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Turmfalke

Der Turmfalke (Falco tinnunculus) ist Vogel des Jahres 2007.

Turmfalke: links Männchen und rechts Weibchen

Man kann ihn in ganz Europa beobachten und sehen und man zählt ihn zu den Kurzstreckenziehern. Er gehört zu unseren einheimischen Vogelarten. Der Gerfalke ist weltweit der größte Falke. In Mitteleuropa sind Turmfalken typische Vögel der Kulturlandschaft. Häufig sind sie in Stadt und Landkreis zu beobachten, wo sie sich hoch oben an Gebäuden, vorzugsweise an Kirchtürmen, niederlassen. Nicht umsonst bezeichnen sie die Menschen auch als Mauer-, Dom- oder Kirchfalken. Turmfalken waren ursprünglich Felsbrüter; heutzutage nutzen sie in menschlichen Siedlungsgebieten vor allem hohe Gebäude wie Kirchtürme, Fabrikschornsteine und Hochhäuser zur Brut. An Gebäuden finden sie Nistmöglichkeiten in Mauer- und Fensternischen oder hinter Schallöffnungen von Kirchtürmen. Gelegentlich brüten sie auch in Bäumen, wobei sie alte Nester von Rabenvögeln oder anderen Greifvögeln übernehmen. Turmfalken nisten in der Regel einzeln, selten auch in Kolonien. Die unmittelbare Umgebung des Nistplatzes wird stark verteidigt, ebenso die Nahrungsreviere.
Bei uns ist der Turmfalke noch weit verbreitet, ist aber seit den Sechzigerjahren in den Niederungen wesentlich seltener geworden. Schuld daran sind die ausgeräumten, intensiv genutzten Landschaften, wodurch das Nahrungsangebot und die Nistmöglichkeiten abgenommen haben.

Aussehen vom Turmfalken: Turmfalken erreichen eine Körperlänge von ca. 35 cm und eine Flügelspannweite von ca. 75 cm, wobei die Weibchen geringfügig größer sind als die Männchen. Die beiden Geschlechter unterscheiden sich deutlich durch ihre Färbung: Zwar ist bei beiden die Oberseite rotbraun und die Unterseite cremefarben mit schwarzen Flecken, jedoch sind beim Männchen Kopf und Schwanz grau gefärbt, während die Weibchen eine durchgängig braune Färbung aufweisen. Der Schnabel ist bei beiden an der Basis gelblich und an der Spitze grau, die Füße sind gelb mit schwarzen Krallen. Junge Turmfalken Weibchen und Männchen sehen fast gleich aus, der Unterschied lieg in der Größe und im Gewicht. Jungvögel sehen den adulten Weibchen zum Verwechseln ähnlich. Das Gefieder vom jungen Männchen gerändert sich bei der nächsten Mauser. Turmfalken sind ungefähr 38 cm groß und sie können bis zu 15 Jahre alt werden. Man kann sie im Frühjahr gut beim Balzflug beobachten. Man hört dann ihre Rufe schon von weitem. Die Nahrung der Falken ist vielseitig. Turmfalken ernähren sich von Wühlmäusen, Käfern, großen Insekten, Eidechsen, Regenwürmern und kleinen Vögeln (z.B. Blaumeise, Grünfink). Charakteristisch für Turmfalken sind die langen, schmalen Flügel und der abgerundete Schwanz. Im Flug werden die Schwanzfedern dicht aneinandergelegt, sodass er ganz schmal erscheint.
Auf ihrem Speiseplan stehen Wühlmäuse an erster Stelle, die meistens beim Rüttelflug erspäht werden. Hat der Turmfalke eine Maus entdeckt, dann geht er im Sturzflug runter. Die Geschwindigkeit im Sturzflug und Geradeausflug im ist wesentlich langsamer als beim Wanderfalken. Turmfalken haben sehr gute Augen und sehen auch Insekten im Flug. Ihre Sehkraft ist um einiges besser als bei uns Menschen. Um Energie zu sparen wird im Winter vom Ansitz aus nach Beute Ausschau gehalten. Wenn die Nahrung (Wühlmäuse) Im Winter knapp ist werden auch Vögel erbeutet. Was fressen Turmfalken? Häufiger konnten wir auch schon beobachten, dass sich die Turmfalken Regenwürmer suchen. Wenn die Nahrung (Mäuse) knapp wird, wird sich von Regenwürmern und Vögeln ernährt. Die Gewölle, auch Speiballen genannt werden an der Uni untersucht. Die Gewölle vom Turmfalken sehen ziemlich mickrig aus, wenn die Nahrung ausschließlich aus vielen Regenwürmern besteht

