufgegliedert sind. Nebelkrähen nennt man die bis auf Kopf und Hals im Kleingefieder grau gefärbten Formen des östlichen Mitteleuropa, Rabenkrähen dagegen die völlig schwarzen westlicheren Vögel.
Die Rabenkrähe gehört zu den am weitesten verbreiteten Vogelarten. Sie kommt in fast allen Lebensräumen vor. Ihre Nahrung sucht sie großteils auf dem Boden auf Grünländern, an Wegen und Säumen.
Zunehmend wandert die Rabenkrähe in Ortschaften ein, sofern ausreichend hohe Bäume zur Verfügung stehen.  Langfristig dürfte der Bestand stark angestiegen sein, was auch durch die Einwanderung in die Ortschaften bedingt ist. Hier findet sie durch ihre verringerte Scheu seit der Unterschutzstellung ähnlich wie Elster und Saatkrähe auch verbesserte nahrungsökologische Bedingungen vor. Ihre in Verhaltensexperimenten nachgewiesene hohe Intelligenz zeigt sich im Sozialverhalten und vor allem bei der Nahrungsbeschaffung. So wird berichtet, dass Rabenkrähen fremde Nester regelrecht auskundschaften und genau dann plündern, wenn diese nicht besetzt sind. Unnötige Störungen des Brutgeschäftes durch neugierige Vogelliebhaber können auf diese Weise indirekt zur Vernichtung der Brut der verscheuchten Eltern führen.
Zu ‘heidnischen’ Zeiten wurden Raben von vielen Stämmen und Völkern (Indianer, Germanen, Perser) als Götter oder deren Begleiter verehrt. Bereits die Juden bezeichneten die Rabenvögel als unrein, da sie sich auch von Aas ernähren. Im christlichen Glauben wurden sie dann sogar zu Vögeln der Hexen und des Teufels. Der Ausdruck ‚Galgen- oder Totenvogel‘ stammt aus dem frühen Mittelalter. Er geht darauf zurück, dass Rabenvögel Erhängte als Nahrung zu schätzen gelernt hatten und sich in Folge dessen oft in der Nähe von Galgenbäumen aufhielten. Der sich daraus entwickelte Aberglaube ging teilweise so weit, dass die einfachen Leute fürchteten, sterben zu müssen, wenn sich eine Krähe oder ein Rabe in ihrer Nähe aufhielt!
Den Rabenvögeln wurden aber auch positive Dinge nachgesagt: Von der Antike an bis hin zum heutigen

Volksglauben gelten sie als zuverlässige Wetterpropheten. Den Wikingern dienten sie als Wegweiser während gefährlicher Seefahrten. Auch sollen Raben nach Legenden schon Mörder entlarvt und sich als Rächer von Mordtaten hervorgetan haben.
Die Verbindung zum Teufel hat den Rabenvögeln im Mittelalter übel mitgespielt: Man verfolgte sie und hängte sie sogar zur ‘Abschreckung des Bösen’ an Häusern und Ställen auf. Aber auch heute noch haben viele Menschen eine Abneigung gegen diese wunderschönen und majestätischen Vögel, über die Sie im Naturhistorischen Museum noch weitere interessante Dinge erfahren können.-

Kennzeichen: Die Aaskrähe besitzt ein schwarzes, bläulich schimmerndes Gefieder. Der schwarze Schnabel ist dick, der Oberschnabel vorne gebogen. Der Stoß ist gerade. Die Beine sind ebenfalls schwarz

Stimme: Krähen geben ein recht rauhes Gequarre und Gekrächz von sich geben, im Fluge ,,krah” und bei Ärger „garr (klick um die Stimme zu hören)

 

Brut: Aaskrähen werden im Alter von 2-3 Jahren geschlechtsreif und bleiben meist ihr gesamtes Leben lang mit dem einmal gewählten Brutpartner zusammen. Auch ihr Brutrevier behalten Nebel- und Rabenkrähen über lange Zeiträume bei; meist sind es Standvögel, nur nördliche Populationen ziehen zum Winter hin in mildere Gebiete. In ihren Überschneidungsbereichen verpaaren sich Angehörige der verschiedenen Rassen häufig untereinander und bringen mischfarbige und voll fortpflanzungsfähige Bastarde hervor. Die Artabgrenzung ist also bei Rabenkrähen (Corvus corone corone) und Nebelkrähen (Corvus corone cornix) noch nicht vollständig entwickelt Fortpflanzung Aaskrähen finden sich außerhalb der Brutzeit häufig zu größeren Schwärmen zusammen.
Während der Brutperiode (Beginn im März/April, in nördlichen Gebieten Mai/Juni) aber nisten die Brutpaare einzeln auf hohen Bäumen (im Gegensatz zur Saatkrähe), von wo die Vögel einen weitreichenden Überblick haben. Das Nest ist recht umfangreich aus Zweigen zusammengesetzt und auch oft mit Erde verfestigt; die Nistmulde legen Krähen mit weichem, feinem Material aus. Das Gelege besteht aus 4 -7, meist 5 Eiern, die allein vom Weibchen 18-20 Tage lang erbrütet werden. Der männliche Vogel übernimmt währenddessen die Nahrungsbeschaffung. Die frisch geschlüpften Nestlinge sind grau bedunt und betteln mit ihrem leuchtendrosa gefärbten Sperrachen nach Futter. Sobald nach der 1. Lebenswoche sich das Weibchen nicht mehr ständig um die Nesthocker kümmern muß, versorgen beide Elternvögel den Nachwuchs, bis die jungen Krähen nach 4 -5 Wochen schließlich das Nest verlassen

Nebelkrähe

Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Rabenvögel (Corvidae)
Gattung: Raben und Krähen (Corvus)
Art: Aaskrähe (Corvus corone)
Unterart: Nebelkrähe

Vorkommen und Verhalten: Die Nebelkrähe (Corvus corone cornix) gehört zur großen und weitverbreiteten Ordnung der Sperlingsvögel (Passeres).
Man nennt sie Sperlingsvögel, weil ihre Jungen den Schnabel aufsperren, sobald einer der Eltern sich mit Nahrung auf dem Nestrand niedersetzt. Die heim „Sperren” sichtbar werdenden Rachen der Kleinen sind je nach den Arten verschieden gefärbt. Nebelkrähenkinder recken ihren Eltern ziegelrote Bachen mit schmalem gelbem Rand entgegen (Rohrsängerkinder haben gelbe Sperrachen). Diese farbigen Signale feuern die Vogeleltern zu immer neuer Futtersuche an. Die Nahrung wird den Kleinen bis hinter den Zungengrund gestopft.
Gewiß ist es für viele Leser auch überraschend zu hören, daß Nebelkrähen, und mit ihnen die ganze Familie der Rabenvögel (Corviden), zur Unterordnung der Singvögel (Oscines) zählen. Häufig nämlich begegnet man der falschen Vorstellung, daß Singvögel immer klein seien wie Fink oder Nachtigall. Unsere Nebelkrähe wiegt ein halbes Kilo; das heißt: soviel. wie eine Ringeltaube, ein Waldkauz oder ein mittleres Zwerghuhn. Die Nebelkrähe kommt in verschiedenen Unterarten in Europa vor. In Westeuropa die Rabenkrähe und in Nord-, Ost- und Südosteuropa die Nebelkrähe. Das Verbreitungsgebiet beider Arten trifft aufeinander. Sie ist ein sehr häufiger Brutvogel, der überall anzutreffen ist: Feldgehölze, Lichte Wälder, Parkanlagen, im Winter gern auf
Müllkippen. Die Krähen erwiesen sich als lebenskräftig und anpassungsfähig gerade in stark vom Menschen geformten Landschaften. Auf Runde gehört die hier brütende Nebelkrähe zu den Nesträubern, aber auch zur Sanitätsmannschaft, die zur Beseitigung von Tierkadavern in der Vogelkolonie beiträgt. Bestandseinbrüche durch Verfolgung, dies vor allen in früheren Jahren, können schnell wieder ausgeglichen werden.

Nebelkrähe

Kennzeichen: Die Nebelkrähe hat eine Spannweite bis 1 Meter; sie ist an dem grauen Rumpf bei schwarzen Flügeln, schwarzem Schwanz und Kopf sofort zu erkennen. Es kommt vor, dass sich eine Nebelkrähe einmal im Brutgebiet der Rabenkrähen mit einer Rabenkrähe paart. Dann entstehen Mischlinge mit mehr oder weniger grauem Rumpf. Wenn diese sich wieder mit Rabenkrähen paaren, sind ihre Nachkommen draußen schon nicht mehr als Mischlinge zu erkennen. So wird der Grenzgänger von der anderen Rasse “geschluckt. Außer dem Kopf, der Kehle, den Flügeln, dem Schwanz und den Schenkelfedern die schwarz und meistens glänzend sind, ist das Gefieder aschgrau.