Turmfalke Paarung: Die Turmfalken haben eine Jahresbrut im Zeitraum von April bis Juli. Turmfalken brüten in Elster- und Krähennestern, Kirchtürmen und auch in eigens für Falken gebauten Nisthilfen. Sie legen 4 bis 7 Eier/Gelegegröße und brüteten ca. 30 Tage. Die Nestlingsdauer beträgt in der Regel 33 Tage. Danach werden sie noch 30 Tage mit Nahrung versorgt, bis die jungen Turmfalken selbstständig jagen können und dann das Revier ihrer Eltern: Wenn die Jungen noch klein sind, werden sie ausschließlich vom Weibchen gefüttert, das die Beute mit dem Schnabel zerkleinert und gleichmäßig unter dem Nachwuchs verteilt. Älteren Nestlingen wird dann aber die Beute als Ganzes übergeben, so dass die Jungen oft in Streit darüber geraten und bei schlechter Beuteversorgung immer wieder die Schwächsten auf der Strecke bleiben.

Verhalten: Der Turmfalke verhält sich wie viele andere Vögel, wenn sie das Nest verlassen haben. Die ersten Tage bleiben sie noch am Brutplatz zusammen. Nach dem verlassen des Brutortes, halten sich die jungen Männchen und jungen Weibchen von einander getrennt auf. Die jungen Weibchen sind größer und stärker und die Männchen hätten dass Nachsehen, wenn sie miteinander spielen, denn dann könnten die Weibchen die Männchen verletzen. Vieles wird von den Eltern oder von den Geschwistern gelernt. Einer macht etwas vor und der andere macht es nach. Sie probieren vieles aus, z.B. ob es fressbar ist.   Auch junge Turmfalken haben ihren Spaß. Wie kleine Kinder toben sie herum und anschließend wird gemeinsam am Brutplatz ausgeruht oder geschnäbelt. Das Schnäbeln, oder den anderen an den Füßen zu knabbern gehört zur späteren Partnerbindung und die Jungen üben das schon mal.    Um die soziale Bindung in der Familie zu festigen, wird dem anderen an den Füssen geknabbert. Dieses Verhalten kann man bei vielen verschiedenen Greifvögeln und Eulen beobachten.

Turmfalke bei der Jagd: er Turmfalke ist vor allem für seine Jagdweise bekannt: Plötzlich stellt er sich im Flug gegen den Wind und verharrt dank dem Rüttelflug (siehe Foto links)  und dem breitgefächerten Schwanz erstaunlich lange an der gleichen Stelle, um nach Mäusen Ausschau zu halten. Jagdgebiete der Turmfalken sind offene Flächen mit lückiger oder kurzer Vegetation wie Wiesen, Weiden oder extensiv genutztes Grünland. In der Stadt jagen sie über Gärten, Parks, Friedhöfen oder Sportplätzen Im Stadtzentrum brütende Turmfalken fliegen mehrere Kilometer weit, um zu ihren Jagdgebieten zu gelangen. Ihr Beutespektrum reicht von Großinsekten bis zu Eidechsen und Mäusen, die den größten Teil ihrer Nahrung ausmachen. Vor allem im Winter, bei geschlossener Schneedecke, jagen Turmfalken auch kleinere Vögel. Ihre Jagdstrategie ändert sich je nach Jahreszeit: Im Winter erspähen sie ihre Beute hauptsächlich von einem Ansitz aus, im Sommer aus dem typischen Rüttelflug. Dabei stehen sie mit gefächertem Schwanz in einer Höhe von 10 bis 20 Metern regelrecht in der Luft, bis sie ein Beutetier entdeckt haben. Dann stürzen sie sich hinunter, bremsen kurz vor dem Boden ab und greifen zu. Turmfalken jagen in ihrem Lebensraum häufig vom Ansitz aus oder im Suchflug. Sie gehören zu den Greifvögeln die in der Luft auf der Stelle stehen und rütteln, um Mäuse zu erspähen. Wenn die Jagd nach Mäusen erfolglos ist, jagen sie auch Singvögel, Großinsekten und Käfer. Man kann Turmfalken häufig in Schwalbenkolonien beobachten, wie sie Jungvögel jagen, die gerade ihr Nest verlassen haben. Damit junge Turmfalken die Treffsicherheit bei der Jagt erlangen, fliegen sie zuerst Steine an, als sei der Stein ihre Beute (Maus). Vom Ansitz aus wird sich ein geeigneter Stein ausgesucht, den sie dann anfliegen. Dieses Verhalten könnt Ihr Euch auch bei der Aufzucht junger Seeadler und Uhus auf Wanderschaft ansehen. In den ersten Tagen gehen die Jungvögel gemeinsam auf die Jagd. Sobald einer etwas entdeckt hat, sind die Anderen sofort zur Stelle. Es werden auch gemeinsame Flugübungen durchgeführt Der schnellste schnappt sich die Maus, und nimmt sofort die Beutestellung ein. Wie man hier gut auf dem nächsten Bild sehen kann, rechts ist der Glückliche mit der Maus und die anderen Jungen bleiben gelassen beim Turmfalken Weibchen sitzen. Hieraus kann man schließen, dass genügend Nahrung vorhanden ist — sonst würde es vielleicht, wie viele immer sagen, bei 5 jungen Turmfalken Machtkämpfe um die Nahrung geben. Ich habe noch nie bei meinen Beobachtungen, bei Greifvögeln, Kämpfe um die Nahrung gesehen