Unterschied zwischen Nebelkrähe und Rabenkrähe:  Dadurch unterscheidet sich die Nebelkrähe im Aussehen deutlich von den Rabenkrähen. Der Schnabel und die Beine der Tiere sind schwarz. Die Nebelkrähen mausern nur einmal im Jahr im Herbst, wie andere Krähenarten auch. Das Männchen ist der größere Vogel, im Übrigen sind die Geschlechter äußerlich gleich. Kurz nach dem Schlupf sind die Küken wesentlich schwärzer als die Altvögel. Mit dem Namen Nebelkrähe bezeichnet man nicht eine Vogelart, sondern nur die östliche Rasse einer Art, während die westliche Rasse Rabenkrähe genannt wird. Die Art, der beide angehören, hat keinen gebräuchlichen deutschen Namen, obwohl dafür der Name Aaskrähe vorgeschlagen wurde. Ihre wissenschaftlichen Namen besagen,     dass es sich bei den unterschiedlich aussehenden Formen nicht um selbständige, das heißt unvermischbare Arten handelt.

Brut: Niststandorte sind in der Regel Bäume, es kommen aber auch Gebäudebruten, Bruten in Felsnischen und Bodenbruten vor. Die Form ihrer Nester ähnelt der der Rabenkrähen, in Küstennähe werden häufig Meerespflanzen im Nest mit verwoben. Die vier bis sechs Eier sind krähentypisch und sehr ähnlich denen der Rabenkrähen und werden meist früh im April gelegt. Über die Fertilität der Mischlinge liegen keine gesicherten Erkenntnisse vor, doch gibt es Hinweise auf kleinere Gelege und häufigere Brutmisserfolge. Die Krähen leben in treuer Dauerehe, und wenn ein Partner etwa vom Habicht geschlagen wurde, so setzt der andere sein Leben ein für den Versuch, den Partner zu retten.

Brutzeit März bis Juni, 4 bis 5 Eier, Brutdauer 18 bis 21 Tage. Nestlingsdauer 30 bis 35 Tage. Die Jungen kommen nackt zur Welt und erzeugen in den ersten 6 Tagen praktisch noch keine Körperwärme, sie sind also bis dahin wechselwarm wie ihre reptilischen Vorfahren. Deshalb ertragen sie anfangs auch eine starke Abkühlung. Nach dem Ausfliegen bleiben die Jungen zunächst als “Ästlinge” in der Umgebung hocken, später treibt sich die Familie zur Nahrungssuche gern in Wiesengründen umher. Ab Juli löst sich der Familienverband auf.

Stimme: Krähen geben ein recht rauhes Gequarre und Gekrächz von sich geben, im Fluge ,,krah” und bei Ärger „garr (klick um die Stimme zu hören)

Eichelhäher

…….(Garrulus glandarius) gehört zur Familie der Rabenvögel (Corvidae); somit zur Unterordnung der Singvögel und zur Ordnung der Sperlingsvögel.

EWichelhäher – Foto: Jagdportal

Mit seinem bunten Gefieder und seinem lebhaften Verhalten ist der Eichelhäher wohl vielen bekannt. Man wird auf diesen Vogel erst dann aufmerksam, wenn er sein »Rätschen«, einen lauten und durchdringenden Ruf, ertönen läßt und geschickt durch Bäume und Gestrüpp davonfliegt.

Gestalt: Er ist unser kleinster Rabenvogel. Die Ausfärbung der einzelnen Rassen variiert stark, jedoch haben alle Formen die blau gebänderten Flügeldecken, gleich dahinter einen weißen Fleck und einen weißen Bürzel gemeinsam. Tastet man vorsichtig über die Bänderung, so fühlt sie sich eigentümlich stufig an. Die blauen Stellen sind nämlich dicker als die schwarzen und die weißen. Blau ist beim Eichelhäher eine Strukturfarbe, ähnlich wie das Blau des Himmels; es entsteht dadurch, daß auf schwarzem Grunde farblose sogenannte Schirmzellen stehen, die wir als Verdickungen ertasten und die eine blauwirkende Lichtbrechung hervorrufen. Weiterhin typisch für den 34 cm großen und etwa 175 g schweren Vogel, sind die aufstellbaren Kopffedern und ein schwarzer »Bartstreifen«. Der Eichelhäher ist kein guter Streckenflieger, wohl aber fliegt er äußerst wendig und geschickt zwischen den Bäumen hindurch. Das Flugbild des Eichelhähers wird durch die breiten, gerundeten Flügel charakterisiert. Sein Flug ist langsam mit unregelmäßigen Flügelschlägen, dabei zeigen sich die weißen Flügelfelder. Männchen und Weibchen sind fast gleichgefärbt. Vom kräftigen Schnabel aus zieht sich ein breiter, schwarzer Streifen zur Kehlseite. Der Eichelhäher ist 30 – 38 cm groß und kann seine verlängerten Scheitelfedern bei Gefahr zu einer markanten Federhaube aufstellen. Sein Gefieder weist eine rötlichgrau/braune Grundfärbung auf, wobei der hellere Oberkopf schwarz gestrichelt ist. Die schwarzen Flügel haben einen weißen Fleck und weisen ein blau-weiß-schwarzes Flügelmuster im Schulterfeld auf. Ein schwarzer Bartstreif hebt sich deutlich von der weißen Kehle und dem Kinn ab. Der Schnabel ist hornfarben und die Beine sind blassbraun bis dunkelrötlich
Verbreitung: Der Eichelhäher fehlt in Mitteleuropa nur in den waldfreien Gebieten. Besiedelt werden sowohl Laub- und Misch- als auch Nadelwälder. In jüngster Zeit siedelte er sich auch in den Parks, Grünanlagen und großen Gärten der Städte an. Die Gebirgslagen besiedelt er bis in ca. 1.600 m Höhe.
Das Vorkommen der Häher ist jedoch nur in bewaldeten Gebieten häufig, da die einzelnen Brutpaare relativ große Reviere verteidigen und gegeneinander sehr unverträglich sind. Durch die zunehmende Klimaerwärmung konnte der Eichelhäher sein Brutareal nach Norden ausdehnen. In Deutschland ist er Standvogel, der in manchen Wintern Gesellschaft von Artgenossen aus dem Norden und Osten bekommt. In strengen Wintern bekommt der Eichelhäher auch Gesellschaft von einer verwandten Art, dem Tannenhäher Nucifraga caryocatactes.

Rufe: Ebenso bezeichnend ist sein Geschrei, ein kreischendes „Rätsch”, mit dem er jedes fremde Wesen begrüßt und begleitet. Damit warnt er das Wild, das gelernt hat, auf das Geschrei des Eichelhähers aufzumerken, und das dann flüchtet ; sehr zum Verdruß des Jägers und des Naturfreundes. Neben dem »Rätschen« verfügen diese Häher noch über ein großes Repertoire an weiteren Rufen, auch geben sie häufig regelrechte Gesänge von sich, in denen nachgeahmte Laute anderer Vogelarten enthalten sein können. In Nestnähe verhält sich der Vogel meist recht still, auch wenn er auf Nahrungssuche für die Brut ausfliegt.

 

Nahrung: Seine Vorliebe für die Eier und Jungvögel anderer Arten, die er mit seinen nächsten Verwandten, den Elstern und Krähen, teilt, hat ihm keinen guten Ruf eingetragen. Überwiegend jedoch suchen Eichelhäher nach kleinerer tierischer Nahrung (Insekten, Würmer u. ä.) und nach Eicheln, Bucheckern, Nüssen, Beeren und anderen Pflanzensamen. Insgesamt überwiegt wohl der pflanzliche Anteil im Nahrungsangebot. Sie können größere Bissen unter die Füße nehmen und mit dem Schnabel zerkleinern, was außer den Rabenvögeln unter den Singvögeln nur noch die Meisen können.
Fortpflanzung: Der Eichelhäher macht nur eine Brut im Jahre. Er ist bei Störungen sehr empfindlich und verläßt leicht sein Gelege; dann gibt es ein Nachgelege. Beide errichten von Mitte April an ein aus Reisern gut geflochtenes Nest, auf dem Sie eine Mulde aus feinen Stengeln, Halmen und Wurzelfasern bauen. Es steht in hohen Baumwipfeln, kann aber auch unten in einem Dorn- oder Wacholderbusche angelegt sein, so daß man bequem mit der Hand hineinlangen kann. Die Nester der Eichelhäher sind verhältnismäßig klein und flach. Das Weibchen legt im Mai 5 bis 6 Eier, die auf graugrünem Grunde graubraune Punkte und Flecken, zuweilen auch noch schwarze Strichel und Schnörkel zeigen. Beide Eltern brüten 16 bis 17 Tage abwechselnd. Obwohl die Eier an verschiedenen Tagen gelegt werden, schlüpfen die Jungen etwa zur gleichen Zeit. Die Jungen kommen nackt, rosahäutig und blind auf die Welt. Nach 4 Tagen erhält die Haut einen grünlichen Bronzeschimmer, und am 5. Tag öffnen sich die Augen ein wenig. Die Sperrachen sind ziegelrot mit sehr schmalen rosafarbenen Schnabelwulstsäumen. Beide Eltern füttern die Kleinen, zunächst mit Insekten und Würmern und tragen die Kotballen fort. Mit 19 bis 20 Tagen verlassen die Jungen, noch flugunfähig, das Nest und krallen sich fest auf den Zweigen der Wipfel an. , sie sind als typische Nesthocker nackt und blind und werden von beiden Eltern versorgt.

Bejagung: Eichelhäher richten großen Schaden im Obst- und in der Weinkultur an, darum werden sie in Südtirol vom 01. Oktober – bis einschließlich 15. Dezember bejagt
Text “Verbreitung”, mit freundlicher Genehmigung von: Karsten Rönsch stellv. Vereinsvorsitzender Vogelschutz-online e.V.