Feinde: sind insbesondere Steinmarder, die sich an den Eiern oder Jungvögeln vergreifen. Den Altvögeln kann schon einmal zum Verhängnis werden, dass sie mit ihrem auffälligen Rüttelflug dem Habicht oder Wanderfalken ins Auge stechen. Turmfalken müssen sich genauso wie die Uhus, vor Krähen in acht nehmen. Sie werden genauso gemobbt. Zu ihren Feinden gehören unter anderem der Sperber, der Habicht, der Marder, der Wanderfalke, der Uhu und der Mensch.

Der Ruf: Die Stimme der Turmfalken wird von den meisten mit kikiki oder tititi bezeichnet. Den Turmfalken erkennt man schon von weitem, am Himmel, an seinen spitzen Flügeln und dauerndem rütteln. Das Turmfalken Weibchen ist durchgehend rostbraun und quergebändert

Turmfalke Steckbrief:

Wissenschaftlicher Name: Falco tinnunculus
Italienischer Name: Gheppio
Familie: Falkenartige (Falconidae)
Gattung: Falken (Falco)
Geschlechtsbestimmung: Weibchen sind größer
Größe: 38cm
Gewicht: 300g
Flügelspannweite: 82 cm
Brutplatz: Baum, Gebäude, Nistkasten, Nisthilfe
Brut: 1 Jahresbrut
Fortpflanzung/Paarungszeit: März bis Mai
Brutzeit: April bis Juli
Anzahl der Eier/Gelegegröße: 4-7
Brutdauer: 30 Tage
Nestlingsdauer: 33 Tage
Nahrung: Wühlmäuse, Käfer, Insekten, Regenwürmer, Vögel
Alter: 15 Jahre Lebenserwartung
Zugvogel: Ja
Liste der Feinde: Uhu, Habicht, Marder, Krähe, Mensch, Klimawandel, Wetter, Merkmale: Große dunkle Augen, rüttelt oft, Außenflügel dunkel

Ein Teil vom Text entnommen vom Fotografen,  und Autor Gerhard Brodowski   

Der Rauhfußkauz

Kennzeichen: Mit einer Größe von 24 – 26 cm und einer Spannweite von 53 – 60 cm ist der Rauhfußkauz etwa so groß wie der Steinkauz, hat jedoch einen größeren und runder erscheinenden Kopf. Abgesehen vom Gewicht (Weibchen 160 g, Männchen 100 g) und vom Verhalten am Brutplatz sind die Geschlechter äußerlich nicht zu unterscheiden. Der ausgeprägte helle Gesichtsschleier ist seitlich schwarzbraun umrandet. Zwischen den gelben Augen ist eine deutliche hellbeige x-förmige Zeichnung. Die Oberseite ist braun bis graubraun mit weißen perlartigen Flecken. Das Brustgefieder ist hell mit verwaschener graubrauner Fleckung. Seinen Namen verdankt der Rauhfußkauz der dichten weißen Befiederung seiner Beine bis zu den Krallen. Jungvögel sind einheitlich schokoladenbraun gefärbt mit geringerer weißer Perlung auf Flügeln und Schwanz. Im Gegensatz zum wellenartigen Flug des Steinkauzes ist der Flug des Rauhfußkauzes gerade. Außerdem unterscheidet er sich vom Steinkauz durch deutlich längere Flügel und Schwanz. Dar Rauhfußkauz ist ausschließlich nachtaktiv. Der Rauhfußkauz ist sehr heimlich und wird meist nur durch seine Rufe im Frühjahr entdeckt.

RauhfusskauzFortpflanzung: Der Rauhfußkauz lebt wahrscheinlich in Saisonehe, verpaart sich also jedes Jahr neu. Er bevorzugt als Höhlenbrüter Schwarzspechthöhlen, nimmt jedoch auch Nistkästen an. Nach der Balz im Februar werden, abhängig von Witterung und Nahrungsangebot, Mitte April bis Anfang Mai im Abstand von 2 Tagen 3-6 Eier, in mäusereichen Jahren bis zu 10 Eiern gelegt. Die Jungen schlüpfen nach 26-28 Tagen und verbleiben etwa 30-34 Tage in der Bruthöhle. Während der gesamten Brutzeit und der ersten 3 Wochen nach dem Schlüpfen verbleibt das Weibchen bei den Jungen, während das Männchen sie mit Nahrung versorgt. Kratzt man in dieser Zeit am Brutbaum, erscheint meist das Weibchen und schaut mit starrem Blick aus der Bruthöhle heraus. Noch etwa 3-5 Wochen nach dem Ausfliegen werden die Jungen bis zur Selbstständigkeit von den Eltern betreut. In mäusereichen Jahren kann bei Brutverlust eine Ersatzbrut stattfinden.

Nahrung; Der Rauhfußkauz ernährt sich überwiegend von Wühlmäusen, daneben werden auch Waldmäuse genommen. Er kann Vögel bis zur eigenen Größe (Drosselgröße) erbeuten. Der Rauhfußkauz jagt ausschließlich nachts. Als Ansitzjäger lokalisiert er seine Beute von einer Warte aus und erbeutet sie im Sturzflug.

 

Verbreitung des RauhfuskauzesLebensraum und Vorkommen: Als Höhlenbrüter besiedelt der Rauhfußkauz Altholzbestände mit Schwarzspechthöhlen. Außerdem benötigt er in der Nachbarschaft dichte Nadelbäume als Tagesversteck sowie angrenzende Freiflächen (Lichtungen, Waldwiesen, Kahlschlag, Schneisen) zur Beutejagd. Der Rauhfußkauz kommt meist als Standvogel vorwiegend in Nord- und Osteuropa vor. Seltener ist er in Mitteleuropa anzutreffen, wo er vorwiegend ausgedehnte Waldgebiete der Mittelgebirge bewohnt. In Deutschland besiedelt der Rauhfußkauz höher gelegene Waldgebiete der Mittelgebirge und der Bayerischen Alpen. Einzelne Paare wurden auch im Flachland nachgewiesen, z.B. in Schleswig-Holstein, in der Lüneburger Heid und dem Nürnberger Reichswald. Der gesamte Brutbestand Deutschlands wird auf ca. 1000 Paare geschätzt.

Gefährdung: Der Rauhfußkauz kann ein Höchstalter von schätzungsweise 15 Jahren erreichen. Infolge der Intensivierung der Forstwirtschaft sowie das Fällen von Altholzbeständen ist der Rauhfußkauz durch den zunehmenden Mangel an geeigneten natürlichen Bruthöhlen gefährdet. Der Hauptfeind des Rauhfußkauzes ist der Marder. Dieser benötigt für die Jungenaufzucht ebenfalls Baumhöhlen. Außerdem erbeutet der Marder die Gelege und Jungen des Rauhfußkauzes. Der Rauhfußkauz kann in Wäldern mit geringem Angebot an natürlichen Bruthöhlen durch das Aufhängen von Nistkästen wirksam unterstützt werden. Dabei ist jedoch ein ausreichender Marderschutz unverzichtbar.

Dieser Bericht wurde uns freundlicherweise von Eulenwelt.de zur Verfügung gestellt

Ringeltaube-

Ringeltaube Systematik:

Ringeltaube

Die Ringeltaube ist eine Vogelart aus der Familie der Tauben. Sie ist die größte Taubenart Mitteleuropas und besiedelt weite Teile der Paläarktis von Nordafrika, Portugal und Irland nach Osten bis Westsibirien und Kaschmir. Auffällige Merkmale sind die weißen Flügelbänder und der weiße Halsstreifen. 

Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Taubenvögel (Columbiformes)
Familie: Tauben (Columbidae)
Gattung: Feldtauben (Columba)
Art: Ringeltaube

Vorkommen und Verhalten: Die Ringeltaube (Columba palumbus) ist eine Vogelart aus der Familie der Tauben. (Columbidae). Sie ist die größte, häufigste und am weitesten verbreitete Taube Europas. Durch die Zuwanderung nördlicher Populationen kann sie dann in großen Schwärmen auftreten. Unsere Ringeltauben sind vorwiegend Standvögel. Der ursprüngliche Lebensraum der Ringeltaube setzt sich aus offenen Landschaften mit kleineren Waldflächen oder Feldgehölzen zusammen. Besonders in Mitteleuropa hat jedoch schon seit längerem eine Verstädterung eingesetzt, und so sind Ringeltauben heute auch in Grünanlagen, Parks, Friedhöfen und größeren Gärten heimisch. Bevorzugter Neststandort sind Nadelbäume, aber auch deckungsreiche Stellen von Laubbäumen.
Im Flug fallen besonders die weißen Abzeichen auf Flügeln und am Hals und der lange Schwanz auf. Auch der etwas unproportionierte Körperbau ist kennzeichnend: der Kopf ist im Verhältnis zum großen Körper etwas zu klein geraten. Ringeltauben ernähren sich vorwiegend pflanzlich: Getreide, Mais, Bucheckern und frisches Blattgrün stehen auf dem Speiseplan ganz oben. Seltener werden auch Würmer oder Insekten erbeutet.

Kennzeichen: Charakteristisch für die Ringeltaube ist der auffällige weiße Fleck, den sie an beiden Seiten ihres Halses trägt und der breite, weiße Streifen auf der Oberseite der Flügel. Der Nacken schillert grünlich. Im Flug erkennt man auf den Flügeln weiße Querbänder. Die weißen, fast ringförmig verlaufenden Flecken am Hals, die von edel anmutenden grün- und purpurglänzenden Flächen umrandet sind, haben der Ringeltaube ihren Namen gegeben. Das Gefieder der bis zu 42 Zentimeter langen Wildtaube ist grau bis blaugrau. Kopf und Hals sind eher blaugrau. Ringeltauben haben eine beachtliche Spannweite von bis zu 77 Zentimetern und wiegen als erwachsener Vogel etwa 570 Gramm.  Die Geschlechter sehen gleich aus: Kopf und Rücken sind blaugrau, Schwanz- und Flügelspitzen dunkel. Die Brust ist etwas heller graurosa, die Iris ist gelb.

Stimme: Der Ruf ist ein sehr charakteristisches hohles Gurren, das einen immer gleichen Rhythmus hat und wie „duh-duh, du-duh, du“ klingt. Diese fünfsilbige „Strophe“ wird ohne Pause drei- bis fünfmal wiederholt.

Brut

Brut: Im Frühjahr kann man die Männchen bei ihrem Balzflug beobachten. Mit kräftigen Flügelschlägen steigt der Tauber steil auf und lässt sich anschließend mit gespreiztem Schwanz abwärts gleiten. In Städten brüten Ringeltauben zunehmend auch an Gebäuden. Ihr Nest besteht nur aus wenigen Halmen und Zweigen, die meist hoch in Bäumen gebaut werden.Meistens werde zwei Bruten pro Jahr groß gezogen. Es werden nur 1–2 Eier gelegt. Die in der Regel zwei Eier werden von beiden, jeweils ein Jahr zusammen lebenden Elterntieren bebrütet. Bei der Brut wechseln sich die Partner ab, das Weibchen verbringt jedoch mehr Zeit mit dem Brüten. Die Jungen schlüpfen  nach 17 Tagen und sind anfangs blind und nackt. .Männchen und Weibchen teilen sich die Aufzucht der Jungen: Zuerst werden sie mit der Kropfmilch der Altvögel gefüttert, die sie bei ihnen direkt aus dem Schnabel trinken.  Anschließend werden Sämereien, zarte Blättchen von Wildkräutern und Gartengemüse, Würmer, Weichtiere und Insekten wird von beiden Elterntieren auch über mehrere Kilometer Entfernung herangetragen.